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Apple Watch Series 4

28 Okt 2018
28. Oktober 2018

Ich bin Apple-Watch-Träger seit Tag 1, also seit dem Verfügbarkeitsdatum der allerersten Apple Watch, die heute gemeinhin als „Series 0“ bezeichnet wird. Nach meiner Erinnerung gab es seitdem keinen Tag, an dem ich diese Uhr nicht getragen habe (Link zu Vorstellung meiner ersten Apple Watch). Ähnlich wie in den Anfangszeiten des iPhones verlief die Weiterentwicklung der Watch in den ersten Jahren rasant, insbesondere bei der Hardware. Somit wurde es nach rund dreieinhalb Jahren, was für klassische Uhren nicht wirklich lang ist, Zeit für eine neue Uhr, die Series 4, zumal die Series 0 zum ersten Mal das aktuelle watchOS nicht bekommen hat. Glücklicherweise habe ich damit genau den Zeitpunkt erwischt, an dem Apple erstmalig das Design geändert hat und der Uhr ein 30% größeres und randloseres Display spendiert hat. Bestellt habe ich 44 mm, zuvor hatte ich die Größe 42 mm.

Watch-Unboxing (1)

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Unboxing-Zeremonie

Somit habe ich alle Hardware-Verbesserungen (und damit verbundene Features im watchOS), die die Apple Watch jemals erfahren hat, quasi an einem Tag bekommen. Und das ist eine ganze Menge: viel mehr Geschwindigkeit, mehr Display-Helligkeit, Wasserdichtigkeit, eigenes GPS, eigenes LTE, Erkennung von ungewöhnlichem Pulswerten und die Sturzerkennung. Und bestimmt habe ich noch einiges vergessen. Die Apps starten nun so schnell, dass ich mich schon öfter dabei erwischt habe, Dinge auf der Uhr nachzuschauen statt das Telefon rauszukramen, ein Verhalten, dass ich bei der ersten Watch irgendwann aufgegeben hatte (zu empfehlenswerten Watch-Apps später mehr). Und es geht Dank meiner neuen E-SIM nun auch mal ohne iPhone. Für kleinere Gänge, z.B. abendliche Einkäufe im Supermarkt, habe ich das Smartphone inzwischen auch mal einfach zu Hause gelassen und war dennoch telefonisch und Messenger-mäßig erreichbar, was für mich beruflich unabdingbar ist, konnte unterwegs Musik auf die AirPods streamen und sogar meine Einkaufsliste checken.

Noch ein paar kurze Anmerkungen zur Uhr, Reviews gibt es ja mittlerweile zuhauf: Ich finde die 2 mm mehr sieht man, die Uhr wirkt am Handgelenk tatsächlich etwas größer als ihr Vorgänger. Die Verpackung im würfelförmigen Karton wirkte für mich bei der Series 0 edler. Apple packt jetzt Uhr und Armband in separate Schachteln und schnürt dann ein Gesamtpaket daraus. Dennoch gibt es erschreckend wenige Kombinationsmöglichkeiten bei der Bestellung, obwohl dies jetzt logistisch eigentlich einfacher sein sollte. Die derzeitige Akkulaufzeit liegt bei etwa zwei Tagen, inklusive Nutzung der Trainingsfunktion.

Ich habe die Uhr jetzt zweieinhalb Wochen und so langsam kristallisiert sich ein „Haupt-Watchface“ heraus, Infograph mit sagenhaft neun Komplikationen (s. Screenshot). Im Einzelnen sind das (von links nach rechts und oben nach unten):

  • Schrittzähler (gehört zur iOS-App „Schrittzähler“)
  • Carrot-Weather (der verknüpfte App-Screen ist einfach informativer als die native Wetter-App)
  • nächster Termin (Standard-Komplikation)
  • Datum mit Wochentag (Standard-Komplikation)
  • Training (führt schnell zur Training-App und zeigt an, ob gerade ein Training läuft, Standard-Komplikation)
  • OmniFocus (Zahl der verbleibenden Aufgaben für heute und Link zur App)
  • Drafts (Link zur App, ermöglichst schnelles Diktieren von Text)
  • Komplikation der Streaks-App
  • und natürlich die berühmten drei Fitness-Ringe (Standard-Komplikation)

Watchface Series 4

Für diese Informationsdichte finde ich das Watchface doch sehr übersichtlich.

Mein App-Launcher sieht so aus:

App Launcher

Die Anordnung ist nicht zufällig, sondern thematisch unterteilt. In der Mitte ist die Uhr-Anzeige und um diese herum Apps, die direkt etwas mit Zeit zu tun haben, wie Stoppuhr, Timer und Kalender. Recht unten befindet sich alles, was mit dem Abspielen von Musik oder Podcasts zu tun hat. Darüber die Apps aus dem Bereich Gesundheit und Fitness. Rechts oben zwei Shopping-Apps, meine Einkaufsliste und mein Wallet. Links daneben die Apps fürs Smart Home. Oben rechts sind die Produktivität- und Wetterapps. Links in der Mitte Kamera- und Fotos-App und links unten die Anwendungen aus dem Bereich Reise und Navigation. Unten haben wir schließlich alles aus dem Bereich Kommunikation.

Da es nun ja Situationen gibt, in denen ich kein iPhone dabei habe, ist das Thema Apps auf jeden Fall interessanter geworden. Zum Abschluss daher drei Empfehlungen für Third-Party-Apps:

  • Drafts: Die schnellste Möglichkeit einen Gedanken unterwegs per Diktat festzuhalten.
  • Overcast: Vielseitige Podcast-App, die das Ablegen von Podcasts direkt auf der Uhr ermöglicht.
  • Streaks: Gewohnheiten-Tracker, dessen Komplikation ich auf vielen meiner Watchfaces verwende

Apple Pay in Deutschland nutzen

20 Feb 2017
20. Februar 2017

Es ist eigentlich kein Geheimnis, auch wenn Apple Pay in Deutschland noch nicht gestartet ist, kann man hierzulande durchaus damit bezahlen. Ich möchte in diesem Artikel meine ersten Erfahrungen damit teilen.

Um mit Apple Pay zu bezahlen, braucht man zum einen eine Bank, die dies unterstützt und zum anderen muss der jeweilige Händler ein NFC-Terminal am Start haben, dass kontaktlose Zahlungen unterstützt. Genauer gesagt, kontaktlose Zahlungen bei denen die Authentifizierung bereits auf dem Gerät stattfindet (beim iPhone also mit Fingerabdruck), sodass auf eine PIN verzichtet werden kann. Ersteres gibt es in Deutschland noch nicht, entsprechend ausgestattete Händler allerdings jede Menge, dazu später mehr.

Aber wir haben ja einen EU-Binnenmarkt, also kann man sich einfach einer Bank im Ausland bedienen, und zwar in einem Land, wo Apple Pay schon verfügbar ist. In meinem Fall ist das Frankreich. Großbritannien wäre auch möglich, aber hier kämen erschwerend Währungsumrechnungen dazu. Als Finanzdienstleister nutze ich „boon.“ von der Wirecard AG, interessanterweise ein deutsches Unternehmen.

Nun gibt es ein paar kleine Hürden, aber keine Angst, in weniger als einer Stunde ist man mit allem durch. Auf dem iPhone muss die boon.-App aus dem französischen App-Store installiert werden. Der Store muss also kurzzeitig gewechselt werden. Weiterhin muss das iPhone (und falls vorhanden auch die Apple Watch) auf die Region „Frankreich“ umgestellt werden, aber nur während der Einrichtung, danach kann man wieder auf „Deutschland“ zurückstellen. Die Sprache braucht nicht geändert zu werden, sondern wirklich nur die Region. Zum Download der App wird eine französische Apple-ID benötigt, aber keine Kredit- oder iTunes-Karte, da die boon.-App kostenlos ist.

In der boon.-App, die übrigens über eine deutschsprachige Lokalisierung verfügt, registriert man sich für ein Konto ganz normal mit seiner deutschen Adresse. Es gibt drei Kontotypen, für Apple Pay im Ausland (wozu Deutschland in diesem Fall zählt) ist laut Angaben von „boon.“ die höchste Stufe „PLUS“ erforderlich. Für den Wechsel von „BASIC“ auf „PLUS“ müssen aus der App heraus einige Dokumente fotografiert und hochgeladen werden. Die Prüfung selbiger inklusive anschließender Hochstufung hat bei mir gut einen Tag gedauert. In jedem Fall handelt sich um ein Prepaid-Konto, d.h., es ist erforderlich Guthaben aufzuladen, was per Kreditkarte (kostenpflichtig) oder Überweisung (kostenlos) möglich ist. Ich nutze die Überweisung, die nach meinen Erfahrungen in rund 24 Stunden meinem boon.-Konto gutgeschrieben wird. Es wird übrigens an eine deutsche IBAN überwiesen. Ich habe mir eine Überweisungsvorlage dafür bei meiner Hausbank angelegt, so dass künftige Überweisungen schnell von der Hand gehen. Das boon.-Konto selbst ist im ersten Jahr kostenlos, danach werden 99 Cent pro Monat fällig. In der boon.-App werden das Guthaben, sowie die bisherigen Transaktionen angezeigt.

Im letzten Schritt fügt man aus der App heraus die boon.-Karte seiner Wallet auf dem iPhone und – wenn wie bei mir vorhanden – auf der Apple Watch hinzu, das sind zwei separate Vorgänge. Nun kann die Region zurück auf „Deutschland“ gestellt werden. Die App-Store-Wechselei hatte bei mir übrigens den Seiteneffekt, dass ich meine Offline-Titel aus der iCloud-Musikbibliothek neu herunterladen musste. Ich weiß leider nicht genau, ob das grundsätzlich so ist.

Bezahlen per iPhone

Bezahlung per iPhone

Ist das erste Guthaben bei „boon.“ angekommen, kann es losgehen, das Bezahlen per Apple Pay. Tipp: Dem Kassenpersonal nicht sagen, dass man per Smartphone bezahlen möchte (das halten viele nach meiner Erfahrung für nicht möglich), sondern „kontaktlos per Karte“ oder einfach „per Karte“. Unterstützt der Händler Apple-Pay öffnet sich die Wallet-App, sobald das iPhone in die Nähe des Terminals gehalten wird. Nun noch kurz per Fingerabdruck bestätigen und der Einkauf ist bezahlt. Mit der Apple Watch ist die Vorgehensweise etwas anders, hier ist ein Doppelklick auf den unteren Knopf erforderlich, es öffnet sich die Wallet-App mit der boon.-Karte, Uhr in die Nähe des Terminals halten, bezahlt! Auf dem Kassenbon erscheint der Vorgang als Mastercard-Zahlung.

Bezahlen per Apple Watch

Zahlung per Apple Watch

Ich möchte nochmal betonen wie schnell und umkompliziert der Bezahlvorgang ist, es dauert wirklich nur wenige Sekunden!

Getestet habe ich das Ganze schon bei Edeka, Kaufland, Globus und McDonalds, es wurde mir aber zugetragen, dass z.B. auch REWE, Lidl, ALDI, Rossmann, Real, Deichmann, Burgerking, Vapiano, Starbucks, ARAL, Esso und Sanifair die Zahlung via Apple Pay unterstützen, möglicherweise jeweils nicht in allen Filialen (Danke für das entsprechende Feedback via Twitter!) Dennoch ist das bereits eine so große Basis, dass ich mich ernsthaft frage, warum Apple Pay hier noch nicht am Start ist, denn es dürften nach dem Launch erstmal nicht viel mehr werden. Es würde mich sehr wundern, wenn es dieses Jahr nicht losgeht.

Update vom 05.03.2017: Informationen zum boon.-Kontotyp geändert und neue Akzeptanzstellen hinzugefügt.

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch

24 Dez 2016
24. Dezember 2016

Ich wünsche meinen Lesern ein frohes Weihnachtsfest, geruhsame Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Wie immer nutze ich meinen weihnachtlichen Blog-Artikel dazu, auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Dieses Jahr sind es mit diesem hier 14 Artikel geworden. Leider nicht so viel, wie ich mir wünschen würde, aber mehr war aufgrund meiner vielfältigen Aktivitäten nicht drin. Darüber hinaus ist eine Neuauflage meines Siri-Buchs erschienen, welches durch das Erscheinen iOS 10 und macOS Sierra schon wieder ein klein wenig veraltet ist. Ich bin gerade dabei, die Neuerungen in das Buch einzupflegen und werde über den iBooks-Store ein kostenloses Update veröffentlichen, sobald ich soweit bin. Es gibt auch ein Konzept für ein zweites Buch zu einem ganz anderen Thema, ich hoffe, dass ich ein wenig Zeit dafür finden werde.

Leider hat Amazon mir noch keine Echo-Einladung zukommen lassen, ich bin sehr gespannt, auch diese Sprachsteurung einmal auszuprobieren.

Der meistgelesene Artikel aus diesem Jahr ist „Mein GTD-Workflow“ von Anfang Mai. Ich hoffe dieses Posting konnte dem ein oder anderen weiterhelfen, seine Aufgaben und Projekte besser zu organisieren, bzw. überhaupt mal damit anzufangen, sich nicht mehr auf sein Gedächtnis zu verlassen, denn das ist dafür einfach nicht gemacht. Ich kann gar nicht genug betonen, wie hilfreich die Methoden und Ideen von David Allen für mein tägliches Leben sind.

An Apple-Hardware wurden im Laufe des Jahres zwei Anschaffungen getätigt, das iPhone 7 und die AirPods. Nach einem Vierteljahr Nutzung könnte ich mit dem iPhone 7 zufriedener nicht sein, es ist mein bisher bestes iPhone. Insbesondere die 3D-Touch-Funktionen und die Taptic-Engine – für mich die positive Überraschung im Gerät – sorgen für ein deutlich einfühlsameres Handling. Auch das komplett schwarze Design gefällt, rückblickend waren die Antennenstreifen am iPhone 6/6s wirklich nicht schön. Auf die AirPods habe ich lange gewartet, nun sind sie da, der vorherige Artikel enthält meinen ausführlichen Bericht.

Auf der Software-Schiene spendierte uns Cupertino iOS 10, macOS Sierra sowie watchOS 3 und in allen drei Updates war etwas für mich dabei, wie z.B. das Sharing von Apple-Notizen, die übergreifende Zwischenablage, das Entsperren des Mac mit der Watch oder Siri auf dem Mac. Etwas enttäuscht bin ich über die Siri-Nutzung in Dritthersteller-Apps unter iOS 10. Hier hätte ich mir mehr App-Kategorien gewünscht, insbesondere Podcasts. Ich hoffe da sehr auf das nächste Jahr. Schade finde ich auch, dass iOS immer noch nicht mehrere AirPlay-Lautsprecher gleichzeitig bespielen kann. Manchmal scheint Apple nicht so richtig hinter seinen eigenen Technologien zu stehen. Mit watchOS 3 hat Apple seine Watch nochmal ordentlich umgekrempelt und damit die allermeisten Geschindigkeitsprobleme ausgeräumt. Ich trage sie täglich, mit den AirPods hat sie nun auch viele Musiksteuerungsfunktionen bei mir übernommen.

Schließlich brachte mir das Jahr auch noch ein neues Hobby, das Fahrradfahren, was mein Zeitbudget noch etwas angespannter werden läßt. Im Nachhinein kann ich es nur als „bekloppt“ bezeichnen, schon so lange im Flachland zu wohnen – dazu noch in einem dünn besiedelten Bundesland mit herrlicher Natur – und nicht früher damit angefangen zu haben. Aber wie sagt man, besser spät als nie. Auch aus diesem Hobby wird hoffentlich der ein oder andere Artikel hier entstehen. So werde ich schon bald berichten, wie ich mein iPhone am Fahrrad befestige und welche App ich für meine Radtouren nutze.

Global betrachtet war 2016 zweifellos ein irres Jahr: Brexit, US-Wahl, Terror, … Und viel zu viele Prominente, die ich sehr geschätzt habe (David Bowie, Roger Willemsen, Hans-Dietrich Genscher, Bud Spencer, Götz George, Manfred Krug, …), sind leider verstorben.

Zum Schluß noch eine Ankündigung zum Blog selbst. Aufgrund der neuen Rechtslage zum Thema Link-Haftung („LG Hamburg“, sollte jeder, der das Netz intensiver nutzt, eigentlich mitbekommen haben) werde ich künftig externe Seiten wenig bis gar nicht mehr verlinken, da ich einfach keine Lust (und kein Geld) habe, für die Fehler anderer zu haften. Auch meine bisherigen Artikel werde ich in dieser Hinsicht nach und nach überarbeiten. Mit ist bewusst, dass dies für meine Leser zusätzlichen Zeitaufwand bedeutet, z.B. die besprochenen Produkte zu „googlen“, was ich zu entschuldigen bitte. Mir ist leider keine andere Lösung eingefallen. Für wie weltfremd ich diese Rechtslage halte, brauche ich wohl nicht extra zu betonen.

Nochmals schöne Feiertage und schauen wir mal, was das nächste Jahr für uns bringt!

Artikel-Foto: Rostocker Weihnachtsmarkt 2016, aufgenommen aus dem Riesenrad

Apple Watch Apps

13 Mrz 2016
13. März 2016

Auf der Apple-Watch arbeite ich deutlich weniger mit Apps aus dem Store, als ich dies vor dem Erwerb der Smartwatch gedacht hatte. Dies hat mehrere Gründe. Zunächst mal sind Apps auf der Watch immer noch relativ langsam. Dies hat sich mit Watch OS 2 zwar etwas verbessert, aber für richtig gute Performance ist vermutlich eine verbesserte Hardware erforderlich. Ferner ist der App Store für die Watch, den man ja auf dem gekoppelten iPhone benutzt, nicht so übersichtlich wie er sein könnte. Zu den meisten meiner Watch-Apps bin ich gekommen, weil ich sowieso schon Nutzer der entsprechenden iPhone- oder iPad-App bin. Und schließlich machen nicht alle Arten von Apps auf der Uhr Sinn. Damit eine Watch-App nützlich ist, muss die Benutzung entweder deutlich schneller sein als die äquivalente Aktion auf dem iPhone, welches man insbesondere unterwegs erstmal aus der Tasche und in meinem Fall auch aus der Hülle holen muss, oder, die App muss eine Besonderheit der Uhr nutzen, wie z.B. den integrierten Puls-Sensor. Darüberhinaus gibt es Apps, die einfach nur nützliche Komplikationen (Zusatzinformationen auf dem Zifferblatt) bereitstellen und somit Informationen auf einen Blick zur Verfügung stellen.

Apps, die diese Kriterien erfüllen, können sich dann aber als äußerst nützlich erweisen und somit die Anschaffung der Uhr rechtfertigen. Heute möchte ich einige solcher Apps vorstellen.

Just Press Record

Mit „Just Press Record“ (App-Store-Link) kann man sehr schnell direkt über das Mikrofon der Watch Sprachaufzeichnungen aufnehmen, die automatisch auf alle Geräte synchronisiert werden. Es gibt zugehörige iOS- und Mac-Apps, auf denen man die Aufnahmen dann problemlos weiterverarbeiten kann. So geht kein wichtiger Gedanke mehr verloren.

Just Press Record

Pedometer++

„Pedometer++“ (App-Store-Link) stellt die aktuelle Schrittzahl als Komplikation auf dem Zifferblatt zur Verfügung, was mit Bordmitteln nicht möglich ist. Somit hat man immer im Auge, wie weit das persönliche Tagesziel noch entfernt ist.

Pedometer

DO Button

„DO Button“ (App-Store-Link) gehört zu IFTTT („if this than that“), ein Service, den man mit zahlreichen Diensten verknüpfen kann, um bei Eintreten eines bestimmten Ereignisses, in diesem Fall ein Klick auf den DO-Button, eine Aktion auszuführen. Ich nutze dies z.B. um mit Hilfe der Uhr mein MacBook zu sperren (wie das genau geht, müsste ich mal in einem künftigen Artikel mal näher erläutern).

Day One 2

Über die Watch-App der Tagebuch-Software „Day One“ (App-Store-Link) kann man recht schnell Tagebuch-Einträge erstellen. Dies geht entweder per Diktat oder, was ich häufiger Nutze, über sechs vordefinierte Standard-Einträge, die man in Apples Watch-App auf dem iPhone festlegen kann.

ETA

„ETA“ (estimated time of arrival, App-Store-Link) zeigt die Fahr- oder Gehzeit und die Entfernung zu vordefinierten Zielen an. Somit kann man schnell erfassen, wann man dort eintreffen wird.

ETA

Runtastic Pro

Beim Sport erfüllt „Runstatic Pro“ (App-Store-Link) auf der Apple-Watch gleich zwei nützliche Funktionen. Zum einen wird über die Uhr der Puls gemessen und in Runtastic eingelesen, so dass kein zusätzlicher Pulsmesser benötigt wird. Zum anderen kann man direkt auf der Uhr Informationen zur aktuellen Aktivität ablesen, wie zum Beispiel die zurückgelegten Kilometer, was z.B. beim Laufen wirklich praktischer ist als ein Blick aufs iPhone.

Runtastic

Zova

„Zova“ (App-Store-Link) ist eine App für Fitness-Training, die ich auf meinem Apple TV nutze, um die Übungen, die dort gezeigt werden, durchzuführen. Dank der Watch-App wird zusätzlich mein aktueller Puls direkt auf dem Fernseher angezeigt.

Lifeline

Text-Adventures wie „Life Line“ (App-Store-Link) oder auch „One Button Travel“ (App-Store-Link) sind wie gemacht für die Apple-Watch, da man sich in einer kurzen Interaktion meist nur eine von zwei Möglichkeiten auswählen muss, um das Langzeitspiel am laufen zu halten.

Lifeline

Frohe Weihnachten und guten Rutsch

24 Dez 2015
24. Dezember 2015

Titelfoto: Rostocker Weihnachtsmarkt 2015 (aufgenommen aus dem Riesenrad)

Ich wünsche meinen Lesern ein frohes Weihnachtsfest, geruhsame Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Traditionell nutze ich diesen letzten Beitrag im Jahr dazu, ein wenig auf die vergangenen 12 Monate zurückzublicken, ein Stück weit natürlich mit der Brille eines Apple-Nutzers. Leider sind es diesmal nicht ganz so viele Blog-Beiträge geworden, was ich zu entschuldigen bitte, aber so ist das nunmal, wenn man sowohl beruflich als auch privat viele Projekte am laufen hat. Ich kann daher freilich auch nicht vorhersagen, ob es nächstes Jahr mehr werden.

Von der Apple-Hardwareseite betrachtet gab es für mich die Watch (meine erste Smartwatch) und ein neues Apple TV. Das iPhone 6s wird übersprungen (2-Jahresvertragsproblem) und ein neues 10-Zoll-iPad wurde nicht vorgestellt. Das iPad Pro macht zwar einen sehr guten Eindruck auf mich, ich finde es aber ebenso wie die „Plus-iPhones“ ein klein wenig zu groß. Der Stift scheint mir allerdings sehr gelungen, alle bisherigen iPad-Stifte haben mich leider nicht wirklich überzeugt. Das neue MacBook finde ich auch sehr elegant, wenn ich ein richtiger „Roadworker“ wäre, würde ich mein MacBook Pro sehr wahrscheinlich dagegen eintauschen.

Die Apple-Watch ist schnell zu einer festen Größe in meinem Alltag geworden. Allein die absolut unauffälligen Benachrichtigungen (ich habe mittlerweile eine gute Balance gefunden, welche ich zur Uhr durchlasse), von denen niemand außer mir etwas mitbekommt (Ton ist deaktiviert) sind für mich kaum wegdenkbar. Während Nutzer ohne Uhr noch ihr Telefon aus der Tasche ziehen, habe ich die jeweilige Benachrichtigung schon längst gelesen. Die Watch hat für mich ein ganz anderes Nutzungsschema als die übrigen Geräte, es sind die kurzen Aktionen, die schnelle Informationsaufnahme und die kleinen Interaktionen statt eine längere Beschäftigung am Stück. Wichtig sind für mich u.a. auch die Fitness-Funktionen, die Pulsmessung, die Anzeige des nächsten Termins direkt im Ziffernblatt (hat mich schon vor der ein oder anderen Peinlichkeit bewahrt) oder schlicht und einfach das schnelle Ablesen der Uhrzeit. Watch-Apps nutze ich allerdings weniger als ich dachte, der App Store ist diesbezüglich leider auch etwas unübersichtlich. Dennoch zwei Empfehlungen von Apps an dieser Stelle, welche die Vorteile des Geräts zu nutzen wissen: Runtastic Pro (App-Store-Link) hat auf der Uhr den großen Vorteil, dass man viel schneller die Gesamtkilometer ablesen kann als auf dem Telefon, indem man einfach nur auf die Uhr schaut, sie dient dabei zusätzlich noch als Pulsmesser für Runtastic. Just Press Record (App-Store-Link) ermöglicht die unkomplizierte Aufnahme von Sprachnotizen direkt über das Mikrofon der Uhr. Diese können dann auf dem iPhone oder auf dem Mac (Aufnahmen liegen auf dem iCloud-Drive) weiterverarbeitet oder geteilt werden. Seit kurzem nutze ich die Uhr auch zur Beleuchtungssteuerung via Siri und HomeKit, was mir große Freude bereitet. Alles in allem daher eine Anschaffung, die ich in keinster Weise bereue. Letzteres gilt auch für das Apple TV, über das ich erst kürzlich wieder berichtet habe.

Software-seitig waren die großen Updates dieses Jahr iOS 9 und OS X 10.11. Ich finde es gut, dass sich Apple mehr auf die Stabilität der Systeme als auf neue Funktionen konzentriert hat (Stichwort „Snow-Leopard-Releases“), allerdings empfand ich die ersten iOS-9-Versionen doch noch etwas buggy, insbesondere bei den App Stores sehe ich zum Teil heute noch noch viel Verbesserungsbedarf. Die neue Notiz-App kann man aber als gelungen bezeichnen. Ich nutze sie inzwischen für Notizen, die sich häufig ändern, und für kurzzeitige Aufzeichnungen, während der ganze Rest, also die eher statischen Dinge, in Evernote landen und verbleiben. Das Highlight war für mich allerdings die neue Fotos-App auf OS X. Endlich habe ich von allen Geräten dieselbe Sicht auf meine Aufnahmen und es ist egal, wo ich ein Foto hinzufüge oder bearbeite. Durch die Erweiterungen aus dem App Store (seit OS X 10.11 möglich) hat die Fotos-App IMHO iPhoto vom Funktionsumfang her überholt und steuert langsam in Richtung Aperture, auch wenn da natürlich noch vieles fehlt.

Natürlich ist in meinem Haushalt auch wieder das ein oder andere Gadget dazugekommen, über das ich auch gerne mal berichten würde, wie z.B. die Netatmo-Wetterstation oder eine Logitech-Harmony-Universalfernbedienung. Alle Lampen sind inzwischen auf LED umgestellt (in den allermeisten Fällen Philips Hue), was den Stromverbrauch spürbar gesenkt hat. Viel Zeit ist in mein Bilderrahmen-Projekt geflossen, ausführlich nachzulesen in meinem vorherigen Artikel.

Ich bin schon gespannt, was das kommende Jahr so bringen wird!

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