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Erweiterte Suche im iTunes-Store

18 Mai 2014
18. Mai 2014

Die Suche im iTunes-Store auf dem Mac ist  - sagen wir es mal vorsichtig – verbesserungswürdig. Obwohl man in der Regel weiß, ob gerade ein Musiktitel, ein Film, eine Serie, ein Podcast, ein Buch oder eine App benötigt wird, werden Suchergebnisse aus allen diesen Bereichen präsentiert, was die Trefferliste in vielen Fällen unnötig aufbläht. Dabei boten frühere iTunes-Versionen durchaus ausgefeiltere Suchmöglichkeiten.

Die gute Nachricht ist: „Boten“ ist nicht ganz richtig, eine erweiterte Suche gibt es immer noch, sie ist nur im Programm vergraben, kann aber mit ein wenig AppleScript wieder ans Tageslicht gebracht werden, auf geht’s!

Wir öffnen also den AppleScript-Editor, ein mitgeliefertes Dienstprogramm, und erzeugen ein neues Dokument. Unser Skript besteht nur aus drei Zeilen:

tell application "Finder"
   open location "itms://phobos.apple.com/WebObjects/MZSearch.woa/wa/advancedSearch"
end tell

AppleScript

Mit der Schaltfläche „Übersetzen“ können wir prüfen, ob die Syntax korrekt ist. Zeigt der Editor ein Syntax-Highlighting an wie im Screenshot oben ist alles OK. Nun speichern wir unser Skript im Verzeichnis

Library/iTunes/Scripts

unseres Heimatverzeichnisses ab. Wie man den Library-Ordner unter Mavericks sichtbar machen kann (falls noch nicht geschehen), habe ich in einem früheren Blog-Artikel beschrieben. Als Name bietet sich „Erweiterte Suche“ an. Das war’s dann im Prinzip auch schon, die erweiterte Suche taucht als neuer Menüpunkt im Skript-Menü von iTunes auf.

ITunes Menu

Wer möchte, kann nun den Menüeintrag noch mit einem Tastenkürzel versehen. Das geht – wie übrigens für alle Menüeinträge – in den Systemeinstellungen unter Tastatur, Unterpunkt „App Shortcuts“. Dort bitte auf die Plus-Schaltfläche klicken und den folgenden Dialog entsprechend ausfüllen:

ITunes Tastenkombi

Der Wert des Feldes „Menü“ und der Name des Skripts müssen hierbei exakt übereinstimmen. Als Tastenkürzel wurde hier Cmd-Shift-Alt-E gewählt, aber selbstverständlich tut es auch jede andere noch nicht belegte Tastenkombination. Viel Spaß beim Stöbern im iTunes-Store!

Dispatch – Inbox Zero mit dem iPhone

12 Okt 2013
12. Oktober 2013

Vor fast zwei Jahren habe ich mit “Inbox Zero” eine Methode vorgestellt, mit der sich E-Mails zügig abarbeiten lassen, damit unser Posteingang schnell leer wird. Zum besseren Verständnis des heutigen Beitrags ist es sinnvoll, sich mit dieser Arbeitsweise, will sagen dem verlinkten Artikel, nochmal kurz vertraut zu machen, falls man sie sich noch nicht angeeignet hat. Mailboxen eignen sich schlecht als Aufgabenlisten, da insbesondere bei längeren E-Mails der Kern einer Nachricht bzw. der Teil, aus dem sich eine Aufgabe ergibt, bei jedem Lesen neu erfasst werden muss. Das Abarbeiten einer Inbox ist nicht so schwer wie es zunächst vielleicht scheint, da es pro Nachricht nur wenige Dinge sind, die mit ihr passieren können:

  • Löschen/Archivieren
  • Delegieren
  • Beantworten
  • Aufschieben
  • Erledigen

Verinnerlicht man diese Vorgehensweise ist schnell entschieden, was mit einer Mail zu tun ist. Haben wir allerdings nur unser iPhone zur Hand ergibt sich das Problem, dass die mitgelieferte Mail-App nicht optimal für diesen Workflow geeignet ist. So ist es beispielsweise recht aufwändig aus einer E-Mail eine Aufgabe in OmniFocus, dem Aufgaben-/GTD-System meiner Wahl, zu machen. Hier kommt die App “Dispatch” (derzeit 4,49 € im App Store, benötigt iOS 7) ins Spiel, die genau auf die einführend genannten Dinge ausgelegt ist. Es handelt sich nicht um ein vollständiges Mail-Programm, da nur Zugriff auf die Inbox(en) besteht. Dafür ist aber alles vorhanden, diese schnell gen Null zu bringen.

In der E-Mail-Liste, die man mit einem Umschalter unten auf ungelesene oder markierte Mails beschränken kann, kommt man durch Wischen von rechts nach links auf einem Nachrichteneintrag zu einer Icon-Leiste mit fünf Aktionen (s. Titelbild oben). Von links nach rechts können wir hier

  • den Lesestatus zwischen gelesen und ungelesen hin- und herschalten
  • eine E-Mail markieren bzw. die Markierung wieder aufheben
  • die E-Mail archivieren (welcher Mail-Ordner unser Archiv ist, wird in den Einstellungen festgelegt)
  • die E-Mail verschieben (in einen “Schnellverschiebeordner”, der ebenfalls festgelegt werden kann, oder in einen beliebigen anderen Ordner)
  • die E-Mail löschen

Nach dem Löschen oder Archivieren wird für kurze Zeit ein Rückgängig-Knopf angeboten, falls man im Eifer des Gefechts einen Fehler gemacht hat, was eine gute Idee ist. Wir können übrigens in der Liste auch noch weiter nach links wischen, dann wird die sogenannte Schnellaktion ausgeführt, die mit “Archivieren”, “Als Spam markieren” oder “Löschen” belegt werden kann. Da es für zwei dieser Aktionen ja schon ein Icon in der Leiste gibt, hab ich mich für den Spam entschieden, was sich als recht praktisch erwiesen hat. In den Einstellungen kann wiederum konfiguriert werden, welcher Ordner den Spam aufnehmen soll. Auch diese Aktion kann in einem entsprechenden Zeitfenster wieder rückgängig gemacht werden.

Dispatch 1

Tippt man in der Nachrichtenliste auf eine E-Mail wird deren Detailansicht geöffnet. In dieser Ansicht stehen verschiedene Schaltflächen zur Verfügung. Der Pfeil nach links führt zurück zur Liste, was aber auch mit einem Wisch von links nach rechts erledigt werden kann. Der Pfeil oben rechts dient zum Beantworten oder Weiterleiten der Nachricht, eine Beantwortung ist aber auch per Wischgeste von rechts nach links möglich. Die Schaltflächen unten dienen zum Ändern des Lesestatus, für die Navigation zur vorherigen und nächsten Nachricht, zum Löschen der E-Mail und um eine sogenannte Aktion auszulösen. Und genau hier liegt die große Stärke von Dispatch, das Weiterverarbeiten der E-Mail in anderen Apps:

Dispatch 2

Welche Apps hier erscheinen sollen wird – man ahnt es vielleicht schon – wieder in den Einstellungen festgelegt, dort stehen eine ganze Reihe zur Auswahl. Zu den Apps gehören u.a. OmniFocus, Things, Clear, Todo, Drafts, Evernote, Fantastical und Erinnerungen. Zusätzlich kann noch konfiguriert werden, welche Aktionen beim Antippen von Links (z.B. Öffnen in Safari oder Chrome oder 1Password), Datumsangaben und Uhrzeiten (Ereignis erstellen, in Fantastical öffnen, …), Telefonnummern (Anruf, Facetime, Skype, …) sowie Adressen (Apple Maps, Google Maps, Kontakt anzeigen, …) angeboten werden sollen. Das macht Dispatch zu einer mächtigen Schaltzentrale auf dem iPhone.

Zu guter Letzt ist die App auch noch darauf ausgelegt, E-Mails zügig zu beantworten. Dazu verfügt sie sowohl über eine eigene Textschnipsel-Verwaltung als auch Unterstützung für TextExpander. Ich verwende ausschließlich die TextExpander-Snippets, da ich bereits über eine große Zahl von Textbausteinen verfüge.

Es lohnt sich also, mal darüber nachzudenken, Dispatch für den eigenen E-Mail-Workflow zu nutzen. Die App hat ein interaktives Tutorial integriert, was den Einstieg erleichtert. Wie bereits angedeutet, kann der E-Mail-Helfer nicht alles was Apples Mail-App leistet, ist also kein Ersatz, sondern eher ein “Companion” mit beachtlichen GTD- und Inbox-Zero-Stärken. Es fehlen z.B. die Funktionen E-Mails zu signieren oder zu verschlüsseln. Dispatch arbeitet nur mit IMAP-Konten, Exchange oder POP3 werden nicht unterstützt. Wünschenswert wäre auf jeden Fall noch eine iPad-Version, deren Entwicklung aber laut Anbieter noch nicht entschieden ist.

Webseiten in Mac-Apps umwandeln

20 Jul 2013
20. Juli 2013

Keine Angst, dazu müssen wir keine Zeile programmieren. Wir brauchen lediglich eine Software namens Fluid. Das Programm gibt es in einer Gratis-Version und für 4,99 $ mit einer Reihe nützlicher Zusatzfunktionen. Ich empfehle jetzt schon mal die zweite Variante zu nehmen, mehr dazu später.

Nach dem Öffnen von Fluid fordert uns das Programm auf, unsere erste App zu erstellen. Dazu werden nur vier Angaben benötigt:

Fluid 1

Für eine Facebook-App – um das mal an einem Bespiel vorzuturnen – kommt in die erste Zeile die Webadresse von Facebook, in die zweite Zeile der Name unserer App, in die dritte Zeile der gewünschte Ablageort (hier der Programme-Ordner) und in die letzte Zeile das App-Icon. Standardmäßig wird das Favicon der betreffenden Webseite genommen, meist ist die Qualität aber besser, wenn man stattdessen eine entsprechende Bilddatei angibt, was ebenfalls möglich ist. Passende Icons lassen sich in der Regel leicht mit der Google-Bildersuche finden. Jetzt noch ein Klick auf “Create” und fertig ist unsere Mac-App:

Fluid 2

Wie auf dem Screenshot oben zu sehen ist, wird im Icon unserer App sogar die Zahl der Facebook-Benachrichtigungen als “Badge” angezeigt. Über die Einstellungen der App ist noch jede Menge Finetuning möglich:

Fluid 3

Hochinteressant sind die Sicherheitseinstellungen:

Fluid 4

Wie der Screenshot zeigt können Fluid-Apps einen eigenen Cookie-Speicher haben (“Separate from Safari”, nur in der Bezahlversion möglich!!) und dies ist einer der Hauptgründe, warum ich separate Apps erstelle. Nehmen wir wieder Facebook als Beispiel. Diese Webseite verfolgt einen durch die Vielzahl der Like-Buttons auf Webseiten durch das halbe Internet. Auf diese Weise wird meiner Meinung nach unser Surfverhalten sehr transparent für das US-Unternehmen, was ich mit der App wirksam unterbinde. Ähnliches gilt für Webseiten, die auf vielen Internet-Präsenzen Werbung schalten, daher habe ich mir u.a. auch eine Amazon-App erstellt.

Für meine Online-Banking-Seite habe ich mir ebenfalls eine App erzeugt. Dadurch möchte ich verhindern, dass durch Sicherheitslücken in den Browsern irgendwelche Quereffekte aus Webseiten, die in anderen Tabs geöffnet sind, Einfluss auf mein Banking genommen wird.

Eine dritte Kategorie sind Dienste, für die es noch keine Mac-App gibt. Darunter fällt bei mir “Feedbin”, mein Ersatz für den weggefallenen Google-Reader-Dienst. Dank Fluid habe ich nun eine Feedbin-App, die mir sogar die Zahl der ungelesenen Artikel als Badge anzeigt. Dazu muss in Feebin die Einstellung “Show unread count in title” aktiviert sein. Weiterhin muss unter Window > Userscripts folgender Eintrag erzeugt werden:

Fluid 5

Das Ergebnis ist eine schicke neue Mac-App:

Fluid 6

Viel Spaß mit euren neuen Apps!

Mein Ersatz für Google-Reader

27 Jun 2013
27. Juni 2013

Bisher hatte ich wie viele zum Synchronisieren meiner abonnierten Newsfeeds Google-Reader im Einsatz. Diesen Dienst habe ich als reines Backend (d.h., über die API) genutzt, um auf allen Geräten (Mac, iPhone und iPad) die gleichen Feeds, den gleichen Gelesen-Status und die gleichen Favoriten zu haben, das entsprechende Webfrontend habe ich nicht benötigt. Da Google-Reader kostenlos ist und gut funktioniert hat es sich zum Quasi-Standard für die Verwaltung von RSS-Feeds entwickelt. Viele Newsreader nutzen das Google-Produkt als einzige Sync-Möglichkeit, Konkurrenzprodukte hatten einen schweren Stand, so dass auf diesem Gebiet kaum eine nennenswerte Weiterentwicklung stattfand.

Leider schließt Google diesen Dienst zum 1. Juli 2013 und hat das nur wenige Monate vorher angekündigt, was den Entwicklern vergleichbarer Angebote nur wenig Zeit ließ, attraktive Alternativen zu entwickeln. Für alle, die noch den Google-Reader nutzen, ist es nun allerhöchste Zeit zu wechseln. Glücklicherweise gibt es nun eine ganze Reihe von neuen Dienstleistern, die Google beerben möchten.

Um mir die Auswahl zu erleichtern, habe ich mir einen Anforderungskatalog erstellt, der folgende Punkte umfasst:

  • Ich möchte nach Möglichkeit meine bisherigen Newsreader weiter nutzen. Das sind Reeder auf dem iPhone und dem Mac und Mr. Reader auf dem iPad (außerdem ist noch Favs zum diensteübergreifenden Auffinden von Favoriten im Einsatz). Mit diesen Programmen bin ich gut vertraut und sie bieten viele Möglichkeiten, einzelne Nachrichten in andere Apps zu importieren (Pocket, Evernote, …). Meine Zeit ist oft genug knapp bemessen, daher möchte ich sie nur mit Umlernen verbringen, wenn es gar nicht anders geht.
  • Ich möchte keinen Dienst mehr nutzen, bei dem mir das Geschäftsmodell unklar ist. Hier besteht zu sehr die Gefahr, dass ich mir demnächst dann wieder einen neuen Anbieter suchen muss.
  • Ich möchte auch keinen werbefinanzierten Dienst nutzen. RSS-Synchronisation ist eine Leistung, die ich täglich mehrmals in Anspruch nehme, mit der ich Zeit spare und aus der ich Nutzen für meinen Informationsbedarf ziehe. Daher bin ich bereit, dafür zu zahlen und möchte lieber Kunde sein als das Produkt. Der Anbieter soll mit den Einnahmen ein möglichst gutes Angebot für seine Kunden schaffen (um weitere Kunden zu gewinnen und bestehende zu halten) ohne dabei auf dritte Parteien (wie Werbetreibende) Rücksicht nehmen zu müssen. Es geht potentiellen Werbepartnern auch nichts an, für was ich mich interessiere.

Die meisten meiner Punkte werden von Feedbin erfüllt, so dass dieser Anbieter dann auch den Zuschlag bekommen hat. Feedbin ist nicht kostenlos, sondern verlangt entweder 2 Dollar pro Monat oder 20 Dollar im Jahr. Letzteres sind derzeit 1,28 Euro pro Monat, ein sehr moderater Preis, der mir diese Dienstleistung wert ist. Mit den aktuellen Versionen von Reeder für iPhone und Mr. Reader für iPad (hier gab es gestern ein entsprechendes Update) kann Feedbin auf meinen mobilen Geräten genutzt werden, so dass ich nahtlos weiterarbeiten kann:

Reeder

Reeder

Mr. Reader

Mr. Reader

Auch Favs hat mittlerweile ein Feedbin-Anbindung. Reeder für Mac unterstützt Feedbin noch nicht, ein Update ist allerdings in Arbeit. Auf dem Rechner, den ich sowieso nur selten zum Newsfeed-Lesen verwende, muss ich daher vorläufig auf die Weboberfläche von Feedbin zurückgreifen, die sehr ansprechend gestaltet ist:

Feedbin

Es gibt auch Funktionen, die ich vorher so nicht hatte. So kann man z.B. die Adresse einer Webseite an eine kryptische E-Mail-Adresse senden (die Feedbin in den Einstellungen anzeigt), um den RSS-Feed dieser Seite zu abonnieren. Unter iOS recht bequem. Und das gehört auch zu den Vorteilen des Google-Ausstiegs, wir werden jetzt nach längerem Stillstand endlich neue Funktionen bekommen, hoffentlich in einem gesunden Wettbewerb der Anbieter.

Feedbin kann auch die alten Daten von Google-Reader importieren, dazu gleich mehr.

Alternativ habe ich mir noch den Feed Wrangler angeschaut. Hier fehlt allerdings noch die Unterstützung durch Reeder und Favs, stattdessen werden eigene iOS-Apps angeboten. Die Weboberfläche ist sehr schlicht gehalten. Die Spezialität von Feed Wrangler sind sogenannte “Smart Streams”, mit denen man z.B. Artikel, die uninteressante Suchbegriffe enthalten, ausfiltern kann. Der Preis entspricht mit 19 Dollar pro Jahr in etwa dem von Feedbin.

Mit Fever gibt es auch eine Lösung zur Installation auf dem eigenen Server/Webspace (Kosten: 30 Dollar), was sicherlich nicht für alle geeignet ist. Die aktuellen Versionen von Reeder für iPhone und Mr. Reader unterstützen diesen Dienst bereits. Leider gibt es keine Demo von diesem Produkt, ich bin mir nicht sicher, ob das Fieberthermometer-Konzept dieses Systems (s. Webseite) für mich gut funktioniert.

Wer eine kostenlose Alternative zum Synchronisieren sucht, sollte einen Blick auf Feedly werfen. Das Geschäftsmodell dahinter ist mir allerdings nicht klar.

Und wer sich immer noch nicht entscheiden kann, sollte zumindest eines umgehend tun: Seine Daten aus Google-Reader exportieren. Denn die sind dort nicht mehr lange verfügbar. Wie das geht steht auf dieser Google-Seite.

Mein persönliches Ergebnis: Vom Mac einmal abgesehen kann ich nun wie gewohnt weiterarbeiten. Und das ist gut so.

Update 22:15 Uhr:
Mit der Mac-App “ReadKit” (AppStore-Link) kann man seine Feedbin-Inhalte nun auch auf dem Mac ohne Browser lesen.

Workflows im Umbruch

09 Jun 2013
9. Juni 2013

In den letzten Wochen haben sich einige Workflows bei mir grundsätzlich geändert, so dass einige Artikel in diesem Blog nicht mehr aktuell sind. Ich möchte die Änderungen nur kurz umreißen, detailliertere Schilderungen bleiben separaten Artikeln vorbehalten.

Launcher

Schon vor längerer Zeit bin ich von Launchbar auf Alfred umgestiegen. Zum Zeitpunkt des Umstiegs bot Alfred einfach mehr Funktionen und das scheint sich inzwischen auch nicht geändert zu haben. Insbesondere die Workflows in Version 2 haben sich als echter Produktivitätsbooster herausgestellt. Ich hoffe, dass ich mal dazu kommen werde, meine persönlichen Highlights hier vorzustellen.

Workflows 1

Notizen

Hier habe ich soeben den größten Umbruch hinter mir, indem ich von DEVONthink Pro und nvALT auf Evernote Premium umgestiegen bin. Das Angebot für Telekom-Kunden, die Premium-Funktionen einen Jahr kostenlos zu nutzen, hat mir den Einstieg erleichtert. Überzeugt haben mich hingegen die nahezu endlosen Möglichkeiten, Daten nach Evernote hineinzubekommen, viele Apps, die ich nutze, bieten entsprechende Schnittstellen. Dazu kommt noch die Importmöglichkeit per E-Mail. Ebenfalls wichtig sind der gut funktionierende Sync zwischen meinen verschiedenen Geräten (Mac, iPhone und iPad) und die automatische Texterkennung bei Bildern und PDFs, die mir das Wiederfinden von Informationen erleichtert. Auch der Webclipper im Browser leistet hervorragende Arbeit. Evernote löst bei mir gleich zwei Systeme ab, die sich zum Teil überschnitten haben. DEVONthink, welches vor allem bei den iOS-Apps hinterherhinkt, hatte ich hauptsächlich als Wissensdatenbank genutzt und nvALT für Notizen und Textschnipsel aller Art. Vom Umstieg verspreche ich mir auch eine deutliche Zeitersparnis, da die Pflege zweier Systeme und das manuelle Synchronisieren von DEVONthink nun wegfallen.

Workflows 2

Auch im Hinblick auf die PRISM-Diskussion der letzten Tage sind mir natürlich die Nachteile von Cloud-Lösungen sehr bewusst und ich möchte freilich niemanden die Entscheidung abnehmen, was die-/derjenige dort speichert. Für vertrauliche Notizen verwende ich 1Password (welches ich nach wie vor nicht über eine Wolke synchronisiere) und für vertrauliche Dokumente schaue ich mir gerade DocWallet von der Deutschen Post an. Für dienstliche Dokumente gibt es inzwischen eine selbstgehostete Lösung in meiner Firma, was mir den Umstieg auf Evernote zusätzlich erleichtert hat.

Später lesen

Ich war immer ein großer Fan von Marco Arments Instapaper und habe diesen sympathischen Entwickler, Blogger, Autor und Podcaster gerne mit einem Instapaper-Abo unterstützt. Allerdings hat Marco Instapaper inzwischen verkauft, so dass ich keinen Grund mehr sah, nicht auf das etwas leistungsfähigere Pocket umzusteigen, auch wenn mir deren Geschäftsmodell unklar ist (die Nutzung ist bisher kostenlos). Instapaper habe ich auch viel als Durchlaufstation für interessante Artikel verwendet, was nun Dank Evernote, in das ich vieles direkt aus anderen Apps importieren kann, nicht mehr nötig ist. Daher brauche ich Pocket hauptsächlich zum tatsächlichen “später lesen”, wofür es gut geeignet ist.

Fotos

Hier hat sich bisher nichts geändert, es wäre aber nötig. Bisher habe ich als Online-Dienst für Bilder Flickr verwendet und war damit als Nutzer eines Pro-Accounts sehr zufrieden. Allerdings wurde vor kurzem das Design tiefgreifend geändert, wodurch sich IMHO vieles verschlechtert hat. Fotostreams sind nun eine endlose Aneinanderreihung sehr großer Vorschaubilder ohne großen Abstand und mit minimalen Bild-Informationen, wodurch die alte Übersichtlichkeit und Aufgeräumtheit der Oberfläche nahezu komplett verschwunden ist. Um viele Dinge zu erledigen, sind nun mehr Klicks als vorher nötig. Das Pro-Account-finanzierte Geschäftsmodell ist jetzt einem werbefinanziertem gewichen, wodurch nicht mehr der Fotograf, sondern die Werbetreibenden im Fokus des Anbieters stehen (dafür haben alle Benutzer jetzt reichlich Speicherplatz). Ich bin mit diesen Auffassungen nicht allein, die Änderungen wurden im Hilfeforum überwiegend (gefühlte 90% der Artikel) negativ kommentiert, was der Betreiber weitestgehend ignoriert.

Workflows 3

Eine ganze Reihe von Nutzern hat die Plattform bereits verlassen und auch ich bin auf der Suche nach einer Alternative. In diesem Zusammenhang wird oft “ipernity” genannt, eine Foto-Community, die weitgehend das alte Flickr-Design verwendet. Allerdings fehlen hier noch ein paar für mich wichtige Funktionen wie z.B. Gästepässe. Ich würde mich daher sehr über Empfehlungen meiner Leser freuen. Wichtig ist für mich eine ansprechende Darstellung der Fotos, eine gute Einbindung in mein Ökosystem (Mac, iPhone, iPad), eine ausgefeilte Zugriffsverwaltung und ein Fokus auf Fotografen, der auch gerne etwas kosten darf.

RSS

In drei Wochen wird der von mir genutzte Reader-Service von Google, mit dem ich meine RSS-Feeds synchronisiere, abgeschaltet. Ich habe mich bisher für noch keine der Alternativlösungen endgültig entscheiden können und werde berichten, sobald sich hier etwas getan hat.

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