Tag Archive for: Sharing

Filesharing via iCloud

14 Jan 2012
14. Januar 2012

Vor zwei Monaten habe ich an dieser Stelle beschrieben, wie man den „Documents in the Cloud“-Teil von iCloud als eine Art iDisk-Ersatz verwenden kann. Die iDisk ist Bestandteil von MobileMe, dem Vorläufer-Dienst von iCloud, welcher zur Jahresmitte abgeschaltet wird. Da bei „Documents in the Cloud“ die Daten nicht nur in der „Wolke“, sondern auch auf dem Mac gespeichert werden (in einem Unterverzeichnis des Library-Ordners), gibt es auch deutliche Parallelen zur Dropbox. Allerdings erlauben sowohl iDisk als auch Dropbox die Freigabe einzelner Dateien für andere Benutzer. Das kann natürlich sehr nützlich sein. Erst nach Erscheinen meines o.g. Artikels habe ich herausgefunden, dass dieses auch in der iCloud möglich ist, darum soll es heute gehen.

icloudnachtrag1

Im o.g. Artikel wurde beschrieben, dass alle Dateien, die zu „Documents in the Cloud“ (deutsch: Dokumente & Daten) gehören, im Verzeichnis „Library/Mobile Documents“ wiedergefunden werden können und dass die iOS-App „GoodReader“ Dateien, die wir dorthin befördern, aus der iCloud laden kann und umgekehrt dort auch Daten via iCloud ablegen kann. Somit ist jede Datei aus dem dortigen GoodReader-Unterverzeichnis unseres Macs auch auf iPhone und iPad verfügbar und kann dort mit geeigneten Apps bearbeitet werden. Die noch fehlende Freigabefunktion steckt ebenfalls in GoodReader.

Dazu gehen wir in das gewünschte iCloud-Unterverzeichnis unseres GoodReaders. In diesem Beispiel möchte ich mit der iPhone-Version die Bilddatei „weihnachtsmarkt-rostock-2011.jpg“ im Verzeichnis iCloud/Bilder freigeben:

icloudnachtrag1

Dazu tappen wir oben rechts auf den Knopf „Actions“ und anschließend auf den Kreis links neben der Bilddatei:

icloudnachtrag2

Sie ist nun grün markiert. Unten stehen jetzt viele Aktionen, die mit der Auswahl möglich sind. Die Freigabe finden wir aber erst auf der dritten Seite, zu der wir gelangen, wenn wir zweimal auf den Doppelpfeil nach rechts („>>“) tappen. Der Button unserer Begierde ist mit „Publish“ beschriftet:

icloudnachtrag3

Er veröffentlicht das Bild in iCloud und führt uns gleichzeitig zu einer E-Mail, mit der wir diesen Download-Link verbreiten können. Der Link ist vierzehn Tage gültig. Eine Möglichkeit, diese Frist zu ändern, habe ich nicht gefunden.

icloudnachtrag4

Im Browser führt der Download-Link zu einer Seite auf icloud.com, mit der unser Bild von jedem, der den Link kennt, heruntergeladen werden kann:

icloudnachtrag2

Was bedeutet das ganz allgemein? Nun, jede App, die „Documents in the Cloud“ verwendet, hat offensichtlich die Möglichkeit, auch Dateifreigaben für ihre Dokumente zu erstellen. Das scheint bisher kaum bekannt zu sein, auch nicht bei den Entwicklern, zumindest habe ich es bisher nur bei GoodReader gesehen. Bleibt zu hoffen, dass weitere Entwickler von dieser spannenden Funktion Gebrauch machen werden, welche die iCloud ein ganzes Stückchen näher an iDisk und Dropbox heranrückt.



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Mac-Kurztipp: Printopia

03 Dez 2011
3. Dezember 2011

Diesmal ist leider nur Zeit für einen Kurztipp-Artikel, es geht ums Thema Drucken vom iPhone. Seit iOS 4.2 besitzen unsere iPhones (natürlich auch das iPad und der iPod touch) die Fähigkeit, Dokumente auszudrucken („AirPrint“). Sowohl mitgelieferte Apps wie Safari oder Mail als auch Programme von Drittherstellern besitzen entsprechende Druckfunktionen. Allerdings ist die Auswahl unterstützter Drucker nicht gerade groß (dieser Wikipedia-Artikelenthält Informationen dazu). Abhilfe schafft das Tool „Printopia“. Es wird auf einem Mac installiert, anschließend können wir mit unserem iPhone alle Drucker benutzen, auf denen auch der Mac drucken kann (lokal oder im Netzwerk). Der Mac muss dazu allerdings eingeschaltet sein, das ist der Nachteil gegenüber einem echten AirPrint-Drucker.

Printopia bekommen wir bei Ecamm (Preis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels: 20 $), die Firma hat übrigens mit PhoneView eine weitere vorzügliche App für iPhone- und Mac-Besitzer im Portfolio. Nach der Installation finden wir die Software in den Systemeinstellungen:

printopia1

Printopia zeigt eine List unserer Drucker. Alle Geräte mit aktivierter Checkbox stehen uns auf dem iPhone zur Verfügung, sofern diese betriebsbereit sind:

printopia2

Eine Besonderheit von Printopia deutet sich im Punkt 4 der Liste an. Es kann nämlich nicht nur ausgedruckt werden, die Software kann das auszudruckende Dokument stattdessen auch weiterverarbeiten. Hier bestehen folgende Möglichkeiten:

  • Dokument als PDF in einem einstellbaren Verzeichnis auf dem Mac speichern
  • Dokument als PDF in unserer Dropbox speichern
  • Dokument als PDF an eine Mac-App senden
  • Dokument als PDF an einen Druck-Arbeitsablauf schicken

Druck-Arbeitsabläufe sind die Dienste, welche wir in jedem Druckdialog unten links als Liste aufklappen können:

printopia3

Mit Hilfe der Plus-Schaltfläche (im zweiten Screenshot zu sehen) können wir beliebig viele dieser Dienste hinzufügen und konfigurieren.

Diese Zusatzmöglichkeiten sind fast noch interessanter als die Benutzung von richtigen Druckern. Der Kreativität sind hier fast keine Grenzen gesetzt. So kann ich z.B. Artikel direkt in die Inbox meiner Wissensdatenbank DEVONthink„drucken“. Auf dem iPhone sind das alles Drucker, die zur Auswahl stehen:

printopia4

Von der MobileMe-Galerie zu Flickr

14 Aug 2011
14. August 2011

Bisher habe ich alle Fotos, die ich mit anderen – sei es öffentlich oder privat – teilen möchte, in entsprechende MobileMe-Galerien hochgeladen. MobileMe-Galerien sind für mich eine ziemlich ideale Lösung, weil sie gut an Mac, iPhone, iPad und Apple TV angebunden sind und sowohl iPhoto als auch Aperture entsprechende Upload-Module besitzen. Auch eine iOS-App zum Betrachten eigener und fremder Galerien wurde von Apple veröffentlicht. Alben kann man mit Kennwörtern schützen, sodass eine Abgrenzung zwischen öffentlich zugänglichen und privaten Fotos möglich ist.

Das alles ist allerdings bald Geschichte, genauer gesagt am 30. Juni 2012. Wie viele Leser sicherlich wissen, wird MobileMe ab Herbst diesen Jahres durch den iCloud-Dienst abgelöst, der viele neue und interessante Funktionen mit sich bringt und – im Gegensatz zu MobileMe – in der Basisversion kostenlos ist. Nur leider gehören die Galerien (ebenso wie die iDisk und der Webspace) nicht mehr zum Funktionsumfang, sie sind nur noch ein gutes Dreivierteljahr nutzbar. Viele Einzelheiten zum MobileMe-iCloud-Übergang hat Apple übrigens auf dieser Webseite veröffentlicht.

Für mich war es daher an der Zeit, sich nach einer Alternative für meine Fotos umzusehen. Es sind zwar noch einige Monate hin bis Apple meine Bilder löscht, allerdings möchte ich mir nicht mehr die Arbeit machen, neue Fotos auf ein System hochzuladen, bei dem das Ablaufdatum bekannt ist und immer näher rückt. Nach einer entsprechenden Recherche habe ich mich für den BilderdienstFlickr von Yahoo entschieden. Die Anbindung an mein „Ökosystem“ ist im Falle von Flickr durchaus mit MobileMe zu vergleichen. Sowohl iPhoto wie auch Aperture haben Upload-Module für diese Foto-Community, die vom Look & Feel dem MobileMe-Pendant sehr ähnlich sind. Ich arbeite hauptsächlich mit Aperture:

aperture-flickr

Tags, Meta- und Geodaten (letzteres optional) werden mitexportiert, daher ist nach dem Upload auf der Flickr-Website nicht mehr all zu viel zu erledigen. Alle Flickr-Alben landen automatisch im Flickr-Abschnitt (Web-Bereich) der Aperture-Mediathek.

Mit Hilfe der Mac-App „flickery“ (7,99 € im App Store, Trial-Version beimHersteller) kann ich meine Flickr-Bilder sogar mit einem nativen Programm verwalten:

flickery

Damit lassen sich eine ganze Reihe von Arbeiten – z.B. das Ändern von Zugriffsrechten – schneller als über Flickr’s Webinterface erledigen.

Unter iOS kann man aus den mitgelieferten Foto-Apps (iPhone und iPad) ein Bild direkt zu MobileMe hochladen. Eine direkte Flickr-Anbindung haben die Apple-Apps leider nicht, was sich hoffentlich nach dem Ende von MobileMe ändert. Man könnte allerdings Flickr’s E-Mail-Schnittstelle dazu benutzen, die Bildeinsendungen per Mail entgegen nimmt. Es gibt jedoch eine ganze Reihe von Flickr-Apps im iOS-Store, angefangen mit der offiziellen App von Yahoo:

flickrapp

Da es von dieser keine iPad-Version gibt, verwende ich zusätzlich „Mobile Fotos – Flickr Browser und Uploader“ (universal, 2,39 € im App Store):

flickrapp2

Auch das Apple TV hat eine Flickr-Anbindung, allerdings nur für öffentliche Fotos.

Vielleicht noch ein paar Worte zu den Alternativen, denn ich hatte auch über Facebook oder Google (Picasa) nachgedacht. Facebook ist wie Flickr ebenfalls direkt in iPhoto und Aperture angebunden, hat eine iPhone-App und eine ganze Reihe von Third-Party-Programmen. Allerdings fehlt eine Integration ins Apple TV und der Funktionsumfang reicht nicht an einen Bilderspezialisten wie Flickr ran. Flickr speichert zum Beispiel falls gewünscht die Bilder auch in Originalgröße. Außerdem scheuen sich einige meiner Bekannten davor, eine Facebook-Seite zu betreten. Picasa ist standardmäßig nicht in iPhoto oder Aperture eingebunden, d.h., man müßte entweder die Mac-App von Picasa verwenden oder entsprechende Plugins für die Apple-Programme suchen. Apps für iOS sind im Store zu finden, das Apple TV bleibt wie bei Facebook außen vor. Nicht zuletzt hat mir einfach das Look & Feel von Flickr am besten gefallen.

Abschließend noch einige Hinweise zu Flickr selbst. Ich habe mir einen Pro-Account zugelegt (für 25 US-Dollar im Jahr), denn er bietet mir u.a. unbegrenzten Speicherplatz, beliebig viele Uploads und Zugriff auf die Original-Bilder. Damit dient Flickr mir auch als zusätzliches Backup für meine Fotos. Bei den Kosten ist zu bedenken, dass MobileMe auch nicht umsonst war und ich insgesamt künftig weniger zahlen werde als vorher. Die Zugriffsrechte auf die Bilder kann man feinkörniger als bei MobileMe regeln, es wird zwischen privat, Familie, Freunde und öffentlich unterschieden – und zwar auf Bilderebene, d.h., ein Album kann z.B. zusätzliche private Bilder enthalten, die nur ich sehen kann. Über einen Gästepass kann ich z.B. auch private Alben dritten Personen zugänglich machen.

Meine Flickr-Seiten sind noch recht leer, im nächsten Schritt werde ich meine diesjährigen Urlaubsbilder und die Fotos von der Hanse Sail 2011 hochladen. Anschließend werden in den kommenden Wochen meine bisherigen MobileMe-Inhalte nach und nach herüberwandern.



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Sharing mit Droplr

17 Jul 2011
17. Juli 2011

Durch Zufall bin ich diese Woche auf den Sharing-Dienst Droplr aufmerksam geworden, den ich sehr praktisch finde. Daher möchte ich diesen Service, welcher sich unter OS X und iOS nutzen läßt, gleich heute näher vorstellen. Sicher, Sharing-Dienste sind nichts Neues, es gibt z.B. Dropbox, CloudApp oder Skitch, aber Droplr besitzt einige interessante Eigenschaften, wie z.B. die Möglichkeit, eine eigene Domain zu verwenden oder Quellcode mit Syntax-Highlighting darzustellen. Der Dienst ist kostenlos und finanziert sich durch Werbeanzeigen auf der Webseite, welche die geteilten Daten anzeigt bzw. zum Download anbietet (s. Screenshots weiter unten). Jedem Nutzer stehen 1 GB Speicherplatz zur Verfügung. Droplr besitzt kein eigenes Nutzerkonten-System, dazu wird Twitter (per OAuth-Verfahren) genutzt, da die Links für geteilte Daten („gesharedt“ klingt irgendwie komisch) auch über dieses Mikroblogging-System verbreitet werden können. Wir benötigen also zwingend ein Twitter-Konto, um Droplr nutzen zu können. Droplr besteht aus einer Mac-, einer iPhone- und einer Webkomponente.

Mac

DIe Mac-Software ist ein 2,4 MB großer Download von der Droplr-Homepage. Die App lebt in der Menüleiste, das Dock-Icon kann in den Einstellungen deaktiviert werden. In den Einstellungen können wir auch festlegen, ob Droplr automatisch beim Login gestartet wird. Wenn wir nun etwas teilen wollen, eine Datei oder einen selektierten Text ziehen wir diese(n) auf das Droplr-Icon in der Menüleiste. Wenn es sich um einen selektierten Text gehandelt hat, bekommen wir die Möglichkeit diesen nachzubearbeiten und festzulegen, ob es sich um einfachen Text, Markdown oder Quellcode handelt. Das ist wichtig für die Darstellung des geteilten Textes im Web:

Ein Menüpunkt um neue Texte direkt in Droplr zu erstellen ist ebenfalls vorhanden.

Im Falle einer Datei ist das natürlich simpler, diese muss einfach nur auf das Droplr-Icon gezogen werden:

Nach dem Upload zu Droplr wird die Webadresse der Sharing-Datei in die Zwischenablage kopiert und in einer kleinen schwarzen Box angezeigt (s. Screenshot). Ein Klick auf die Adresse öffnet diese im Browser, mit dem t-Icon kann sie über Twitter verbreitet werden:

Die Screenshots zeigen ein interessantes Feature von Droplr, man kann eine eigene Domain für die Links konfigurieren! Eingestellt wird diese über die Weboberfläche. Dazu muss man allerdings in der Lage sein, den sogenannten Address-Record seiner Domain auf die IP-Adresse von Droplr zu ändern. Eine Reihe von Webhostern bietet diese Möglichkeit, im Zweifelsfall einfach mal nachfragen. Ansonsten wird die Standard-Domain d.pr verwendet, die zu angenehm kurzen URLs führt.

Im Web sieht die Bild-Datei aus dem obigen Beispiel dann so aus:

Hier noch ein Beispiel für JavaScript-Code, welcher als Selektion per Drag & Drop auf das Droplr-Icon gezogen wurde:

Die Droplr-App hat auch eine Screenshot-Funktion, welche die Aufnahmen direkt hochlädt. Diese kann entweder über die Menüleiste oder über eine einstellbare Tastenkombination erreicht werden.

Kombiniert man die Textfunktion mit dem Twitter-Feature bietet sich die interessante Möglichkeit, auf einfache Weise Texte über Twitter zu verbreiten, die länger als die erlaubten 140 Zeichen sind.

iPhone®

Die iPhone-App kann aktuell für 2,99 € im App-Store erworben werden. Sie bietet Zugriff auf die geteilten Dateien und die Möglichkeit die jeweiligen Links in die Zwischenablage zu kopieren, per E-Mail zu versenden oder via Twitter zu verbreiten. Auch eine Löschmöglichkeit ist vorhanden. Weiterhin ist über die App ein Sharing von Fotos, Videos, Links und Texten möglich:

iPhone-Kurztipp: Glympse

04 Apr 2011
4. April 2011

Mit Glympse (kostenlos im AppStore erhältlich) könnt ihr eure aktuelle Position an ausgewählte Personen für einen festgelegten Zeitraum übermitteln. Das ist z.B. sehr nützlich, wenn man zu einem Treffen unterwegs ist. Dann kann die Person, zu der man unterwegs ist, leicht abschätzen, wann mit dem Eintreffen zu rechnen ist. Die Benachrichtigung der jeweiligen Leute erfolgt dabei über E-Mail. Diese enthält dann einen entsprechenden Tracking-Link.

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