Instacast für Mac
Zu den Anfangszeiten des iPhones habe ich mich über Apps gefreut, die ihren Weg vom Mac auf das Telefon gefunden haben, denn sie ermöglichen häufig ein nahtloses Arbeiten über die Gerätegrenzen hinweg. Mittlerweile gibt es immer öfter auch die umgekehrte Situation, erfolgreiche iOS-Apps bekommen einen “großen Bruder” auf dem Mac. Eigentlich nicht verwunderlich, bei der enormen Zahl von über 800.000 iOS-Programmen.
Jüngstes Beispiel ist für mich Instacast, eine der beliebtesten Podcast-Apps für iPhone und iPad und seit langer Zeit der Podcast-Client meiner Wahl. Am 1. Mai hat der Entwickler die erste öffentliche Beta-Version für OS X veröffentlicht. Natürlich hab ich mir dieses Stück Software sofort angeschaut, auch wenn ich noch nicht so viel Zeit mit dem Programm verbringen konnte.

Der Funktionsumfang entspricht in etwa der iPad-App. Allerdings handelt es sich nicht um eine einfache Portierung, denn Instacast für OS X hat das Look & Feel einer echten Mac-App. Ein paar Besonderheiten möchte ich gerne hervorheben.
Up Next
Dieses Feature kennen wir aus iTunes 11. Statt einen Podcast gleich abzuspielen sind auch die Einträge “Play Next” oder “Add To Up Next” möglich. Die betreffende Episode wird dann entweder als nächstes gespielt oder an das Ende der Up-Next-Liste gesetzt. Die Up-Next-Liste selbst kann per Drag & Drop umsortiert werden.
Mini-Player
Ebenfalls wie bei iTunes gibt es auch einen Mini-Player um wertvollen Bildschirmplatz einzusparen. Der Mini-Player kann zusätzlich zum oder statt des Hauptfensters verwendet werden.

AirPlay
Als eine der wenigen Mac-Apps unterstützt Instacast die AirPlay-Technologie. In meinen Tests mit dem Apple TV funktionierte dies allerdings nur für Audio.
Flattr
Im Gegensatz zur iOS-Version können Podcasts direkt aus der App “geflattrt” werden (Flattr ist ein Mikrospendensystem für Content, welches auch in diesem Blog zur Verfügung steht). Im App Store lässt Apple solche Mechanismen nicht zu, daher wird Instacast – wenn überhaupt – nur in einer abgespeckten Version im Mac-App-Store erscheinen.
Sync
Die Mac-Version kann sich mit den iOS-Versionen synchronisieren. Hierzu setzt Instacast nicht mehr wie früher auf die iCloud, sondern bietet eine eigene “Wolke” an. Die Neueinrichtung eines entsprechenden Accounts muss allerdings noch über iOS erfolgen, in der Mac-Ausgabe ist diese Teilfunktion noch nicht fertig.
Der Sync selbst hat in meinen Tests gut funktioniert, auch die Abspielposition wird abgeglichen, man kann also das Gerät wechseln und nahtlos weiterhören.
Fazit
Mit Instacast gibt es nun endlich einen leistungsfähigen Podcast-Client für den Mac, welcher eine einheitliche Podcast-Experience über alle Geräte hinweg ermöglicht. Wer eine Alternative zu iTunes sucht wird gut bedient. Die Beta kann kostenlos verwendet werden, gleichzeitig ist aber auch jetzt schon ein Kauf zum Vorzugspreis von 15 Euro möglich.















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