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Den Mac wach halten

05 Jan 2013
5. Januar 2013

Die Energiespar-Optionen – zu erreichen über die Systemeinstellungen > Hardware > Energie sparen – sind gut und nützlich. Richtig eingesetzt schonen sie unseren Geldbeutel sowie die Umwelt und verlängern bei Notebooks die Laufzeit im Batteriebetrieb. Es gibt jedoch Situationen, in denen Computer und Monitor unbedingt an bleiben sollen, bei Vorführungen zum Beispiel. Dabei möchte man aber nicht immer an den o.g. Energieeinstellungen drehen.

Energie sparen

Unter Mountain Lion gibt es eine Möglichkeit, dieses mit Bordmitteln zu erreichen. Dazu müssen wir die Terminal-App bemühen, welche unter Programme > Dienstprogramme (bzw. im Launchpad direkt unter “Dienstprogramme”) zu finden ist. Den Befehl, welchen wir benötigen, lautet “caffeinate”. Rufen wir diesen Befehl ohne weitere Parameter auf, wird das System so lange nicht schlafen, bis wir die Ausführung des Kommandos per Tastenkombination Ctrl-C (damit bricht man generell im Vordergrund laufende Terminal-Prozesse ab) beenden:

Caffeinate 1

Mit der Hilfe von Parametern können wir das Verhalten des Befehls beeinflussen. Mit -t können wir gleich eine Zeit in Sekunden vorgeben. Soll das System eine Stunde nicht schlafen lautet der Befehl:

Caffeinate 2

Das &-Zeichen am Ende schickt den Befehl in den Hintergrund, damit das Terminal-Fenster gleich für neue Befehle wieder freigegeben wird. Die vollständige Parameterliste können wir uns auf der sogenannten “Manpage” des Kommandos anschauen. Der Terminal-Befehl hierzu lautet:

man caffeinate

Diese Hilfeseite sieht so aus, sie kann mit der Q-Taste wieder verlassen werden:

Caffeinate 3

Besitzer älterer Versionen von OS X können den Befehl “pmset noidle” verwenden. Dieser bietet allerdings nicht alle Möglichkeiten von “caffeinate”.

Wer eine GUI-Lösung bevorzugt, sei auf die Third-Party-App “Caffeine” (gratis, App-Store-Link) verwiesen.

Frohe Weihnachten und guten Rutsch!

23 Dez 2012
23. Dezember 2012

Ich wünsche allen Lesern ein frohes, friedliches und besinnliches Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Genau wie beim letzten Weihnachtsartikel möchte ich die Gelegenheit nutzen, auf das vergangene Jahr – aus der Sicht eines Apple-Users und Computer-Geeks zurückzublicken.

Im ersten Jahr ohne Steve Jobs gab es reichlich neue Hardware: Gleich zwei iPad-Generationen, das iPad Mini, das iPhone 5, neue iPods, MacBooks, iMacs und Mac Minis. Die gesamte Hardware-Palette wurde mehr oder weniger aktualisiert. Abbekommen davon habe ich das iPad der dritten Generation (welches ein halbes Jahr später überraschend schnell aktualisiert wurde) und das iPhone 5. Für letzteres brauchte ich wegen der inzwischen hinlänglich bekannten Kratzer-Problematik zwei Anläufe. Positiv ist anzumerken, dass der Bezug über das Premierenticket der Telekom wie versprochen zu keinen Wartezeiten geführt hat, mein erstes iPhone kam einen Tag nach dem offiziellen Verkaufsstart bei mir an. Mit beiden Geräten bin ich sehr zufrieden, sie sind aus meinem Alltag nicht wegzudenken. Mein MacBook ist inzwischen recht alt, fühlt sich aber – SSD sei Dank – überhaupt nicht so an. Da ich bei 13 Zoll bleiben möchte stehen für eine Neuanschaffung das MacBook Pro, Air und Retina zur Auswahl und ich kann mich einfach nicht entscheiden, alle Varianten haben ihre Vor- und Nachteile (Gewicht, Aufrüstbarkeit, maximaler Speicherausbau, eingebaute SSD, …). Ich bin noch zu keinem abschließenden Ergebnis gekommen.

IPad und iPhone

Auf der Software-Seite überraschte uns Apple im Februar – nur wenige Monate nach Lion – mit der Ankündigung von Mountain Lion. Und von nun an soll sogar jedes Jahr eine neue Version von OS X erscheinen, d.h., wir werden voraussichtlich schon in wenigen Wochen mehr über 10.9 erfahren (allerdings dürften Apple bald die Großkatzen ausgehen). Mountain Lion (hier meine ersten Eindrücke, hier ein Nachschlag) hat – zumindest bei mir – sein Versprechen erfüllt, iPhone, iPad und Mac näher zusammenzubringen, um Dinge, die auf einem System begonnen wurden, auf dem anderen fortzuführen. Dabei geht Apple allerdings nicht den Weg von Windows 8, wo sich Desktop und Tablet nahezu identisch präsentieren und auch dementsprechend bedient werden müssen, sondern führt die Dinge nur dort zusammen, wo es sinnvoll ist. Ein wichtiger Klebstoff hierbei ist die iCloud (oder Apples Internetdienste im allgemeinen), die noch vielseitiger und an manchen Tagen auch zuverlässiger werden muss. Im Vergleich zu 10.8 war iOS 6 eher ein kleineres Update, sieht man mal von den Karten und ihren sehr publik gewordenen Kinderkrankheiten ab. Dennoch sind viele kleine Dinge hinzugekommen, die ich täglich nutze und nicht mehr missen möchte, wie z.B. der Nachtmodus, geteilten Fotostreams und das Beantworten von Anrufen mit Nachrichten. Auch viele von Apples Applikationen wurden aktualisiert und an die neuen Möglichkeiten der Betriebssysteme angepasst.

Mountain Lion

Mit App.net erblickte dieses Jahr ein neuer Social-Media-Dienst das Licht der Welt, der zumindest das Potential hat, eine Twitter-Alternative zu sein. Und das ist auch gut so, denn Twitter entwickelt sich meiner Meinung nach in keine gute Richtung. Statt zunehmend auf Werbung angewiesen zu sein, hätte ich bezahlte Pro-Accounts für den besseren Weg gehalten. Ich fürchte, dass wir in 2013 Werbetweets in unsere Timelines bekommen werden, ähnlich wie wir das bei Facebook jetzt schon sehen. Es ist jedenfalls schön zu beobachten, wie schnell App.net technisch voranschreitet. Die 256 Zeichen, welche dort für Postings zur Verfügung stehen, sorgen zumindest in meiner Timeline für interessantere Diskussionen. Ich werde auf jeden Fall erstmal Mitglied bleiben.

2012 ist für mich auch das Jahr meines ersten E-Books. Ende November erschien mein Titel “Die inoffizielle deutsche Siri-Referenz“, ein Nachschlagewerk für jeden, der alle Möglichkeiten von Apples Sprachsteuerung nutzen möchte. Siri habe ich recht spät auf meinem iPad 3 mit iOS 6 kennengelernt und bin seitdem von diesem System recht begeistert. Inzwischen beantworte ich sogar unterwegs SMS-Nachrichten, ohne das Telefon dafür aus der Manteltasche zu holen. Fühlt sich irgendwie nach Zukunft an ;-).

Den Rostocker Mac-Stammtisch gibt es erfreulicherweise immer noch, auch wenn wir uns an dem einen oder anderen Termin über mehr Besucher gefreut hätten. Es ist einfach schön, sich mit Gleichgesinnten zu treffen, um in gemütlicher Runde über alle möglichen Apple- und Gadgetthemen zu plaudern. Unser Stammtisch hat seit gestern eine eigene Webseite auf meiner Homepage. Dort sind schon alle Termine für 2013 zu sehen, denn wir gehen im nächsten Jahr zu einem festen Termin (jeden zweiten Mittwoch im Monat) über. Mit 19 Uhr haben wir die Startzeit etwas nach hinten verlegt, um allen, die länger arbeiten müssen, einen Besuch zu ermöglichen.

Nicht zuletzt hat dieses Blog im Spätsommer ein modernes neues Design bekommen, welches sich automatisch an kleinere Bildschirme – wie z.B dem iPhone – anpasst.

Nun schauen wir mal, was uns 2013 bringen wird. Ich melde mich Anfang Januar mit dem nächsten Artikel zurück und wünsche allen schöne Feiertage!

Artikelfoto: Rostocker Weihnachtsmarkt 2012

Programmzuordnungen reparieren

15 Dez 2012
15. Dezember 2012

Unter OS X 10.8 – “Mountain Lion” – ist mitunter zu beobachten, dass das Kontextmenü “Öffnen mit” von Dateien einige Programme doppelt enthält. Hier ein Beispiel direkt von meinem System, in diesem Fall eine HTML-Datei:

Reparieren 1

Wie wir sehen sind die Programme BBEdit, calibre und Opera doppelt vertreten. Nach meinen Beobachtungen entstehen diese Dopplungen durch Updates der jeweiligen Programme. Das Phänomen ist übrigens nicht neu, wenn mich die Erinnerung nicht täuscht, hab ich ähnliches schon unter “Leopard” beobachtet (unter “Snow Leopard” und “Lion” hingegen selten bis gar nicht).

Zum Glück gibt es Abhilfe, und zwar in Form eines Terminal-Befehls. Wir müssen zur Entfernung der Dopplungen die Terminal-App öffnen und folgenden Befehl eingeben (als eine Befehlszeile):

/System/Library/Frameworks/CoreServices.framework/Versions/A/Frameworks/LaunchServices.framework/Versions/A/Support/lsregister -kill -r -domain local -domain system -domain user

Nun muss noch der Finder neu gestartet werden. Dazu klicken wir bei zuvor gedrückter Alt-Taste mit der rechten Maustaste auf das Finder-Icon im Dock (Alt-Taste dabei gedrückt lassen). Ganz unten befindet sich der Menüpunkt “Neu starten”. Diesen bitte anklicken und alles ist wieder gut:

Reparieren 2

Growl-Benachrichtigungen in die Mitteilungszentrale

29 Sep 2012
29. September 2012

Seit dem Erscheinen von OS X 10.8 (“Mountain Lion”) störte es mich, dass es nun zwei parallele Benachrichtigungssysteme gibt, das traditionelle Growl (2,99 € im Mac-AppStore) und die neue Mitteilungszentrale des Betriebssystems. Es gibt viele Apps, die nach wie vor Growl nutzen, eine Reihe sind bereits auf die Mitteilungszentrale umgestiegen und in manchen Apps kann man sogar einstellen, wie man benachrichtigt werden möchte. Es wird sicherlich noch Monate dauern bis alle Programme das 10.8-System verwenden, manche werden es möglicherweise nie tun. Insgesamt kein schöner Gesamtzustand, ich hätte gerne alles in der Mitteilungszentrale.

Es hat nur wenige Tage gedauert, bis es Apps wie “MountainGrowl” & Co. gab, die Growl-Benachrichtigungen in die Mitteilungszentrale umgeleitet haben. Diese krankten jedoch daran, dass alle Benachrichtigungen in einem gemeinsamen Growl-Abschnitt der Mitteilungszentrale auftauchten, nicht unbedingt sehr praktisch.

Die Lösung für diese Probleme ist eine Software namens “Bark” (kostenlos, Spenden erbeten). Bark integriert sich so tief in die Mitteilungszentrale, dass jede App, die über Growl eine Mitteilung sendet, einen eigenen Abschnitt mit dem richtigen App-Icon bekommt. Dementsprechend haben diese Programme (wie z.B. OmniFocus oder Cornerstone, die bisher nur Growl supporten) auch separate Einstellungsmöglichkeiten in den Systemeinstellungen:

Bark 1

Bark funktioniert am besten mit der neuesten Version von Growl (zu diesem Zeitpunkt 2.0). Die Software bringt einen Installer mit, der alle Komponenten in die richtigen Verzeichnisse kopiert. Sie verfügt über keine eigene Oberfläche, sondern wird direkt via Growl konfiguriert. Wir gehen also in die Growl-Einstellungen, Abschnitt “Programme”, und schauen uns das Ganze beispielsweise mal für “DaisyDisk” (unterstützt ausschließlich Growl) an, da ich diese App schon mal vorgestellt habe:

Bark 2

Alles, was wir hier tun müssen, ist “keine Standard-Anzeige” auszuwählen und unter Aktionen “Bark” zu wählen. Die Trennung von Anzeige und Aktionen ist neu in Growl 2.0 und ermöglicht sogar einen Mischbetrieb beider Systeme. Hier kann man reichlich experimentieren, bis das optimale Benachrichtigungsvorhalten für jede App eingestellt ist. Nun sind auch die Nachrichten von DaisyDisk in die Mitteilungszentrale gewandert:

Bark 3

Mail-Absender per Tastenkürzel wählen

15 Sep 2012
15. September 2012

Heute möchte ich mit einem weiteren Tipp zur Mail-App in Mountain Lion an die Artikel vom 04.09. und 06.09. anschliessen. Viele werden wie ich mehr als eine E-Mail-Adresse haben. Man kann in Mail zwar einstellen, mit welchem Absender neue E-Mails versehen werden (unter Einstellungen > Verfassen), soll jedoch eine vorhandene E-Mail beantwortet werden, wird erstmal die Adresse als Absender eingetragen, an die die Nachricht gegangen ist. Soll ein anderer Absender verwendet werden, muss dieser über eine Drop-Down-Box ausgewählt werden.

Da ich alle E-Mails in der Regel immer mit meiner Hauptadresse als Absender versehe, ist das recht umständlich. Glücklicherweise kann man allen Absenderadressen auch eine Tastenkombination zuweisen und das geht so:

Wir öffnen die Systemeinstellungen und gehen auf “Tastatur” (in der Zeile “Hardware”), dann auf den Reiter “Tastaturkurzbefehle”. In der linken Spalte wählen wir “Programmkurzbefehle” und klicken auf das Plus-Symbol unter den beiden Listen:

Mail Absender 1

Als Programm wählen wir “Mail” aus und schreiben in die Zeile “Menü” den Absender exakt so wie er in der Drop-Down-Box der Mail-App steht:

Mail Absender 2

In der Zeile “Tastaturkurzbefehl” wird das gewünschte Tastaturkürzel (im Beispiel oben Ctrl-Alt-Cmd-M) eingetragen. Anschließend “Hinzufügen” anklicken. Das war’s dann auch schon, es sei denn, wir wollen noch weitere Kürzel für andere Absenderadressen dort festlegen.

Ab sofort steht unser neues Tastenkürzel im Editor der Mail-App zur Verfügung, was auch entsprechend angezeigt wird:

Mail Absender 3

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