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OmniFocus 2 für Mac

25 Mai 2014
25. Mai 2014

Lange angekündigt und entwickelt, nach den ersten Betas nochmal komplett überarbeitet und mit vielem, was wir schon in den iOS-Versionen gesehen haben ausgestattet, ist es diese Woche endlich veröffentlicht worden, OmniFocus 2 für den Mac. OmniFocus ist eine umfassende Aufgabenverwaltung, mit der sich auch GTD – „Getting Things Done“, eine bekannte Selbstmanagement-Methode von David Allen – umsetzen lässt. Das Programm kann sehr flexibel an die Bedürfnisse des Benutzers angepasst werden und besitzt viele durchdachte Funktionen, die es erlauben, nur die Aufgaben anzuzeigen, welche gerade in einer bestimmten Situation, einem bestimmten Ort oder einem Moment sinnvoll sind. Die App ist auch für das iPhone und das iPad erhältlich. Ich nutze OmniFocus seit 2009 und habe bereits mehrfach darüber berichtet (hier ein Link zu einer umfangreicheren Vorstellung der ersten Mac-Version, einer meiner ersten Blog-Artikel übrigens). In dem genannten Artikel werden auch einige Grundkonzepte von OmniFocus, wie z.B. Kontexte erläutert, die ich an dieser Stelle nicht wiederholen möchte.

OmniFocus ist aus meinen Workflows nicht mehr wegzudenken und läuft praktisch die ganze Zeit. Daher war ich natürlich sehr neugierig auf die 2er-Version und bin noch während der privaten Beta-Phase von Version 1 (man kann beide Versionen auch parallel nutzen) umgestiegen, ohne auch nur einmal zurückzuschauen.

Was ist neu? Als erstes fällt sofort auf, dass die Benutzeroberfläche komplett überarbeitet wurde. OmniFocus sieht jetzt wie ein modernes Mavericks-Programm aus und steht vom Design betrachtet z.B. den neuen iWork-Apps von Apple in keinster Weise nach. Auffällig ist, dass ganz links eine neue Navigationsleiste hinzugekommen ist:

OmniFocus2 1

Sie dient zur Umschaltung zwischen den einzelnen Ansichten, wie Projekten, Kontexten und Reviews. Genial ist, dass man hier auch ausgewählte Perspektiven ablegen kann (man kann in OmniFocus jede Ansicht, die man sich zusammengestellt hat – z.B. eine Auswahl an Kontexten inklusive Ansichts- und Sortieroptionen – als sogenannte Perspektive speichern und genau diesen View schnell wiederherstellen). Hier gibt es übrigens ein schönes Set mit Perspektiven-Icons, die zum neuen App-Design passen. Die obere Toolbar enthält jetzt nur noch Aktionen, eine durchaus sinnvolle Trennung im Vergleich zu früher, wo sich alles in der oberen Toolbar befand. Man sieht im ersten Screenshot auch, dass der Inspektor nun auf der rechten Seite fest integriert ist – ähnlich wie bei Pages, Numbers oder Keynote. Er bezieht sich inhaltlich nun immer auf das jeweils ausgewählte Element, also das Projekt, den Kontext oder die Aufgabe. Auch die Darstellung der Aufgaben selbst hat sich geändert, die Checkbox zum Abhaken ist nun beispielsweise nach rechts gewandert und wurde durch einen Kreis ersetzt, der je nach Fälligkeit verschiedene Farben haben kann. Sich wiederholende Aufgaben werden durch drei Punkte im Kreis dargestellt. Diese Funktionalität war bereits in der neuen iPhone-App zu finden.

Ebenfalls aus iOS kommt die neue Vorschau-Ansicht, die in einer Kalender-basierten Darstellung Aufgaben mit Fälligkeitsdatum anzeigt. Wer möchte, kann sich dort zusätzlich seine Termine aus der Kalender-App anzeigen lassen, wobei detailliert festgelegt werden kann, welche Kalender angezeigt werden sollen.

OmniFocus2 2

Allein für diese praktische Ansicht lohnt sich IMHO schon das Update. Auch die Review-Ansicht wurde überarbeitet und ist nun ähnlich komfortabel wie bei der iPad-Version, die ich daher bisher bevorzugt für Reviews verwendet hatte. Eine regelmäßige Überprüfung aller Aufgaben und Projekte ist fester Bestandteil von GTD, wird aber nur von den wenigsten Aufgabenmanagern unterstützt. In OmniFocus lassen sich sogar für jedes Projekt individuelle Review-Zyklen festlegen.

Neu und überaus praktisch ist die Quick-Open-Funktion. Durch Klick auf das Quick-Open-Icon oder durch die Tastenkombination Cmd-O öffnet sich ein kleines Zusatzfenster, mit dem man nach Projekten, Ordnern, Kontexten oder Aufgaben suchen kann.

OmniFocus2 3

Ähnlich wie bei Google oder Alfred wird nach jedem getippten Buchstaben das Suchergebnis aktualisiert. Der gewünschte Eintrag kann optional auch in einem neuen Fenster geöffnet werden, damit die aktuelle Ansicht erhalten bleibt.

Endlich unterstützt OmniFocus auch das Notification-Center von OS X und zeigt dort fällige oder bald fällige Aufgaben an. Workarounds über Growl sind somit hinfällig.

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OmniFocus kommt nun in einer Standard- und einer Pro-Version. Nur die Pro-Version enthält die bereits erwähnten Perspektiven, AppleScript-Support sowie die Möglichkeit die App auf ein Projekt zu fokussieren und alle anderen Dinge auszublenden. Sie ist bei der OmniGroup direkt oder im Mac-App-Store erhältlich, hier ist die Pro-Version ein In-App-Kauf. Dies war das erste kostenpflichtige Update seit 2009 für mich, daher ging der Update-Preis von rund 40 USD von OmniFocus 1 auf OmniFocus 2 Pro absolut in Ordnung, insbesondere für eine App, die eine so zentrale Rolle in der Arbeits- und Lebensplanung spielt. Die zuverlässige Sync-Funktion zwischen anderen Macs und iOS-Geräten auch mit einer selbstgebauten Wolke ist selbstverständlich nach wie vor enthalten. Momentan liegt OmniFocus 2 nur in englischer Sprache vor. Es ist leider ein Trend bei vielen Firmen geworden, die Übersetzungen erstmal weg zu lassen, um schneller auf den Markt zu kommen. Bisher hat die OmniGroup jedoch die deutschsprachigen Fassungen immer nachgeliefert.

Weitere Infos zur App sind u.a. auf der Produkt-Homepage zu finden.

Erweiterte Suche im iTunes-Store

18 Mai 2014
18. Mai 2014

Die Suche im iTunes-Store auf dem Mac ist  – sagen wir es mal vorsichtig – verbesserungswürdig. Obwohl man in der Regel weiß, ob gerade ein Musiktitel, ein Film, eine Serie, ein Podcast, ein Buch oder eine App benötigt wird, werden Suchergebnisse aus allen diesen Bereichen präsentiert, was die Trefferliste in vielen Fällen unnötig aufbläht. Dabei boten frühere iTunes-Versionen durchaus ausgefeiltere Suchmöglichkeiten.

Die gute Nachricht ist: „Boten“ ist nicht ganz richtig, eine erweiterte Suche gibt es immer noch, sie ist nur im Programm vergraben, kann aber mit ein wenig AppleScript wieder ans Tageslicht gebracht werden, auf geht’s!

Wir öffnen also den AppleScript-Editor, ein mitgeliefertes Dienstprogramm, und erzeugen ein neues Dokument. Unser Skript besteht nur aus drei Zeilen:

tell application "Finder"
   open location "itms://phobos.apple.com/WebObjects/MZSearch.woa/wa/advancedSearch"
end tell

AppleScript

Mit der Schaltfläche „Übersetzen“ können wir prüfen, ob die Syntax korrekt ist. Zeigt der Editor ein Syntax-Highlighting an wie im Screenshot oben ist alles OK. Nun speichern wir unser Skript im Verzeichnis

Library/iTunes/Scripts

unseres Heimatverzeichnisses ab. Wie man den Library-Ordner unter Mavericks sichtbar machen kann (falls noch nicht geschehen), habe ich in einem früheren Blog-Artikel beschrieben. Als Name bietet sich „Erweiterte Suche“ an. Das war’s dann im Prinzip auch schon, die erweiterte Suche taucht als neuer Menüpunkt im Skript-Menü von iTunes auf.

ITunes Menu

Wer möchte, kann nun den Menüeintrag noch mit einem Tastenkürzel versehen. Das geht – wie übrigens für alle Menüeinträge – in den Systemeinstellungen unter Tastatur, Unterpunkt „App Shortcuts“. Dort bitte auf die Plus-Schaltfläche klicken und den folgenden Dialog entsprechend ausfüllen:

ITunes Tastenkombi

Der Wert des Feldes „Menü“ und der Name des Skripts müssen hierbei exakt übereinstimmen. Als Tastenkürzel wurde hier Cmd-Shift-Alt-E gewählt, aber selbstverständlich tut es auch jede andere noch nicht belegte Tastenkombination. Viel Spaß beim Stöbern im iTunes-Store!

Picturelife

04 Mai 2014
4. Mai 2014

Weil kürzlich einmal ein paar Fotos auf meinem iPhone verloren gegangen sind, habe ich mich mit dem Thema Foto-Backup bei externen Anbietern befasst. Zwar habe ich schon über 3000 Fotos bei Ipernity liegen, dort speichere ich aber nur Aperture-Alben und längst nicht jeden kleinen iPhone-Schnappschuss. Ein wichtiges Kriterium ist daher ein möglichst automatisches Hochladen aller Fotos, von Mac, iPhone und iPad, damit ein lückenloses Backup entsteht. Ein problemloser Zugriff auf alle Fotos von jedem der Geräte wäre ebenfalls äußerst wünschenswert, denn so hat man quasi alle seine Fotos immer dabei. Schliesslich wäre es praktisch, wenn meine ausgefeilte Aperture-Albenstuktur sich im Backup wiederfinden würde.

Der Markt für solche Lösungen ist nach meinen Recherchen recht übersichtlich. Vorreiter Everpix musste – IMHO wegen eines nicht tragfähigen Geschäftsmodells – seine Geschäftstätigkeit einstellen und Loom wurde kürzlich von Dropbox gekauft. Daher bin ich nach einer kurzen Testphase bei Picturelife (Empfehlungslink) gelandet, einem Dienst aus New York, der alle genannten Anforderungen erfüllt.

Die Mac-App lebt in der Menüleiste (am besten automatisch bei der Anmeldung starten lassen) und lädt im Hintergrund wahlweise alle Fotos (und auch Videos) aus Aperture, iPhoto und einer Liste konfigurierbarer Verzeichnisse zu Picturelife hoch. Die Albenstruktur von Aperture oder iPhoto wird dabei beibehalten. Die Fotos dürfen sogar im Raw-Format vorliegen. Sinnvollerweise kann man den Upload während der Benutzung von Aperture und iPhoto über eine Einstellung pausieren lassen. Auch ein automatischer Import aus sozialen Netzen wie Twitter oder Facebook ist vorgesehen.

Picturelife 5

Auswahl der Backup-Quellen in der Mac-App

Picturelife 4

Fortgeschrittene Einstellungen in der Mac-App

Picturelife 1

Web-App

Die Verwaltung der hochgeladenen Bilder erfolgt über eine Web-App. In dieser Web-App kann die Fotosammlung in verschiedenen Ansichten – Memories, Timeline, All Pictures, Albums und Places – begutachtet werden. Weiterhin gibt es eine leistungsfähige Suchfunktion, die u.a. Orte, Datumsangaben und Schlagwörter (z.B. aus Aperture) berücksichtigt. Die Bilder können sogar nachträglich bearbeitet werden, dazu steht ein Editor-Tool mit erstaunlich vielen Funktionen zur Verfügung.

Picturelife 2

Foto-Editor in der Web-App

Schließlich können einzelne Fotos oder Alben auch noch veröffentlicht (standardmäßig sind alle Bilder privat) werden, so dass diese von allen, von allen, die den Link kennen oder einer bestimmten Gruppe an Picturelife-Benutzern im Web betrachtet werden kann. Ein paar Beispielbilder habe ich hier freigegeben. Auch das Posten von Bildern in verschiedene soziale Netze ist möglich.

Die iOS-Apps dienen sowohl zum Hochladen der jeweils lokalen Bilder als auch zur Durchsicht der eigenen Fotosammlung (inkl. Suchfunktion). Eine Veröffentlichung der Bilder ist ebenfalls vorgesehen. Der Upload kann auch im Hintergrund erfolgen, allerdings scheint hierfür nicht die iOS7-Hintergrundaktualisierung verwendet zu werden, sondern das Multitasking über den Geolocation-Mechanismus.

Picturelife 3

iOS-App

Die monatlichen bzw. jährlichen Kosten (bei jährlicher Vorauszahlung zahlt man jeweils nur für 10 Monate) hängen von der gewünschten Speicherkapazität ab, wobei es eine ganze Reihe Preisstufen gibt (mehr als auf der Homepage angegeben). Bis 5 GB Speicher zahlt man nichts, der Speicherplatz kann durch Weiterempfehlungen oder die erstmalige Nutzung bestimmter Funktionen oder Apps erweitert werden. Ich nutze die 75GB-Preisstufe für 50 Dollar im Jahr. Nicht zu viel für das gute Gefühl, von wirklich jedem Foto ein externes Backup zu haben.

Mac-Synchronisation mit OmniPresence

16 Feb 2014
16. Februar 2014

Da ich seit kurzer Zeit zwei Macs habe, ist das Thema Mac-Synchronisation neu auf meiner Agenda. Ich möchte einfach bestimmte Verzeichnisse auf beiden Maschinen synchron haben, und zwar so automatisch wie möglich und auch dann, wenn beide Macs sich nicht am gleichen Ort befinden. Ein klassische Aufgabe für Dropbox würde man sicherlich zuerst denken, eine ganze Reihe von Verzeichnissen gleiche ich auch darüber ab, was äußerst zuverlässig funktioniert. Aber, Dropbox ist nun mal in den USA zu Hause und da möchte man aus Gründen bestimmte Daten einfach nicht liegen haben. Ich war daher auf der Suche nach einer einfachen Lösung, die ähnlich wie Dropbox funktioniert, den Einsatz eines eigenen Servers erlaubt und auf dem Server möglichst wenig Aufwand machen soll.

Dadurch, dass ich die Programme OmniGraffle und OmniOutliner von der Omni-Group einsetze, bin ich auf eine sehr interessante Lösung aus diesem Hause gestossen, die sich OmniPresence nennt. OmniPresence wurde eigentlich geschrieben, damit die Mac- und iOS-Versionen der Omni-Programme auf die gleichen Daten zugreifen können. Dazu wird die kostenlose OmniPresence-App (benötigt OS X 10.8.2 oder neuer) auf den eigenen Macs installiert, welche vom Grundprinzip her Dropbox ähnelt. Das Programm läuft oben in der Menüleiste und zeigt über sein Icon den aktuellen Synchronisationsstatus an. Bevor etwas abgeglichen wird, muss man dem Programm natürlich erstmal mitteilen, welches Verzeichnis (oder welche Verzeichnisse) synchronisiert werden sollen. Dazu klickt auf „Add Synced Folder“, woraufhin ein neues, leeres Verzeichnis (Name oder Ort im Verzeichnisbaum wird abgefragt) für die abzugleichenden Daten angelegt wird. Anschließend wird abgefragt, wie dieses Verzeichnis synchronisiert werden soll, und hier wird es spannend:

OmniPresence

Es kann nämlich ein beliebiger WebDAV-Server, also auch ein eigener als Speicherort angegeben werden. Was ist WebDAV, werden sich vielleicht manche nun fragen? Vereinfacht gesagt ist das ein erweiterter Webserver, von dem man nicht nur wie sonst Daten bzw. Dateien lesen, sondern auf dem man auf Dateien ablegen/schreiben kann. Er ähnelt also dem traditionellen FTP-Server mit dem Unterschied, dass ein erweitertes HTTP-Protokoll zur Übertragung verwendet wird. Natürlich kann das eigene WebDAV-Verzeichnis so abgesichert werden, dass sowohl der lesende als auch der schreibende Zugriff nur mit entsprechenden Zugangsdaten möglich sind und selbstverständlich ist auch eine verschlüsselte Übertragung der Daten (HTTPS) vorgesehen.

Man kann also in OmniPresence nun über die Felder „Server Address“, „Account Name“ (Benutzername) und „Password“  einfach seinen eigenen WebDAV-Server eintragen. Das kann übrigens auch ein Mac mit der Server-Version von OS X sein, welche die WebDAV-Funktionalität mitbringt. Viele deutsche Provider bieten ihren Kunden ebenfalls WebDAV-Speicherplatz an, so dass man zumindest die Möglichkeit hat, die Daten beim Provider seines Vertrauens in Deutschland abzulegen. Auch die Telekom-Cloud basiert zum Beispiel auf WebDAV. Man könnte zur Not auch den „Omni Sync Server“, also einen WebDAV-Server der Omni-Group nutzen, wie im Screenshot zu sehen ist, der aber eigentlich nur für die Synchronisation unter den Omni-Apps gedacht ist und wie die Omni-Group selber in den USA beheimatet sein dürfte. Konkrete Rahmenbedingungen – wie z.B. der maximale Speicherplatz dort – habe ich allerdings nicht gefunden.

Eins bleibt noch zu tun, auf dem zweiten Mac muss nun ebenfalls OmniPresence installiert und ein Verzeichnis konfiguriert werden, welches auf denselben WebDAV-Server/Account zugreift. Ab sofort sind dann alle Dateien, die man in das synchronisierte Verzeichnis ablegt, auf beiden Rechnern zu finden. Nach meinen praktischen Erfahrungen ist die Synchronisation nicht auf die Omni-Dateiformate beschränkt, sondern funktioniert mit bisher allen getesteten Dateien zuverlässig. Ob es evtl. Probleme bei sehr großen oder sehr sehr vielen Dateien gibt, habe ich noch nicht probiert, für meine Zwecke hat sich das System jedoch bewährt. Man ist mit OmniPresence übrigens nicht auf ein(en) Verzeichnis(baum) beschränkt, sondern kann mehrere Ordner mit unterschiedlichen WebDAV-Zielen konfigurieren. OmniPresence eignet sich daher auch gut für Arbeitsgruppen, die zusätzlich noch einen gemeinsamen Ordner verwalten möchten.

Der Zugriff via iOS ist nur mit Apps möglich, die OmniPresence unterstützen, was natürlich bei OmniGraffle und OmniOutliner der Fall ist. Für Drittentwickler bietet die Omni-Group ein kostenloses Open-Source-Framework auf GitHub an.

Weitere Alternativen zu Dropbox sind in diesem Artikel zu finden.

Frohe Weihnachten und guten Rutsch

24 Dez 2013
24. Dezember 2013

Ich wünsche meinen Lesern ein frohes, friedliches und besinnliches Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Wie in den Vorjahren möchte ich diese Gelegenheit nutzen, auf das vergangene Jahr – wie immer ein wenig aus der Sicht eines Apple-Users und Computer-Geeks – zurückzublicken.

Da Apple inzwischen Hardware-Einführungen auf die zweite Jahreshälfte beschränkt (das Weihnachtsgeschäft lässt grüßen), war mein erstes Gadget des Jahres ein Fitbit One, der sich als äußerst nützliche und vernünftige Anschaffung erwiesen hat. Mit Hilfe dieses Fitness-Trackers ist es mir tatsächlich gelungen, meine Bewegungsaktivitäten deutlich zu steigern, weil der eigene Fortschritt jederzeit kontrolliert werden kann. So bin ich dieses Jahr durchschnittlich 68516 Schritte pro Woche gegangen, was nur knapp unter der Empfehlung von 10000 Schritten am Tag liegt. Daher ist meine Motivation hoch, diesen Schnitt in 2014 zu erreichen. Sehr anspornend finde ich die Möglichkeit, sich mit anderen Fitbit-Nutzern zu befreunden und die Werte zu vergleichen. Ich kann dieses Produkt, welches inzwischen auch als Armband erhältlich ist, sehr empfehlen.

Weil ich mitten in einem Zweijahresvertrag stecke, war ich dieses Jahr nicht „dran“ mit einem neuen iPhone, halte das 5s aber für ein gelungenes Stück Smartphone-Hardware. Der Fingerabdruck-Scanner würde mir eine Menge Zeit sparen, da ich mein iPhone gefühlt 100x am Tag entsperre und dafür einen längeren Code eingeben muss. Auch die Verbesserungen an der Kamera (Blitzsystem, Burst-Mode, …) machen einen brauchbaren Eindruck. Die Prozessorleistung ist beeindruckend, allerdings kommt mir mein iPhone 5 keineswegs langsam vor. Ich bin schon sehr gespannt, was das nächste iPhone bringen wird, denn da bin ich wieder an Bord. Ich hoffe, dass es nach wie vor „kleine“ Bildschirme geben wird, denn der Trend zu 5- oder 6-Zoll-Telefonen ist nicht der meine, zumal ich das Telefon unterwegs sehr oft mit einer Hand bediene. Das iPhone 5c, ich sage es ehrlich, spricht mich nicht an, auch wenn es auf mich bezüglich der Verarbeitung einen sehr soliden Eindruck macht.

Dann wurde es aber doch noch teuer. Bereits in meinem letzten Weihnachtsartikel berichtete ich über die Qual der Wahl bezüglich eines neuen 13-Zoll-MacBooks (mein bisheriges ist aus dem Jahre 2008, wurde aber schon mehrmals aufgerüstet). Die hat mir Apple dieses Jahr leicht gemacht, indem das MacBook Pro mit Retina-Display nun endlich auch mit 16 GB RAM angeboten wurde und das klassische MacBook Pro nicht erneuert wurde. Schließlich soll das Gerät wieder einige Jahre seinen Dienst tun und, da man es nicht aufrüsten kann, ist eine Ausstattung ratsam, die Reserven für die Zukunft lässt. Ich habe es am „Black Friday“ mit 100 Euro Rabatt bestellt und es ist vor einer Woche eingetroffen. Es ist sicher noch zu früh für ein Review, aber auf meinem Schreibtisch steht nun zweifellos das leistungsfähigste Stück Hardware, was ich je besessen habe, mit einem gestochen scharfen Display, wie ich ihn bisher nur von iOS-Geräten her kannte.

MacBook Pro Retina 13

Bereits zwei Wochen vorher wurde mein iPad Air geliefert, welches ich ebenfalls mit Black-Friday-Rabatt geordert hatte. Die deutlich gesteigerte Performance und das vergleichsweise geringe Gewicht machen es zu einem würdigen Nachfolger für mein iPad 3. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, es im Rahmen eines Blog-Artikels ausführlicher vorzustellen. Dies gilt leider auch für die übrigen Hardware-Anschaffungen dieses Jahres, u.a. einen AirPrint-fähigen Drucker und eine AirPlay-fähige WLAN-Box.

Auf der Software-Seite begann das Jahr für mich mit Watchever, einem Video-on-Demand-Dienst, dem ich bis heute die Treue gehalten habe. Ich finde das Angebot inzwischen sehr reichhaltig, auch wenn die ganz neuen Dinge – von Ausnahmen abgesehen – nicht da sind, was aber auch bei einem Monatspreis von 8,99 Euro wohl nicht zu leisten ist. Dankbar bin ich Watchever für die kompletten Folgen von Breaking Bad, die ich ansonsten wahrscheinlich nicht gesehen hätte. Man hat hier halt einfach die Möglichkeit, unverbindlich in Serien reinzuschnuppern, ohne dass man sich an Sendetermine halten oder eine DVD-Anschaffung tätigen muss.

Die polarisierendste Software-Neuerung in diesem Jahr war in meinem Umfeld zweifellos iOS 7. Allein im engeren Bekanntenkreis gibt es Leute, die es sehr lieben und die es regelrecht hassen. Ich mag es, auch wenn die ersten geleakten Screenshots, welche den Schwerpunkt auf die neuen Icons legten, ein wenig schockierend waren. Insgesamt gefällt mir aber der Look und Funktionen wie Hintergrundaktualisierungen (bitte mehr davon!) oder das Kontrollzentrum möchte ich auf keinen Fall mehr hergeben. Ich freue mich sogar über jedes App-Update, bei dem das Design auf iOS 7 umgestellt wird. Weniger spektakulär waren die Änderungen in Mavericks, wobei ich aber u.a. die iBooks-App sehr begrüße und dem ganzen Holz, Leder und Leinen keine Träne hinterherweine. Einschneidende und aufwändige Änderungen in 2013 waren für mich der Wechsel von Flickr zu Ipernity und der Einstieg in Evernote.

Enttäuschend fand ich die Entwicklung von App.net in 2013. Technisch ist es Twitter zwar inzwischen weit überlegen (auch wenn eine wirklich gute Mac-App fehlt), aber es gewinnt einfach keine ordentliche Nutzerbasis, im Gegenteil, viele haben die Plattform inzwischen wieder verlassen oder sind zur Karteileiche geworden. Daher werde ich meinen Bezahlaccount wahrscheinlich nicht verlängern und in ein Basiskonto umwandeln, zumal es auf Twitter noch nicht so schlimm geworden ist, wie ich befürchtet hatte.

Mein erstes E-Book „Die inoffizielle deutsche Siri-Referenz“ ist – zumindest aus meiner Sicht – ein Erfolg. Allen Käufern meinen herzlichen Dank! Vor rund einem Monat ist die zweite Auflage mit den Neuerungen aus iOS 7 erschienen, die darüber hinaus auch viele weitere Verbesserungen enthält und inzwischen auch in den großen Bookstores wie Amazon oder iTunes erhältlich ist. Ein zweites E-Book ist in Arbeit, leider kann ich aber noch nichts zum Erscheinungstermin sagen.

Und schließlich hat sich auch der Rostocker Mac-Stammtisch ganz gut entwickelt. Die Runden sind inzwischen ein klein wenig größer als in 2012, dennoch freuen wir uns sehr über jeden neuen Teilnehmer! Der nächste Stammtisch ist am 8. Januar wie immer im plan b. (Doberaner Str. 147, Nähe Doberaner Platz).

Artikelfoto: Rostocker Weihnachtsmarkt 2013

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