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iPad-Kurztipp: Mr. Reader

23 Aug 2012
23. August 2012

Heute geht es um einen Newsreader auf dem iPad, also eine App, mit der man seine abonnierten RSS-Feeds lesen kann. Alle meine Newsreader verwalten die Feeds nicht direkt, sondern zapfen meinen Google-Account an, was den Vorteil hat, dass ich auf allen Geräten den gleichen Feed- und Lesestand habe mit dem Nachteil, dass Google meine Lesegewohnheiten kennt, das soll hier nicht verschwiegen werden. Wie auch immer, der “Google Reader“, so nennt sich diese Funktion offiziell, ist eine Art Standard für das webbasierte Verwalten von Newsfeeds geworden. Während ich auf dem Mac und dem iPhone großer Fan der App “Reeder” bin, war ich mit der iPad-Version nicht wirklich zufrieden, was im wesentlichen am User-Interface liegt. Auf der Suche nach Alternativen bin ich auf “Mr. Reader” (nur fürs iPad, zur Zeit 2,99 €) gestossen (übrigens vom gleichen Autor wie “HappyDayz”, einer Geburtstagserinnerungsapp, die ich schon sehr lange verwende).

Mr. Reader kommt mit einer sehr übersichtlichen und aufgeräumten Benutzeroberfläche. Die Hauptansicht – am besten funktioniert die App im Querformat – ist dreispaltig, links die Liste der abonnierten Feeds (bzw. Ordner, ergänzt durch Sonderpunkte wie beispielsweise “alle ungelesenen Artikel), in der Mitte die Liste der Artikel und rechts Schnellaktionen für den Artikel (als gelesen markieren, als Favorit markieren, teilen, …). Alles ist so angeordnet, dass man seine News-Artikel zügig “abarbeiten” kann. Tippt man einen Artikel an, öffnet sich das Detailfenster zu dem Artikel, welcher verschiedene Ansichten auf die Nachricht bietet wie z.B. den Feed-Eintrag, die Webseite zu dem Artikel oder für das Lesen optimierte Darstellungen dieser Webseite (wie etwa “Readability”). Selbstverständlich stehen auch aus dieser Ansicht die Funktionen zum favorisieren, teilen usw. zur Verfügung. Über Wischgesten oder Pfeil-Buttons gelangen wir zum nächsten Artikel, eine Pinch-Geste bzw. ein X-Button schließt das Detailfenster wieder.

Was die Sharing-Optionen betrifft bietet Mr. Reader die ganze Palette, unter anderem:

  • in Safari (bzw. diversen anderen Browsern) öffnen
  • Artikel oder Link per E-Mail
  • URL kopieren
  • an Instapaper und weitere Lesedienste senden
  • auf Twitter oder Facebook posten
  • an OmniFocus oder Things senden
  • an Evernote senden
  • an Pinboard und weitere Lesezeichen-Dienste senden

Als wäre das alles noch nicht genug, offeriert Mr. Reader auch eine Vielzahl von Einstellungen, mit der man die App an seine Bedürfnisse anpassen kann. Die Konfigurationsmöglichkeiten reichen von der Darstellung der News über die zu verwendenen Sharing-Optionen und Einstellungen zum Offline-Lesen bis hin zu Themes, die sich sogar nachinstallieren lassen. Auch an das Hinzufügen neuer Feeds hat der Autor selbstverständlich gedacht.

Alles in allem ein sehr gelungener und effizienter Newsreader, mit dem sich auch größere Nachrichtenberge zügig abtragen lassen!

Mac-Kurztipp: Kontakte ohne Gruppe im Adressbuch

19 Jul 2012
19. Juli 2012

Im Adressbuch von OS X (ab Mountain Lion: “Kontakte”) habe ich alle meine Kontakte in Gruppen wie z.B. Familie/Verwandte, Freunde, Restaurants usw. eingeordnet. Leider vergesse ich das manchmal beim Anlegen eines neuen Kontakts. Wie finde ich nun die Kontakte, welche in keiner Gruppe sind?

Dabei hilft uns eine sogenannte intelligente Gruppe (ich habe dieses Thema bereits früher angesprochen). Wir klicken dazu auf im Menü auf Ablage > Neue intelligente Gruppe und tragen diese Regel ein:

Kontakte 1

Nun können wir die gefundenen Kontakte in eine passende Gruppe einordnen (bis die Gruppe leer ist):

Kontakte 2

Kurztipp: Apple Hardware-Icons

02 Jul 2012
2. Juli 2012

Mac-Nutzer, die Icons zum Thema Apple-Hardware suchen, brauchen nicht in die Ferne schweifen, denn im Betriebssystem ist reichlich davon vorhanden. Im Verzeichnis

/System/Library/CoreServices/CoreTypes.bundle/Contents/Resources/

finden wir entsprechende Bilder von MacBooks, iMacs, Mac Pros, iPhones, iPads und mehr:

Wenn wir “von oben” mit dem Finder in dieses Verzeichnis gehen, ist zu beachten, dass “CoreTypes.bundle” nicht als Verzeichnis dargestellt wird, sondern mit der rechten Maustaste und dem Punkt “Paketinhalt zeigen” geöffnet werden muss.

Drucker-Icons finden wir in der Regel unter /Library/Printers/<Hersteller>/Icons. Hier scheint der Umfang aber von den installierten Druckern abzuhängen:

Alle Bilder liegen in recht hohen Auflösungen im Mac-Icon-Format (“icns”) vor. Sie lassen sich aber leicht mit dem mitgelieferten Programm “Vorschau” in andere Formate wie z.B. PNG umwandeln.

Alle genannten Verzeichnisse sind übrigens interne Systemverzeichnisse unserer Macs. Es sollte sich daher von selbst verstehen, dass wir dort absolut nichts verändern, sondern nur die ein oder andere Datei bei Bedarf herauskopieren!

Mac-Kurztipp: Prices Drop Monitor

11 Feb 2012
11. Februar 2012

Wer regelmäßig bei Amazon einkauft kennt das, die Preise dort sind in ständiger Bewegung. Entweder spielt Amazon selbst in relativ kurzen Intervallen mit der Preisschraube oder das „Zusammenspiel“ der zahlreichen Dritthändler sorgt für Bewegung. Liebäugelt man mit der Anschaffung mehrerer Artikel, muss viel Zeit mit Browsen verbracht werden, um den Überblick zu behalten. Hier kommt die Mac-App „Prices Drop Monitor“ ins Spiel (kostenlos im App Store).

pdm1

„Prices Drop Monitor“ (benötigt Lion) lebt in unserer Menüleiste und zeigt als Symbol einen Warenkorb an. Wollen wir nun den Preis eines Amazon-Produkts beobachten, müssen wir in unserem Browser nur auf die entsprechende Produktseite gehen und die Webadresse (URL) auf das Warenkorb-Symbol in der Menüleiste ziehen. Ab sofort schaut „Prices Drop Monitor“ in einem einstellbaren Intervall nach, ob sich die Preise der ausgesuchten Produkte verändert haben und kennzeichnet Preissenkungen direkt im Menüleisten-Symbol. Je nach freiem Platz in der Menüleiste können wir die App dort ständig laufen lassen (eine Option zum automatischem Start bei Login ist vorhanden) oder einfach ab und zu mal starten. Ein Klick auf den Warenkorb öffnet ein kleines Menü, von dem vor allem die Punkte „Produkte verwalten“ und „Einstellungen“ interessant sind:

Bildschirmfoto 2012-02-10 um 23.33.52

„Produkte verwalten“ führt uns zu einer Detailansicht der beobachteten Produkte:

pdm3

Hier sehen wir die Veränderungen im Detail, Links zu den entsprechenden Amazon-Seiten und haben die Möglichkeit, Produkte wieder aus der Liste zu entfernen.

Die Einstellungen umfassen die bereits erwähnten Optionen Intervall und automatischer Programmstart sowie die Art der Benachrichtigung bei Preissenkungen (Signalton, Growl, E-Mail):

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pdm5

Insgesamt also eine nützliche Sache, die auf keinem Mac eines Amazon-Stammkunden fehlen sollte.

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Mac-Kurztipp: BusyCal

20 Nov 2011
20. November 2011

Mac OS X verfügt seit 2002 über die Apple-eigene Kalender-App „iCal“. Diese Software verfügt über alle Grundfunktionen, die man von einer Kalender-Software erwartet und ist gut in OS X, MobileMe und iCloud integriert. Daher habe ich iCal benutzt seitdem ich mit dem Mac arbeite. Mit Lion haben sich jedoch – aus meiner Sicht – zwei Dinge an iCal verschlechtert. Da wäre zunächst einmal die Optik, das neue Lederdesign gefällt mir persönlich überhaupt nicht. Zum anderen wurde die linke Seitenleiste entfernt, die u.a. eine Kalenderliste enthielt. Diese wird jetzt über einen Kalender-Button in einem Drop-Down-Fenster dargestellt.

ical

U.a. aus einigen Podcasts ist mir BusyCal von BusyMac als alternative Kalender-Software bekannt. Ich habe das Update auf Lion daher als Gelegenheit genutzt, mir BusyCal näher anzusehen und anschließend käuflich zu erwerben. Die App hat im wesentlichen das alte iCal-Design aus Snow Leopard, für mich schonmal ein großer Pluspunkt. Demzufolge gibt es auch links die Seitenleiste mit der Kalenderliste und optional ein Mini-Monat-Kalender zur Navigation. In der einklappbaren rechten Seitenleiste finden wir die Aufgabenliste und optional eine editierbare Detailansicht des ausgewählten Termins.

busycal

Der Funktionsumfang von BusyCal geht merklich über iCal hinaus, man könnte die Software als eine Art „iCal Pro“ bezeichnen. Zu den zusätzlichen Funktionen gehören z.B.:

  • Die Anzeige der Kalenderwochen (wichtig für mich, die Angabe von Kalenderwochen ist im Geschäftsleben recht verbreitet).
  • Anzeige von termingebundenen Aufgaben direkt in der Kalenderansicht (werden tageweise verschoben bis sie abgehakt werden).
  • Leichtes Editieren von Terminen durch die nicht-modale Detailansicht in der rechten Seitenleiste.
  • Aufgabenliste nach vielen Kriterien sortierbar.
  • Optionale Anzeige der Mondphasen direkt im Kalender.
  • Optionale Anzeige des Wetters für die nächsten Tage direkt im Kalender.
  • Kalender-Sharing mit anderen BusyCal-Nutzern im lokalen Netzwerk.
  • Synchronisation mit Google-Kalendern.

Ob einem das klassische iCal-Design und die Zusatzfunktionen (von denen ich nicht alle erwähnt habe) den BusyCal-Preis von 50 Dollar wert sind, muss jeder für sich entscheiden. Eine 30-Tage-Testversion kann von der BusyMac-Homepage heruntergeladen werden. Man erhält dafür eine umfangreiche Kalender-Software, die sich m.E. angenehmer als iCal bedienen lässt.

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