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Software-Tipp: Fantastical

28 Jan 2012
28. Januar 2012

Fantastical ist ein Menüleisten-Kalender für den Mac von der Firma Flexibits. Das Besondere an Fantastical ist, dass Termine in natürlicher Sprache eingetippt werden können und dies auf eine sehr flexible Weise. Das Produkt ist bereits seit Mai 2011 verfügbar, lag aber bisher nur in englischer Fassung vor. Die Software verfügt über komplexe Routinen zur Sprachanalyse, die nicht so leicht auf andere Sprachen anzupassen sind. Nun ist, nach einigen Monaten Entwicklungszeit, eine deutschsprachige Version erschienen. Als Beta-Tester habe ich auch meinen kleinen Beitrag dazu geleistet ;-). Grund genug also, dass wir uns diese App einmal etwas näher anschauen.

Fantastical ist eins von den Programmen, welche wir ständig in der Menüleiste laufen haben. Das Menüleisten-Icon kann wahlweise Datum, Datum und Wochentag, Datum und Monat oder nur ein Symbol anzeigen, mehr ist erstmal nicht zu sehen. Erst wenn wir das Icon anklicken oder eine einstellbare Tastenkombination betätigen öffnet sich unterhalb des Icons das hübsch gestaltete Programmfenster von Fantastical.

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Das Fenster ist dreigeteilt, ganz oben sind Termineingabe und Suche, in der Mitte der Monatskalender und unten die nächsten Termine vom aktuell ausgewählten Datum aus gesehen als Ereignisliste. Zu Beginn ist natürlich das aktuelle Datum ausgewählt. Welche Kalender zu sehen sind, wird in den Einstellungen des Programms festgelegt:

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Dort konfigurieren wir auch, welcher Kalender der Standardkalender ist und mit welchem Alarm neue Termine automatisch ausgestattet werden sollen:

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Im Gegensatz zu iCal kann Fantastical auch Kalenderwochen anzeigen. Tage mit Terminen haben in der Monatsansicht wie beim iPhone-Kalender einen Punkt unter dem Tag, ein Überfahren mit dem Mauszeiger fördert eine Detailansicht des jeweiligen Tages ans Licht, ein Einfachklick auf einen Termin in der Ereignisliste eine Detailansicht dieses Events. Von dort kann ein Termin auch bearbeitet werden, alternativ ist dies auch mit einem Doppelklick auf ein Ereignis möglich.

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Highlight ist aber unbestritten die Termineingabe. Sobald wir in dem dafür vorgesehenen Feld mit der Termineingabe beginnen, vergrößert sich das Fantastical-Fenster und die Software beginnt den eingegebenen Text zu analysieren und die entsprechenden Felder zu füllen:

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Schon dieses Beispiel zeigt wie leistungsfähig die Sprachanalyse ist. Die einzelnen Daten werden bereits während der Eingabe in einer Animation auf die Felder in der Mitte verteilt. Die Return-Taste befördert den neuen Termin in einer weiteren schön gemachten Animation in den Kalender.

Selbst mit Feiertagen kommt die Sprachanalyse zurecht:

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Weitere Beispiele für korrekt interpretierte Eingaben:

  • „Mittagessen morgen in Mensa“ (hier trägt Fantastical automatisch 12 Uhr als Anfangszeit wegen des Wortes „Mittagessen“ ein)
  • „Geburtstag von Max jedes Jahr am 17.4.“
  • „Lauftraining jeden Mi und Fr um 18 Uhr vom 1.2. bis zum 31.3.“
  • „Urlaub vom 5. bis 20. Juli“

Möchte man in einen anderen Kalender als den Standardkalender eintragen, geht das mit der Syntax Schrägstrich-Anfangsbuchstaben (bis der Kalender eindeutig ist).

Insgesamt also eine runde Sache. Fantastical ist im Flexibits-Store und im Mac-App-Store für 15,99 Euro erhältlich.

Mac-Kurztipp: BusyCal

20 Nov 2011
20. November 2011

Mac OS X verfügt seit 2002 über die Apple-eigene Kalender-App „iCal“. Diese Software verfügt über alle Grundfunktionen, die man von einer Kalender-Software erwartet und ist gut in OS X, MobileMe und iCloud integriert. Daher habe ich iCal benutzt seitdem ich mit dem Mac arbeite. Mit Lion haben sich jedoch – aus meiner Sicht – zwei Dinge an iCal verschlechtert. Da wäre zunächst einmal die Optik, das neue Lederdesign gefällt mir persönlich überhaupt nicht. Zum anderen wurde die linke Seitenleiste entfernt, die u.a. eine Kalenderliste enthielt. Diese wird jetzt über einen Kalender-Button in einem Drop-Down-Fenster dargestellt.

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U.a. aus einigen Podcasts ist mir BusyCal von BusyMac als alternative Kalender-Software bekannt. Ich habe das Update auf Lion daher als Gelegenheit genutzt, mir BusyCal näher anzusehen und anschließend käuflich zu erwerben. Die App hat im wesentlichen das alte iCal-Design aus Snow Leopard, für mich schonmal ein großer Pluspunkt. Demzufolge gibt es auch links die Seitenleiste mit der Kalenderliste und optional ein Mini-Monat-Kalender zur Navigation. In der einklappbaren rechten Seitenleiste finden wir die Aufgabenliste und optional eine editierbare Detailansicht des ausgewählten Termins.

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Der Funktionsumfang von BusyCal geht merklich über iCal hinaus, man könnte die Software als eine Art „iCal Pro“ bezeichnen. Zu den zusätzlichen Funktionen gehören z.B.:

  • Die Anzeige der Kalenderwochen (wichtig für mich, die Angabe von Kalenderwochen ist im Geschäftsleben recht verbreitet).
  • Anzeige von termingebundenen Aufgaben direkt in der Kalenderansicht (werden tageweise verschoben bis sie abgehakt werden).
  • Leichtes Editieren von Terminen durch die nicht-modale Detailansicht in der rechten Seitenleiste.
  • Aufgabenliste nach vielen Kriterien sortierbar.
  • Optionale Anzeige der Mondphasen direkt im Kalender.
  • Optionale Anzeige des Wetters für die nächsten Tage direkt im Kalender.
  • Kalender-Sharing mit anderen BusyCal-Nutzern im lokalen Netzwerk.
  • Synchronisation mit Google-Kalendern.

Ob einem das klassische iCal-Design und die Zusatzfunktionen (von denen ich nicht alle erwähnt habe) den BusyCal-Preis von 50 Dollar wert sind, muss jeder für sich entscheiden. Eine 30-Tage-Testversion kann von der BusyMac-Homepage heruntergeladen werden. Man erhält dafür eine umfangreiche Kalender-Software, die sich m.E. angenehmer als iCal bedienen lässt.

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