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Philips Hue

14 Apr 2014
14. April 2014

Mir war schon länger bewußt, dass die Firma Philips unter dem Namen “Hue” (Englisch für Farbe, Schattierung) netzwerkfähige LED-Lampen vertreibt, hatte mich bisher aber nie mit den Einzelheiten befasst. Dies habe ich vor wenigen Wochen, mehr oder weniger durch Zufall, nachgeholt und war von dem Konzept gleich begeistert. Nach weiteren Recherchen habe ich mir dann ein Starterkit bei Apple (es gibt nur wenige Vertriebspartner für das System) bestellt, leider kein Schnäppchen, wie bei so vielen geekigen Produkten.

Das Starterkit besteht aus einer “Bridge”, ein Gerät, welches quasi zwischen Router und den Lampen vermittelt, sowie drei LED-Birnen, wahlweise mit E27- oder GU10-Fassung. Es kommt in einer sehr ansprechenden und wertigen Verpackung, in der alle Komponenten, es liegen auch noch ein Netzstecker für die Bridge und ein Ethernetkabel bei, übersichtlich untergebracht sind. Ich hatte leider im ganzen Haushalt weder E27- noch GU10-Lampen. Daher habe ich mich nach Rücksprache mit einem bestehenden Nutzer (Dank an @iRodknocker) entschlossen, meine Wohnzimmer-Lampe durch ein dreiflammiges E27-System zu ersetzen.

Hue-Verpackung

Also habe ich im Baumarkt noch eine neue Lampe beschafft und hatte nun alles zusammen, das System für einen Raum in Betrieb zu nehmen. Die Bridge wird über das Netzteil mit einer Steckdose verbunden und via Ethernetkabel an den Router gehängt. Ein Anschluss über WLAN ist nicht möglich, dafür ist keinerlei Konfiguration notwendig. Alle Netzwerkeinstellungen werden einfach automatisch per DHCP bezogen. Die Birnen sehen wie gewöhnliche Strahler aus und werden ganz normal in die Fassungen geschraubt. Sie sind allerdings recht schwer, was sicherlich der integrierten Technik geschuldet ist. Birnen und Router kommunizieren übrigens nicht per WLAN miteinander, sondern benutzen eine andere Technik namens Zigbee. Jede Birne fungiert dabei als Signal-Repeater, sodass man relativ frei ist, was die Positionierung der Bridge betrifft. Die Steuerung erfolgt über Smartphones, Tablets oder Computer, sodass der klassische Lichtschalter normalerweise in der Ein-Position verbleiben kann. Für iPhone und iPad gibt es neben der offiziellen Hue-App von Philips noch eine Reihe Drittanbieterlösungen, die teilweise recht interessante Zusatzfunktionen bieten (dazu später mehr).

Hue App

Hue-App von Philips

Aber was kann das System nun? Jede Birne ist einzeln ansteuerbar und kann in nahezu beliebigen Farben und Helligkeiten leuchten. Über die Hue-App kann man vorgefertigte Farbschemata auswählen oder neue definieren. Hierzu kann auch ein eigenes Foto herangezogen werden, um die Farbstimmung dort im Raum wiederzugeben. Über eine Community-Seite können weitere Schemata geladen werden. Die Steuerung über Apps ist natürlich äußerst bequem, da man für die Lichtregelung das eigene Sofa nun nicht mehr verlassen werden muss. Mit Hilfe eines kostenlosen Benutzerkontos bei Philips können die Lampen auch außerhalb des eigenen Netzwerks gesteuert werden. Es ist also möglich von unterwegs, die Beleuchtung in der eigenen Wohnung ein- oder auszuschalten, etwa um eine Anwesenheit vorzutäuschen.

Aber das ist längst noch nicht alles. So ist es z.B. möglich, sich von langsam heller werdenden Licht morgens wecken zu lassen, oder über Geofences die Lichtaktivierung von der eigenen Anwesenheit abhängig zu machen. Überhaupt liegen in den Automatisierungsmöglichkeiten die großen Stärken des Hue-Systems. So gibt es etwa bei IFTTT (ein interessantes Internetangebot, welches die Verknüpfung verschiedenster Dienste ermöglicht) einen Hue-Kanal mit hohem Automatisierungspotential. So könnte man z.B. die Beleuchtung bei Sonnenuntergang automatisch aktivieren oder die Lampen kurz aufleuchten lassen, wenn man bei Twitter erwähnt wird, ein Unwetter naht oder der Lieblingsverein ein Tor geschossen hat. Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt und ich bin da noch gar nicht tief eingestiegen.

Drittanbieter-Apps erweitern den Funktionsumfang zusätzlich. Bisher habe ich ein wenig mit Goldee (bietet dynamische Farbschemata für eine stimmungsvolle Beleuchtung), Lightbow (bietet zum Teil detailliertere Steuerungsmöglichkeiten als die Philips-App) und MagicHue (Disco-Beleuchtung passend zur laufenden Musik) gespielt. Für weitere Tipps wäre ich dankbar!

Zu guter letzt spart man mit den LEDs natürlich im Vergleich zu klassischen Glühlampen eine Menge Strom. So verbrauchen alle drei Hues zusammen weniger Strom als eine meiner bisher genutzten Glühbirnen. Schlussendlich bietet das System genügend Vorteile, um irgendwann auch die anderen Lampen auszutauschen. Dem stehen allerdings die hohen Anschaffungskosten und die geringe Auswahl an Fassungsgrößen entgegen.

Technische Daten

Lichtleistung: max. 600 Lumen, 16 Millionen Farben
Stromverbrauch pro Birne: max. 9 W
Lebensdauer: 15.000 Stunden

iOS-Tastenkombinationen

05 Apr 2014
5. April 2014

Längere Texte am iPad (oder auch iPhone) schreibe ich gerne mit Hilfe einer externen Tastatur. Das geht einfach schneller und komfortabler, außerdem bleibt mehr Platz auf dem Bildschirm, was insbesondere auf dem iPhone von Bedeutung ist.  Je nachdem ob ich zu Hause oder unterwegs bin, nutze ich entweder die Bluetooth-Tastatur von Apple oder eine Mini-Tastatur (derzeit ein Ultraslim-Keyboard von rapoo).

Hierzu gleich ein Tipp. Das Leben wird wesentlich leichter, wenn man eine Tastatur kauft, die für den Einsatz auf Apple-Systemen optimiert ist. Sie sollte zumindest über eine Command-Taste verfügen. Gute Keyboards bieten aber zusätzlich auch Tasten für die Lautstärke, die Helligkeit, zum Abspielen von Audio, einen Home-Button, Cursor-Steuerung und noch einiges mehr.

Was viele nicht wissen, iOS und eine ganze Reihe von iOS-Apps bieten mittlerweile (insbesondere ab iOS 7) eine ganze Reihe von Tastenkombinationen an, mit deren Hilfe man einfach schneller zum Ziel kommt und somit produktiver Arbeiten kann. Eine schöne und umfangreiche Zusammenstellung gibt es bei MacStories, eine sehr gute Newssite für Apple-Themen übrigens, falls sie jemand noch nicht kennen sollte.

Hier eine kleine Übersicht (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Allgemein

Cmd-C – in die Zwischenablage kopieren
Cmd-X – in die Zwischenablage ausschneiden
Cmd-V – aus der Zwischenablage einfügen
Cmd-Z – Rückgängig
Cmd-Shift-Z – „Redo”
Cmd-Leerzeichen – Tastatursprache wechseln (wenn mehrere definiert)
Ctrl-K – Text bis Zeilenende löschen

Cmd-Cursor oben – zum Anfang des Dokuments
Cmd-Cursor unten – zum Ende des Dokuments
Cmd-Cursor links – zum Anfang der Zeile
Cmd-Cursor rechts – zum Ende der Zeile
Alt-Cursor links – zum vorherigen Wort
Alt-Cursor rechts – zum nächsten Wort

Textauswahl

Cmd-A – alles auswählen
Cmd-Shift-Cursor unten
Shift-Cursor links – Text nach links auswählen
Shift-Cursor rechts – Text nach rechts auswählen
Shift-Cursor oben – Text nach oben auswählen
Shift-Cursor unten – Text nach unten auswählen

Sonderzeichen

Alt-Ä – æ
Alt-Shift-Ä – Æ
Alt-O – ø
Alt-Shift-O – Ø
Alt-A – å
Alt-Shift-A – Å
Alt-Ö – œ
Alt-Shift-Ö – Œ
Alt-E – €
Alt-G – ©
Alt-L – @
Alt-M – µ
Alt-N – ~
Alt-P – π
Alt-R – ®
Alt-T – †
Alt-W – ∑
Alt-X – ≈
Alt-Y – ¥
Alt-Z – Ω
Alt-+ – ±
Alt-. – …
Alt-, – ∞
Alt-Ü – •
Shift-Alt-D – ™
Shift-Alt-E – ‰
Shift-Alt-4 – £
Shift-Alt-+ – Apple-Logo
Shift-Alt-. – ÷

Eine ganze Reihe dieser Zeichen sind über die Bildschirmtastatur überhaupt nicht einzugeben.

Mail

Cmd-N – neue E-Mail schreiben
Cmd-Shift-D – E-Mail abschicken (aus dem Mail-Editor)
Backspace – aktuell ausgewählte E-Mail in Liste löschen

Safari

Cmd-T – neuen Tab öffnen
Cmd-W – aktuellen Tab schliessen
Cmd-R – aktuellen Tab neu laden

Pages und Numbers

Cmd-B – fett
Cmd-D – aktuelles Objekt (z.B. Bild) duplizieren
Cmd-I – kursiv
Cmd-U – unterstreichen

Byword

Cmd-B – fett
Cmd-I – kursiv
Cmd-K – Link einfügen
Cmd-N – neues Dokument (in der Dokumenten-Ansicht)
Cmd-O – Dokumenten-Browser anzeigen/nicht anzeigen
Cmd-U – unterstreichen
Cmd-W – Dokument schliessen

Day One

Cmd-N – neuer Eintrag

Drafts

Cmd-N – neuer Entwurf

OmniOutliner

Cmd-B – fett
Cmd-I – kursiv
Cmd-U – unterstreichen
Alt-Enter – Zeilenumbruch einfügen
Ctrl-Enter – Zeile an Cursor-Position teilen

Kleiner Hinweis zum Schluss noch, da bei Apple ja immer vieles aus einem Guss ist, funktionieren viele dieser Tastenkombinationen natürlich auch auf dem Mac.

Frohe Weihnachten und guten Rutsch

24 Dez 2013
24. Dezember 2013

Ich wünsche meinen Lesern ein frohes, friedliches und besinnliches Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Wie in den Vorjahren möchte ich diese Gelegenheit nutzen, auf das vergangene Jahr – wie immer ein wenig aus der Sicht eines Apple-Users und Computer-Geeks – zurückzublicken.

Da Apple inzwischen Hardware-Einführungen auf die zweite Jahreshälfte beschränkt (das Weihnachtsgeschäft lässt grüßen), war mein erstes Gadget des Jahres ein Fitbit One, der sich als äußerst nützliche und vernünftige Anschaffung erwiesen hat. Mit Hilfe dieses Fitness-Trackers ist es mir tatsächlich gelungen, meine Bewegungsaktivitäten deutlich zu steigern, weil der eigene Fortschritt jederzeit kontrolliert werden kann. So bin ich dieses Jahr durchschnittlich 68516 Schritte pro Woche gegangen, was nur knapp unter der Empfehlung von 10000 Schritten am Tag liegt. Daher ist meine Motivation hoch, diesen Schnitt in 2014 zu erreichen. Sehr anspornend finde ich die Möglichkeit, sich mit anderen Fitbit-Nutzern zu befreunden und die Werte zu vergleichen. Ich kann dieses Produkt, welches inzwischen auch als Armband erhältlich ist, sehr empfehlen.

Weil ich mitten in einem Zweijahresvertrag stecke, war ich dieses Jahr nicht „dran“ mit einem neuen iPhone, halte das 5s aber für ein gelungenes Stück Smartphone-Hardware. Der Fingerabdruck-Scanner würde mir eine Menge Zeit sparen, da ich mein iPhone gefühlt 100x am Tag entsperre und dafür einen längeren Code eingeben muss. Auch die Verbesserungen an der Kamera (Blitzsystem, Burst-Mode, …) machen einen brauchbaren Eindruck. Die Prozessorleistung ist beeindruckend, allerdings kommt mir mein iPhone 5 keineswegs langsam vor. Ich bin schon sehr gespannt, was das nächste iPhone bringen wird, denn da bin ich wieder an Bord. Ich hoffe, dass es nach wie vor „kleine“ Bildschirme geben wird, denn der Trend zu 5- oder 6-Zoll-Telefonen ist nicht der meine, zumal ich das Telefon unterwegs sehr oft mit einer Hand bediene. Das iPhone 5c, ich sage es ehrlich, spricht mich nicht an, auch wenn es auf mich bezüglich der Verarbeitung einen sehr soliden Eindruck macht.

Dann wurde es aber doch noch teuer. Bereits in meinem letzten Weihnachtsartikel berichtete ich über die Qual der Wahl bezüglich eines neuen 13-Zoll-MacBooks (mein bisheriges ist aus dem Jahre 2008, wurde aber schon mehrmals aufgerüstet). Die hat mir Apple dieses Jahr leicht gemacht, indem das MacBook Pro mit Retina-Display nun endlich auch mit 16 GB RAM angeboten wurde und das klassische MacBook Pro nicht erneuert wurde. Schließlich soll das Gerät wieder einige Jahre seinen Dienst tun und, da man es nicht aufrüsten kann, ist eine Ausstattung ratsam, die Reserven für die Zukunft lässt. Ich habe es am „Black Friday“ mit 100 Euro Rabatt bestellt und es ist vor einer Woche eingetroffen. Es ist sicher noch zu früh für ein Review, aber auf meinem Schreibtisch steht nun zweifellos das leistungsfähigste Stück Hardware, was ich je besessen habe, mit einem gestochen scharfen Display, wie ich ihn bisher nur von iOS-Geräten her kannte.

MacBook Pro Retina 13

Bereits zwei Wochen vorher wurde mein iPad Air geliefert, welches ich ebenfalls mit Black-Friday-Rabatt geordert hatte. Die deutlich gesteigerte Performance und das vergleichsweise geringe Gewicht machen es zu einem würdigen Nachfolger für mein iPad 3. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, es im Rahmen eines Blog-Artikels ausführlicher vorzustellen. Dies gilt leider auch für die übrigen Hardware-Anschaffungen dieses Jahres, u.a. einen AirPrint-fähigen Drucker und eine AirPlay-fähige WLAN-Box.

Auf der Software-Seite begann das Jahr für mich mit Watchever, einem Video-on-Demand-Dienst, dem ich bis heute die Treue gehalten habe. Ich finde das Angebot inzwischen sehr reichhaltig, auch wenn die ganz neuen Dinge – von Ausnahmen abgesehen – nicht da sind, was aber auch bei einem Monatspreis von 8,99 Euro wohl nicht zu leisten ist. Dankbar bin ich Watchever für die kompletten Folgen von Breaking Bad, die ich ansonsten wahrscheinlich nicht gesehen hätte. Man hat hier halt einfach die Möglichkeit, unverbindlich in Serien reinzuschnuppern, ohne dass man sich an Sendetermine halten oder eine DVD-Anschaffung tätigen muss.

Die polarisierendste Software-Neuerung in diesem Jahr war in meinem Umfeld zweifellos iOS 7. Allein im engeren Bekanntenkreis gibt es Leute, die es sehr lieben und die es regelrecht hassen. Ich mag es, auch wenn die ersten geleakten Screenshots, welche den Schwerpunkt auf die neuen Icons legten, ein wenig schockierend waren. Insgesamt gefällt mir aber der Look und Funktionen wie Hintergrundaktualisierungen (bitte mehr davon!) oder das Kontrollzentrum möchte ich auf keinen Fall mehr hergeben. Ich freue mich sogar über jedes App-Update, bei dem das Design auf iOS 7 umgestellt wird. Weniger spektakulär waren die Änderungen in Mavericks, wobei ich aber u.a. die iBooks-App sehr begrüße und dem ganzen Holz, Leder und Leinen keine Träne hinterherweine. Einschneidende und aufwändige Änderungen in 2013 waren für mich der Wechsel von Flickr zu Ipernity und der Einstieg in Evernote.

Enttäuschend fand ich die Entwicklung von App.net in 2013. Technisch ist es Twitter zwar inzwischen weit überlegen (auch wenn eine wirklich gute Mac-App fehlt), aber es gewinnt einfach keine ordentliche Nutzerbasis, im Gegenteil, viele haben die Plattform inzwischen wieder verlassen oder sind zur Karteileiche geworden. Daher werde ich meinen Bezahlaccount wahrscheinlich nicht verlängern und in ein Basiskonto umwandeln, zumal es auf Twitter noch nicht so schlimm geworden ist, wie ich befürchtet hatte.

Mein erstes E-Book „Die inoffizielle deutsche Siri-Referenz“ ist – zumindest aus meiner Sicht – ein Erfolg. Allen Käufern meinen herzlichen Dank! Vor rund einem Monat ist die zweite Auflage mit den Neuerungen aus iOS 7 erschienen, die darüber hinaus auch viele weitere Verbesserungen enthält und inzwischen auch in den großen Bookstores wie Amazon oder iTunes erhältlich ist. Ein zweites E-Book ist in Arbeit, leider kann ich aber noch nichts zum Erscheinungstermin sagen.

Und schließlich hat sich auch der Rostocker Mac-Stammtisch ganz gut entwickelt. Die Runden sind inzwischen ein klein wenig größer als in 2012, dennoch freuen wir uns sehr über jeden neuen Teilnehmer! Der nächste Stammtisch ist am 8. Januar wie immer im plan b. (Doberaner Str. 147, Nähe Doberaner Platz).

Artikelfoto: Rostocker Weihnachtsmarkt 2013

500px

07 Aug 2013
7. August 2013

Bei meiner Suche nach neuen Fotodiensten als Ersatz für Flickr bin ich auch auf 500px gestoßen. Die Idee hinter 500px ist aber nicht, all seine Fotos dort zu präsentieren, sondern nur die wirklich guten. Der Anbieter hat Algorithmen entwickelt, gut bewertete und von vielen als Favorit gespeicherte Bilder prominent zu platzieren. Außerdem fließt die Aktualität mit ein, so dass auch Fotografen mit wenig Followern Chancen haben.

Je nach Funktionsumfang kostet das Foto-Hosting zwischen 0 und 75 Dollar im Jahr. Da die Plattform aufgrund ihrer Ausrichtung nicht als Heimat aller meiner Fotos in Frage kam (also kein Flickr-Ersatz ist), habe ich mir dennoch das kostenlose Paket geklickt und präsentiere dort eine Auswahl meiner besten Fotos: http://500px.com/mjasinski

Es ist erstmal nur ein kleiner Startbestand, den ich weiter aufstocken werde. Die Bilder können dort sogar käuflich erworben werden, als digitaler HD-Download oder als Druck.

Die technische Anbindung an mein Ökosystem ist bei 500px übrigens recht gut, es gibt Aperture-Plugins sowie eine iPhone- und eine iPad-App.

500px

iPhone-App

Mein Ersatz für Google-Reader

27 Jun 2013
27. Juni 2013

Bisher hatte ich wie viele zum Synchronisieren meiner abonnierten Newsfeeds Google-Reader im Einsatz. Diesen Dienst habe ich als reines Backend (d.h., über die API) genutzt, um auf allen Geräten (Mac, iPhone und iPad) die gleichen Feeds, den gleichen Gelesen-Status und die gleichen Favoriten zu haben, das entsprechende Webfrontend habe ich nicht benötigt. Da Google-Reader kostenlos ist und gut funktioniert hat es sich zum Quasi-Standard für die Verwaltung von RSS-Feeds entwickelt. Viele Newsreader nutzen das Google-Produkt als einzige Sync-Möglichkeit, Konkurrenzprodukte hatten einen schweren Stand, so dass auf diesem Gebiet kaum eine nennenswerte Weiterentwicklung stattfand.

Leider schließt Google diesen Dienst zum 1. Juli 2013 und hat das nur wenige Monate vorher angekündigt, was den Entwicklern vergleichbarer Angebote nur wenig Zeit ließ, attraktive Alternativen zu entwickeln. Für alle, die noch den Google-Reader nutzen, ist es nun allerhöchste Zeit zu wechseln. Glücklicherweise gibt es nun eine ganze Reihe von neuen Dienstleistern, die Google beerben möchten.

Um mir die Auswahl zu erleichtern, habe ich mir einen Anforderungskatalog erstellt, der folgende Punkte umfasst:

  • Ich möchte nach Möglichkeit meine bisherigen Newsreader weiter nutzen. Das sind Reeder auf dem iPhone und dem Mac und Mr. Reader auf dem iPad (außerdem ist noch Favs zum diensteübergreifenden Auffinden von Favoriten im Einsatz). Mit diesen Programmen bin ich gut vertraut und sie bieten viele Möglichkeiten, einzelne Nachrichten in andere Apps zu importieren (Pocket, Evernote, …). Meine Zeit ist oft genug knapp bemessen, daher möchte ich sie nur mit Umlernen verbringen, wenn es gar nicht anders geht.
  • Ich möchte keinen Dienst mehr nutzen, bei dem mir das Geschäftsmodell unklar ist. Hier besteht zu sehr die Gefahr, dass ich mir demnächst dann wieder einen neuen Anbieter suchen muss.
  • Ich möchte auch keinen werbefinanzierten Dienst nutzen. RSS-Synchronisation ist eine Leistung, die ich täglich mehrmals in Anspruch nehme, mit der ich Zeit spare und aus der ich Nutzen für meinen Informationsbedarf ziehe. Daher bin ich bereit, dafür zu zahlen und möchte lieber Kunde sein als das Produkt. Der Anbieter soll mit den Einnahmen ein möglichst gutes Angebot für seine Kunden schaffen (um weitere Kunden zu gewinnen und bestehende zu halten) ohne dabei auf dritte Parteien (wie Werbetreibende) Rücksicht nehmen zu müssen. Es geht potentiellen Werbepartnern auch nichts an, für was ich mich interessiere.

Die meisten meiner Punkte werden von Feedbin erfüllt, so dass dieser Anbieter dann auch den Zuschlag bekommen hat. Feedbin ist nicht kostenlos, sondern verlangt entweder 2 Dollar pro Monat oder 20 Dollar im Jahr. Letzteres sind derzeit 1,28 Euro pro Monat, ein sehr moderater Preis, der mir diese Dienstleistung wert ist. Mit den aktuellen Versionen von Reeder für iPhone und Mr. Reader für iPad (hier gab es gestern ein entsprechendes Update) kann Feedbin auf meinen mobilen Geräten genutzt werden, so dass ich nahtlos weiterarbeiten kann:

Reeder

Reeder

Mr. Reader

Mr. Reader

Auch Favs hat mittlerweile ein Feedbin-Anbindung. Reeder für Mac unterstützt Feedbin noch nicht, ein Update ist allerdings in Arbeit. Auf dem Rechner, den ich sowieso nur selten zum Newsfeed-Lesen verwende, muss ich daher vorläufig auf die Weboberfläche von Feedbin zurückgreifen, die sehr ansprechend gestaltet ist:

Feedbin

Es gibt auch Funktionen, die ich vorher so nicht hatte. So kann man z.B. die Adresse einer Webseite an eine kryptische E-Mail-Adresse senden (die Feedbin in den Einstellungen anzeigt), um den RSS-Feed dieser Seite zu abonnieren. Unter iOS recht bequem. Und das gehört auch zu den Vorteilen des Google-Ausstiegs, wir werden jetzt nach längerem Stillstand endlich neue Funktionen bekommen, hoffentlich in einem gesunden Wettbewerb der Anbieter.

Feedbin kann auch die alten Daten von Google-Reader importieren, dazu gleich mehr.

Alternativ habe ich mir noch den Feed Wrangler angeschaut. Hier fehlt allerdings noch die Unterstützung durch Reeder und Favs, stattdessen werden eigene iOS-Apps angeboten. Die Weboberfläche ist sehr schlicht gehalten. Die Spezialität von Feed Wrangler sind sogenannte “Smart Streams”, mit denen man z.B. Artikel, die uninteressante Suchbegriffe enthalten, ausfiltern kann. Der Preis entspricht mit 19 Dollar pro Jahr in etwa dem von Feedbin.

Mit Fever gibt es auch eine Lösung zur Installation auf dem eigenen Server/Webspace (Kosten: 30 Dollar), was sicherlich nicht für alle geeignet ist. Die aktuellen Versionen von Reeder für iPhone und Mr. Reader unterstützen diesen Dienst bereits. Leider gibt es keine Demo von diesem Produkt, ich bin mir nicht sicher, ob das Fieberthermometer-Konzept dieses Systems (s. Webseite) für mich gut funktioniert.

Wer eine kostenlose Alternative zum Synchronisieren sucht, sollte einen Blick auf Feedly werfen. Das Geschäftsmodell dahinter ist mir allerdings nicht klar.

Und wer sich immer noch nicht entscheiden kann, sollte zumindest eines umgehend tun: Seine Daten aus Google-Reader exportieren. Denn die sind dort nicht mehr lange verfügbar. Wie das geht steht auf dieser Google-Seite.

Mein persönliches Ergebnis: Vom Mac einmal abgesehen kann ich nun wie gewohnt weiterarbeiten. Und das ist gut so.

Update 22:15 Uhr:
Mit der Mac-App “ReadKit” (AppStore-Link) kann man seine Feedbin-Inhalte nun auch auf dem Mac ohne Browser lesen.

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