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Philips Hue

14 Apr 2014
14. April 2014

Mir war schon länger bewußt, dass die Firma Philips unter dem Namen „Hue“ (Englisch für Farbe, Schattierung) netzwerkfähige LED-Lampen vertreibt, hatte mich bisher aber nie mit den Einzelheiten befasst. Dies habe ich vor wenigen Wochen, mehr oder weniger durch Zufall, nachgeholt und war von dem Konzept gleich begeistert. Nach weiteren Recherchen habe ich mir dann ein Starterkit bei Apple (es gibt nur wenige Vertriebspartner für das System) bestellt, leider kein Schnäppchen, wie bei so vielen geekigen Produkten.

Das Starterkit besteht aus einer „Bridge“, ein Gerät, welches quasi zwischen Router und den Lampen vermittelt, sowie drei LED-Birnen, wahlweise mit E27- oder GU10-Fassung. Es kommt in einer sehr ansprechenden und wertigen Verpackung, in der alle Komponenten, es liegen auch noch ein Netzstecker für die Bridge und ein Ethernetkabel bei, übersichtlich untergebracht sind. Ich hatte leider im ganzen Haushalt weder E27- noch GU10-Lampen. Daher habe ich mich nach Rücksprache mit einem bestehenden Nutzer (Dank an @iRodknocker) entschlossen, meine Wohnzimmer-Lampe durch ein dreiflammiges E27-System zu ersetzen.

Hue-Verpackung

Also habe ich im Baumarkt noch eine neue Lampe beschafft und hatte nun alles zusammen, das System für einen Raum in Betrieb zu nehmen. Die Bridge wird über das Netzteil mit einer Steckdose verbunden und via Ethernetkabel an den Router gehängt. Ein Anschluss über WLAN ist nicht möglich, dafür ist keinerlei Konfiguration notwendig. Alle Netzwerkeinstellungen werden einfach automatisch per DHCP bezogen. Die Birnen sehen wie gewöhnliche Strahler aus und werden ganz normal in die Fassungen geschraubt. Sie sind allerdings recht schwer, was sicherlich der integrierten Technik geschuldet ist. Birnen und Router kommunizieren übrigens nicht per WLAN miteinander, sondern benutzen eine andere Technik namens Zigbee. Jede Birne fungiert dabei als Signal-Repeater, sodass man relativ frei ist, was die Positionierung der Bridge betrifft. Die Steuerung erfolgt über Smartphones, Tablets oder Computer, sodass der klassische Lichtschalter normalerweise in der Ein-Position verbleiben kann. Für iPhone und iPad gibt es neben der offiziellen Hue-App von Philips noch eine Reihe Drittanbieterlösungen, die teilweise recht interessante Zusatzfunktionen bieten (dazu später mehr).

Hue App

Hue-App von Philips

Aber was kann das System nun? Jede Birne ist einzeln ansteuerbar und kann in nahezu beliebigen Farben und Helligkeiten leuchten. Über die Hue-App kann man vorgefertigte Farbschemata auswählen oder neue definieren. Hierzu kann auch ein eigenes Foto herangezogen werden, um die Farbstimmung dort im Raum wiederzugeben. Über eine Community-Seite können weitere Schemata geladen werden. Die Steuerung über Apps ist natürlich äußerst bequem, da man für die Lichtregelung das eigene Sofa nun nicht mehr verlassen werden muss. Mit Hilfe eines kostenlosen Benutzerkontos bei Philips können die Lampen auch außerhalb des eigenen Netzwerks gesteuert werden. Es ist also möglich von unterwegs, die Beleuchtung in der eigenen Wohnung ein- oder auszuschalten, etwa um eine Anwesenheit vorzutäuschen.

Aber das ist längst noch nicht alles. So ist es z.B. möglich, sich von langsam heller werdenden Licht morgens wecken zu lassen, oder über Geofences die Lichtaktivierung von der eigenen Anwesenheit abhängig zu machen. Überhaupt liegen in den Automatisierungsmöglichkeiten die großen Stärken des Hue-Systems. So gibt es etwa bei IFTTT (ein interessantes Internetangebot, welches die Verknüpfung verschiedenster Dienste ermöglicht) einen Hue-Kanal mit hohem Automatisierungspotential. So könnte man z.B. die Beleuchtung bei Sonnenuntergang automatisch aktivieren oder die Lampen kurz aufleuchten lassen, wenn man bei Twitter erwähnt wird, ein Unwetter naht oder der Lieblingsverein ein Tor geschossen hat. Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt und ich bin da noch gar nicht tief eingestiegen.

Drittanbieter-Apps erweitern den Funktionsumfang zusätzlich. Bisher habe ich ein wenig mit Goldee (bietet dynamische Farbschemata für eine stimmungsvolle Beleuchtung), Lightbow (bietet zum Teil detailliertere Steuerungsmöglichkeiten als die Philips-App) und MagicHue (Disco-Beleuchtung passend zur laufenden Musik) gespielt. Für weitere Tipps wäre ich dankbar!

Zu guter letzt spart man mit den LEDs natürlich im Vergleich zu klassischen Glühlampen eine Menge Strom. So verbrauchen alle drei Hues zusammen weniger Strom als eine meiner bisher genutzten Glühbirnen. Schlussendlich bietet das System genügend Vorteile, um irgendwann auch die anderen Lampen auszutauschen. Dem stehen allerdings die hohen Anschaffungskosten und die geringe Auswahl an Fassungsgrößen entgegen.

Technische Daten

Lichtleistung: max. 600 Lumen, 16 Millionen Farben
Stromverbrauch pro Birne: max. 9 W
Lebensdauer: 15.000 Stunden

Fitbit Aria

05 Mrz 2014
5. März 2014

Seit gut einem Jahr nutze ich einen „Fitbit One“ (s. meinen Blog-Artikel hierzu) zum Zählen meiner Schritte, Kilometer, Stockwerke und der verbrannten Kalorien. Meine Erwartungen in diesen Kauf haben sich erfüllt, ich trage den One täglich, so dass sichergestellt ist, dass ich meine 10.000 Schritte am Tag schaffe, was im Jahresdurchschnitt 2013 auch gelungen ist.

Daher fand ich es nun an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen und auch mein Gewicht mit einem Gadget regelmäßig zu kontrollieren. Für Fitbit-Nutzer ist es naheliegend, hierzu die WLAN-Waage aus diesem Hause zu nehmen, die „Fitbit Aria“ (Link zur Produktseite, 120 EUR, bei Amazon derzeit etwas günstiger). Darum habe ich mir dieses Gadget vor rund zwei Wochen bestellt. Die Waage ist in schwarzer und weißer Farbe erhältlich. Der Vorteil gegenüber meiner alten analogen Waage liegt darin, dass das Gewicht nach dem Wiegen automatisch per WLAN an mein Fitbit-Konto gesendet wird. Außerdem wird gleichzeitig der Körperfett-Anteil in Prozent gemessen. Die Werte werden natürlich auch auf dem LCD-Display der Waage angezeigt. Einen Ein-/Ausschalter gibt es übrigens nicht, die Aria schaltet sich beim Betreten ein und deaktiviert sich wieder, sobald die Messergebnisse via WLAN versendet wurden. Ihren Strom bezieht die Fitbit-Waage aus 4 AA-Batterien (im Lieferumfang enthalten), die über ein Fach an der Unterseite zugänglich sind. Die Körperfett-Bestimmung erfolgt über eine Impedanz-Messung (Wechselstromwiderstand). Daher darf die Waage nicht verwendet werden, wenn man einen Herzschrittmacher oder andere medizinische Implantate trägt. Genau wie beim Schrittzähler erhält man von Fitbit motivierende Abzeichen für das Erreichen bestimmter Ziele. Die ermittelten Daten werden automatisch ins persönliche Dashboard – im Webbrowser oder der iOS- bzw. Android-App – integriert.

Im Gegensatz zum „Fitbit One“ kann die Aria von mehreren Personen verwendet werden (maximal 8 Benutzer, was auch für größere Haushalte ausreichen sollte). Die Nutzererkennung erfolgt dabei automatisch, das Namenskürzel wird zur Kontrolle im Display der Waage angezeigt. Laut Produkt-Homepage darf die Aria auch in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit (also Badezimmern) eingesetzt werden.

Die Ersteinrichtung – die Waage muss ja irgendwie mit den WLAN- und Fitbit-Zugangsdaten (sowie dem Namenskürzel) versorgt werden, um als autonomes Gerät im heimischen Netz zu funktionieren – kann entweder durch eine herunterladbare Software (für Windows und OS X) oder über einen Browser (letzteres funktioniert auch auf Smartphones und Tablets) erfolgen. Bei mir hat die Methode mit der Software nicht funktioniert, da sich das Programm statt mit der Waage immer versucht hat, mit dem WLAN-Router eines Nachbarn zu verbinden.

Fitbit Aria 1

Software-basierte Einrichtung der Fitbit Aria

Die Einrichtung über den Browser hat hingegen problemlos funktioniert. Durch das Einlegen der Batterien wird die Waage in einen Setup-Modus versetzt. Im Browser werden in einem mehrschrittigen Vorgang die Fitbit- und WLAN-Zugangsdaten eingegeben. Dazu enthält die Waage offenbar einen Mini-Webserver, der diese Daten via HTTP entgegennimmt und in der Waage speichert. DIe Waage unterstützt übrigens nur den 802.11b-Standard, was ich für verbesserungswürdig halte. Zum Glück spannt mein Router zwei Netze auf, so dass sich die Aria nur mit den Geräten, die nur 2,4-GHz können in diesem Netz befindet, damit sie meine Geräte, die eine schnelle Verbindung nutzen sollen und sich im 5-GHz-Netz befinden (Macs, iPhone, iPad und Apple-TV), nicht ausbremst. Da die Waage immer nur kurz eingeschaltet ist, sollte dieser Punkt aber auch nicht überbewertet werden. Mit dem modernen WPA2-Standard kommt die WLAN-Waage problemlos zurecht.

Fitbit Aria 2

Browser-basierte Einrichtung der Fitbit Aria

Zum Abschluss noch zwei Tipps:

  • Die Waage sollte auf einem festen Untergrund (kein Teppich!) stehen, die Messungen sind sonst ungenau.
  • Das Wiegen sollte immer zur selben Tageszeit erfolgen, damit die Messungen vergleichbar sind.

Insgesamt bin ich mit der Waage bisher zufrieden, das Wiegen ist einfacher geworden, da Gewicht, Datum und Uhrzeit automatisch an mein Fitbit-Konto übermittelt werden. Ferner kann ich nun auch meinen Körperfettanteil kontrollieren.

Grid-It Organizer

04 Feb 2014
4. Februar 2014

Immer mal wieder werde ich nach Zubehör-Empfehlungen gefragt. Daher möchte ich ab und zu mal einen Artikel einstreuen, der nützliche Dinge für den Geek-Alltag vorstellt. Beginnen werde ich heute mit dem Grid-It-Organizer, der nun fast ein Jahr bei mir im Einsatz ist.

Unterwegs nehme ich nicht immer dieselbe Tasche mit. Je nachdem ob ich iPad, MacBook Pro oder beides dabei habe, kann die Tragetasche unterschiedlich groß ausfallen. Nun möchte ich aber nicht jedes Kabel und jeden Adapter einzeln von einer Tasche in die andere umräumen, sondern den Wechsel mit einem Handgriff vollziehen. Und genau hier kommt das Grid-It ins Spiel. Es ist im Prinzip eine stabile Stoffebene, auf der sich eine Vielzahl von Schlaufen unterschiedlicher Länge und Breite in waagerechter und senkrechter Anordnung befindet (s. Artikelbild). In diese Schlaufen kann man nun alles reinstecken, was man immer dabei haben möchte. Ein Vorteil des Grid-It-Systems ist, dass diese Art der Aufbewahrung deutlich übersichtlicher ist als z.B. eine kleine Zubehörtasche, wo dann alles lose drinliegt. Man bekommt schnell einen Blick dafür, ob etwas fehlt. Auf der Rückseite ist noch eine flache Reißverschlusstasche, die sich z.B. für Reinigungstücher eignet.

Grid-It gibt es in verschiedenen Größen z.B. bei Amazon oder im Apple-Store. Mein Organizer ist etwa 27 x 19 cm und bewahrt für mich derzeit folgende Dinge auf:

  • UMTS-Stick fürs MacBook
  • USB-Verlängerungskabel
  • Lightning-auf-USB-Kabel
  • Apple 5W USB-Power-Adapter
  • Lightning-auf-30-polig-Adapter (um altes 30-poliges Zubehör weiter zu nutzen)
  • Kamera-Connection-Kit (2-teilig)
  • Lightning-Digital-AV-Adapter
  • 2 Touchscreen-Stifte
  • Kugelschreiber

Für mich inzwischen ein unentbehrlicher Helfer und daher auch eine klare Empfehlung!

Raspberry Pi

04 Jan 2014
4. Januar 2014

Völlig überraschend hab ich zu Weihnachten von einem guten Freund (Danke nochmals, Karsten!) einen Raspberry Pi geschenkt bekommen. Dies ist ein winziger Computer, etwa in der Größe einer Zigarettenschachtel, gegen den selbst ein Mac mini wie ein Riese wirkt. An Bord werkelt ein ARM-Prozessor mit 512 MB RAM, im Prinzip so ähnlich wie bei Mobiltelefonen. Er hat keinen integrierten nicht-flüchtigen Speicher, sondern dafür einen SD-Kartenslot, dazu später mehr. Rings um das Gehäuse sind für die Größe eine Menge Anschlüsse untergebracht, wie gesagt der SD-Kartenslot, ein Micro-USB-Anschluss für die Stromversorgung (5 Volt über Netzteil), 2 USB Anschlüsse (nutze ich für Tastatur und Maus, wer mehr braucht, muss einen Hub anschliessen), ein Ethernet-Anschluss, ein HDMI-Anschluss, eine Audio-Buchse und einen Cinch-Videoanschluss, der für analoge Fernseher gedacht ist. WLAN ist nicht an Bord, kann aber bei Bedarf über einen USB-Adapter nachgerüstet werden.

Raspberry 1

Natürlich war ich neugierig, den Kleinstrechner in Betrieb zu nehmen. Dazu musste zunächst die Platine, auf der sich sämtliche Hardware befindet, in das passende Gehäuse gesteckt werden, was kinderleicht ist. Im nächsten Schritt muss die SD-Karte vorbereitet werden, was ich mit Hilfe meines Macs erledigt habe. Die Karte muss mit Hilfe des Tools „SDFormatter“ formatiert werden. Ob hierfür auch das Festplattendienstprogramm für OS X ausreichen würde, habe ich nicht weiter recherchiert. Dann muss man noch das Paket „NOOBS“ (New Out of Box Software) – im Prinzip das Installationsprogramm – von der Raspberry-Homepage herunterladen, auspacken und die so erhaltenen Dateien auf die soeben formatierte SD-Karte spielen.

Raspberry 4

Nun werden Tastatur, Maus, Monitor und Ethernet angeschlossen, die SD-Karte eingelegt und die Stromversorgung eingesteckt (einen Ein-/Ausschalter gibt es nicht). Dann bootet NOOBS und bietet verschiedene Linux-Systeme zur Installation an. Die Auswahl hängt natürlich ein wenig davon ab, wofür man seinen Raspberry nutzen möchte. Ich habe mich für „Raspbian“, einen Debian-Port entschieden, da ich aus beruflichen Gründen mit dem Debian-System vertraut bin. Im nächsten Schritt wird das Linux-System auf der SD-Karte installiert, was ein kleines Weilchen dauert.

Raspberry 2

Beim ersten Systemstart bootet das Debian-System in das Konfigurationswerkzeug „raspi-config“, mit dem man noch einige Einstellungen vornehmen kann (z.B. das Kennwort für den Standardbenutzer „pi“ ändern oder Spracheinstellungen anpassen). Hier wird auch festgelegt, ob gleich in ein grafisches System gebootet werden soll, oder ob man mit einem Terminal starten möchte (von hier kann mit dem Befehl „startx“ das grafische System gestartet werden). Noch einmal booten und fertig ist unser Raspberry-System! Der Rechner arbeitet übrigens völlig geräuschlos, da er ähnlich wie ein iPhone oder ein iPad ohne Lüfter auskommt. Allerdings darf man natürlich keine Geschwindigkeitswunder erwarten, dazu ist die Hardware nicht leistungsfähig genug. Dennoch erhält man für rund 50 Euro einen ziemlich kompletten Computer.

Raspberry 3

Grafisches Debian-System auf dem Raspberry Pi

Wofür könnte man einen Raspberry Pi nun nutzen? Hier sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Ursprünglich war das System als preiswerter Computer für Schüler zum Erlernen der Programmierkunst gedacht. Er eignet sich aufgrund seines HDMI-Anschlusses aber auch als Mediencenter (hierfür gibt es angepasste Betriebssysteme), als stromsparendes NAS-System (der eigentliche Rechner benötigt zwischen 2,5 und 3,5 Watt), als Musikbox und Internetradio oder als Home/Cloud-Server. Ob er in meinem sehr Apple-lastigen Haushalt einen festen Job bekommen wird, steht noch nicht fest, auf jeden Fall macht es aber Freude, sich mit der „kleinen Kiste“ zu beschäftigen.

Fitbit One

04 Feb 2013
4. Februar 2013

Zugegeben, ich bin eher ein Sportmuffel, obwohl ich relativ viele Dinge zu Fuss erledige. Ein neues Jahr ist immer ein guter Anlass für Veränderungen. Aber ohne Gadgets funktioniert das bei mir als klassischer Computer-Geek nicht so gut. Also habe ich mich auf dem Markt nach elektronischen Helferlein umgesehen, die zu mehr Bewegung motivieren. Das perfekte Gerät, mit allen Funktionen, die ich mir gewünscht hätte, scheint es nicht zu geben.

Das „Fitbit One“ kommt meinen Vorstellungen am nächsten, also habe ich mir ein Exemplar bestellt (Preis: knapp unter 100 Euro) und trage es nun seit über zwei Wochen. Zeit für einen Erfahrungsbericht.

Das „Fitbit One“ ist in seiner Hülle mit Ansteck-Clip (s. Titelfoto) etwa so groß wie mein kleiner Finger. Auf seiner Oberseite hat es ein Display, welches diese fast ganz einnimmt und eine Taste. Weiterhin verfügt es über einen Anschluss für das mitgelieferte Ladekabel. Soweit ich das nach meiner relativ kurzen Nutzungszeit beurteilen kann, reicht eine Akku-Ladung für über eine Woche. Um das Fitbit One zu laden, muss es mit dem beiliegenden Kabel an einen USB-Port angeschlossen werden. Der Ladevorgang dauert weniger als zwei Stunden, ein Fortschrittsbalken auf dem Display zeigt den aktuellen Status an.

Die Einzelheiten der Ersteinrichtung spare ich mir an dieser Stelle, denn man muss lediglich die Webseite http://www.fitbit.com/start aufrufen und den wenigen Schritten dort folgen. Das Auslesen der Daten vom Fitbit erfolgt entweder über den Mac (drahtlos mit Hilfe eines Dongles, der in einen USB-Port gesteckt wird und einer Mac-Software zum Herunterladen) oder übers iPhone via Bluetooth. Eine entsprechende iPhone-App kann über den App-Store kostenlos bezogen werden. Die Auswertungen kann man entweder in der iPhone-App oder auf der Webseite fitbit.com im sogenannten Dashboard studieren. Die Kommunikation funktioniert aber auch in die andere Richtung, denn das Fitbit kann auf beiden Wegen auch konfiguriert und aktualisiert (Firmware-Update) werden. Dashboard und iPhone-App können übrigens auch den Akkustand des Fitbits anzeigen.

Fitbit Connect

Mac-App

Das Gerät zeichnet im wesentlichen drei Dinge auf:
– die zurückgelegten Schritte
– Zahl der Stockwerke, die über Treppensteigen bewältigt wurden
– den Schlafverlauf

Fitbit iPhone App

iPhone-App

Fürs Schlaf-Monitoring wird eine Armmanschette mitgeliefert, an der man das Fitbit befestigen kann. Zu Beginn der Bettruhe wird die Taste lange betätigt und beim Aufstehen nochmal. Ansonsten wird die Taste dazu verwendet, auf dem Display nacheinander die Daten des aktuellen Tages abzurufen (die Daten der Vortage stehen nur in der App oder auf fitbit.com zur Verfügung) Diese umfassen:
– Anzahl der Schritte
– Anzahl der Stockwerke/Treppen
– zurückgelegte Strecke (km)
– verbrannte Kalorien
– eine Blume als Fortschrittsindikator
– die aktuelle Uhrzeit

Die Werte für Schritte und Stockwerke machen einen stimmigen Eindruck, auch wenn gelegentlich ein Stockwerk zu viel angezeigt wird. Treppen heruntersteigen zählt übrigens nicht, ebenso wie die Benutzung von Rolltreppen oder Aufzügen. Es ist erstaunlich, wie gut das Gerät dies vom echten Treppensteigen unterscheiden kann. Die zurückgelegte Strecke und die verbrannten Kalorien werden aus den Schritten berechnet, wobei die Schrittlänge sogar einstellbar ist.

Neben den Daten, die das Gerät selber aufnimmt, können über die iPhone-App sowie übers Dashboard weitere Fitness-relevante Informationen eingegeben werden. Dazu gehören eingenommene Mahlzeiten, die Menge getrunkenen Wassers sowie unser aktuelles Gewicht. Letzteres kann auch über eine WLAN-Waage, die Fitbit unter der Bezeichnung „Aria“ anbietet, automatisch ans System gefunkt werden. Ich nutze derzeit noch die manuelle Eingabe und verzichte bis auf die Wassereingabe noch auf die Ernährungsfunktionen. Schön eins nach dem anderen. Auch an eine Tagebuch-Funktion wurde gedacht. Gegen Einwurf vom Münzen (derzeit 45 EUR/Jahr) können weitere Funktionen hinzugebucht werden. Dazu gehören ein digitaler Trainer, Datenvergleiche, erweiterte Berichte sowie die Möglichkeit des Datenexports. Ich habe auf einen solchen Premium-Account erstmal verzichtet.

Fitbit Dashboard

Dashboard im Web

Kennt man weitere Personen mit Fitbit-Tracker, kann man diese als Freundin/Freund hinzufügen und Leistungen untereinander vergleichen, was der Motivationssteigerung dienen soll. Dies würde ich gerne mal ausprobieren, allerdings sollte ich die jeweilige Person schon kennen, nehmt bitte ggf. Kontakt auf. Ein weiterer Ansporn sind die Abzeichen, welche man für bestimmte Leistungen erhält, ähnlich wie bei Foursquare (s. Screenshot).

Insgesamt bin ich mit dem Gerät sehr zufrieden. Man bekommt eine Menge Daten an die Hand, kann seine Fortschritte gut einschätzen und wird hinreichend motiviert neue Rekorde aufzustellen. Jedenfalls hab ich in den letzten 14 Tagen kaum einen Aufzug von innen gesehen. Schade finde ich, dass zwar ein Wecker integriert ist, dieser sich aber nicht nach den Schlafphasen orientiert, sondern nur zu einstellbaren Zeiten durch Vibration wecken kann. Aber wie eingangs schon erwähnt, das perfekte Gerät gibt es nicht.

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