Tag Archive for: Fotografie

Von Flickr zu Ipernity

01 Aug 2013
1. August 2013

Mit Fotodiensten im Internet habe ich irgendwie kein Glück. Erst hatte ich meine Fotogalerien bei Apple, da „Mobile Me“ eine entsprechende Funktion bot. Diese Funktion entfiel mit der „iCloud“, dem Nachfolger von „Mobile Me“. Also bin ich mit meinen über 2000 Fotos zu Flickr gezogen. Flickr bietet viele Funktionen für den ambitionierten Hobbyfotografen, von einer durchdachten Zugriffssteuerung (inkl. sogenannter Gästepässe) bis hin zu zahlreichen Organisationsmöglichkeiten (Alben, Sammlungen und Galerien) sowie Community-Features und einer perfekten Integration in mein Ökosystem (Aperture, iPhone und Apple TV). Ich war ein glücklicher Flickr-Kunde mit Pro-Account für 25 Dollar im Jahr.

Bis, ja bis Yahoo – die Mutterfirma von Flickr – im Mai auf die Idee kam ein Redesign zu veröffentlichen. Dies hat IMHO vieles verschlechtert. Fotostreams sind nun eine endlose Aneinanderreihung sehr großer Vorschaubilder ohne großen Abstand und mit minimalen Bild-Informationen, wodurch die alte Übersichtlichkeit und Aufgeräumtheit der Oberfläche nahezu komplett verschwunden ist. Um viele Dinge zu erledigen oder einfach nur zu sehen, sind nun mehr Klicks als vorher nötig. Das Scrollen auf Seiten mit vielen Bildern geht mitunter sehr langsam. Und das Pro-Account-finanzierte Geschäftsmodell ist jetzt einem werbefinanziertem gewichen, wodurch nicht mehr der Fotograf, sondern die Werbetreibenden im Fokus des Anbieters stehen (dafür haben alle Benutzer jetzt reichlich Speicherplatz). Ich bin mit meiner Kritik am neuen Flickr nicht allein, die Änderungen wurden im Hilfeforum überwiegend (gefühlte 90% der Artikel) negativ kommentiert, was der Betreiber weitestgehend ignoriert.

Da es bis heute keine entsprechenden Verbesserungen gibt, war klar, dass ich erneut wechseln muss. Auf jeden Fall sollte es ein Anbieter werden, bei dem der Fotograf im Mittelpunkt steht und keine Werbetreibenden. Damit fielen z.B. Facebook oder Google raus. Ich habe mir auch einige High-End-Plattformen wie Smugmug oder Zenfolio angeschaut. Diese gehen jedoch mit Ihren ausgefeilten Verkaufs- und Marketingfunktionen weit über meine Bedürfnisse hinaus und richten sich vorwiegend an Berufsfotografen. Sie sind auch relativ hochpreisig und haben kaum Community-Features.

Gelandet bin ich schließlich – wie übrigens zahlreiche andere Flickr-Nutzer auch – bei Ipernity, einem Anbieter auf den ich erst durch die Flickr-Diskussionsforen aufmerksam geworden bin. Ipernity hat in etwa das Look & Feel des guten alten Flickr und wurde an verschiedenen Stellen sogar als Flickr-Klon bezeichnet. In meinem Fall also genau was ich suche. Sympathisch in diesen Zeiten ist auch, dass Ipernity kein US-Anbieter ist, sondern aus Frankreich stammt. Auch das Preismodell ähnelt dem alten Flickr, der freie Account hat eine Reihe von Einschränkungen (max. 200 MB pro Monat Upload, nur die letzten 200 Fotos zugänglich, Werbeeinblendungen möglich) und der von mir genutzte Pro-Acount – Club Ipernity genannt – bietet u.a. unbegrenzten Speicherplatz für rund 25 Euro pro Jahr.

Ipernity 1

Leider hat Ipernity noch nicht alle Funktionen von Flickr. So fehlen z.B. die von mir häufiger genutzten Gästepässe, um einen geheimen Link für ein Album zu erzeugen, mit dem man alle Bilder des Albums unabhängig von den Zugriffseinstellungen sehen kann. Auch gibt es noch keine Sammlungen, die das Gruppieren mehrerer Alben ermöglichen (z.B. „2013“). An den Sammlungen wird nach Aussagen des Betreibers gerade gearbeitet und bei den übrigen Funktionen werden die Wünsche der vielen Flickr-Flüchtlinge hoffentlich auch noch erhört. Es gibt allerdings auch Features, die Flickr nicht hat, wie z.B. Artikel, mit denen man die Plattform z.B. als eine Art Fotoblog nutzen kann. Außerdem können auch andere Dokumente als Bilder hochgeladen werden.

Auch die Anzahl der Apps und Plugins ist deutlich kleiner als bei Flickr. Es gibt eine iPhone-App, mit der man seine Fotos verwalten und neue hochladen kann:

Ipernity 2

Weiterhin gibt es ein Lightroom-Plugin, was mir als Aperture-Nutzer allerdings nicht weiterhilft. Zum Glück gibt es eine Mac-App, den Ipernity-Uploader, eine keineswegs perfekte App, mit der man eine größere Anzahl Fotos hochladen kann:

Ipernity 3

Dank Hazel kann ich damit ganze Alben in einem Rutsch hochladen:

Ipernity 4

Es gibt sogar Skripte (für Firefox und Chrome), mit denen man Flickr-Bilder z.B. Album für Album in Ipernity importieren kann. Allerdings haben diese bei mir nicht richtig funktioniert, daher bin ich den Weg über einen Aperture-Export mit Hilfe des Ipernity-Uploaders und Hazel gegangen. Das war für über 50 Alben (nicht alle davon sind öffentlich) eine Menge Arbeit, die ich so schnell nicht wieder machen möchte. Als Alternative zum Ipernity-Uploader ist übrigens gerade eine App namens ipxUploader in Entwicklung.

Alles in allem habe ich – zumindest zum größeren Teil – mein altes Flickr wieder und kann mich nun auf die Veröffentlichung weiterer Bilder konzentrieren. Meine Fotos sind zu finden unter: http://www.ipernity.com/mjasinski

Workflows im Umbruch

09 Jun 2013
9. Juni 2013

In den letzten Wochen haben sich einige Workflows bei mir grundsätzlich geändert, so dass einige Artikel in diesem Blog nicht mehr aktuell sind. Ich möchte die Änderungen nur kurz umreißen, detailliertere Schilderungen bleiben separaten Artikeln vorbehalten.

Launcher

Schon vor längerer Zeit bin ich von Launchbar auf Alfred umgestiegen. Zum Zeitpunkt des Umstiegs bot Alfred einfach mehr Funktionen und das scheint sich inzwischen auch nicht geändert zu haben. Insbesondere die Workflows in Version 2 haben sich als echter Produktivitätsbooster herausgestellt. Ich hoffe, dass ich mal dazu kommen werde, meine persönlichen Highlights hier vorzustellen.

Workflows 1

Notizen

Hier habe ich soeben den größten Umbruch hinter mir, indem ich von DEVONthink Pro und nvALT auf Evernote Premium umgestiegen bin. Das Angebot für Telekom-Kunden, die Premium-Funktionen einen Jahr kostenlos zu nutzen, hat mir den Einstieg erleichtert. Überzeugt haben mich hingegen die nahezu endlosen Möglichkeiten, Daten nach Evernote hineinzubekommen, viele Apps, die ich nutze, bieten entsprechende Schnittstellen. Dazu kommt noch die Importmöglichkeit per E-Mail. Ebenfalls wichtig sind der gut funktionierende Sync zwischen meinen verschiedenen Geräten (Mac, iPhone und iPad) und die automatische Texterkennung bei Bildern und PDFs, die mir das Wiederfinden von Informationen erleichtert. Auch der Webclipper im Browser leistet hervorragende Arbeit. Evernote löst bei mir gleich zwei Systeme ab, die sich zum Teil überschnitten haben. DEVONthink, welches vor allem bei den iOS-Apps hinterherhinkt, hatte ich hauptsächlich als Wissensdatenbank genutzt und nvALT für Notizen und Textschnipsel aller Art. Vom Umstieg verspreche ich mir auch eine deutliche Zeitersparnis, da die Pflege zweier Systeme und das manuelle Synchronisieren von DEVONthink nun wegfallen.

Workflows 2

Auch im Hinblick auf die PRISM-Diskussion der letzten Tage sind mir natürlich die Nachteile von Cloud-Lösungen sehr bewusst und ich möchte freilich niemanden die Entscheidung abnehmen, was die-/derjenige dort speichert. Für vertrauliche Notizen verwende ich 1Password (welches ich nach wie vor nicht über eine Wolke synchronisiere) und für vertrauliche Dokumente schaue ich mir gerade DocWallet von der Deutschen Post an. Für dienstliche Dokumente gibt es inzwischen eine selbstgehostete Lösung in meiner Firma, was mir den Umstieg auf Evernote zusätzlich erleichtert hat.

Später lesen

Ich war immer ein großer Fan von Marco Arments Instapaper und habe diesen sympathischen Entwickler, Blogger, Autor und Podcaster gerne mit einem Instapaper-Abo unterstützt. Allerdings hat Marco Instapaper inzwischen verkauft, so dass ich keinen Grund mehr sah, nicht auf das etwas leistungsfähigere Pocket umzusteigen, auch wenn mir deren Geschäftsmodell unklar ist (die Nutzung ist bisher kostenlos). Instapaper habe ich auch viel als Durchlaufstation für interessante Artikel verwendet, was nun Dank Evernote, in das ich vieles direkt aus anderen Apps importieren kann, nicht mehr nötig ist. Daher brauche ich Pocket hauptsächlich zum tatsächlichen „später lesen“, wofür es gut geeignet ist.

Fotos

Hier hat sich bisher nichts geändert, es wäre aber nötig. Bisher habe ich als Online-Dienst für Bilder Flickr verwendet und war damit als Nutzer eines Pro-Accounts sehr zufrieden. Allerdings wurde vor kurzem das Design tiefgreifend geändert, wodurch sich IMHO vieles verschlechtert hat. Fotostreams sind nun eine endlose Aneinanderreihung sehr großer Vorschaubilder ohne großen Abstand und mit minimalen Bild-Informationen, wodurch die alte Übersichtlichkeit und Aufgeräumtheit der Oberfläche nahezu komplett verschwunden ist. Um viele Dinge zu erledigen, sind nun mehr Klicks als vorher nötig. Das Pro-Account-finanzierte Geschäftsmodell ist jetzt einem werbefinanziertem gewichen, wodurch nicht mehr der Fotograf, sondern die Werbetreibenden im Fokus des Anbieters stehen (dafür haben alle Benutzer jetzt reichlich Speicherplatz). Ich bin mit diesen Auffassungen nicht allein, die Änderungen wurden im Hilfeforum überwiegend (gefühlte 90% der Artikel) negativ kommentiert, was der Betreiber weitestgehend ignoriert.

Workflows 3

Eine ganze Reihe von Nutzern hat die Plattform bereits verlassen und auch ich bin auf der Suche nach einer Alternative. In diesem Zusammenhang wird oft „ipernity“ genannt, eine Foto-Community, die weitgehend das alte Flickr-Design verwendet. Allerdings fehlen hier noch ein paar für mich wichtige Funktionen wie z.B. Gästepässe. Ich würde mich daher sehr über Empfehlungen meiner Leser freuen. Wichtig ist für mich eine ansprechende Darstellung der Fotos, eine gute Einbindung in mein Ökosystem (Mac, iPhone, iPad), eine ausgefeilte Zugriffsverwaltung und ein Fokus auf Fotografen, der auch gerne etwas kosten darf.

RSS

In drei Wochen wird der von mir genutzte Reader-Service von Google, mit dem ich meine RSS-Feeds synchronisiere, abgeschaltet. Ich habe mich bisher für noch keine der Alternativlösungen endgültig entscheiden können und werde berichten, sobald sich hier etwas getan hat.

Queen Elizabeth in Warnemünde

09 Mai 2013
9. Mai 2013

Queen Elizabeth in WarnemündeAm 5. Mai besuchte uns erstmalig das Luxus-Kreuzfahrtschiff „Queen Elizabeth“ in Warnemünde. Neben dem herrlichen Wetter an diesem Tag war dies natürlich mal wieder ein schöner Anlass, unser malerisches Ostseebad zu besuchen. Mit der Idee war ich nicht alleine, so voll habe ich Warnemünde sonst immer nur zur Hanse Sail erlebt.

Der Luxusliner gehört zur Cunard-Reederei und transportiert mit seiner 1000-köpfigen Besatzung knapp über 2000 Passagiere. Das Schiff ist 294 Meter lang und wurde 2010 in Dienst gestellt.

Glücklicherweise war ich genau zur rechten Zeit da, um das imposante Auslaufen des Kreuzfahrtschiffes mitzuerleben. Alle Fotos in meiner Flickr-Galerie!

Fotostream im Finder anzeigen

13 Apr 2012
13. April 2012

Fotostream ist ein Feature von Apples iCloud. Dieser Dienst stellt im wesentlichen in chronologischer Reihenfolge alle Fotos und Screenshots zusammen, die wir auf dem iPhone oder dem iPad aufgenommen haben. Der Umfang der Bilder, die Apple auf dieser Weise in der Wolke speichert ist sowohl zeitlich als auch von der Anzahl der Bilder begrenzt. Betrachtet werden kann der Fotostream auf dem iPhone, dem iPad (bei diesen beiden Geräten gibt es ein gesondertes Fotostream-Album), auf dem Apple TV, sogar auf Windows-Rechnern (hier landen die Bilder in einem Ordner) und natürlich auf dem Mac. Dort steht der Fotostream bisher ausschliesslich in den Foto-Apps „iPhoto“ und „Aperture“ zur Verfügung und zwar nur in einer von beiden (muss entsprechend konfiguriert werden). Die Darstellung wird auf allen Geräten synchron gehalten. Fotostream benötigt einen Mac mit 10.7.2 oder höher und iOS-Geräte ab iOS 5. Fotostream muss in den iCloud-Einstellungen aktiviert sein:

finderstream0

Auf diese Weise können wir z.B. auf dem iPhone ein Foto machen und es kurze Zeit später auf dem iPad oder dem Mac betrachten (nach meiner Erfahrung kann es ein kleines Weilchen dauern bis ein Foto auf dem Mac erscheint) – ohne weiteres Zutun. Heute soll es darum gehen, diese Bilder direkt im Finder des Mac anzuschauen. Technisch betrachtet landen die Aufnahmen in einem vergrabenen Ordner, den iPhoto und Aperture dann quasi anzapfen. Das wollen wir nun unmittelbar im Finder tun. Wenn wir mal schnell ein Bild aus dem Stream benötigen, kommen wir mit dieser Methode rasch ans Ziel.

Dazu gehen wir via Finder in den Ordner „Library/Application Support/iLifeAssetManagement/assets/sub“ unseres Benutzerverzeichnisses. Der Library-Ordner ist ab Lion standardmäßig versteckt, jedoch mit einem Alt-Klick auf das Gehe-zu-Menü des Finders erreichbar. Permanent sichtbar wird der Ordner wieder mit folgendem Terminal-Befehl:

chflags nohidden ~/Library/

Der Ordner enthält einen ganzen Haufen Verzeichnisse:

finderstream1

Nun lösen wir mit Cmd-F eine Suche im Finder aus:

finderstream2

Wir kümmern uns nicht um die Suchtexteingabe, sondern stellen „Durchsuchen“ von „Diesen Mac“ auf „sub“ um (in der grauen Leiste unterhalb der Toolbar). Direkt darunter stellen wir das Kriterium „Art“ auf „Bild“, das dann erscheinende dritte Auswahlfeld bleibt auf „Alle“.
Und schon sehen wir den Fotostream:

finderstream3

Um diese Schritte nicht immer wiederholen zu müssen, sichern wir das Ganze als intelligenten Ordner mit Hilfe des Buttons „Sichern“. Als Name bietet sich „Fotostream“ an, der Haken bei „Zur Seitenleiste hinzufügen“ sollte gesetzt bleiben:

finderstream4

Nun können wir den Fotostream direkt links in der Seitenleiste des Finders aufrufen.

Wer Lust hat, kann sich noch mit Hilfe der Darstellungsoptionen dieses Ordners (Kontextmenü) die Icons größer stellen:

finderstream4

Abschließender Hinweis: Wie bei allen internen Strukturen von OS X kann es passieren, dass sich der Speicherort mit einer neuen Version des Betriebsystems ändert.

Querverweis: Wer iCloud nicht nutzt, aber ein Dropbox-Konto hat, kann sich eine Art Fotostream mit dieser Methode basteln.



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Von der MobileMe-Galerie zu Flickr

14 Aug 2011
14. August 2011

Bisher habe ich alle Fotos, die ich mit anderen – sei es öffentlich oder privat – teilen möchte, in entsprechende MobileMe-Galerien hochgeladen. MobileMe-Galerien sind für mich eine ziemlich ideale Lösung, weil sie gut an Mac, iPhone, iPad und Apple TV angebunden sind und sowohl iPhoto als auch Aperture entsprechende Upload-Module besitzen. Auch eine iOS-App zum Betrachten eigener und fremder Galerien wurde von Apple veröffentlicht. Alben kann man mit Kennwörtern schützen, sodass eine Abgrenzung zwischen öffentlich zugänglichen und privaten Fotos möglich ist.

Das alles ist allerdings bald Geschichte, genauer gesagt am 30. Juni 2012. Wie viele Leser sicherlich wissen, wird MobileMe ab Herbst diesen Jahres durch den iCloud-Dienst abgelöst, der viele neue und interessante Funktionen mit sich bringt und – im Gegensatz zu MobileMe – in der Basisversion kostenlos ist. Nur leider gehören die Galerien (ebenso wie die iDisk und der Webspace) nicht mehr zum Funktionsumfang, sie sind nur noch ein gutes Dreivierteljahr nutzbar. Viele Einzelheiten zum MobileMe-iCloud-Übergang hat Apple übrigens auf dieser Webseite veröffentlicht.

Für mich war es daher an der Zeit, sich nach einer Alternative für meine Fotos umzusehen. Es sind zwar noch einige Monate hin bis Apple meine Bilder löscht, allerdings möchte ich mir nicht mehr die Arbeit machen, neue Fotos auf ein System hochzuladen, bei dem das Ablaufdatum bekannt ist und immer näher rückt. Nach einer entsprechenden Recherche habe ich mich für den BilderdienstFlickr von Yahoo entschieden. Die Anbindung an mein „Ökosystem“ ist im Falle von Flickr durchaus mit MobileMe zu vergleichen. Sowohl iPhoto wie auch Aperture haben Upload-Module für diese Foto-Community, die vom Look & Feel dem MobileMe-Pendant sehr ähnlich sind. Ich arbeite hauptsächlich mit Aperture:

aperture-flickr

Tags, Meta- und Geodaten (letzteres optional) werden mitexportiert, daher ist nach dem Upload auf der Flickr-Website nicht mehr all zu viel zu erledigen. Alle Flickr-Alben landen automatisch im Flickr-Abschnitt (Web-Bereich) der Aperture-Mediathek.

Mit Hilfe der Mac-App „flickery“ (7,99 € im App Store, Trial-Version beimHersteller) kann ich meine Flickr-Bilder sogar mit einem nativen Programm verwalten:

flickery

Damit lassen sich eine ganze Reihe von Arbeiten – z.B. das Ändern von Zugriffsrechten – schneller als über Flickr’s Webinterface erledigen.

Unter iOS kann man aus den mitgelieferten Foto-Apps (iPhone und iPad) ein Bild direkt zu MobileMe hochladen. Eine direkte Flickr-Anbindung haben die Apple-Apps leider nicht, was sich hoffentlich nach dem Ende von MobileMe ändert. Man könnte allerdings Flickr’s E-Mail-Schnittstelle dazu benutzen, die Bildeinsendungen per Mail entgegen nimmt. Es gibt jedoch eine ganze Reihe von Flickr-Apps im iOS-Store, angefangen mit der offiziellen App von Yahoo:

flickrapp

Da es von dieser keine iPad-Version gibt, verwende ich zusätzlich „Mobile Fotos – Flickr Browser und Uploader“ (universal, 2,39 € im App Store):

flickrapp2

Auch das Apple TV hat eine Flickr-Anbindung, allerdings nur für öffentliche Fotos.

Vielleicht noch ein paar Worte zu den Alternativen, denn ich hatte auch über Facebook oder Google (Picasa) nachgedacht. Facebook ist wie Flickr ebenfalls direkt in iPhoto und Aperture angebunden, hat eine iPhone-App und eine ganze Reihe von Third-Party-Programmen. Allerdings fehlt eine Integration ins Apple TV und der Funktionsumfang reicht nicht an einen Bilderspezialisten wie Flickr ran. Flickr speichert zum Beispiel falls gewünscht die Bilder auch in Originalgröße. Außerdem scheuen sich einige meiner Bekannten davor, eine Facebook-Seite zu betreten. Picasa ist standardmäßig nicht in iPhoto oder Aperture eingebunden, d.h., man müßte entweder die Mac-App von Picasa verwenden oder entsprechende Plugins für die Apple-Programme suchen. Apps für iOS sind im Store zu finden, das Apple TV bleibt wie bei Facebook außen vor. Nicht zuletzt hat mir einfach das Look & Feel von Flickr am besten gefallen.

Abschließend noch einige Hinweise zu Flickr selbst. Ich habe mir einen Pro-Account zugelegt (für 25 US-Dollar im Jahr), denn er bietet mir u.a. unbegrenzten Speicherplatz, beliebig viele Uploads und Zugriff auf die Original-Bilder. Damit dient Flickr mir auch als zusätzliches Backup für meine Fotos. Bei den Kosten ist zu bedenken, dass MobileMe auch nicht umsonst war und ich insgesamt künftig weniger zahlen werde als vorher. Die Zugriffsrechte auf die Bilder kann man feinkörniger als bei MobileMe regeln, es wird zwischen privat, Familie, Freunde und öffentlich unterschieden – und zwar auf Bilderebene, d.h., ein Album kann z.B. zusätzliche private Bilder enthalten, die nur ich sehen kann. Über einen Gästepass kann ich z.B. auch private Alben dritten Personen zugänglich machen.

Meine Flickr-Seiten sind noch recht leer, im nächsten Schritt werde ich meine diesjährigen Urlaubsbilder und die Fotos von der Hanse Sail 2011 hochladen. Anschließend werden in den kommenden Wochen meine bisherigen MobileMe-Inhalte nach und nach herüberwandern.



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