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Rostock von oben

14 Dez 2014
14. Dezember 2014

Die Attraktion des diesjährigen Rostocker Weihnachtsmarkts ist sicherlich der City-Skyliner, der höchste und modernste mobile Aussichtsturm der Welt, welcher schon einige große Städte dieser Welt besucht hat. Die Gesamthöhe beträgt 81 m, die Besuchergondel fährt von unten bis auf 72 m hoch und dreht sich dabei um 360 Grad. Zum Geburtstag habe ich eine Fahrkarte geschenkt bekommen und bin heute mit Spiegelreflex-Kamera bewaffnet mitgefahren. Die Sicht von oben war etwas diesig (was von unten nicht zu erahnen war), dennoch war die Aussicht beeindruckend. Es folgen ein paar meiner Bilder (das Artikelbild oben zeigt die Warnow mit Stadthafen, Gehlsdorf im Hintergrund und den Kanonsberg rechts unten).

Sykliner 1

Skyliner 2

Skyliner 3

Skyliner 4

Richtung Vögenteich, OSPA, Motel One

Skyliner 5

Richtung Osten, mit (v.l.n.r.) Petri-, Marien- und Nikolaikirche, im Vordergrund die Lange Straße

Skyliner 6

Richtung Norden (Überseehafen, Kohlekraftwerk, neuer Sendemast und Warnemünde), im Vordergrund die Warnow

Skyliner 7

Richtung Westen

Skyliner 8

Blick auf die Kröpeliner-Tor-Vorstadt mit Brauerei und dem Ostseestadion im Hintergrund

Skyliner 9

Doberaner Platz und KTV, im Hintergrund der Fernsehturm

Wer noch mitfahren möchte (lohnt sich IMHO, kostet 7 Euro), der Weihnachtsmarkt, immerhin angeblich der größte im Norden, geht noch bis zum 22. Dezember.

Dänemark mit dem InterCombi-Ticket

25 Jun 2014
25. Juni 2014

Heute möchte ich – vor allem für die Leser, welche in meiner Region aufhalten, mal etwas “Werbung” für unser nördliches Nachbarland machen und ein Ticket vorstellen, mit dem man einen sehr günstigen Tagesausflug dorthin realisieren kann.

Es geht um das Königreich Dänemark, genauer gesagt die Inseln Falster und Lolland, die etwa 50 km nördlich von Rostock liegen. Allen, die im Großraum Rostock wohnen oder sich im Rahmen eines Urlaubs hier aufhalten, möchte ich das InterCombi-Ticket empfehlen, welches man ganz einfach online bestellen und ausdrucken kann. Es kostet für die Hin- und Rückreise am selben Tag pro Person nur 29 €, in der Nebensaison sogar nur 22 €.

Das Ticket ist zunächst einmal eine Tageskarte für die Tarifzone Rostock, d.h., man kann aus dem ganzen Stadtgebiet zum Überseehafen fahren (und am Ende der Reise natürlich auch wieder zurück). Dort geht es mit einer Scandlines-Fähre nach Dänemark. Die Überfahrt dauert knapp zwei Stunden und ist an sich natürlich schon ein schönes Erlebnis. An Bord gibt es ein Buffet-Restaurant (Tipp: dort kann man morgens prima frühstücken, insbesondere, wenn man früh unterwegs ist), einen Bistro und zwei Shops. Im Travel-Shop kann man auch Euros gegen dänische Kronen tauschen.

Prins Joachim

Der dänische Hafen heißt Gedser (wird “Geser” ausgesprochen), ein kleiner Ort an der Südspitze der Insel Falster. Wenn man nur 2-3 Stunden Zeit hat, kann man seinen Aufenthalt auch dort verbringen und z.B. zum “Südstein” wandern, dem südlichsten Punkt Dänemarks und ganz Skandinaviens. Allen anderen empfehle ich die Weiterfahrt zum größten Ort auf Falster, der Stadt Nykøbing. Hierzu hat man direkt am Fährterminal Anschluß an einen dänischen Bus, der etwa 45 Minuten bis dorthin benötigt. Auch diese Fahrt ist im InterCombi-Ticket enthalten, wie auch weitere Fahrten innerhalb der dortigen Tarifzone 30, welche u.a. die ganze Stadt einschließt.

Nykøbing liegt am sogenannten Guldborgsund, ein schmales Gewässer, welches die beiden Inseln Falster und Lolland voneinander trennt. In Nykøbing gibt es eine Hubbrücke auf die andere Insel, auf der viele sicher den Ort Rødbyhavn, ausgesprochen etwa “Röllbyhaun”, an der Südwestküste kennen, weil dort die Fähren aus Fehmarn ankommen. Man sieht hier übrigens schön, dass Dänisch keine leichte Sprache ist. Viele Wörter sind zwar ähnlich, es gibt jedoch zum Teil erhebliche Unterschiede zwischen Schriftform und Aussprache. Glücklicherweise sind die Dänen in der Regel recht sprachbegabt, so dass man mit Englisch oder Deutsch sehr weit kommt. Sie freuen sich aber auch sehr, wenn man zumindest ein paar dänische Sätze im Repertoire hat, bei mir wird die Verständigung mit jedem Besuch ein wenig besser.

In Nykøbing gibt es für die Ortsgröße recht viele Geschäfte und eine größere Fußgängerzone, die vom Bahnhof, wo der Bus ankommt, in wenigen Minuten zu Fuß erreicht werden kann. Es gibt, allerdings abseits dieser Fußgängerzone, auch Supermärkte, die zum Teil sogar am Sonntag geöffnet sind. Dänemark hat meines Wissens kein Ladenschlußgesetz, dennoch schließen die meisten Geschäfte recht früh, insbesondere am Sonnabend, weshalb ich einen Besuch innerhalb der Woche empfehle (Tipp: Freitags sind im Sommer oft Musikveranstaltungen auf dem Marktplatz). Ansonsten gibt es Museen, einen Wasserturm, eine große Klosterkirche, ein Mittelalterzentrum mit Veranstaltungen (nicht in der Innenstadt, aber per Bus erreichbar), Restaurants, Cafés und noch einiges mehr zu entdecken. Die Preise vor Ort entsprechen etwa denen in Deutschland bzw. liegen manchmal auch darüber.

Mit dem Bus geht es dann vom Bahnhof wieder zurück nach Gedser, wo dann, sofern es keine Verspätungen gibt, nach kurzem Aufenthalt die Fähre gen Rostock in See sticht. Nimmt man jeweils die erste und die letzte Fähre ist zeitlich sogar ein Abstecher nach Kopenhagen (Entfernung ca. 150 km) möglich, entsprechende Züge fahren vom Bahnhof in Nykøbing. Die Fahrzeit beträgt rund zwei Stunden, ich habe das allerdings noch nicht ausprobiert.

Alles in allem kann man hier für kleines Geld eine exotische Reise (immerhin anderes Geld, andere Sprache, anderes Essen, andere Gebräuche, …) in ein sympathisches Land unternehmen, die ich uneingeschränkt empfehlen kann.

Fotos von meinem letzten Ausflug vor ein paar Wochen (bei bestem Reisewetter) habe ich einem Ipernity-Album veröffentlicht.

Picturelife

04 Mai 2014
4. Mai 2014

Weil kürzlich einmal ein paar Fotos auf meinem iPhone verloren gegangen sind, habe ich mich mit dem Thema Foto-Backup bei externen Anbietern befasst. Zwar habe ich schon über 3000 Fotos bei Ipernity liegen, dort speichere ich aber nur Aperture-Alben und längst nicht jeden kleinen iPhone-Schnappschuss. Ein wichtiges Kriterium ist daher ein möglichst automatisches Hochladen aller Fotos, von Mac, iPhone und iPad, damit ein lückenloses Backup entsteht. Ein problemloser Zugriff auf alle Fotos von jedem der Geräte wäre ebenfalls äußerst wünschenswert, denn so hat man quasi alle seine Fotos immer dabei. Schliesslich wäre es praktisch, wenn meine ausgefeilte Aperture-Albenstuktur sich im Backup wiederfinden würde.

Der Markt für solche Lösungen ist nach meinen Recherchen recht übersichtlich. Vorreiter Everpix musste – IMHO wegen eines nicht tragfähigen Geschäftsmodells – seine Geschäftstätigkeit einstellen und Loom wurde kürzlich von Dropbox gekauft. Daher bin ich nach einer kurzen Testphase bei Picturelife (Empfehlungslink) gelandet, einem Dienst aus New York, der alle genannten Anforderungen erfüllt.

Die Mac-App lebt in der Menüleiste (am besten automatisch bei der Anmeldung starten lassen) und lädt im Hintergrund wahlweise alle Fotos (und auch Videos) aus Aperture, iPhoto und einer Liste konfigurierbarer Verzeichnisse zu Picturelife hoch. Die Albenstruktur von Aperture oder iPhoto wird dabei beibehalten. Die Fotos dürfen sogar im Raw-Format vorliegen. Sinnvollerweise kann man den Upload während der Benutzung von Aperture und iPhoto über eine Einstellung pausieren lassen. Auch ein automatischer Import aus sozialen Netzen wie Twitter oder Facebook ist vorgesehen.

Picturelife 5

Auswahl der Backup-Quellen in der Mac-App

Picturelife 4

Fortgeschrittene Einstellungen in der Mac-App

Picturelife 1

Web-App

Die Verwaltung der hochgeladenen Bilder erfolgt über eine Web-App. In dieser Web-App kann die Fotosammlung in verschiedenen Ansichten – Memories, Timeline, All Pictures, Albums und Places – begutachtet werden. Weiterhin gibt es eine leistungsfähige Suchfunktion, die u.a. Orte, Datumsangaben und Schlagwörter (z.B. aus Aperture) berücksichtigt. Die Bilder können sogar nachträglich bearbeitet werden, dazu steht ein Editor-Tool mit erstaunlich vielen Funktionen zur Verfügung.

Picturelife 2

Foto-Editor in der Web-App

Schließlich können einzelne Fotos oder Alben auch noch veröffentlicht (standardmäßig sind alle Bilder privat) werden, so dass diese von allen, von allen, die den Link kennen oder einer bestimmten Gruppe an Picturelife-Benutzern im Web betrachtet werden kann. Ein paar Beispielbilder habe ich hier freigegeben. Auch das Posten von Bildern in verschiedene soziale Netze ist möglich.

Die iOS-Apps dienen sowohl zum Hochladen der jeweils lokalen Bilder als auch zur Durchsicht der eigenen Fotosammlung (inkl. Suchfunktion). Eine Veröffentlichung der Bilder ist ebenfalls vorgesehen. Der Upload kann auch im Hintergrund erfolgen, allerdings scheint hierfür nicht die iOS7-Hintergrundaktualisierung verwendet zu werden, sondern das Multitasking über den Geolocation-Mechanismus.

Picturelife 3

iOS-App

Die monatlichen bzw. jährlichen Kosten (bei jährlicher Vorauszahlung zahlt man jeweils nur für 10 Monate) hängen von der gewünschten Speicherkapazität ab, wobei es eine ganze Reihe Preisstufen gibt (mehr als auf der Homepage angegeben). Bis 5 GB Speicher zahlt man nichts, der Speicherplatz kann durch Weiterempfehlungen oder die erstmalige Nutzung bestimmter Funktionen oder Apps erweitert werden. Ich nutze die 75GB-Preisstufe für 50 Dollar im Jahr. Nicht zu viel für das gute Gefühl, von wirklich jedem Foto ein externes Backup zu haben.

Bornholm

15 Sep 2013
15. September 2013

Wer mir auf Twitter folgt oder ein Facebook-Kontakt ist, hat es wahrscheinlich schon mitbekommen, ich habe meinen diesjährigen Urlaub auf Bornholm verbracht. Die dänische Ostsee-Insel liegt wesentlich näher an Schweden – bis dort sind es nur rund 40 km – als an Dänemark und kann die meisten Sonnenstunden pro Jahr des skandinavischen Königreichs aufweisen. Auf einer Fläche, die ziemlich genau 2/3 so groß ist wie Berlin, leben nur rund 40.000 Einwohner. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich, es gibt kleine Städte, malerische Fischerdörfer, feine Sandstrände, Steilküsten, eines der größten Waldgebiete Dänemarks, Rundkirchen, Burgruinen, Felder, Wiesen und ganz viel Natur. Gewohnt habe ich in einem Hotel am Stadtrand von Rønne, der Hauptstadt, wo auch die Autofähren aus Deutschland, Dänemark und Schweden ankommen.

Die Anreise erfolgte über die Fährverbindung Sassnitz (Rügen) – Rønne, so dass ich endlich mal die schönen Kreidefelsen der größten deutschen Insel von der Seeseite bewundern konnte. Die Überfahrt dauert 3,5 Stunden und war auf der Anreise recht stürmisch. Die freundlichen Inselbewohner sprechen fast alle sehr gut deutsch (zumindest die, mit denen man als Tourist zu tun hat), obwohl ich mich sehr bemüht habe, möglichst alle Anfragen in der Landessprache zu stellen, wie es eigentlich immer mache, wenn ich irgendwo zu Gast bin. Auch der Euro wird in vielen Geschäften akzeptiert. Das Preisniveau ist, wie in Dänemark üblich, höher als in Deutschland, wovon man sich z.B. bei einem Besuch im Supermarkt schnell überzeugen kann. Das Essen war sehr gut, wann immer es möglich war, habe ich zu den inseltypischen Fischspezialitäten gegriffen (Tipp: unbedingt mal eine Räucherei besuchen). Die sonst so verbreiteten Fastfood-Ketten habe ich auf Bornholm nirgendwo gesehen. Das Eiland ist bekannt für sein Kunsthandwerk, in zahlreichen meist kleinen Werkstätten und Glasbläsereien kann man sich vom Können der einheimischen Künstler überzeugen.

Alles in allem, eine charmante, saubere und idyllische Insel, die ich gerne wieder besuche. Ich habe meine DSLR-Kamera mitgenommen und bin mit über 1.000 Fotos zurückgekommen. Nach dem Aussortieren sind etwa 800 übrig geblieben, von denen knapp 700 öffentlich in einem Ipernity-Album zu sehen sind. Vielleicht können sie den ein oder anderen zu einem Bornholm-Besuch inspirieren…

Sonnenuntergang am Strand

30 Aug 2013
30. August 2013

Ich habe letzte Woche hier in Rostock-Warnemünde einen schönen Sonneruntergang gesehen, den ich meinen Lesern nicht vorenthalten möchte. Die Natur liefert doch immer die schönsten Motive.

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