Tag Archive for: Fahrrad

Fahrrad-Computer und Radar-Rücklicht

09 Jul 2017
9. Juli 2017

Seit etwa einem Jahr bin ich regelmäßiger und recht begeisterter Radfahrer. In Kürze steht sogar der erste Fahrrad-Urlaub an. Bei meiner Technik-Begeisterung war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis der Drahtesel mit mehr Geräten ausgestattet wurde. Im Januar habe ich bereits berichtet, wie ich mein iPhone vor allem zum Zwecke der Navigation am Fahrrad befestige (Link zum Blog-Artikel). Das nutze ich jedoch nicht für die vielen kleinen täglichen Fahrten, da ich immer die Hülle mitnehmen, „assistive touch“ einschalten und den Bildschirmsperre deaktivieren müsste. Diesen Aufwand treibe ich nur bei längeren Fahrten oder richtigen Radtouren. Für alle anderen Fahrten hatte ich das Fahrrad bisher mit einem recht einfachen Sigma-Computer (BC 16.12) ausgestattet, der nur zwei Werte, z.B. Uhrzeit und Geschwindigkeit, gleichzeitig anzeigen konnte und insgesamt – wie der Modellname schon andeutet – 16 Funktionen hat. Das war mir einfach zu wenig geworden und ich habe daher nach einem „Mittelding“ zwischen dem Sigma und meinem iPhone gesucht.

Natürlich gab es ein paar Kriterien, die mir die Auswahl eines Fahrrad-Computers etwas erleichtert haben:

  • Das Gerät sollte in der Größe zwischen dem Sigma und meinem iPhone liegen.
  • Es soll leicht zu befestigen sein, idealerweise an einer Halterung wie beim Sigma, die immer am Fahrrad verbleibt.
  • Es soll ebenso leicht in Betrieb zu nehmen sein, damit sich der Aufwand vor einer jeden Fahrt in Grenzen hält.
  • Da es hier auch mal regnet, muss es wasserdicht sein.
  • Es soll über GPS verfügen, was eine recht genaue Anzeige von Geschwindigkeit, zurückgelegter Strecke, Fahrtrichtung usw. ermöglicht. Außerdem kann damit die Fahrstrecke gespeichert, was ich allerdings auch mit der Apple Watch machen könnte.
  • Die Nachrüstung von Zubehör, z.B. einem Trittfrequenz-Sensor ist wünschenswert, falls mal das Verlangen nach mehr Daten entstehen sollte.
  • Ebenfalls wünschenswert ist die Anzeige zumindest der wichtigsten Benachrichtigungen von meinem Smartphone.
  • Funktionen für Profi-Sportler wie Performance-, Leistungs- und Trainingsanalyse benötige ich eher weniger.
  • Navigations- und Routenplanungsfunktionen sind mir auch eher unwichtig, da ich hier mit „Komoot“ auf dem iPhone eine sehr gute Lösung am Start habe (ist ebenfalls im oben verlinkten Artikel näher beschrieben).

Nachdem ich mir eine ganze Reihe von Webseiten und Youtube-Videos zu dem Thema angeschaut habe, fiel unter Berücksichtigung der o.g. Kriterien die Wahl auf ein „Garmin Edge 520“, ein mittleres Modell aus dem Garmin Fahrradcomputer-Angebot. Das Gerät ist rund 7 x 4,5 cm groß und damit sehr handlich, der Farbbildschirm, der tagsüber auch ohne Hintergrundbeleuchtung gut abzulesen ist, ist etwa 3,5 x 4,5 cm groß. Der 520 hat im Gegensatz zu den größeren Modellen keinen Touchscreen, sondern wird mit sechs Knöpfen an verschiedenen Rändern bedient, was während der Fahrt nicht unbedingt ein Nachteil sein muss. Er wird durch eine 90-Grad-Drehbewegung (ähnlich wie mein alter Sigma) an einer der beiden mitgelieferten Typen von Halterungen befestigt. Ein Geschwindigkeitssensor könnte – muss aber Dank GPS nicht – zusätzlich angebracht werden.

Garmin Edge 520

Der Akku reicht laut Herstellerangaben rund 15 Stunden, was auch für Ganztagestouren ausreichend sein sollte. Geladen wird über einen Micro-USB-Anschluß.

Das Gerät ist extrem flexibel konfigurierbar und unterstützt mehrere sogenannte Profile, von denen ich derzeit nur eines nutze, aber die Verwendung auf mehreren Fahrrädern (inklusive Heimtrainer) mit jeweils anderen Einstellungen wäre möglich. Auch die Anzeige von Daten während der Fahrt ist sehr weitgehend einstellbar, falls gewünscht auch auf mehreren Seiten. Derzeit lasse ich mir auf der Hauptseite während der Fahrt folgende acht Daten (bis zu 10 wären möglich) gleichzeitig anzeigen :

  • Zeit (wie lange dauert die aktuelle Fahrt schon?)
  • Geschwindigkeit
  • Distanz (zurückgelegte Kilometer auf der aktuellen Fahrt)
  • Uhrzeit
  • verbrauchte Kalorien
  • Richtung (z.B. „N“ oder „NW“, ist recht praktisch)
  • Temperatur (über das eingebaute Thermometer)
  • Kilometerzähler (insgesamt mit der Rad zurückgelegte Kilometer)

Auf weiteren Seiten, die per Knopf erreichbar sind, befinden sich u.a. zusätzliche Daten (wie Akkustand, Neigung und Uhrzeit des Sonnenuntergangs), eine Umgebungskarte, ein Kompass und ein grafisches Höhenprofil. Über eine Garmin-App auf meinem iPhone kommuniziert mein Smartphone mit dem Fahrrad-Computer. Das ermöglicht u.a. ein Abgreifen der aufgezeichneten Fahrten und eine Anzeige eingehender Anrufe und SMS sowie Wetterwarnungen auf dem Fahrradcomputer. Es gibt sogar rudimentäre Navigationsfunktionen, wobei Strecken allerdings auf dem Computer geplant und auf das Gerät geladen werden müssen. Alternativ kann man bereits aufgezeichnete Fahrten auch ohne Computer erneut nachfahren. In diesem Bereich können die größeren Modelle mehr, was mir aber unwichtig war, da in diesem Fall mein iPhone mit „Komoot“ zum Einsatz käme (innerhalb meines Wohnorts brauche ich sowieso nur selten eine Navigation).

Garmin Connect (1)Garmin Connect (2)

Garmin Connect App

Es gibt noch eine Menge Funktionen zur Leistungs- und Trainingsanalyse, die ich zumindest derzeit nicht nutze. Wenn die Tour zu Trainingszwecken aus mehreren Runden besteht, kann man mit einem Knopfdruck das Ende einer Runde markieren, um entsprechende Rundenstatistiken zu erhalten. Sogenannte Strava Live-Segmente werden ebenfalls unterstützt.

Ein echtes Highlight ist das sogenannte „Varia“-Rücklicht, welches Garmin als Zubehör anbietet und mit dem Edge gekoppelt werden kann. Es wird ebenfalls mit einer von zwei verschiedenen Halterungen am Fahrrad durch einen Drehmechanismus befestigt (da meine Sattelstange dafür zu kurz war, musste es hinten befestigt werden und der Reflektor an die Sattelstange verlegt werden, mein herzlicher Dank geht an Christian für die tatkräftige Unterstützung!). Es handelt sich dabei nicht nur um ein Rücklicht (mit StVO-Zulassung versteht sich), sondern zusätzlich um ein Radar! Nähert sich ein Auto von hinten meinem Fahrrad ertönt ein Singalton am Fahrradcomputer und am rechten Rand des Bildschirms wird senkrecht ein kleiner Streifen abgetrennt. Auf diesem wird das Auto als Punkt dargestellt, je weiter oben der Punkt ist, desto näher kommt das Fahrzeug, bis es schließlich oben meine Höhe erreicht (siehe Video unten). Mehrere Fahrzeuge werden sogar als zusätzliche Punkte dargestellt. Wenn sich das Fahrzeug nähert, leuchtet gleichzeitig das Rücklicht intensiver, um Aufmerksamkeit beim Autofahrer zu erzeugen. Nach meiner einwöchigen Erfahrung damit funktioniert das recht gut, allerdings erhält man auf viel befahrenen Straßen, selbst wenn man einen abgetrennten Radweg benutzt, mehr oder weniger eine Daueranzeige. Auf wenig befahrenen Straßen empfinde ich die Hinweise aber als ziemlich nützlich. Bei diesem Gerät reicht der eingebaute Akku allerdings nur 4-5 Stunden.

Garmin Varia

iPhone am Fahrrad befestigen und nutzen

01 Jan 2017
1. Januar 2017

Da ich in letzter Zeit zunehmend mit dem Fahrrad unterwegs bin, entstand relativ schnell der Wunsch, das iPhone am Fahrrad zu befestigen. Hauptanwendung ist dabei die Navigation mit ihren verschiedenen Aspekten, wie das Einsehen einer Umgebungskarte, das Ankündigen von Richtungswechseln, die Anzeige der verbleibenden Kilometer, das Aufzeichnen der gefahrenen Strecke usw. Da hierzu der Bildschirm ständig in Betrieb ist, war eine der wichtigen Anforderungen, in der Nähe des iPhones auch ein Zusatzakku platzieren zu können.

Grundsätzlich gibt es mehrere Stellen am Fahrrad, an die man ein Smartphone befestigen kann. Da wäre zunächst mal der Lenker, der ist bei mir aber mit Akku-Lampe, Klingel und konventionellem Fahrradcomputer schon so gut wie voll bestückt. Diese Variante habe ich daher schnell verworfen. Variante 2 wäre eine Tasche mit Sichtfenster oben, die am oberen Rahmen befestigt wird. Auch diese Möglichkeit habe ich verworfen, weil die Befestigung bei solchen Taschen meist über Schlaufen erfolgt, deren Stabilität ich nur schwer einschätzen konnte. Weiterhin müßte man während der Fahrt recht weit hinunterschauen und evtl. wäre auch die Beinfreiheit etwas behindert.

Daher habe ich mich für den Lenkervorbau entschieden. Hier war zum einen noch reichlich Platz und zum anderen ist die Ablesehöhe dort nahezu ideal. Als Tasche habe ich die „Rixen und Kaul KLICKfix Phonebag Duratex Plus“ (z.B. bei Amazon erhältlich) genommen. Die Tasche ist wasserfest und besteht aus zwei Fächern, einem von der Höhe her schmalen oben mit Sichtfenster (hier kommt das Smartphone rein) und einem breiteren Fach unten. Dieses kann entweder für den Zusatzakku oder für andere kleine Dinge verwendet werden. Der Touchscreen kann durch die Folie bedient werden, allerdings nicht der neue Homebutton des iPhone 7. Ich behelfe mir daher mit einer Funktion, die sich „Assistive Touch“ nennt und einen Software-Homebutton auf den Bildschirm zaubert. Am einfachsten aktiviert man diese Funktion via Siri: „Assistive Touch einschalten“. Außerdem ist es sinnvoll, das automatische Abschalten des Bildschirms während der Fahrt zu deaktivieren. Das gelingt unter Einstellungen > Anzeige & Helligkeit > Automatische Sperre, dort den Wert einfach auf „Nie“ setzen.

Phonebag

Für längere Fahrten bestücke ich das untere Fach mit einem Zusatzakku und verbinde es mit einem 50cm-Lightning-Kabel von Gravis mit dem Smartphone. Das Kabel muss oben rechts oder links neben dem Telefon vorbeigeführt werden. Die Tasche ist so gemacht, dass ein iPhone 7 (und damit auch ein iPhone 6 oder 6S) dort ziemlich genau hineinpasst. Größer darf das Smartphone also nicht sein.

Die Tasche wird mit Hilfe eines „KLICKfix Quad Adapters“ (z.B. bei Amazon oder vielen Fahrradhändlern erhältlich) am Vorderbau befestigt. Dieser liegt der Tasche schon bei, kann aber bei Bedarf einzeln nachbestellt werden. Die Befestigung des Adapters war etwas fummelig, mein Nachbar hat mich aber dabei tatkräftig unterstützt (vielen Dank nochmal, André!). Die Tasche hat unten das entsprechende Gegenstück zum Adapter, so dass sie dort problemlos „eingeklickt“ werden kann. Sie ist dann umgangssprachlich gesagt „bombenfest“, so dass nie auch nur ansatzweise die Befürchtung bestand, dass sie während der Fahrt abfallen könnte. Gelöst wird die Verbindung durch das Drücken der  beiden roten Knöpfe am Adapter. Der Adapter ermöglicht eine Befestigung sowohl im Hoch- als auch im Querformat, was je nach benutzter App sehr praktisch sein kann.

Klickfix-Adapter

Als App während der Fahrt nutze ich in erster Linie „Komoot“. Sie ist für Android und iOS erhältlich, bietet aber auch ein Webfrontend, um die Touren auf dem großen Desktop-Monitor zu planen oder sich eine aufgezeichnete Radtour anzuschauen. Komoot verdient eigentlich einen eigenen Artikel, der evtl. auch mal kommen wird, ich möchte mich heute aufs wesentliche beschränken. Die App läßt sich sinnvoll nur mit einem (kostenlosen) Komoot-Account nutzen, allein schon, um die Daten zwischen der Smartphone- und der Webversion auszutauschen. Grundlage von Navigation und Aufzeichnung sind das Kartenmaterial, welches in Regionen unterteilt ist (Rostock mit Umland ist z.B. eine solche). Eine bekommt man kostenlos, weitere sind für wenige Euro pro Gebiet zu erwerben, wodurch sich die App auch finanziert. Man kann auch gleich alle Regionen zum Gesamtpreis von rund 30 Euro im Komplettpaket erwerben, gelegentlich ist dieses sogar für ein paar Tage um 10 Euro reduziert. Das hängt natürlich vom eigenen Fahrverhalten ab, ist man nur heimatnah unterwegs, kommt der Einzelkauf günstiger oder man ist gar mit der kostenlosen Region schon versorgt. Bedenken sollte man aber, dass die App auch zum Wandern genutzt werden kann, so dass ggf. noch die eigenen Urlaubsregionen hinzukommen. Die Karten können direkt auf das Smartphone geladen werden, da ja unterwegs nicht unbedingt immer ein Mobilfunknetz zur Verfügung steht. Außerdem spart man auf diese Weise mobile Daten.

Beispielregion

Die wichtigsten Funktionen sind Planung und Aufzeichnung. Man kann entweder eine Tour von Komoot oder Komoot-Nutzern auswählen oder komplett selbst planen. Dazu gibt man einfach Start und Ziel sowie eventuelle Wegpunkte ein. Ist man fertig, gibt die App eine Einschätzung zum Schwierigkeitsgrad der Tour, schätzt die Dauer und gibt u.a. an, wieviel der Strecke Radwege sind und wie sich der Streckenbelag prozentual verteilt. Darüber hinaus wird das Höhenprofil angezeigt. Fertige Touren können optional anderen Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Ich war übrigens erstaunt, wieviele Radwege Komoot hier in meiner Region kennt. Während der Fahrt folgt man den Anweisungen auf dem Bildschirm, der auch eine Karte mit der Route anzeigt, sowie einer ganzen Reihe von Daten (aktuelle Geschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit, zurückgelegte KM, verbleibende KM, verbleibende Zeit sowie das Höhenprofil). Optional sind auch Sprachansagen möglich. Unterwegs können direkt mit der App Fotos gemacht werden, die der Tour dann hinzugefügt werden. Möchte man Komoot nicht als Navi nutzen, kann man die gefahrene Strecke auch einfach nur aufzeichnen lassen. Bei Nutzung der Navigation wird die Tour sowieso aufgezeichnet.

geplante Tour

Navigation

Tour-Statistik

Andere Komoot-Nutzer können als Kontakte hinzugefügt werden, deren Touren man dann nachverfolgen kann.

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch

24 Dez 2016
24. Dezember 2016

Ich wünsche meinen Lesern ein frohes Weihnachtsfest, geruhsame Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Wie immer nutze ich meinen weihnachtlichen Blog-Artikel dazu, auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Dieses Jahr sind es mit diesem hier 14 Artikel geworden. Leider nicht so viel, wie ich mir wünschen würde, aber mehr war aufgrund meiner vielfältigen Aktivitäten nicht drin. Darüber hinaus ist eine Neuauflage meines Siri-Buchs erschienen, welches durch das Erscheinen iOS 10 und macOS Sierra schon wieder ein klein wenig veraltet ist. Ich bin gerade dabei, die Neuerungen in das Buch einzupflegen und werde über den iBooks-Store ein kostenloses Update veröffentlichen, sobald ich soweit bin. Es gibt auch ein Konzept für ein zweites Buch zu einem ganz anderen Thema, ich hoffe, dass ich ein wenig Zeit dafür finden werde.

Leider hat Amazon mir noch keine Echo-Einladung zukommen lassen, ich bin sehr gespannt, auch diese Sprachsteurung einmal auszuprobieren.

Der meistgelesene Artikel aus diesem Jahr ist „Mein GTD-Workflow“ von Anfang Mai. Ich hoffe dieses Posting konnte dem ein oder anderen weiterhelfen, seine Aufgaben und Projekte besser zu organisieren, bzw. überhaupt mal damit anzufangen, sich nicht mehr auf sein Gedächtnis zu verlassen, denn das ist dafür einfach nicht gemacht. Ich kann gar nicht genug betonen, wie hilfreich die Methoden und Ideen von David Allen für mein tägliches Leben sind.

An Apple-Hardware wurden im Laufe des Jahres zwei Anschaffungen getätigt, das iPhone 7 und die AirPods. Nach einem Vierteljahr Nutzung könnte ich mit dem iPhone 7 zufriedener nicht sein, es ist mein bisher bestes iPhone. Insbesondere die 3D-Touch-Funktionen und die Taptic-Engine – für mich die positive Überraschung im Gerät – sorgen für ein deutlich einfühlsameres Handling. Auch das komplett schwarze Design gefällt, rückblickend waren die Antennenstreifen am iPhone 6/6s wirklich nicht schön. Auf die AirPods habe ich lange gewartet, nun sind sie da, der vorherige Artikel enthält meinen ausführlichen Bericht.

Auf der Software-Schiene spendierte uns Cupertino iOS 10, macOS Sierra sowie watchOS 3 und in allen drei Updates war etwas für mich dabei, wie z.B. das Sharing von Apple-Notizen, die übergreifende Zwischenablage, das Entsperren des Mac mit der Watch oder Siri auf dem Mac. Etwas enttäuscht bin ich über die Siri-Nutzung in Dritthersteller-Apps unter iOS 10. Hier hätte ich mir mehr App-Kategorien gewünscht, insbesondere Podcasts. Ich hoffe da sehr auf das nächste Jahr. Schade finde ich auch, dass iOS immer noch nicht mehrere AirPlay-Lautsprecher gleichzeitig bespielen kann. Manchmal scheint Apple nicht so richtig hinter seinen eigenen Technologien zu stehen. Mit watchOS 3 hat Apple seine Watch nochmal ordentlich umgekrempelt und damit die allermeisten Geschindigkeitsprobleme ausgeräumt. Ich trage sie täglich, mit den AirPods hat sie nun auch viele Musiksteuerungsfunktionen bei mir übernommen.

Schließlich brachte mir das Jahr auch noch ein neues Hobby, das Fahrradfahren, was mein Zeitbudget noch etwas angespannter werden läßt. Im Nachhinein kann ich es nur als „bekloppt“ bezeichnen, schon so lange im Flachland zu wohnen – dazu noch in einem dünn besiedelten Bundesland mit herrlicher Natur – und nicht früher damit angefangen zu haben. Aber wie sagt man, besser spät als nie. Auch aus diesem Hobby wird hoffentlich der ein oder andere Artikel hier entstehen. So werde ich schon bald berichten, wie ich mein iPhone am Fahrrad befestige und welche App ich für meine Radtouren nutze.

Global betrachtet war 2016 zweifellos ein irres Jahr: Brexit, US-Wahl, Terror, … Und viel zu viele Prominente, die ich sehr geschätzt habe (David Bowie, Roger Willemsen, Hans-Dietrich Genscher, Bud Spencer, Götz George, Manfred Krug, …), sind leider verstorben.

Zum Schluß noch eine Ankündigung zum Blog selbst. Aufgrund der neuen Rechtslage zum Thema Link-Haftung („LG Hamburg“, sollte jeder, der das Netz intensiver nutzt, eigentlich mitbekommen haben) werde ich künftig externe Seiten wenig bis gar nicht mehr verlinken, da ich einfach keine Lust (und kein Geld) habe, für die Fehler anderer zu haften. Auch meine bisherigen Artikel werde ich in dieser Hinsicht nach und nach überarbeiten. Mit ist bewusst, dass dies für meine Leser zusätzlichen Zeitaufwand bedeutet, z.B. die besprochenen Produkte zu „googlen“, was ich zu entschuldigen bitte. Mir ist leider keine andere Lösung eingefallen. Für wie weltfremd ich diese Rechtslage halte, brauche ich wohl nicht extra zu betonen.

Nochmals schöne Feiertage und schauen wir mal, was das nächste Jahr für uns bringt!

Artikel-Foto: Rostocker Weihnachtsmarkt 2016, aufgenommen aus dem Riesenrad

Version 7.2 - © 1995-2017 by Dr. Markus Jasinski - Impressum