Tag Archive for: Dänemark

Falster

19 Jul 2015
19. Juli 2015

Mein nächster Dänemark-Ausflug führte auf verschiedene Orte der Insel Falster, die direkt gegenüber von Rostock liegt und durch eine zweistündige Fährüberfahrt zu erreichen ist. Höhepunkt war für mich der Besuch von Dänemarks südlichstem Punkt, welcher sich an der Südostspitze dieser Insel befindet. Dies ist gleichzeitig auch die südlichste Stelle ganz Skandinaviens. Dort gibt es einen ca. vier Tonnen schweren Findling, den Südstein, zusammen mit einem flachen Gebäude, welches mit entsprechenden Informationstafeln ausgestattet ist. Unterwegs dorthin kommt man am Leuchtturm von Gedser, Hafenstadt und Dänemarks südlichster Ort, vorbei. Anschließend habe ich Nykøbing, den größten Ort auf der Insel Falster, besucht. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen der gelbe Wasserturm und die gotische Klosterkirche aus dem 15. Jahrhundert. Viele kleine Geschäfte und mehrere Supermärkte laden zum Shopping ein. Rund 90 Fotos dieses Ausflugs können auf meiner Flickr-Seite angeschaut werden.

Møn

15 Jul 2015
15. Juli 2015

Ich war einen Tag auf der dänischen Insel Møn, welche oft als kleine Schwester von Rügen bezeichnet wird. So gibt es beispielsweise ebenfalls eine Kreideküste, die der unsrigen in nichts nachsteht. 497 Stufen geht man hinunter (und nachher wieder hinauf!) um den schmalen Strand vor den Kreidefelsen zu erreichen. Außerdem habe ich mir die Inselhauptstadt Stege, die über 1000 Jahre alte Kirche in Elmelund sowie den Schlosspark von Liselund angeschaut. 120 Fotos dieses Ausflugs können auf meiner Flickr-Seite betrachtet werden.

Dänemark mit dem InterCombi-Ticket

25 Jun 2014
25. Juni 2014

Heute möchte ich – vor allem für die Leser, welche in meiner Region aufhalten, mal etwas „Werbung“ für unser nördliches Nachbarland machen und ein Ticket vorstellen, mit dem man einen sehr günstigen Tagesausflug dorthin realisieren kann.

Es geht um das Königreich Dänemark, genauer gesagt die Inseln Falster und Lolland, die etwa 50 km nördlich von Rostock liegen. Allen, die im Großraum Rostock wohnen oder sich im Rahmen eines Urlaubs hier aufhalten, möchte ich das InterCombi-Ticket empfehlen, welches man ganz einfach online bestellen und ausdrucken kann. Es kostet für die Hin- und Rückreise am selben Tag pro Person nur 29 €, in der Nebensaison sogar nur 22 €.

Das Ticket ist zunächst einmal eine Tageskarte für die Tarifzone Rostock, d.h., man kann aus dem ganzen Stadtgebiet zum Überseehafen fahren (und am Ende der Reise natürlich auch wieder zurück). Dort geht es mit einer Scandlines-Fähre nach Dänemark. Die Überfahrt dauert knapp zwei Stunden und ist an sich natürlich schon ein schönes Erlebnis. An Bord gibt es ein Buffet-Restaurant (Tipp: dort kann man morgens prima frühstücken, insbesondere, wenn man früh unterwegs ist), einen Bistro und zwei Shops. Im Travel-Shop kann man auch Euros gegen dänische Kronen tauschen.

Prins Joachim

Der dänische Hafen heißt Gedser (wird „Geser“ ausgesprochen), ein kleiner Ort an der Südspitze der Insel Falster. Wenn man nur 2-3 Stunden Zeit hat, kann man seinen Aufenthalt auch dort verbringen und z.B. zum „Südstein“ wandern, dem südlichsten Punkt Dänemarks und ganz Skandinaviens. Allen anderen empfehle ich die Weiterfahrt zum größten Ort auf Falster, der Stadt Nykøbing. Hierzu hat man direkt am Fährterminal Anschluß an einen dänischen Bus, der etwa 45 Minuten bis dorthin benötigt. Auch diese Fahrt ist im InterCombi-Ticket enthalten, wie auch weitere Fahrten innerhalb der dortigen Tarifzone 30, welche u.a. die ganze Stadt einschließt.

Nykøbing liegt am sogenannten Guldborgsund, ein schmales Gewässer, welches die beiden Inseln Falster und Lolland voneinander trennt. In Nykøbing gibt es eine Hubbrücke auf die andere Insel, auf der viele sicher den Ort Rødbyhavn, ausgesprochen etwa „Röllbyhaun“, an der Südwestküste kennen, weil dort die Fähren aus Fehmarn ankommen. Man sieht hier übrigens schön, dass Dänisch keine leichte Sprache ist. Viele Wörter sind zwar ähnlich, es gibt jedoch zum Teil erhebliche Unterschiede zwischen Schriftform und Aussprache. Glücklicherweise sind die Dänen in der Regel recht sprachbegabt, so dass man mit Englisch oder Deutsch sehr weit kommt. Sie freuen sich aber auch sehr, wenn man zumindest ein paar dänische Sätze im Repertoire hat, bei mir wird die Verständigung mit jedem Besuch ein wenig besser.

In Nykøbing gibt es für die Ortsgröße recht viele Geschäfte und eine größere Fußgängerzone, die vom Bahnhof, wo der Bus ankommt, in wenigen Minuten zu Fuß erreicht werden kann. Es gibt, allerdings abseits dieser Fußgängerzone, auch Supermärkte, die zum Teil sogar am Sonntag geöffnet sind. Dänemark hat meines Wissens kein Ladenschlußgesetz, dennoch schließen die meisten Geschäfte recht früh, insbesondere am Sonnabend, weshalb ich einen Besuch innerhalb der Woche empfehle (Tipp: Freitags sind im Sommer oft Musikveranstaltungen auf dem Marktplatz). Ansonsten gibt es Museen, einen Wasserturm, eine große Klosterkirche, ein Mittelalterzentrum mit Veranstaltungen (nicht in der Innenstadt, aber per Bus erreichbar), Restaurants, Cafés und noch einiges mehr zu entdecken. Die Preise vor Ort entsprechen etwa denen in Deutschland bzw. liegen manchmal auch darüber.

Mit dem Bus geht es dann vom Bahnhof wieder zurück nach Gedser, wo dann, sofern es keine Verspätungen gibt, nach kurzem Aufenthalt die Fähre gen Rostock in See sticht. Nimmt man jeweils die erste und die letzte Fähre ist zeitlich sogar ein Abstecher nach Kopenhagen (Entfernung ca. 150 km) möglich, entsprechende Züge fahren vom Bahnhof in Nykøbing. Die Fahrzeit beträgt rund zwei Stunden, ich habe das allerdings noch nicht ausprobiert.

Alles in allem kann man hier für kleines Geld eine exotische Reise (immerhin anderes Geld, andere Sprache, anderes Essen, andere Gebräuche, …) in ein sympathisches Land unternehmen, die ich uneingeschränkt empfehlen kann.

Fotos von meinem letzten Ausflug vor ein paar Wochen (bei bestem Reisewetter) habe ich einem Flickr-Album veröffentlicht.

Bornholm

15 Sep 2013
15. September 2013

Wer mir auf Twitter folgt oder ein Facebook-Kontakt ist, hat es wahrscheinlich schon mitbekommen, ich habe meinen diesjährigen Urlaub auf Bornholm verbracht. Die dänische Ostsee-Insel liegt wesentlich näher an Schweden – bis dort sind es nur rund 40 km – als an Dänemark und kann die meisten Sonnenstunden pro Jahr des skandinavischen Königreichs aufweisen. Auf einer Fläche, die ziemlich genau 2/3 so groß ist wie Berlin, leben nur rund 40.000 Einwohner. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich, es gibt kleine Städte, malerische Fischerdörfer, feine Sandstrände, Steilküsten, eines der größten Waldgebiete Dänemarks, Rundkirchen, Burgruinen, Felder, Wiesen und ganz viel Natur. Gewohnt habe ich in einem Hotel am Stadtrand von Rønne, der Hauptstadt, wo auch die Autofähren aus Deutschland, Dänemark und Schweden ankommen.

Die Anreise erfolgte über die Fährverbindung Sassnitz (Rügen) – Rønne, so dass ich endlich mal die schönen Kreidefelsen der größten deutschen Insel von der Seeseite bewundern konnte. Die Überfahrt dauert 3,5 Stunden und war auf der Anreise recht stürmisch. Die freundlichen Inselbewohner sprechen fast alle sehr gut deutsch (zumindest die, mit denen man als Tourist zu tun hat), obwohl ich mich sehr bemüht habe, möglichst alle Anfragen in der Landessprache zu stellen, wie es eigentlich immer mache, wenn ich irgendwo zu Gast bin. Auch der Euro wird in vielen Geschäften akzeptiert. Das Preisniveau ist, wie in Dänemark üblich, höher als in Deutschland, wovon man sich z.B. bei einem Besuch im Supermarkt schnell überzeugen kann. Das Essen war sehr gut, wann immer es möglich war, habe ich zu den inseltypischen Fischspezialitäten gegriffen (Tipp: unbedingt mal eine Räucherei besuchen). Die sonst so verbreiteten Fastfood-Ketten habe ich auf Bornholm nirgendwo gesehen. Das Eiland ist bekannt für sein Kunsthandwerk, in zahlreichen meist kleinen Werkstätten und Glasbläsereien kann man sich vom Können der einheimischen Künstler überzeugen.

Alles in allem, eine charmante, saubere und idyllische Insel, die ich gerne wieder besuche. Ich habe meine DSLR-Kamera mitgenommen und bin mit über 1.000 Fotos zurückgekommen. Nach dem Aussortieren sind etwa 800 übrig geblieben, von denen knapp 700 öffentlich in einem Flickr-Album zu sehen sind. Vielleicht können sie den ein oder anderen zu einem Bornholm-Besuch inspirieren…

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