2. Auflage meines Siri-Buchs – jetzt mit den Neuerungen aus iOS 7

26 Nov 2013
26. November 2013

In den letzten Wochen sind hier relativ wenig Artikel erschienen. Das liegt aber nicht daran, dass mir die Lust am Schreiben vergangen ist. Im Gegenteil, seit dem Erscheinen von iOS 7 habe ich fleissig an einer Neuauflage meines E-Books „Die inoffizielle deutsche Siri-Referenz“ gearbeitet. Es ist mir eine große Freude, das Ergebnis meiner Bemühungen heute vorzustellen.

Die Erstauflage erschien vor ziemlich genau einem Jahr und ist entstanden, weil ich nirgendwo eine einigermaßen vollständige Zusammenfassung der Befehle gefunden habe, die Siri versteht. Dass fand ich sehr schade, denn mit Hilfe der Sprachsteuerung lassen sich auf dem iPhone, iPad oder iPod touch viele Dinge deutlich effizienter erledigen als „zu Fuß“ über das Starten von Apps und die Eingabe von Terminen, Notizen, Suchen etc. über die Bildschirmtastatur. „Weck mich in 5 Stunden“ ist nunmal wesentlich schneller gesagt, als die Uhr-App entsprechend per Hand zu bedienen.

Siri hat mit iOS 7 ordentlich dazugelernt, insbesondere in den Bereichen Gerätesteuerung und Internet-Recherchen. Neue Befehle wie z.B. „WLAN einschalten“, „Ist Bluetooth aktiviert?“ oder „Was ist die Hauptstadt von Angola?“ machen unsere Sprachassistentin zu einem noch mächtigerem Werkzeug. Für die Neuauflage wurden alle bisher aufgeführten Befehle nochmal getestet (es gibt tatsächlich Kommandos, die sich geändert haben oder nicht mehr funktionieren), sämtliche Screenshots aktualisiert und alles neu hinzugefügt, was ich bis heute gefunden habe. Apple hat auch wieder ein paar „Gimmicks“ – wie beispielsweise „Kopf oder Zahl?“ eingebaut, die natürlich im Buch ebenfalls nicht ausgespart werden. Auch das Einführungskapitel wurde erweitert und geht jetzt u.a. auf die Sicherheitsaspekte von Siri ein.

Das E-Book ist erneut im epubli-Verlag erschienen und kostet – trotz des gestiegenen Umfangs – weiterhin nur 3,99 Euro (Link zur Produktseite). Wer nicht die berühmte “Katze im Sack” kaufen möchte, kann hier einen Buchauszug mit drei vollständigen Kapiteln herunterladen. Das Buch wird in den nächsten Tagen auch in den großen Online-Stores von Amazon, Apple, Google usw. erscheinen, beim direkten Kauf über epubli.de ist allerdings das Autorenhonorar höher. Ich würde mich sehr freuen, wenn meine Leser dieses Blog durch den Erwerb der Neuauflage weiter unterstützen. Dafür schon mal meinen herzlichen Dank!

Update 17.12.2013: Das E-Book ist inzwischen in zahlreichen Online-Stores erhältlich, es folgt eine kleine Liste. Der Preis ist überall gleich.

Buch bei Amazon kaufen (Kindle-Format)
Buch bei iTunes/Apple kaufen
Buch bei Google Play kaufen
Buch bei Hugendubel kaufen
Buch bei Weltbild kaufen

Breaking Bad

03 Nov 2013
3. November 2013

Zugegeben, das Thema ist etwas ungewöhnlich für mein Blog und ich bin vielleicht auch etwas spät dran, aber kaum etwas – außerhalb von Arbeit und Macs versteht sich – hat mich in den letzten Monaten so fasziniert wie die inzwischen abgeschlossene Fernsehserie “Breaking Bad”. Der – wie sich für mich herausstellte völlig berechtigte – Hype um die Serie erreichte mich irgendwie erst dieses Jahr und ohne die Möglichkeit, alle Folgen bei Watchever zu schauen, hätte ich vermutlich auch nie damit angefangen. Meine Erwartungen waren nicht zu hoch, zumal an guten Serien in der letzten Zeit erfreulicherweise kein Mangel herrscht.

Doch schon nach einer Folge war mir klar, dass hier kein 08/15-Fernsehen auf mich wartet. Eine spannende, glaubwürdige Handlung voller Tiefe und häufigen Wendungen, skurrile Szenen, die grandiose Landschaft New Mexicos (ich war einmal mehrere Monate dort), großartige, überzeugende Schauspieler, erstklassige Kameraführung und passende Musik sorgten dafür, dass ich es bis zur nächsten Episode kaum erwarten konnte und manchmal gar mehrere am Stück geschaut habe. Natürlich habe ich keine Folge ausgelassen. Zum Inhalt möchte ich nicht viel schreiben. Wer die Serie gesehen hat, kennt ihn und wer nicht, dem möchte ich nichts vom TV-Genuss nehmen. Hauptdarsteller ist der überqualifizierte Chemie-Lehrer Walter White, der nach einer Krebsdiagnose anfängt Drogen zu kochen, um seine Familie abzusichern und sich im Laufe dessen sehr verändert. Der Begriff „Breaking Bad“ kommt aus dem Südstaaten-Slang und bedeutet in etwa „auf die schiefe Bahn geraten“. Ich muss jedoch warnend hinzufügen, dass die Serie nicht für jeden geeignet ist, da einige – an wenigen Stellen sogar extreme oder schockierende – Gewaltszenen vorkommen, so dass das Mindestalter völlig zurecht 16 Jahre ist. Diese sind aber in der Regel nur Mittel zum Zweck, um die Story zu unterstützen. Auch in der Realität ist das skizzierte Milieu sicherlich kein Wellness-Club.

Insgesamt gibt es fünf Staffeln, die zwischen 7 und 16 Folgen umfassen und die Qualität nimmt im Laufe der Serie nicht ab, wie ich es schon häufig erlebt habe, ganz im Gegenteil! Wer “Breaking Bad” nicht kennt, verpasst eine Sternstunde der Fernsehgeschichte. Man sollte aber unbedingt von vorne anfangen und keine Episode auslassen, denn die Handlung baut aufeinander auf und die faszinierende Entwicklung der Charakteren trägt viel zur Klasse dieses Meisterwerks bei. Meine Wertung ist 10 von 10.

Dispatch – Inbox Zero mit dem iPhone

12 Okt 2013
12. Oktober 2013

Vor fast zwei Jahren habe ich mit “Inbox Zero” eine Methode vorgestellt, mit der sich E-Mails zügig abarbeiten lassen, damit unser Posteingang schnell leer wird. Zum besseren Verständnis des heutigen Beitrags ist es sinnvoll, sich mit dieser Arbeitsweise, will sagen dem verlinkten Artikel, nochmal kurz vertraut zu machen, falls man sie sich noch nicht angeeignet hat. Mailboxen eignen sich schlecht als Aufgabenlisten, da insbesondere bei längeren E-Mails der Kern einer Nachricht bzw. der Teil, aus dem sich eine Aufgabe ergibt, bei jedem Lesen neu erfasst werden muss. Das Abarbeiten einer Inbox ist nicht so schwer wie es zunächst vielleicht scheint, da es pro Nachricht nur wenige Dinge sind, die mit ihr passieren können:

  • Löschen/Archivieren
  • Delegieren
  • Beantworten
  • Aufschieben
  • Erledigen

Verinnerlicht man diese Vorgehensweise ist schnell entschieden, was mit einer Mail zu tun ist. Haben wir allerdings nur unser iPhone zur Hand ergibt sich das Problem, dass die mitgelieferte Mail-App nicht optimal für diesen Workflow geeignet ist. So ist es beispielsweise recht aufwändig aus einer E-Mail eine Aufgabe in OmniFocus, dem Aufgaben-/GTD-System meiner Wahl, zu machen. Hier kommt die App “Dispatch” (derzeit 4,49 € im App Store, benötigt iOS 7) ins Spiel, die genau auf die einführend genannten Dinge ausgelegt ist. Es handelt sich nicht um ein vollständiges Mail-Programm, da nur Zugriff auf die Inbox(en) besteht. Dafür ist aber alles vorhanden, diese schnell gen Null zu bringen.

In der E-Mail-Liste, die man mit einem Umschalter unten auf ungelesene oder markierte Mails beschränken kann, kommt man durch Wischen von rechts nach links auf einem Nachrichteneintrag zu einer Icon-Leiste mit fünf Aktionen (s. Titelbild oben). Von links nach rechts können wir hier

  • den Lesestatus zwischen gelesen und ungelesen hin- und herschalten
  • eine E-Mail markieren bzw. die Markierung wieder aufheben
  • die E-Mail archivieren (welcher Mail-Ordner unser Archiv ist, wird in den Einstellungen festgelegt)
  • die E-Mail verschieben (in einen “Schnellverschiebeordner”, der ebenfalls festgelegt werden kann, oder in einen beliebigen anderen Ordner)
  • die E-Mail löschen

Nach dem Löschen oder Archivieren wird für kurze Zeit ein Rückgängig-Knopf angeboten, falls man im Eifer des Gefechts einen Fehler gemacht hat, was eine gute Idee ist. Wir können übrigens in der Liste auch noch weiter nach links wischen, dann wird die sogenannte Schnellaktion ausgeführt, die mit “Archivieren”, “Als Spam markieren” oder “Löschen” belegt werden kann. Da es für zwei dieser Aktionen ja schon ein Icon in der Leiste gibt, hab ich mich für den Spam entschieden, was sich als recht praktisch erwiesen hat. In den Einstellungen kann wiederum konfiguriert werden, welcher Ordner den Spam aufnehmen soll. Auch diese Aktion kann in einem entsprechenden Zeitfenster wieder rückgängig gemacht werden.

Dispatch 1

Tippt man in der Nachrichtenliste auf eine E-Mail wird deren Detailansicht geöffnet. In dieser Ansicht stehen verschiedene Schaltflächen zur Verfügung. Der Pfeil nach links führt zurück zur Liste, was aber auch mit einem Wisch von links nach rechts erledigt werden kann. Der Pfeil oben rechts dient zum Beantworten oder Weiterleiten der Nachricht, eine Beantwortung ist aber auch per Wischgeste von rechts nach links möglich. Die Schaltflächen unten dienen zum Ändern des Lesestatus, für die Navigation zur vorherigen und nächsten Nachricht, zum Löschen der E-Mail und um eine sogenannte Aktion auszulösen. Und genau hier liegt die große Stärke von Dispatch, das Weiterverarbeiten der E-Mail in anderen Apps:

Dispatch 2

Welche Apps hier erscheinen sollen wird – man ahnt es vielleicht schon – wieder in den Einstellungen festgelegt, dort stehen eine ganze Reihe zur Auswahl. Zu den Apps gehören u.a. OmniFocus, Things, Clear, Todo, Drafts, Evernote, Fantastical und Erinnerungen. Zusätzlich kann noch konfiguriert werden, welche Aktionen beim Antippen von Links (z.B. Öffnen in Safari oder Chrome oder 1Password), Datumsangaben und Uhrzeiten (Ereignis erstellen, in Fantastical öffnen, …), Telefonnummern (Anruf, Facetime, Skype, …) sowie Adressen (Apple Maps, Google Maps, Kontakt anzeigen, …) angeboten werden sollen. Das macht Dispatch zu einer mächtigen Schaltzentrale auf dem iPhone.

Zu guter Letzt ist die App auch noch darauf ausgelegt, E-Mails zügig zu beantworten. Dazu verfügt sie sowohl über eine eigene Textschnipsel-Verwaltung als auch Unterstützung für TextExpander. Ich verwende ausschließlich die TextExpander-Snippets, da ich bereits über eine große Zahl von Textbausteinen verfüge.

Es lohnt sich also, mal darüber nachzudenken, Dispatch für den eigenen E-Mail-Workflow zu nutzen. Die App hat ein interaktives Tutorial integriert, was den Einstieg erleichtert. Wie bereits angedeutet, kann der E-Mail-Helfer nicht alles was Apples Mail-App leistet, ist also kein Ersatz, sondern eher ein “Companion” mit beachtlichen GTD- und Inbox-Zero-Stärken. Es fehlen z.B. die Funktionen E-Mails zu signieren oder zu verschlüsseln. Dispatch arbeitet nur mit IMAP-Konten, Exchange oder POP3 werden nicht unterstützt. Wünschenswert wäre auf jeden Fall noch eine iPad-Version, deren Entwicklung aber laut Anbieter noch nicht entschieden ist.

Wo gibt es gerade vergünstigte iTunes-Karten?

23 Sep 2013
23. September 2013

Für uns Apple-Nutzer sind sie fast so etwas wie eine zweite Währung – iTunes-Karten. Mit iTunes-Guthabenkarten kann man Apps, In-App-Käufe Musik, Filme, TV-Serien und E-Books bezahlen, sofern die entsprechenden Titel im iTunes-Store angeboten werden. Regelmäßig bieten Geschäfte vor Ort (z.B. Supermärkte, Drogerien oder Elektromärkte) die Karten vergünstigt an, z.B. die 25-Euro-Karte für 20 Euro. Damit spart man bei seinen Einkäufen bares Geld, insbesondere bei hochpreisigen Apps wie z.B. Apples “Final Cut Pro”.

Damit wir keine solche Aktion verpassen, gibt es seit ein paar Wochen die Gratis-App “Rabatt” (App-Store-Link), welche aktuelle und künftige Karten-Angebote anzeigt.

Rabatt

Neben der aktuellen Angebotsliste ist jeweils eine Umgebungskarte mit den nächstgelegenen Geschäften integriert. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dem Betreiber der App neue Rabattaktionen per integriertem Formular zu melden.

Bornholm

15 Sep 2013
15. September 2013

Wer mir auf Twitter folgt oder ein Facebook-Kontakt ist, hat es wahrscheinlich schon mitbekommen, ich habe meinen diesjährigen Urlaub auf Bornholm verbracht. Die dänische Ostsee-Insel liegt wesentlich näher an Schweden – bis dort sind es nur rund 40 km – als an Dänemark und kann die meisten Sonnenstunden pro Jahr des skandinavischen Königreichs aufweisen. Auf einer Fläche, die ziemlich genau 2/3 so groß ist wie Berlin, leben nur rund 40.000 Einwohner. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich, es gibt kleine Städte, malerische Fischerdörfer, feine Sandstrände, Steilküsten, eines der größten Waldgebiete Dänemarks, Rundkirchen, Burgruinen, Felder, Wiesen und ganz viel Natur. Gewohnt habe ich in einem Hotel am Stadtrand von Rønne, der Hauptstadt, wo auch die Autofähren aus Deutschland, Dänemark und Schweden ankommen.

Die Anreise erfolgte über die Fährverbindung Sassnitz (Rügen) – Rønne, so dass ich endlich mal die schönen Kreidefelsen der größten deutschen Insel von der Seeseite bewundern konnte. Die Überfahrt dauert 3,5 Stunden und war auf der Anreise recht stürmisch. Die freundlichen Inselbewohner sprechen fast alle sehr gut deutsch (zumindest die, mit denen man als Tourist zu tun hat), obwohl ich mich sehr bemüht habe, möglichst alle Anfragen in der Landessprache zu stellen, wie es eigentlich immer mache, wenn ich irgendwo zu Gast bin. Auch der Euro wird in vielen Geschäften akzeptiert. Das Preisniveau ist, wie in Dänemark üblich, höher als in Deutschland, wovon man sich z.B. bei einem Besuch im Supermarkt schnell überzeugen kann. Das Essen war sehr gut, wann immer es möglich war, habe ich zu den inseltypischen Fischspezialitäten gegriffen (Tipp: unbedingt mal eine Räucherei besuchen). Die sonst so verbreiteten Fastfood-Ketten habe ich auf Bornholm nirgendwo gesehen. Das Eiland ist bekannt für sein Kunsthandwerk, in zahlreichen meist kleinen Werkstätten und Glasbläsereien kann man sich vom Können der einheimischen Künstler überzeugen.

Alles in allem, eine charmante, saubere und idyllische Insel, die ich gerne wieder besuche. Ich habe meine DSLR-Kamera mitgenommen und bin mit über 1.000 Fotos zurückgekommen. Nach dem Aussortieren sind etwa 800 übrig geblieben, von denen knapp 700 öffentlich in einem Ipernity-Album zu sehen sind. Vielleicht können sie den ein oder anderen zu einem Bornholm-Besuch inspirieren…

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