Podcast aus individuellen Einzelfolgen abonnieren

10 Nov 2012
10. November 2012

Podcasts hat man meist im Abo und hört mehr oder weniger jeder Folge seiner Lieblingssendungen (an dieser Stelle sei der Verweis auf meinen Artikel mit empfehlenswerten Podcasts zu Apple-Themen erlaubt). Abspielgeräte sind heutzutage in der Regel Smartphones oder andere mobile Lösungen wie z.B. der iPod touch, die zu Hause mit Hilfe einer WLAN-Verbindung kostengünstig betankt werden. Der Konsum der Inhalte erfolgt dann häufig unterwegs (nun ja, bei mir zumindest). In diesem Zusammenhang bin ich schon häufiger auf das Problem loser Einzelfolgen gestoßen. Gelegentlich findet man interessante Folgen eines Podcasts, den man aber wegen 1-2 Episoden nicht gleich abonnieren möchte.  Oder man will einfach mal einen neuen Podcast kennenlernen und eine Schnupperfolge aufs Smartphone laden. Oder man wird per Twitter, Facebook oder Newsreader auf eine interessante Einzelsendung hingewiesen.

Für diese Szenarien bieten klassische Podcast-Apps – wie z.B. mein geliebtes Instacast – keine zufriedenstellende Lösung. Man kann zwar Einzelfolgen aus dem Katalog streamen (so sie denn dort vorhanden sind), ein Download für unterwegs ist aber in vielen Fällen ohne Abo nicht möglich. Vor ein paar Wochen habe ich nun endlich eine brauchbare Lösung gefunden und zwar in Form des Webdienstes Huffduffer. Die Idee von Huffduffer ist so einfach wie genial. Findet man eine Webseite mit einem Podcast, kann man diesen mit Hilfe eines Bookmarklets (gibt’s auf der Huffduffer-Seite) oder einer Safari-Extension seiner Sammlung hinzufügen. Dazu muss man sich zuvor bei dem Dienst angemeldet haben (das Prinzip erinnert ein wenig an Instapaper). Der Clou an der Sache ist, dass Huffduffer es erlaubt, die eigene Sammlung als ein Podcast zu abonnieren. D.h., jede gebookmarkte Sendung – egal wo diese herkommt – ist eine Folge, welche bei einem Abo automatisch heruntergeladen wird.

Alles, was wir auf unserem mobilen Gerät brauchen ist eine Podcast-App, bei der man die Webadresse eines zu abonnierenden Podcasts selber angeben kann (z.B. Instacast). Die Webadresse finden wir auf unserer Profilseite:

Huffduffer

In Instacast (Vorgehensweise für andere Apps bitte selber recherchieren) tippen wir dazu auf der Hauptseite unten links auf das große Plus-Zeichen und dann oben links auf den Link-Knopf (Ketten-Symbol). In das große Textfeld tragen wir nun den Link zu unserem Huffduffer-Podcast ein:

Instacast

Das war’s dann aber auch schon. Wir haben nun unseren eigenen Podcast-Feed, den wir fleißig über’s Web befüllen können.

Per Tastenkombination als PDF sichern

03 Nov 2012
3. November 2012

Zu den Vorzügen von OS X gehört, dass man Dokumente über den Druckdialog als PDF sichern kann. Damit können wir aus so ziemlich jeder App Dokumente in einem portablen, einigermaßen zukunftssicheren Format speichern bzw. archivieren, ein wichtiger Baustein für ein papierloses Leben. Der folgende Trick, den ich mir bei David Sparks abgeschaut habe, beschleunigt diesen Workflow durch das Erstellen einer neuen Tastenkombination nicht unwesentlich.

Wir gehen in die Systemeinstellungen in den Unterpunkt „Tastatur“, Reiter „Tastaturkurzbefehle“ und wählen in der linken Spalte auf den Punkt „Programmkurzbefehle“:

PDF-Druck 1

Nun klicken wir auf die Plus-Schaltfläche unterhalb der beiden Listen, es öffnet sich ein kleines Unterfenster:

PDF-Druck 2

Dieses füllen wir exakt so aus wie hier abgebildet (jede Abweichung im Feld „Menü“ bringt das Vorhaben zum scheitern):

PDF-Druck 3

Als Tastenkombination bietet sich Cmd-P an, dazu gleich mehr. Zunächst sichern wir den neuen Programmkurzbefehl mit der Schaltfläche „Hinzufügen“. Der Abschnitt „Alle Programme“ hat nun einen Eintrag mehr:

PDF-Druck 4

Wenn wir nun ein Dokument als PDF sichern möchten, z.B. in Safari, brauchen wir nur 2x hintereinander Cmd-P zu drücken. Der Clou dabei ist, dass wir dazu die Cmd-Taste zwischen den beiden P nicht loslassen müssen, daher fiel die Wahl für diese Tastenkombination auf Cmd-P.

Siri-Befehlsliste

20 Okt 2012
20. Oktober 2012

Siri ist Apples Sprachsteuerung für das iPhone 4S, iPhone 5, das neue iPad und die aktuelle Generation des iPod touch. Ich hab mir mal die Mühe gemacht und eine – nicht ganz vollständige – deutsche Befehlsliste zusammengestellt, die ich ab und zu erweitern werde. Neue Fundstücke (bitte keine leichten Abwandlungen) können gerne als Kommentar zu diesem Artikel eingetragen werden!

Hier geht’s zur Liste der Siri-Befehle!

Siri

Nachtmodus für Apple Maps

13 Okt 2012
13. Oktober 2012

Nun, da Apples neue Karten-App auch eine Navigationsfunktion beinhaltet, wird diese sicherlich auch von einer ganzen Reihe Nutzern verwendet werden. Maps fehlt allerdings ein wichtiges Feature, der Nachtmodus. Ohne diese Funktion hat man im Dunkeln eine relativ helle, mitunter störende Lichtquelle im Cockpit. Zum Glück lässt sich diese Funktion leicht mit Bordmitteln nachrüsten.

Dazu öffnen wir in die Einstellungen des iPhones oder iPads und gehen nach Allgemein > Bedienungshilfen > Home-Dreifachklick und konfigurieren diesen auf „Farben umkehren“:

Bedienungshilfen

Nun können wir in der Maps-App mit einem Dreifachklick des Home-Buttons zwischen Tag- und Nachtmodus hin- und herschalten:

Maps Tag

Maps Nacht

Nr. 5 lebt!

06 Okt 2012
6. Oktober 2012

Eigentlich sollte ich das iPhone 5 schon eine gute Woche länger haben, allerdings wies mein erstes Fünfer bereits im Auslieferungszustand zwei Kratzer im Rahmen auf. Und da war ich nicht allein, das Problem wurde im Internet unter dem Namen „Scuffgate“ bekannt (hier z.B. ein Heise-Artikel dazu). Fast jede iPhone-Generation bringt so ihre Wehwehchen mit, viele werden sich sicher noch an Antennagate erinnern. Beim iPhone 4 hatte dies aber wenig praktische Auswirkungen in meinem Alltag, allerdings finde ich Kratzer schon beim Auspacken nicht akzeptabel. Apple hat das iPhone problemlos und zügig ausgetauscht, was meinen guten Eindruck vom AppleCare-Service bestätigt hat. Ich habe mein Austauschgerät nun drei Tage, es hat keinerlei optische Mängel. Dennoch halte ich – nach allem was ich im Internet dazu gelesen habe – die Beschichtung beim schwarzen iPhone für empfindlich, sodass alle, die auf eine schöne Langzeitoptik wert legen, diesmal über das weiße Modell nachdenken sollten.

Für einen umfassendes Urteil über das neue iPhone reicht die Zeit noch nicht aus. Natürlich fällt sofort der größere Bildschirm ins Auge. Die Maße scheinen gut überlegt, die Homescreens bieten nun eine Reihe Icons mehr, was mir bei meinen vielen Apps sehr entgegenkommt, immerhin konnte ich zwei Bildschirme einsparen. Viele Programme zeigen im Hochformat nun mehr Daten an, z.B. Termine im Kalender. Durch die moderate Vergrößerung der Touchscreen-Fläche ist eine Einhand-Bedienung weiterhin möglich, was bei noch größeren Bildschirmen nicht mehr der Fall ist. Das neue Seitenverhältnis ermöglicht nun ein Abspielen von Spielfilmen ohne sichtbaren Rand. Ein Nachteil sei jedoch nicht verschwiegen, vieles von meinem Zubehör wie Taschen und Ständer passt nun nicht mehr. Leider sind auch noch nicht alle von meinen häufiger genutzten Apps an die neue Größe angepasst, allerdings fällt das beim schwarzen iPhone erst auf den zweiten Blick auf, da die ungenutzte Fläche ebenfalls schwarz ist. Dennoch hoffe ich, dass ein Großteil der Entwickler zügig nachzieht.

IPhone 5 Homescreen

Mein neuer Homescreen

Neben dem neuen Formfaktor spürt man sofort das reduzierte Gewicht des iPhone 5. Meinen ersten Gedanken – haben die vergessen den Akku einzubauen? – teilen sicherlich viele, die dieses Telefon bereits in der Hand hatten. Angenehm, wenn man es länger mit einer Hand festhalten muss. Schon jetzt kommt mir mein altes iPhone 4 ziemlich schwer vor.

Innerhalb kürzester Zeit bemerkt man auch die deutlich gesteigerte Geschwindigkeit des neuen Modells, insbesondere wenn man wie ich vom iPhone 4 kommt. Die allermeisten Apps starten sehr sehr zügig, um nicht zu sagen instantan. Verzögerungen bei Tastatureingaben oder anderen Interaktionen konnte ich bisher nicht beobachten, alles läuft sehr sehr flüssig.

Auch die UMTS-Geschwindigkeit kann sich sehen lassen. LTE habe ich momentan nicht als Tarifoption gebucht, dennoch ergab ein Speedtest eine Download-Geschwindigkeit von fast 20 MBit/s, ein Vielfaches von dem, was mit dem iPhone 4 erreichbar war und mehr als meine 16 MBit/s DSL-Leitung schafft. Beeindruckend.

Speedtest

Speedtest

Ich hatte noch nicht viele Gelegenheiten, die Kamera auszuprobieren und möchte diese daher erstmal ausklammern. Bin sehr gespannt, ob sie die bereits sehr brauchbare Kamera des iPhone 4 merklich übertrifft.

Um die Akkulaufzeit zu beurteilen, ist es noch zu früh, bisher hat allerdings auch noch keines meiner iPhones in dieser Hinsicht Probleme bereitet.

Eine wesentliche Änderung beim neuen iPhone ist sicherlich auch der neue Connector, „Lightning“ genannt. Er sorgt dafür, dass auch mein restliches Zubehör nicht mehr direkt verwendbar ist. An dieser Stelle muss ich dann auch mal Kritik anbringen. Allerdings nicht am Anschluss selbst, das kann man nach 9 Jahren durchaus machen, zumal viele Pins gar nicht mehr genutzt wurden und man nun nicht mehr darauf achten muss, wie rum man den Stecker im Gerät platziert. Zu bemängeln ist hier vielmehr, dass nicht vom ersten Tag an genügend Adapter und Ersatzkabel zur Verfügung stehen. Das halte ich für das allerwichtigste, wenn man einen solchen zentralen Standard ändert!

Die neuen Earpods tragen sich angenehm und klingen – zumindest meinem subjektiven Hörgefühl nach – auch besser. Die Schaltflächen sind leichtgängiger als beim vorherigen Modell.

Neben den genannten Dingen, gibt es für mich natürlich auch Neuerungen, die das iPhone 4S, welches ich vertragsbedingt übersprungen habe, bereits mitgebracht haben. Hier sind vor allem Siri und AirPlay-Mirroring zu nennen. Auf Siri hab ich mich sehr gefreut und wie sich zeigt zurecht. Ich bin sehr oft zu Fuss mit Headset unterwegs und höre dabei Musik oder Podcasts. Nun kann ich – ohne das iPhone aus der Tasche zu nehmen – nach der Uhrzeit fragen, neue Nachrichten vorlesen lassen, Termine abfragen oder hinzufügen, Erinnerungen eintragen lassen, einen Anruf starten oder einen anderen Musiktitel auswählen. Das ist wirklich praktisch. Natürlich probiert man als neuer Siri-Nutzer auch die witzigen Seiten des Sprachassistenten aus, erstaunlich wieviel Smalltalk da eingebaut ist.

Siri

Siri

Zu iOS 6 – ich habe bereits auf dem iPhone 4 seit dem Erscheinungstermin damit gearbeitet – schreibe ich, wenn es meine Zeit erlaubt, eventuell später etwas, damit dieser Artikel nicht zu lang wird. Kurzfassung: Vor allem viele kleine Verbesserungen (iCloud-Tabs, VIP-Mails, Anrufe mit Nachrichten abweisen, Ruhemodus, Updates ohne Passwort, Facebook-Integration, …), die das iOS-Leben noch angenehmer gestalten. Die Karten-App reicht sicherlich nicht an Google Maps heran, ist allerdings – zumindest für Rostock – auch kein Totalausfall, wie mancherorts zu lesen war.

Apple Maps

Apple Maps

Fazit zum neuen iPhone: Wie gesagt, für ein endgültiges Urteil ist es noch zu früh. Nichtsdestoweniger fühlt sich das iPhone 5 – im Vergleich zum iPhone 4 (und das gilt sicher für 3GS-Nutzer um so mehr) – wie ein großes, deutlich spürbares Upgrade an. Wer sich eins zulegen möchte, sollte neben Geduld (die Lieferzeiten sind immer noch lang) auch etwas Geld für neues Zubehör einplanen. Schauen wir mal, was die nächsten Tage bringen.

Version 7.2 - © 1995-2018 by Dr. Markus Jasinski - Impressum