Send to Kindle

27 Apr 2012
27. April 2012

Einer der schnellsten Wege, Dokumente – in meinem Fall vor allem PDF-Dateien – vom Mac auf das iPad zu bekommen, führt seit kurzem über Amazon. Der Internet-Gigant bietet seit wenigen Tagen seine Software „Send to Kindle“ auch für den Mac an. Mit diesem Tool können sehr leicht Dokumente zum mobilen Lesen an ein Kindle-Gerät oder die Kindle-App auf dem iPad gesendet werden. Wir können sogar einfach quasi in einen Kindle hineindrucken. Dieser Artikel beschreibt die Einzelheiten.

Nach dem Download der Software (Link s.o.) starten wir das Installationspaket:

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Kopieren in den Programme-Ordner reicht bei dieser App nicht aus, da u.a. ein Druckertreiber installiert wird. Für den Fall, dass die Software wieder gelöscht werden soll, bringt sie einen Uninstaller mit.

Nach der Installation müssen wir der Software unser Amazon-Konto mitteilen, damit die Dokumente auch auf dem richtigen Kindle landen:

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Laut Dokumention werden eine ganze Reihe an Dateiformaten (Word, HTML, Kindle, PDF, …) unterstützt.

Es gibt nun mehrere Wege, Dokumente an einen Kindle bzw. die Kindle-App zu senden:

  • Drag & Drop auf das Dock-Icon der App
  • Drag & Drop in die App
  • im Finder mit dem Kontextmenü (Rechtsklick) einer Datei: Dienste > Send to Kindle
  • das Dokument drucken und dabei den Drucker „Send to Kindle“ verwenden

Senden über die App:

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Senden als Druckauftrag:

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Gerade dieser Weg ist sehr mächtig, um auf elegante Weise ein großes Spektrum an Dokumenten weiterzureichen.

Jeder dieser Möglichkeiten führt zu folgendem Dialog;

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Hier können zunächst Buchtitel und Autor so angepasst werden, wie sie auf dem mobilen Gerät angezeigt werden sollen. Ferner werden Transportweg und Zielgerät festgelegt. Ein Klick auf „Send“ schickt unser Dokument auf Reisen, die Upload-Dauer hängt natürlich von der Dateigröße und unserer Internetanbindung ab. Am Ende kommt eine Vollzugsmeldung, die wir mit „Don’t show this again“ auch loswerden können:

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Beim nächsten Start der iPad-App wird das betreffende Dokument dann auf das Gerät geladen und kann nun dort bequem gelesen werden:

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Mit der iBooks-App ginge das nur über einen drahtlosen Sync mit iTunes im selben Netz. Oder man müsste die Dateien in einen Dienst wie Dropbox schicken und vom mobilen Client dann an z.B. iBooks weiterleiten. Da scheint mir der hier beschriebene Weg eleganter zu sein, weil die Dokumente direkt in einer App landen, die zum Lesen ausgelegt ist. Für Besitzer von Kindle-Hardware – dazu gehöre ich momentan nicht und konnte diesen Weg daher auch nicht testen – ist diese Lösung geradezu ideal.

Kindle™ is a trademark of Amazon.com, Inc.

Fotostream im Finder anzeigen

13 Apr 2012
13. April 2012

Fotostream ist ein Feature von Apples iCloud. Dieser Dienst stellt im wesentlichen in chronologischer Reihenfolge alle Fotos und Screenshots zusammen, die wir auf dem iPhone oder dem iPad aufgenommen haben. Der Umfang der Bilder, die Apple auf dieser Weise in der Wolke speichert ist sowohl zeitlich als auch von der Anzahl der Bilder begrenzt. Betrachtet werden kann der Fotostream auf dem iPhone, dem iPad (bei diesen beiden Geräten gibt es ein gesondertes Fotostream-Album), auf dem Apple TV, sogar auf Windows-Rechnern (hier landen die Bilder in einem Ordner) und natürlich auf dem Mac. Dort steht der Fotostream bisher ausschliesslich in den Foto-Apps “iPhoto” und “Aperture” zur Verfügung und zwar nur in einer von beiden (muss entsprechend konfiguriert werden). Die Darstellung wird auf allen Geräten synchron gehalten. Fotostream benötigt einen Mac mit 10.7.2 oder höher und iOS-Geräte ab iOS 5. Fotostream muss in den iCloud-Einstellungen aktiviert sein:

finderstream0

Auf diese Weise können wir z.B. auf dem iPhone ein Foto machen und es kurze Zeit später auf dem iPad oder dem Mac betrachten (nach meiner Erfahrung kann es ein kleines Weilchen dauern bis ein Foto auf dem Mac erscheint) – ohne weiteres Zutun. Heute soll es darum gehen, diese Bilder direkt im Finder des Mac anzuschauen. Technisch betrachtet landen die Aufnahmen in einem vergrabenen Ordner, den iPhoto und Aperture dann quasi anzapfen. Das wollen wir nun unmittelbar im Finder tun. Wenn wir mal schnell ein Bild aus dem Stream benötigen, kommen wir mit dieser Methode rasch ans Ziel.

Dazu gehen wir via Finder in den Ordner „Library/Application Support/iLifeAssetManagement/assets/sub“ unseres Benutzerverzeichnisses. Der Library-Ordner ist ab Lion standardmäßig versteckt, jedoch mit einem Alt-Klick auf das Gehe-zu-Menü des Finders erreichbar. Permanent sichtbar wird der Ordner wieder mit folgendem Terminal-Befehl:

chflags nohidden ~/Library/

Der Ordner enthält einen ganzen Haufen Verzeichnisse:

finderstream1

Nun lösen wir mit Cmd-F eine Suche im Finder aus:

finderstream2

Wir kümmern uns nicht um die Suchtexteingabe, sondern stellen „Durchsuchen“ von „Diesen Mac“ auf „sub“ um (in der grauen Leiste unterhalb der Toolbar). Direkt darunter stellen wir das Kriterium „Art“ auf „Bild“, das dann erscheinende dritte Auswahlfeld bleibt auf „Alle“.
Und schon sehen wir den Fotostream:

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Um diese Schritte nicht immer wiederholen zu müssen, sichern wir das Ganze als intelligenten Ordner mit Hilfe des Buttons „Sichern“. Als Name bietet sich „Fotostream“ an, der Haken bei „Zur Seitenleiste hinzufügen“ sollte gesetzt bleiben:

finderstream4

Nun können wir den Fotostream direkt links in der Seitenleiste des Finders aufrufen.

Wer Lust hat, kann sich noch mit Hilfe der Darstellungsoptionen dieses Ordners (Kontextmenü) die Icons größer stellen:

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Abschließender Hinweis: Wie bei allen internen Strukturen von OS X kann es passieren, dass sich der Speicherort mit einer neuen Version des Betriebsystems ändert.

Querverweis: Wer iCloud nicht nutzt, aber ein Dropbox-Konto hat, kann sich eine Art Fotostream mit dieser Methode basteln.

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Das neue iPad

10 Apr 2012
10. April 2012

Rechtzeitig vor der Osterpause erreichte mich das neue iPad, so dass ich mich über die Feiertage intensiver damit befassen konnte. Hier mein Kurzbericht. Vorweg ist zu sagen, dass ich zuvor das iPad 1 verwendet habe, so dass der Sprung ein wenig größer ist. Wichtig waren mir (im Vergleich zum iPad 1) der bessere Bildschirm (ich lese viele Artikel und zum kleineren Teil auch Bücher), die Diktierfunktion und das Airplay-Mirroring (iPad-Bildschirm drahtlos ans Apple TV oder den Mac übertragen).

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Home-Office mit neuem iPad

Ich habe mich zur Einrichtung als neues Gerät entschieden, auch wenn das deutlich länger dauert als die Wiederherstellung aus einem Backup. Grund ist, dass ich auf dem iPad 1 viel installiert hatte, was ich fast nie benutzt habe. Daher habe ich meine zweijährige Erfahrung mit dem System für einen Neuanfang genutzt. Das hat sich gelohnt, ich habe nur noch ca. die Hälfte der Apps (da sind natürlich auch neue dabei wie iPhoto oder iMovie, die auf dem iPad 1 nicht laufen) und verwende nur noch 5 Bildschirmseiten bei sparsamen Einsatz von Ordnern. Bei der App-Installation ist mir aufgefallen, dass viele meiner auf dem iPhone benutzen Apps inzwischen „universal“ (also iPhone- und iPad-Version im selbem Programmpaket) sind, so dass der Programmbestand auf iPhone und iPad ähnlicher geworden ist. Einziger Fallstrick war die Installation von „GoodReader“. Dem Programm fehlten seine iCloud-Funktionen, was ich mir nicht erklären konnte. Nach einer Suchaktion mit Netz habe ich dann rausgefunden, dass die iCloud-Funktionalität (wohl aus rechtlichen Gründen) neuen Benutzern nicht mehr zur Verfügung steht. Also habe ich „GoodReader“ wieder vom iPad gelöscht, Time Machine angeworfen, die Vorversion herausgezogen und installiert. Die iCloud war wieder da und hat dann auch das Update auf die aktuelle Version überlebt.

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Mein Home-Screen

Das Gerät an sich hält was es verspricht. Der Bildschirm ist brilliant, das kann man im Vergleich zum iPad 1 und 2 nicht anders sagen. Die vierfache Pixelzahl verbraucht natürlich mehr Strom, was Apple mit einem größeren Akku kompensiert. Allerdings hat sich dadurch auch die Ladezeit spürbar erhöht. Für genaue Zahlen habe ich das Gerät noch nicht lang genug. Eine übermäßige Wärmeentwicklung, über die manche berichtet haben, kann ich nicht feststellen, allerdings spiele ich auch recht wenig. Die Diktierfunktion funktioniert erstaunlich gut, auch wenn Umgebungsgeräusche vorhanden sind. Es wird allerdings eine Internetverbindung benötigt. Witzigerweise versteht das Gerät ausgerechnet das Wort „iPad“ nicht und wartet mit einer breiten Palette ähnlich klingender Wörter auf. Viele Satzzeichen können mitdiktiert werden und werden dann als solche verwendet. Auch der Befehl „neuer Absatz“ wird korrekt ausgeführt. Das Mehr an Speicher macht sich insbesondere bei Safari bemerkbar, der seine Tabs beim Wechseln auf ein anderes Tab nicht mehr neu laden muss. Auch von der Geschwindigkeit her hab ich eine größere Steigerung erlebt, Apps wie „GarageBand“ laufen nun richtig flüssig, so dass Freude am Spielen aufkommt. Hier eine kleine Spontan-Komposition:

Neugierig war ich auch auf die neuen Möglichkeiten, die mit AirPlay zur Verfügung stehen. Zu AirPlay habe ich vor kurzem einen Artikel veröffentlicht, in dem auch die Grundlagen kurz beschrieben sind. Wie dort zu lesen ist, verwende ich auf dem Mac die App „AirServer“ als AirPlay-Empfänger. Glücklicherweise hat die AirServer vor kurzer Zeit auch das Mirroring gelernt, somit kann ich nun den iPad-Bildschirm permanent am Mac spiegeln, was dann so aussieht:

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Mit Programmen wie „ScreenFlow“ könnte man sowas auch aufzeichnen und z.B. als Video-Tutorial nutzen.

Mit den beiden Kameras habe ich mich noch nicht wirklich beschäftigt, daher lasse ich diese Komponente hier einmal außen vor. FaceTime ist auf jeden Fall eine Anwendung, die ich auf dem iPhone schon öfters genutzt habe und mit Mirroring aufs Apple TV bekäme das sicher nochmal eine neue Dimension.

Insgesamt also ein lohnendes Upgrade, in zwei Jahren tut sich halt doch eine ganze Menge. Bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht.

Mac-Software beschaffen und updaten

24 Mrz 2012
24. März 2012

Mac-Software beschaffen und updaten, das ist mit dem App Store doch jetzt ganz einfach, werden viele sagen. Leider nur auf den ersten Blick. Daher möchte ich diese Thematik heute mal etwas näher beleuchten.

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Vor rund 14 Monaten haben wir Mac-User von Apple den App Store bekommen. Eigentlich als Lion-Feature kurz zuvor vorgestellt, wurde er schon für Snow Leopard freigegeben, auch wenn er unter Lion noch zusätzliche Funktionen, wie z.B. In-App-Käufe, bekommen hat. Die Funktionsweise ist iOS-Nutzern gut bekannt, schließlich ist der App Store dort die einzige Quelle für Software bzw. „Apps“ wie man heutzutage sagt. Apple katalogisiert die von den Entwicklern eingereichten Programme und wickelt den Kauf sowohl technisch als auch finanziell ab. Als Gegenleistung bekommt der IT-Konzern aus Cupertino dafür 30% der Einnahmen. Der Nutzer hat eine zentrale Anlaufstelle für Software, muss sich nicht mehr mit Lizenzschlüsseln plagen, kann die Apps jederzeit erneut herunterladen und sie auf all seinen Rechnern, die denselben Apple-Account verwenden, nutzen. Auch die Updates erfolgen zentral über den Store. Bezahlt wird per Kreditkarte, Click&Buy oder iTunes-Karten. Letztere werden in Super- und Elektromärkten öfters vergünstigt angeboten, wodurch die Software im Store noch rund 10 bis 30 Prozent günstiger werden kann.

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Insgesamt betrachtet halte ich den App Store für eine wichtige Errungenschaft und einen Pluspunkt für die Mac-Plattform, insbesondere für Ein- und Umsteiger. Noch nie war es so einfach, sich gleich nach dem Auspacken des Macs mit den wichtigsten Programmen für die tägliche Arbeit zu versorgen.

Also alles im Store kaufen? Ganz so einfach ist es leider nicht. Als Alternative steht beispielsweise der direkte Kauf beim Entwickler/Hersteller der Software zur Verfügung, auch wenn manche Programme – wie z.B. Pixelmator oder djay – ausschließlich über den App Store angeboten werden. Wann und warum sollte man sich für die alternativen Quellen entscheiden?

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, sich mit dem Thema „Sandboxing“ zu beschäftigen. Ich will hier nicht auf alle technischen Einzelheiten eingehen, aber ein Programm, was in einer sogenannten „Sandbox“ (Sandkasten) läuft, hat einen viel eingeschränkteren Zugriff auf unseren Mac wie Programme, die das nicht tun. Im Grunde genommen hat es nur Zugriff auf sein Datenverzeichnis (Container), wie wir das von iOS her kennen (dort wurde Sandboxing von Anfang an genutzt). Alle weiteren benötigten Rechte muss die App in einer Art Liste angeben, die einzelnen Punkte werden „Entitlements“ genannt, von denen es etwa 30 gibt wie z.B. das Öffnen einer Netzwerkverbindung oder den Zugriff auf ein bestimmtes Verzeichnis oder die Kamera. Apple überprüft dann beim Einreichen der App, ob die einzelnen Punkte OK oder ggf. zu weitreichend sind. Zusätzlich kann der Benutzer mit Hilfe der Datei-Öffnen- und Speichern-Dialoge Daten in oder aus der Sandbox bewegen. Der Sinn des Ganzen liegt darin, die Sicherheit des Systems zu erhöhen. Ein bösartiges oder kompromittiertes Programm kann viel weniger Schaden anrichten, wenn es in einer Sandbox läuft. Klar ist aber auch, dass nicht jede Art von App für den Sandbox-Betrieb geeignet ist. Nehmen wir z.B. mal Virenscanner oder eine Software, die ermitteln soll, welche Dateien auf dem Rechner den meisten Platz verbrauchen. Diese Apps brauchen Zugriff auf alle Dateien, so etwas ist mit diesem Konzept nicht möglich.

Warum ist das wichtig und was hat das mit Software-Beschaffung zu tun? Dazu muss man wissen, dass Apple von allen Entwicklern, die im Store verkaufen möchten, verlangt Sandboxing zu nutzen. Die Deadline dafür wurde aus technischen Gründen schon mehrfach verschoben, aktuell ist die Sandboxing-Pflicht für den 1. Juni 2012 vorgesehen. Daher empfehle ich, Software, die ihrem Wesen nach einen weitergehenden Zugriff auf das System benötigt, nicht im App Store zu kaufen, denn sie hat dort keine Zukunft und wir würden daher auch keine Updates mehr bekommen. Welche Programme jetzt schon das Sandbox-Konzept verwenden, können wir – sofern sie gerade laufen – übrigens in der Aktivitätsanzeige (Ordner „Dienstprogramme“) in der Spalte „Sandbox“ sehen:

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Sollte die Spalte nicht sichtbar sein, kann sie durch einen Rechtsklick auf die Spaltenüberschriften eingeschaltet werden.

Sandboxing ist übrigens bei weitem nicht der einzige Punkt, der eine Veröffentlichung im App Store verhindern kann. Viele systemnahe Apps, die z.B. eigene Kerneltreiber benötigen oder mit Administratorrechten laufen müssen, verstoßen gegen andere Richtlinien, welche den Weg in den Store verschließen.

Außerhalb des App Stores zu kaufen kann aber auch weitere Vorteile haben. Ein wichtiger Punkt sind z.B. Rabatte für Schüler, Studenten und Lehrkräfte. So etwas ist in Apples Online-Shop nicht vorgesehen. Desweiteren gibt es außerhalb des Stores öfter einmal sogenannte „Bundles“ im Angebot. Ein Bundle ist eine Zusammenstellung mehrerer Apps zu einem attraktiven Preis meist zwischen 30 und 50 Dollar, was häufig eine Ersparnis von mehreren hundert Dollar bedeutet. Finden wir in einem solchen Bundle 3-4 nützliche Apps, machen wir in der Regel ein gutes Geschäft.

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Beispiel für ein Bundle

Es gibt sogar alternative Stores, bei denen es nicht so streng zugeht wie im offiziellen Download-Angebot. Ein Beispiel hierfür ist Bodega:

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Es ist aber auch keine gute Idee, nun in das andere Extrem zu verfallen, und alles außerhalb des App Stores zu kaufen. Mal abgesehen davon, dass es – wie bereits oben erwähnt – manche Programme ausschließlich im App Store gibt, haben die via Apple bezogenen Apps das Exklusivmerkmal auf Dokumente in der iCloud zugreifen zu dürfen. Mit dem Dienst „Documents in the Cloud“ (Dokumente & Daten) können Programme aus dem App Store Dateien und Einstellungen in der iCloud ablegen. Diese stehen dann im gleichen Programm auf allen unseren Macs zur Verfügung. Hat die App ein iOS-Gegenstück (wie z.B. im Fall des Texteditors Byword) sind die Daten auch dort zugänglich. Weiterhin ist nicht auszuschließen, dass Apps aus dem Store künftig weitere Privilegien erhalten werden.

Im Grunde genommen müssen wir also bei jedem Software-Kauf gut abwägen. Ist zu erwarten, dass die App in der Sandbox nicht laufen oder wichtige Funktionen verlieren wird, wäre ein Kauf direkt beim Hersteller die bessere Wahl. Apps, die jetzt schon die iCloud nutzen oder bei denen das für die Zukunft zu erwarten ist, sollten hingegen über den App Store bezogen werden. Natürlich sollten wir auch die anderen genannten Kriterien wie z.B. zentrale Updates oder Bundle-Angebote dabei berücksichtigen.

Sollten wir eine größere Zahl an Apps besitzen, die nicht aus dem Store kommen, stellt sich abschließend noch die Frage, wie wir diese am besten und am einfachsten aktuell halten. Hier gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Die o.g. Bodega-App zeigt z.B. in einer Update-Ansicht an, zu welchen Programmen es neuere Versionen gibt. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese über Bodega gekauft wurden.

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Desweiteren gibt es Verzeichnisseiten wie macupdate.com oder cnet.com, die uns einen Überblick über die neuesten Updates im Mac-Bereich bieten.

Wenig bekannte Tastenkombinationen am Mac

10 Mrz 2012
10. März 2012

Ich arbeite gerne und viel mit der Tastatur, daher möchte ich gerne möglichst viele Aktionen ohne Trackpad oder Maus ausführen. Zum einen gelingt das mit meinem Allround-Starter LaunchBar, über den ich bereits berichtet habe, zum anderen über Tastenkombinationen, die das Betriebssystem mitliefert. Heute möchte ich einige dieser Tastenkombinationen vorstellen, von denen ich glaube, dass sie relativ wenig bekannt sind.

Bootvorgang

Relativ bekannt dürften Shift (Safe Mode), Cmd-S (Single-User Mode), Cmd-V (ausführliche Bootmeldungen) und T (Target-Disk Mode) sein. Neu mit Lion – und daher noch nicht so bekannt – kam Cmd-R dazu. Hiermit wird der Recovery-Modus aktiviert, d.h., von der Recovery-Partition, die bei der Lion-Installation angelegt wird, gebootet. Hier stehen verschiedene Werkzeuge zur Verfügung, um Probleme mit dem Computer zu beheben. Ist die Festplatte selber das Problem, können neuere Macs eine Internetwiederherstellung nutzen. Nähere Informationen dazu sind in diesem Apple-Artikel beschrieben. Möchte man ein System von einer externen Platte starten, hilft beim Booten die Alt-Taste weiter, welche eine Auswahl aller startbaren Systeme anzeigt.

Screenshots

Jeder kennt Cmd-Shift-3 und Cmd-Shift-4, um den ganzen Bildschirm oder einen Ausschnitt in einer Datei zu speichern. Wenn wir aber zusätzlich noch die Ctrl-Taste betätigen, landet der Screenshot nicht in einer Datei, sondern in der Zwischenablage.

Bildschirm invertieren

Apropos Bildschirm, mit der Tastenkombination Ctrl-Alt-Cmd-8 kann dieser invertiert werden. Eigentlich als Hilfe für Personen mit Sehproblemen gedacht, kann man damit auch herrlich Kollegen einen Streich spielen und vortäuschen, dass der Bildschirm defekt ist. Nochmal Ctrl-Alt-Cmd-8 stellt die normale Darstellung wieder her.

Bildschirm ausschalten/sperren

Dies gelingt mit der Tastenkombination Ctrl-Shift-Auswurf.

Lautstärke

Das Ändern der Lautstärke mit den entsprechenden Tasten erfolgt geräuschlos, wenn zusätzlich die Shift-Taste betätigt wird.

Texteingabe

Vertippt? Die Tastenkombination Ctrl-T vertauscht die letzten beiden Zeichen, Alt-Löschen entfernt das ganze letzte Wort. Beim Schreiben eines Wortes zeigt die Esc-Taste mögliche Vervollständigungen an:

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Eingabe von Sonderzeichen

Viele Sonderzeichen sind direkt über die Tastatur erreichbar. So schreibt z.B. Alt-G ein Copyrightzeichen, Alt-R das ®-Zeichen, Alt-Plus ein Plusminus-Symbol und Shift-Alt-Plus ein Apple-Logo. Ein geeignetes Werkzeug zum Erkunden solcher Tastenkombinationen ist die Zeichenübersicht von OS X. Sie kann über die Menüleiste aufgerufen werden, wenn wir unter Systemeinstellungen > Tastatur > Tastatur den Haken bei „Tastatur- und Zeichenübersichten in der Menüleiste anzeigen“ setzen:

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Neu mit Lion kommt die Möglichkeit hinzu, Tasten wie a, e, i, o, s oder u länger festzuhalten. Es erscheint dann direkt über dem Zeichen eine Auswahl möglicher Sonderzeichen, die auf dem aktuellen Zeichen basieren (also ähnlich wie bei iOS). Durch Betätigen der Zahl, die unter den zur Auswahl stehenden Zeichen angezeigt wird, wird das entsprechende Zeichen eingefügt:

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Öffnen-/Speichern-Dialog

Versteckte Dateien (also solche, die mit einem Punkt beginnen) werden dort mit Hilfe der Tastenkombination Cmd-Shift-Punkt sichtbar. Beim Speichern kann mit Cmd-Gleich zwischen der Kurz- und Langform des Dialogfensters umgeschaltet werden.

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Wer bietet mehr?

Wer weitere Tastenkombinationen kennt – sie sollten aber schon ein wenig exotisch sein – kann diese gerne als Kommentar hier posten!

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