Update: Drafts 2.0 – mit iPad-Version

26 Aug 2012
26. August 2012

Drafts, eine durchdachte App zur Texterfassung, die ich kürzlich hier vorgestellt habe, wurde vor wenigen Tagen auf Version 2.0 aktualisiert. Die Grundidee dieser App ist, dass man sofort nach dem Programmstart Texte bzw. Notizen eingeben kann, ohne dass sofort festgelegt werden muss, was mit dem Text später mal geschehen soll. Weitere Einzelheiten zu diesem praktischen Stück Software sind in meinem ursprünglichen Artikel zu finden.

Mit dem Update auf 2.0 gibt es nun auch eine iPad-App, die separat erworben werden muss. Um Inhalte zwischen iPhone und iPad abzugleichen, wurde ein Synchronisationsdienst (Simperium) integriert. Kannte ich vorher nicht, scheint aber ganz gut zu funktionieren und stammt von den Machern von Simplenote, die einige Erfahrung auf diesem Gebiet haben. Die Kosten dafür tragen übrigens die App-Entwickler. Neben Optimierungen in der Benutzeroberfläche glänzt die neue Version mit einer Reihe von Detailverbesserungen.

Abendstimmung am Warnemünder Strand

25 Aug 2012
25. August 2012

Irgendwie gefallen mir die Lichtverhältnisse auf dem Foto, welches ich heute mit meiner Kompaktkamera aufgenommen habe.

iPad-Kurztipp: Mr. Reader

23 Aug 2012
23. August 2012

Heute geht es um einen Newsreader auf dem iPad, also eine App, mit der man seine abonnierten RSS-Feeds lesen kann. Alle meine Newsreader verwalten die Feeds nicht direkt, sondern zapfen meinen Google-Account an, was den Vorteil hat, dass ich auf allen Geräten den gleichen Feed- und Lesestand habe mit dem Nachteil, dass Google meine Lesegewohnheiten kennt, das soll hier nicht verschwiegen werden. Wie auch immer, der „Google Reader„, so nennt sich diese Funktion offiziell, ist eine Art Standard für das webbasierte Verwalten von Newsfeeds geworden. Während ich auf dem Mac und dem iPhone großer Fan der App „Reeder“ bin, war ich mit der iPad-Version nicht wirklich zufrieden, was im wesentlichen am User-Interface liegt. Auf der Suche nach Alternativen bin ich auf „Mr. Reader“ (nur fürs iPad, zur Zeit 2,99 €) gestossen (übrigens vom gleichen Autor wie „HappyDayz“, einer Geburtstagserinnerungsapp, die ich schon sehr lange verwende).

Mr. Reader kommt mit einer sehr übersichtlichen und aufgeräumten Benutzeroberfläche. Die Hauptansicht – am besten funktioniert die App im Querformat – ist dreispaltig, links die Liste der abonnierten Feeds (bzw. Ordner, ergänzt durch Sonderpunkte wie beispielsweise „alle ungelesenen Artikel), in der Mitte die Liste der Artikel und rechts Schnellaktionen für den Artikel (als gelesen markieren, als Favorit markieren, teilen, …). Alles ist so angeordnet, dass man seine News-Artikel zügig „abarbeiten“ kann. Tippt man einen Artikel an, öffnet sich das Detailfenster zu dem Artikel, welcher verschiedene Ansichten auf die Nachricht bietet wie z.B. den Feed-Eintrag, die Webseite zu dem Artikel oder für das Lesen optimierte Darstellungen dieser Webseite (wie etwa „Readability“). Selbstverständlich stehen auch aus dieser Ansicht die Funktionen zum favorisieren, teilen usw. zur Verfügung. Über Wischgesten oder Pfeil-Buttons gelangen wir zum nächsten Artikel, eine Pinch-Geste bzw. ein X-Button schließt das Detailfenster wieder.

Was die Sharing-Optionen betrifft bietet Mr. Reader die ganze Palette, unter anderem:

  • in Safari (bzw. diversen anderen Browsern) öffnen
  • Artikel oder Link per E-Mail
  • URL kopieren
  • an Instapaper und weitere Lesedienste senden
  • auf Twitter oder Facebook posten
  • an OmniFocus oder Things senden
  • an Evernote senden
  • an Pinboard und weitere Lesezeichen-Dienste senden

Als wäre das alles noch nicht genug, offeriert Mr. Reader auch eine Vielzahl von Einstellungen, mit der man die App an seine Bedürfnisse anpassen kann. Die Konfigurationsmöglichkeiten reichen von der Darstellung der News über die zu verwendenen Sharing-Optionen und Einstellungen zum Offline-Lesen bis hin zu Themes, die sich sogar nachinstallieren lassen. Auch an das Hinzufügen neuer Feeds hat der Autor selbstverständlich gedacht.

Alles in allem ein sehr gelungener und effizienter Newsreader, mit dem sich auch größere Nachrichtenberge zügig abtragen lassen!

Website neugestaltet

19 Aug 2012
19. August 2012

Nachdem ich vor rund 2 Monaten mein Blog von RapidWeaver (eine Mac-Software) auf WordPress umgestaltet habe, war es Zeit für ein frisches neues Design. Hier ist nun das Ergebnis von zwei Wochen Freizeit zu sehen, die in die Umgestaltung geflossen sind. Dabei musste ich die Erfahrung machen, dass es nicht leicht ist, RapidWeaver (damit waren die statischen Seiten gemacht) und WordPress (Blog-Teil) in das gleiche Theme zu pressen. Nach einigen Fehlversuchen in dieser Richtung habe ich mich daher entschlossen, die ganze Website auf WordPress umzustellen.

Der Inhaltsbereich des neuen Themes ist auf Desktop-Computern breiter als vorher, sodass die Artikel nun nicht mehr so gedrängt aussehen. Das Besondere am neuen Design ist aber, dass es sich automatisch dem Bildschirmplatz anpasst und zwar bis runter zum iPhone. Es gibt aber keine gesonderte Mobilversion der Webseiten, sondern die einzelnen Elemente werden automatisch neu angeordnet und teilweise sogar umgestaltet. So wird aus dem Menü auf dem iPhone eine Drop-Down-Box mit den einzelnen Navigationspunkten. Man spricht in diesem Zusammenhang von „responsive Design„.

Die Inhalte sind im wesentlichen gleichgeblieben, die URLs haben sich durch die Zusammenführung aber geändert. Statt www.markus-jasinski.de (hier lagen die statischen Seiten) und blog.markus-jasinski.de (hier war das Blog beheimatet) ist jetzt alles unter markus-jasinski.de zu finden. Das Blog z.B. unter markus-jasinski.de/blog. Da ich für die alten Seiten Umleitungen eingerichtet habe, sollten eigentlich alle Links auf die alte Struktur noch funktionieren.

Der Link für den RSS-Feed lautet nun:
http://markus-jasinski.de/feed

Eine Änderung gibt es den Blog-Kategorien. Da ich künftig auch ab und zu Artikel veröffentlichen möchte, die nichts mit Computern zu tun haben (z.B. die Ankündigung neuer Fotogalerien auf meinen Flickr-Seiten), habe ich alle bisherigen Beiträge in die Kategorie „Computing“ verschoben. Wer sich nur dafür interessiert abonniert einfach den Feed:

http://markus-jasinski.de/category/computing/feed

Selbstverständlich sind die Artikel über Apple®-Hardware, Apps, Workflows und Produktivität auch künftig Schwerpunkt des Blogs.

Feedback zum neuen Design gerne unten in den Kommentaren, ich würde mich freuen!

Wegen der Sicherheit

09 Aug 2012
9. August 2012

Diese Woche sorgte die Geschichte eines Journalisten, dessen digitales Leben durch einen Hack weitgehend ausgelöscht wurde, für reichlich Schlagzeilen. Ich möchte hier nicht nochmal alle Einzelheiten zusammentragen, wobei die komplette Geschichte allerdings wirklich sehr lesenswert und hochinteressant ist. Die Kurzfassung ist, dass es den Angreifern gelang durch Recherchen und durch Eindringen in sein Amazon-Konto so viele Daten zusammenzutragen, dass der telefonische Apple-Support überzeugt werden konnte, ein neues iCloud-Kennwort herauszugeben – und zwar ohne die für solche Zwecke eigentlich vorhandene Sicherheitsfrage, die man bei der Erstellung einer Apple-ID konfiguriert, zu beantworten.

Das hatte weitreichende Folgen, denn über die entsprechenden iCloud-Funktionen wurden dann das Notebook, das iPhone und das iPad des betroffenen Journalisten aus der Ferne gelöscht. Der Schaden war um so größer, da es von dem MacBook kein Backup gab, obwohl es unwiderbringliche Daten wie z.B. Fotos von der Tochter enthielt. Ferner konnten über Kennwort-Rücksetzfunktionen von Online-Diensten weitere Benutzerkonten übernommen werden, viel schlimmer konnte es also nicht kommen.

Fernlöschen

Ich erwähne diese Geschichte hier, weil ich mich mit der Frage beschäftigen möchte, was wir tun können, um uns vor solchen oder ähnlichen Angriffen zu schützen. Natürlich trifft Apple hier ein Mitverschulden, was dazu geführt hat, dass die entsprechenden Prozeduren dort nun eingehend überprüft werden. Um so wichtiger ist es, selber Maßnahmen zu treffen. Hier meine Tipps:

  • Backups: Das ist die Vorkehrung, die hier den Schaden minimiert hätte. Man kann gar nicht genug betonen, wie wichtig Datensicherungen sind. Kein Betriebssystem macht einem das Sichern der Daten so einfach wie OS X mit seiner Time-Machine-Funktion. Wer das nicht nutzt, spielt mit seinen Daten. Idealerweise hat man mehrere Backups. Neben einem Time-Machine-Backup empfiehlt es sich, z.B. regelmäßig die Rechner-Festplatte zu klonen, bei mir hat sich hierfür das Programm SuperDuper! bewährt, es gibt natürlich auch andere Lösungen dafür. Um sich perfekt abzusichern, sollten nicht alle Backups am selben Ort wie der gesicherte Rechner lagern. Das schützt vor Diebstahl durch Einbruch oder Komplettverlusten durch Feuer und andere Katastrophen. Seit Mountain Lion unterstützt OS X Time-Machine-Backups auf mehreren Platten – ohne dass dazu jedesmal die Konfiguration geändert werden muss. Ideal, wenn man seinen Rechner sowieso an verschiedenen Orten nutzt, wie z.B. zu Hause und im Büro. Time-Machine-Backups können – genau wie die internen Platten eines Macs – sogar verschlüsselt werden, ein wichtiger Sicherheitsgewinn beim Diebstahl solcher Systeme. Durch die Nutzung eines Bilderdienstes – wie in meinem Fall Flickr – habe ich für meine Fotos eine weitere Sicherungsschicht. Alle Bilder werden dort in der Originalgröße gespeichert, wobei natürlich individuell festgelegt werden kann, ob und welche Aufnahmen öffentlich sichtbar sind.
  • Kennwörter: Kennwörter sollten lang und individuell sein, d.h., für jeden Dienst ein anderes Kennwort verwenden. Mit dem Programm 1Password, welches ich sehr empfehlen kann, existiert ein Werkzeug, mit dem sich diese Strategie sehr gut umsetzen läßt. Wir brauchen uns nur noch ein Kennwort zu merken (das 1Password-Masterkennwort), alle anderen können wir dem Tool entnehmen. Das spart auch eine Menge Zeit bei der täglichen Arbeit, da uns die Software künftig automatisch in Kennwort-geschützte Webseiten einloggen kann. 1Password sollte man nicht nur auf einem System haben, um im Falle eines Rechnerverlusts weiterhin Zugriff auf die Daten zu haben. Es gibt z.B. Versionen für iPhone und iPad, eine Synchronisation der Geräte ist über WLAN möglich.
  • iCloud: Das iCloud-Kennwort sollte besonders sicher sein, da mit diesem, wenn es in die falschen Hände gerät, wie wir gesehen haben, ein großer Schaden angerichtet werden kann. Antworten auf Sicherheitsfragen sollten nicht leicht rauszubekommen sein. Ich empfehle hier, nicht die wirkliche Antwort auf eine Frage zu hinterlegen, sondern auch zufälligen Text, der z.B. dann ebenfalls in 1Password eingetragen wird. Ob die Funktion zum Fernlöschen des Rechners überhaupt aktiviert werden sollte, muss man sich – insbesondere bei verschlüsselter Platte – gut überlegen.
  • E-Mail-Kennwörter: Auch diese sollten sehr sicher sein. Durch Übernahme eines E-Mail-Kontos kann der Zugang zu vielen anderen Diensten erlangt werden, da Kennwort-Resets in der Regel über E-Mails abgewickelt werden.
  • Updates: Ich empfehle Macs und iOS-Geräte, was die Software betrifft, auf dem aktuellen Stand zu halten, da Updates – insbesondere des Betriebssystems – in vielen Fällen Sicherheitslücken schließen.
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