iPhone am Fahrrad befestigen und nutzen

01 Jan 2017
1. Januar 2017

Da ich in letzter Zeit zunehmend mit dem Fahrrad unterwegs bin, entstand relativ schnell der Wunsch, das iPhone am Fahrrad zu befestigen. Hauptanwendung ist dabei die Navigation mit ihren verschiedenen Aspekten, wie das Einsehen einer Umgebungskarte, das Ankündigen von Richtungswechseln, die Anzeige der verbleibenden Kilometer, das Aufzeichnen der gefahrenen Strecke usw. Da hierzu der Bildschirm ständig in Betrieb ist, war eine der wichtigen Anforderungen, in der Nähe des iPhones auch ein Zusatzakku platzieren zu können.

Grundsätzlich gibt es mehrere Stellen am Fahrrad, an die man ein Smartphone befestigen kann. Da wäre zunächst mal der Lenker, der ist bei mir aber mit Akku-Lampe, Klingel und konventionellem Fahrradcomputer schon so gut wie voll bestückt. Diese Variante habe ich daher schnell verworfen. Variante 2 wäre eine Tasche mit Sichtfenster oben, die am oberen Rahmen befestigt wird. Auch diese Möglichkeit habe ich verworfen, weil die Befestigung bei solchen Taschen meist über Schlaufen erfolgt, deren Stabilität ich nur schwer einschätzen konnte. Weiterhin müßte man während der Fahrt recht weit hinunterschauen und evtl. wäre auch die Beinfreiheit etwas behindert.

Daher habe ich mich für den Lenkervorbau entschieden. Hier war zum einen noch reichlich Platz und zum anderen ist die Ablesehöhe dort nahezu ideal. Als Tasche habe ich die „Rixen und Kaul KLICKfix Phonebag Duratex Plus“ (z.B. bei Amazon erhältlich) genommen. Die Tasche ist wasserfest und besteht aus zwei Fächern, einem von der Höhe her schmalen oben mit Sichtfenster (hier kommt das Smartphone rein) und einem breiteren Fach unten. Dieses kann entweder für den Zusatzakku oder für andere kleine Dinge verwendet werden. Der Touchscreen kann durch die Folie bedient werden, allerdings nicht der neue Homebutton des iPhone 7. Ich behelfe mir daher mit einer Funktion, die sich „Assistive Touch“ nennt und einen Software-Homebutton auf den Bildschirm zaubert. Am einfachsten aktiviert man diese Funktion via Siri: „Assistive Touch einschalten“. Außerdem ist es sinnvoll, das automatische Abschalten des Bildschirms während der Fahrt zu deaktivieren. Das gelingt unter Einstellungen > Anzeige & Helligkeit > Automatische Sperre, dort den Wert einfach auf „Nie“ setzen.

Phonebag

Für längere Fahrten bestücke ich das untere Fach mit einem Zusatzakku und verbinde es mit einem 50cm-Lightning-Kabel von Gravis mit dem Smartphone. Das Kabel muss oben rechts oder links neben dem Telefon vorbeigeführt werden. Die Tasche ist so gemacht, dass ein iPhone 7 (und damit auch ein iPhone 6 oder 6S) dort ziemlich genau hineinpasst. Größer darf das Smartphone also nicht sein.

Die Tasche wird mit Hilfe eines „KLICKfix Quad Adapters“ (z.B. bei Amazon oder vielen Fahrradhändlern erhältlich) am Vorderbau befestigt. Dieser liegt der Tasche schon bei, kann aber bei Bedarf einzeln nachbestellt werden. Die Befestigung des Adapters war etwas fummelig, mein Nachbar hat mich aber dabei tatkräftig unterstützt (vielen Dank nochmal, André!). Die Tasche hat unten das entsprechende Gegenstück zum Adapter, so dass sie dort problemlos „eingeklickt“ werden kann. Sie ist dann umgangssprachlich gesagt „bombenfest“, so dass nie auch nur ansatzweise die Befürchtung bestand, dass sie während der Fahrt abfallen könnte. Gelöst wird die Verbindung durch das Drücken der  beiden roten Knöpfe am Adapter. Der Adapter ermöglicht eine Befestigung sowohl im Hoch- als auch im Querformat, was je nach benutzter App sehr praktisch sein kann.

Klickfix-Adapter

Als App während der Fahrt nutze ich in erster Linie „Komoot“. Sie ist für Android und iOS erhältlich, bietet aber auch ein Webfrontend, um die Touren auf dem großen Desktop-Monitor zu planen oder sich eine aufgezeichnete Radtour anzuschauen. Komoot verdient eigentlich einen eigenen Artikel, der evtl. auch mal kommen wird, ich möchte mich heute aufs wesentliche beschränken. Die App läßt sich sinnvoll nur mit einem (kostenlosen) Komoot-Account nutzen, allein schon, um die Daten zwischen der Smartphone- und der Webversion auszutauschen. Grundlage von Navigation und Aufzeichnung sind das Kartenmaterial, welches in Regionen unterteilt ist (Rostock mit Umland ist z.B. eine solche). Eine bekommt man kostenlos, weitere sind für wenige Euro pro Gebiet zu erwerben, wodurch sich die App auch finanziert. Man kann auch gleich alle Regionen zum Gesamtpreis von rund 30 Euro im Komplettpaket erwerben, gelegentlich ist dieses sogar für ein paar Tage um 10 Euro reduziert. Das hängt natürlich vom eigenen Fahrverhalten ab, ist man nur heimatnah unterwegs, kommt der Einzelkauf günstiger oder man ist gar mit der kostenlosen Region schon versorgt. Bedenken sollte man aber, dass die App auch zum Wandern genutzt werden kann, so dass ggf. noch die eigenen Urlaubsregionen hinzukommen. Die Karten können direkt auf das Smartphone geladen werden, da ja unterwegs nicht unbedingt immer ein Mobilfunknetz zur Verfügung steht. Außerdem spart man auf diese Weise mobile Daten.

Beispielregion

Die wichtigsten Funktionen sind Planung und Aufzeichnung. Man kann entweder eine Tour von Komoot oder Komoot-Nutzern auswählen oder komplett selbst planen. Dazu gibt man einfach Start und Ziel sowie eventuelle Wegpunkte ein. Ist man fertig, gibt die App eine Einschätzung zum Schwierigkeitsgrad der Tour, schätzt die Dauer und gibt u.a. an, wieviel der Strecke Radwege sind und wie sich der Streckenbelag prozentual verteilt. Darüber hinaus wird das Höhenprofil angezeigt. Fertige Touren können optional anderen Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Ich war übrigens erstaunt, wieviele Radwege Komoot hier in meiner Region kennt. Während der Fahrt folgt man den Anweisungen auf dem Bildschirm, der auch eine Karte mit der Route anzeigt, sowie einer ganzen Reihe von Daten (aktuelle Geschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit, zurückgelegte KM, verbleibende KM, verbleibende Zeit sowie das Höhenprofil). Optional sind auch Sprachansagen möglich. Unterwegs können direkt mit der App Fotos gemacht werden, die der Tour dann hinzugefügt werden. Möchte man Komoot nicht als Navi nutzen, kann man die gefahrene Strecke auch einfach nur aufzeichnen lassen. Bei Nutzung der Navigation wird die Tour sowieso aufgezeichnet.

geplante Tour

Navigation

Tour-Statistik

Andere Komoot-Nutzer können als Kontakte hinzugefügt werden, deren Touren man dann nachverfolgen kann.

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch

24 Dez 2016
24. Dezember 2016

Ich wünsche meinen Lesern ein frohes Weihnachtsfest, geruhsame Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Wie immer nutze ich meinen weihnachtlichen Blog-Artikel dazu, auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Dieses Jahr sind es mit diesem hier 14 Artikel geworden. Leider nicht so viel, wie ich mir wünschen würde, aber mehr war aufgrund meiner vielfältigen Aktivitäten nicht drin. Darüber hinaus ist eine Neuauflage meines Siri-Buchs erschienen, welches durch das Erscheinen iOS 10 und macOS Sierra schon wieder ein klein wenig veraltet ist. Ich bin gerade dabei, die Neuerungen in das Buch einzupflegen und werde über den iBooks-Store ein kostenloses Update veröffentlichen, sobald ich soweit bin. Es gibt auch ein Konzept für ein zweites Buch zu einem ganz anderen Thema, ich hoffe, dass ich ein wenig Zeit dafür finden werde.

Leider hat Amazon mir noch keine Echo-Einladung zukommen lassen, ich bin sehr gespannt, auch diese Sprachsteurung einmal auszuprobieren.

Der meistgelesene Artikel aus diesem Jahr ist „Mein GTD-Workflow“ von Anfang Mai. Ich hoffe dieses Posting konnte dem ein oder anderen weiterhelfen, seine Aufgaben und Projekte besser zu organisieren, bzw. überhaupt mal damit anzufangen, sich nicht mehr auf sein Gedächtnis zu verlassen, denn das ist dafür einfach nicht gemacht. Ich kann gar nicht genug betonen, wie hilfreich die Methoden und Ideen von David Allen für mein tägliches Leben sind.

An Apple-Hardware wurden im Laufe des Jahres zwei Anschaffungen getätigt, das iPhone 7 und die AirPods. Nach einem Vierteljahr Nutzung könnte ich mit dem iPhone 7 zufriedener nicht sein, es ist mein bisher bestes iPhone. Insbesondere die 3D-Touch-Funktionen und die Taptic-Engine – für mich die positive Überraschung im Gerät – sorgen für ein deutlich einfühlsameres Handling. Auch das komplett schwarze Design gefällt, rückblickend waren die Antennenstreifen am iPhone 6/6s wirklich nicht schön. Auf die AirPods habe ich lange gewartet, nun sind sie da, der vorherige Artikel enthält meinen ausführlichen Bericht.

Auf der Software-Schiene spendierte uns Cupertino iOS 10, macOS Sierra sowie watchOS 3 und in allen drei Updates war etwas für mich dabei, wie z.B. das Sharing von Apple-Notizen, die übergreifende Zwischenablage, das Entsperren des Mac mit der Watch oder Siri auf dem Mac. Etwas enttäuscht bin ich über die Siri-Nutzung in Dritthersteller-Apps unter iOS 10. Hier hätte ich mir mehr App-Kategorien gewünscht, insbesondere Podcasts. Ich hoffe da sehr auf das nächste Jahr. Schade finde ich auch, dass iOS immer noch nicht mehrere AirPlay-Lautsprecher gleichzeitig bespielen kann. Manchmal scheint Apple nicht so richtig hinter seinen eigenen Technologien zu stehen. Mit watchOS 3 hat Apple seine Watch nochmal ordentlich umgekrempelt und damit die allermeisten Geschindigkeitsprobleme ausgeräumt. Ich trage sie täglich, mit den AirPods hat sie nun auch viele Musiksteuerungsfunktionen bei mir übernommen.

Schließlich brachte mir das Jahr auch noch ein neues Hobby, das Fahrradfahren, was mein Zeitbudget noch etwas angespannter werden läßt. Im Nachhinein kann ich es nur als „bekloppt“ bezeichnen, schon so lange im Flachland zu wohnen – dazu noch in einem dünn besiedelten Bundesland mit herrlicher Natur – und nicht früher damit angefangen zu haben. Aber wie sagt man, besser spät als nie. Auch aus diesem Hobby wird hoffentlich der ein oder andere Artikel hier entstehen. So werde ich schon bald berichten, wie ich mein iPhone am Fahrrad befestige und welche App ich für meine Radtouren nutze.

Global betrachtet war 2016 zweifellos ein irres Jahr: Brexit, US-Wahl, Terror, … Und viel zu viele Prominente, die ich sehr geschätzt habe (David Bowie, Roger Willemsen, Hans-Dietrich Genscher, Bud Spencer, Götz George, Manfred Krug, …), sind leider verstorben.

Zum Schluß noch eine Ankündigung zum Blog selbst. Aufgrund der neuen Rechtslage zum Thema Link-Haftung („LG Hamburg“, sollte jeder, der das Netz intensiver nutzt, eigentlich mitbekommen haben) werde ich künftig externe Seiten wenig bis gar nicht mehr verlinken, da ich einfach keine Lust (und kein Geld) habe, für die Fehler anderer zu haften. Auch meine bisherigen Artikel werde ich in dieser Hinsicht nach und nach überarbeiten. Mit ist bewusst, dass dies für meine Leser zusätzlichen Zeitaufwand bedeutet, z.B. die besprochenen Produkte zu „googlen“, was ich zu entschuldigen bitte. Mir ist leider keine andere Lösung eingefallen. Für wie weltfremd ich diese Rechtslage halte, brauche ich wohl nicht extra zu betonen.

Nochmals schöne Feiertage und schauen wir mal, was das nächste Jahr für uns bringt!

Artikel-Foto: Rostocker Weihnachtsmarkt 2016, aufgenommen aus dem Riesenrad

Erste Eindrücke von den AirPods

21 Dez 2016
21. Dezember 2016

Seit gestern habe ich sie, meine neuen AirPods von Apple. Da ich gut vernetzt bin, habe ich auf Twitter glücklicherweise rechtzeitig vom Bestellstart erfahren, derzeit müsste man wohl bis Februar warten, es sei denn, man erwischt welche im Einzelhandel. Der ganze „product launch“ der AirPods ist sehr unglücklich verlaufen, mit dem Wegfall des Klinkenanschlusses am iPhone 7 hätten sie IMHO definitiv zum iPhone-Release im September auf den Markt kommen müssen. Man kann nicht die große Kabellosigkeit verkündigen und dann nicht liefern – da ist sicherlich gewaltig was schief gelaufen in Cupertino.

Airpods-Schachtel

24 Stunden reichen natürlich nicht für ein ausführliches Review aus, daher möchte mich sinnvollerweise auf ein paar erste Eindrücke beschränken. Die AirPods sind meine ersten drahtlosen Kopfhörer, vorher hatte ich nur einige Male diese Bluetooth-Dinger für ein Ohr zum Telefonieren probiert, bin damit aber nie wirklich glücklich geworden. Meine Standard-Kopfhörer waren immer die mitgelieferten EarPods, die für mich unterwegs (für zu Hause habe ich noch gute Kopfhörer von KEF) OK genug waren. Die 3-Tasten-Bedienung war recht praktisch, nur das Kabel hat immer genervt, ich habe es mindestens einmal pro Tag entknoten müssen. Die AirPods sind somit eine gute Gelegenheit, den Start in die drahtlose Welt zu probieren.

Aufbewahrungsbox

Eine praktische Sache. So haben die Airpods einen festen Platz, wenn sie nicht im Ohr sind und laden gleichzeitig noch so lange, bis die Box selber keinen Strom mehr hat. Die Kunststoffbox ist ca, 5 x 4 x 1 cm – klein genug, um in jede Hosen- oder Jackentasche zu passen – groß genug, um nicht verloren zu gehen. Sie wiegt leer 38 Gramm und hat unten einen Lightning-Anschluß zum Aufladen. Ein USB-zu-Lightning-Kabel wird mitgeliefert. Da ich mittlerweile viele Geräte habe, die per Lightning geladen werden, habe ich mir inzwischen zahlreiche Lademöglichkeiten geschaffen, kein Problem also. Öffnet man den magnetisch verschlossenen Deckel, kommen die beiden AirPods zum Vorscheinen. Sie werden ebenfalls magnetisch in der Hülle gehalten, so dass sie nicht versehentlich rausfallen können. Mit dem Öffnen des Deckels zeigt das iPhone automatisch den Akkustand von Box und AirPods an (bzw. einen Kopplungsdialog beim allerersten Mal). Durch ihre abgerundeten Ecken fühlt sich die Box recht gut an. Vorder- und Rückseite kann man durch silberfarbene Scharnier auf der Rückseite gut unterscheiden. Eine LED in der Box, die in verschiedenen Farben leuchten kann, signalisiert den Ladezustand der AirPods oder der Box, wenn die AirPods außerhalb sind.

AirPods

Die AirPods sehen ziemlich genau so aus wie EarPods ohne Kabel, sind nur ein klein wenig schwerer (ist ja mehr Technik drin, ein AirPod wiegt rund vier Gramm) und das Röhrchen ist etwas dicker und vielleicht einen halben Zentimeter länger. Wem die EarPods gut passen, sollte mit AirPods keine Probleme haben. Durch wildes Kopfschütteln oder wahlloses Hin- und Herspringen ist es mir nicht gelungen, die AirPods zu verlieren. Beruhigend. Ich denke, die alten EarPods fallen vorwiegend durch Kabelzug aus dem Ohr, das entfällt hier natürlich. Obwohl sie nicht durch ein Kabel verbunden sind, ist die Wiedergabe auf beiden AirPods nach meiner bisherigen Erfahrung absolut synchron.

Kopplung

Könnte einfacher nicht sein. Man öffnet die Box und auf dem iPhone erscheint ein Dialog mit Kopplungsknopf. Antippen und gut ist. Gleichzeitig werden die AirPods allen Apple-Geräten, die denselben iCloud-Account benutzen, bekannt gemacht, so dass sie beim Mac z.B. im Bluetooth-Menü erscheinen. Zweifellos ein Vorteil des Apfel-Ökosystems.

AirPods-Kopplung

Bedienung/Steuerung

Hier scheiden sich die Geister sicherlich, denn es gibt keinerlei Knöpfe auf den AirPods. Nimmt man einen AirPod aus dem Ohr pausiert die Wiedergabe, sie wird automatisch fortgesetzt, wenn man ihn zurück ins Ohr setzt. Die restliche Steuerung kann über Siri erledigt werden. Die Aktivierung erfolgt durch doppeltes Antippen eines AirPods. Apples Sprachsteuerung kennt natürlich Befehle für die Lautstärke, Titelauswahl, Titelnavigation, Wiedergabelisten, Suche nach Titeln usw. Wer sich hier nicht so gut auskennt, dem möchte ich an dieser Stelle meine umfassende Siri-Referenz empfehlen ;-). Allerdings setzt Siri eine Online-Verbindung voraus und nicht jeder redet in der Öffentlichkeit gerne mit seinen Geräten. Ich fand die eingangs erwähnte 3-Tasten-Bedienung der EarPods durchaus praktisch und man kann hier sicherlich einen Rückschritt sehen. Allerdings besitze ich eine Apple Watch, die das fehlende Bedienteil weitgehend wieder wettmacht. Die eingebaute App „aktueller Titel“, die bei mir im Dock liegt, kann Start/Stopp, Vor- und Rücksprünge sowie den aktuellen Titel anzeigen. Außerdem kann man durch Drehung an der Krone die Lautstärke ändern. Ich muss sagen, ohne die Watch wäre mir die Entscheidung für die AirPods deutlich schwerer gefallen.

Watch-App „aktueller Titel“

Klangqualität

Der Klang gefällt mir. Ich würde sagen, er ist besser als bei den mitgelieferten EarPods. Audiophile werden allerdings wohl nicht auf ihre Kosten kommen. Die Qualität wird nicht spürbar schlechter, wenn ich mich ohne iPhone zum anderen Ende des Raums begebe.

Batterielaufzeit

Hier kann ich aufgrund der Kürze der Zeit noch keine Angaben machen. Apple hat fünf Stunden genannt, ich habe nach über zwei Stunden Musik hören (in gehobener Lautstärke) etwa 33% Akku verbraucht, das könnte also ganz gut hinkommen. Der aktuelle Ladestand kann während der Benutzung auf dem Batterie-Widget von Apple angezeigt werden, außerdem ist eine Abfrage per Siri möglich:

„Wieviel Akku haben die AirPods?“

Batterie-Widget

Fazit

Summiert man die oben genannten Punkte, fällt mein Fazit positiv aus. Ich geniesse die absolut kabellose Freiheit beim Hören von Musik und Podcasts. Man merkt kaum, dass man etwas in den Ohren hat. Abstriche gibt es bei der Steuerung, ohne Apple Watch muss man sich natürlich überlegen, worauf man sich da einläßt.

Notizen aus der Notizen-App verlinken

31 Okt 2016
31. Oktober 2016

Zu einem computergestützten GTD®-Workflow gehört zweifellos eine Notiz-App wie Evernote oder – in meinem Fall – die Notizen-App von Apple. Dort landen Infos oder Dokumente, die keine ausführbare Aufgabe darstellen, aber dennoch beispielsweise als Referenzmaterial aufbewahrt werden sollen. Sie können etwa weiterführende Informationen oder Recherche-Ergebnisse zu einem Projekt enthalten, dass ich gerade bearbeite. In diesem Fall wäre es natürlich nützlich, wenn ich in OmniFocus, der von mir bevorzugten Aufgabenverwaltung, auf das jeweils zugehörige Referenzmaterial verlinken könnte. Bisher habe ich immer neidisch auf Evernote-Nutzer geschielt, die dies problemlos machen können. Aber, das Problem ist nun gelöst! Seit iOS 10 und macOS Sierra ist dies nun endlich auch mit der Notiz-App möglich, heute zeige ich wie.

Aktuelles Beispiel: Ich habe in der Notiz-App z.B. eine Notiz, in der drin steht, welche Uhren in meinem Haushalt beim Wechsel von Sommer- auf Winterzeit und umgekehrt von Hand umgestellt werden müssen:

Uhr Umstellung

Gleichzeitig habe ich in OmniFocus eine Aufgabe, zum entsprechenden Termin die Zeitumstellung vorzunehmen:

Uhr Umstellung 2

Nun wäre es schön, diese Aufgabe mit der dazugehörigen Notiz zu verlinken. Am einfachsten geht das vom Mac aus. Wir gehen in die betreffende Notiz und klicken oben in der App auf das neue „Personen zu dieser Notiz hinzufügen“-Icon:

Uhr Umstellung 3

Es erscheint ein Dialog, in dem wir die Option „Link kopieren“ auswählen. Außerdem muss unten noch eine E-Mail-Adresse rein (ich nehme da meine eigene), nur damit der Teilen-Button klickbar wird:

Uhr Umstellung 4

Diesen klicken wir dann und der Link zur Notiz landet in der Zwischenablage. Von dort kann er in das Notizfeld der Aufgabe kopiert werden:

Uhr Umstellung 6

Klickt man auf den Link (den ich hier teilweise mal unkenntlich gemacht habe), öffnet sich die zugehörige Notiz übrigens direkt in der Notiz-App. Und zwar sowohl unter macOS als auch unter iOS!

Natürlich kann man diese Methode auch für andere Dinge verwenden, etwa um Notizen untereinander zu verlinken.

Als PDF drucken mit Bordmitteln unter iOS 10

09 Okt 2016
9. Oktober 2016

Seit iOS 10, dem großen Herbst-Update dieses Jahr, ist es endlich möglich, mit Bordmitteln in ein PDF zu drucken. Beim Mac geht das schon, seitdem ich diese benutze. Die Vorgehensweise unter iOS ist allerdings alles andere als intuitiv, daher möchte ich diese Schritt für Schritt beschreiben. Grundvoraussetzung ist, dass aus der betreffenden App ganz normal gedruckt werden kann. Weiterhin muss die iCloud soweit eingerichtet sein, dass das „iCloud-Drive“ zur Verfügung steht. Als Beispiel für einen PDF-Druck nehmen wir mal eine E-Mail, die Vorgehensweise ist aber woanders analog.

Als erstes klicken wir unten auf den gebogenen Pfeil:

PDF-Druck 1

Dann tippen wir auf „Drucken“:

PDF-Druck 2

Dann folgt ein „Force Touch“ auf das Vorschaubild im unteren Bereich, sodass die Vorschau den ganzen Bildschirm einnimmt. Bei Geräten ohne „Force Touch“ kann alternativ eine Pinch-To-Zoom-Geste ausgeführt werden:

PDF-Druck 2

Anschließend tippen wir auf das Share-Icon unten links:

PDF-Druck 6

Im Share-Sheet tippen wir nun auf „iCloud Drive“:

PDF-Druck 4

Dann auf den gewünschten Ordner klicken:

PDF-Druck 5

Fertig, das PDF mit dem Ausdruck befindet sich jetzt in diesem Ordner! Davon können wir uns z.B. mit der iCloud-Drive-App oder am Mac mittels Finder überzeugen.

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