Archiv für Kategorie: Fotografie

Bornholm

15 Sep 2013
15. September 2013

Wer mir auf Twitter folgt oder ein Facebook-Kontakt ist, hat es wahrscheinlich schon mitbekommen, ich habe meinen diesjährigen Urlaub auf Bornholm verbracht. Die dänische Ostsee-Insel liegt wesentlich näher an Schweden – bis dort sind es nur rund 40 km – als an Dänemark und kann die meisten Sonnenstunden pro Jahr des skandinavischen Königreichs aufweisen. Auf einer Fläche, die ziemlich genau 2/3 so groß ist wie Berlin, leben nur rund 40.000 Einwohner. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich, es gibt kleine Städte, malerische Fischerdörfer, feine Sandstrände, Steilküsten, eines der größten Waldgebiete Dänemarks, Rundkirchen, Burgruinen, Felder, Wiesen und ganz viel Natur. Gewohnt habe ich in einem Hotel am Stadtrand von Rønne, der Hauptstadt, wo auch die Autofähren aus Deutschland, Dänemark und Schweden ankommen.

Die Anreise erfolgte über die Fährverbindung Sassnitz (Rügen) – Rønne, so dass ich endlich mal die schönen Kreidefelsen der größten deutschen Insel von der Seeseite bewundern konnte. Die Überfahrt dauert 3,5 Stunden und war auf der Anreise recht stürmisch. Die freundlichen Inselbewohner sprechen fast alle sehr gut deutsch (zumindest die, mit denen man als Tourist zu tun hat), obwohl ich mich sehr bemüht habe, möglichst alle Anfragen in der Landessprache zu stellen, wie es eigentlich immer mache, wenn ich irgendwo zu Gast bin. Auch der Euro wird in vielen Geschäften akzeptiert. Das Preisniveau ist, wie in Dänemark üblich, höher als in Deutschland, wovon man sich z.B. bei einem Besuch im Supermarkt schnell überzeugen kann. Das Essen war sehr gut, wann immer es möglich war, habe ich zu den inseltypischen Fischspezialitäten gegriffen (Tipp: unbedingt mal eine Räucherei besuchen). Die sonst so verbreiteten Fastfood-Ketten habe ich auf Bornholm nirgendwo gesehen. Das Eiland ist bekannt für sein Kunsthandwerk, in zahlreichen meist kleinen Werkstätten und Glasbläsereien kann man sich vom Können der einheimischen Künstler überzeugen.

Alles in allem, eine charmante, saubere und idyllische Insel, die ich gerne wieder besuche. Ich habe meine DSLR-Kamera mitgenommen und bin mit über 1.000 Fotos zurückgekommen. Nach dem Aussortieren sind etwa 800 übrig geblieben, von denen knapp 700 öffentlich in einem Ipernity-Album zu sehen sind. Vielleicht können sie den ein oder anderen zu einem Bornholm-Besuch inspirieren…

Sonnenuntergang am Strand

30 Aug 2013
30. August 2013

Ich habe letzte Woche hier in Rostock-Warnemünde einen schönen Sonneruntergang gesehen, den ich meinen Lesern nicht vorenthalten möchte. Die Natur liefert doch immer die schönsten Motive.

Hanse Sail 2013

28 Aug 2013
28. August 2013

Vom 8. bis 11. August fand in Rostock und unserem Ostseebad Warnemünde die Hanse Sail 2013 statt. Das maritime Großereignis ist die größte Veranstaltung in Mecklenburg-Vorpommern und lockte dieses Jahr über 200 Teilnehmerschiffe und rund eine Millionen Besucher an. Da die Zahl von mehr als 250 Fotos, die ich letztes Jahr gemacht habe, nicht zu toppen war, habe ich diesmal deutlich weniger Bilder gemacht, zumal das Wetter nicht ganz so gut war. Alle Aufnahmen können in einem Ipernity-Album betrachtet werden.

500px

07 Aug 2013
7. August 2013

Bei meiner Suche nach neuen Fotodiensten als Ersatz für Flickr bin ich auch auf 500px gestoßen. Die Idee hinter 500px ist aber nicht, all seine Fotos dort zu präsentieren, sondern nur die wirklich guten. Der Anbieter hat Algorithmen entwickelt, gut bewertete und von vielen als Favorit gespeicherte Bilder prominent zu platzieren. Außerdem fließt die Aktualität mit ein, so dass auch Fotografen mit wenig Followern Chancen haben.

Je nach Funktionsumfang kostet das Foto-Hosting zwischen 0 und 75 Dollar im Jahr. Da die Plattform aufgrund ihrer Ausrichtung nicht als Heimat aller meiner Fotos in Frage kam (also kein Flickr-Ersatz ist), habe ich mir dennoch das kostenlose Paket geklickt und präsentiere dort eine Auswahl meiner besten Fotos: http://500px.com/mjasinski

Es ist erstmal nur ein kleiner Startbestand, den ich weiter aufstocken werde. Die Bilder können dort sogar käuflich erworben werden, als digitaler HD-Download oder als Druck.

Die technische Anbindung an mein Ökosystem ist bei 500px übrigens recht gut, es gibt Aperture-Plugins sowie eine iPhone- und eine iPad-App.

500px

iPhone-App

Von Flickr zu Ipernity

01 Aug 2013
1. August 2013

Mit Fotodiensten im Internet habe ich irgendwie kein Glück. Erst hatte ich meine Fotogalerien bei Apple, da “Mobile Me” eine entsprechende Funktion bot. Diese Funktion entfiel mit der “iCloud”, dem Nachfolger von “Mobile Me”. Also bin ich mit meinen über 2000 Fotos zu Flickr gezogen. Flickr bietet viele Funktionen für den ambitionierten Hobbyfotografen, von einer durchdachten Zugriffssteuerung (inkl. sogenannter Gästepässe) bis hin zu zahlreichen Organisationsmöglichkeiten (Alben, Sammlungen und Galerien) sowie Community-Features und einer perfekten Integration in mein Ökosystem (Aperture, iPhone und Apple TV). Ich war ein glücklicher Flickr-Kunde mit Pro-Account für 25 Dollar im Jahr.

Bis, ja bis Yahoo – die Mutterfirma von Flickr – im Mai auf die Idee kam ein Redesign zu veröffentlichen. Dies hat IMHO vieles verschlechtert. Fotostreams sind nun eine endlose Aneinanderreihung sehr großer Vorschaubilder ohne großen Abstand und mit minimalen Bild-Informationen, wodurch die alte Übersichtlichkeit und Aufgeräumtheit der Oberfläche nahezu komplett verschwunden ist. Um viele Dinge zu erledigen oder einfach nur zu sehen, sind nun mehr Klicks als vorher nötig. Das Scrollen auf Seiten mit vielen Bildern geht mitunter sehr langsam. Und das Pro-Account-finanzierte Geschäftsmodell ist jetzt einem werbefinanziertem gewichen, wodurch nicht mehr der Fotograf, sondern die Werbetreibenden im Fokus des Anbieters stehen (dafür haben alle Benutzer jetzt reichlich Speicherplatz). Ich bin mit meiner Kritik am neuen Flickr nicht allein, die Änderungen wurden im Hilfeforum überwiegend (gefühlte 90% der Artikel) negativ kommentiert, was der Betreiber weitestgehend ignoriert.

Da es bis heute keine entsprechenden Verbesserungen gibt, war klar, dass ich erneut wechseln muss. Auf jeden Fall sollte es ein Anbieter werden, bei dem der Fotograf im Mittelpunkt steht und keine Werbetreibenden. Damit fielen z.B. Facebook oder Google raus. Ich habe mir auch einige High-End-Plattformen wie Smugmug oder Zenfolio angeschaut. Diese gehen jedoch mit Ihren ausgefeilten Verkaufs- und Marketingfunktionen weit über meine Bedürfnisse hinaus und richten sich vorwiegend an Berufsfotografen. Sie sind auch relativ hochpreisig und haben kaum Community-Features.

Gelandet bin ich schließlich – wie übrigens zahlreiche andere Flickr-Nutzer auch – bei Ipernity, einem Anbieter auf den ich erst durch die Flickr-Diskussionsforen aufmerksam geworden bin. Ipernity hat in etwa das Look & Feel des guten alten Flickr und wurde an verschiedenen Stellen sogar als Flickr-Klon bezeichnet. In meinem Fall also genau was ich suche. Sympathisch in diesen Zeiten ist auch, dass Ipernity kein US-Anbieter ist, sondern aus Frankreich stammt. Auch das Preismodell ähnelt dem alten Flickr, der freie Account hat eine Reihe von Einschränkungen (max. 200 MB pro Monat Upload, nur die letzten 200 Fotos zugänglich, Werbeeinblendungen möglich) und der von mir genutzte Pro-Acount – Club Ipernity genannt – bietet u.a. unbegrenzten Speicherplatz für rund 25 Euro pro Jahr.

Ipernity 1

Leider hat Ipernity noch nicht alle Funktionen von Flickr. So fehlen z.B. die von mir häufiger genutzten Gästepässe, um einen geheimen Link für ein Album zu erzeugen, mit dem man alle Bilder des Albums unabhängig von den Zugriffseinstellungen sehen kann. Auch gibt es noch keine Sammlungen, die das Gruppieren mehrerer Alben ermöglichen (z.B. “2013″). An den Sammlungen wird nach Aussagen des Betreibers gerade gearbeitet und bei den übrigen Funktionen werden die Wünsche der vielen Flickr-Flüchtlinge hoffentlich auch noch erhört. Es gibt allerdings auch Features, die Flickr nicht hat, wie z.B. Artikel, mit denen man die Plattform z.B. als eine Art Fotoblog nutzen kann. Außerdem können auch andere Dokumente als Bilder hochgeladen werden.

Auch die Anzahl der Apps und Plugins ist deutlich kleiner als bei Flickr. Es gibt eine iPhone-App, mit der man seine Fotos verwalten und neue hochladen kann:

Ipernity 2

Weiterhin gibt es ein Lightroom-Plugin, was mir als Aperture-Nutzer allerdings nicht weiterhilft. Zum Glück gibt es eine Mac-App, den Ipernity-Uploader, eine keineswegs perfekte App, mit der man eine größere Anzahl Fotos hochladen kann:

Ipernity 3

Dank Hazel kann ich damit ganze Alben in einem Rutsch hochladen:

Ipernity 4

Es gibt sogar Skripte (für Firefox und Chrome), mit denen man Flickr-Bilder z.B. Album für Album in Ipernity importieren kann. Allerdings haben diese bei mir nicht richtig funktioniert, daher bin ich den Weg über einen Aperture-Export mit Hilfe des Ipernity-Uploaders und Hazel gegangen. Das war für über 50 Alben (nicht alle davon sind öffentlich) eine Menge Arbeit, die ich so schnell nicht wieder machen möchte. Als Alternative zum Ipernity-Uploader ist übrigens gerade eine App namens ipxUploader in Entwicklung.

Alles in allem habe ich – zumindest zum größeren Teil – mein altes Flickr wieder und kann mich nun auf die Veröffentlichung weiterer Bilder konzentrieren. Meine Fotos sind zu finden unter: http://www.ipernity.com/mjasinski

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