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Fotos

17 Mai 2015
17. Mai 2015

Meine Foto-Workflows waren schon immer großen Veränderungen unterworfen, meist weil ein Dienst, den ich genutzt habe, eingestellt wurde oder sich verschlechtert hat oder es plötzlich etwas viel besseres gab. Zuerst hatte ich meine Aufnahmen in der MobileMe-Fotogalerie, dann – als diese eingestellt wurde – bei Flickr, dann – nach Design- und Performance-Verschlechterungen bei Ipernity und zuletzt zusätzlich noch als Backup bei Picturelife. Softwareseitig habe ich zuerst iPhoto und dann Aperture eingesetzt, um die Bilder zu kategorisieren, zu verschlagworten, nachzubearbeiten, usw. Dieses Frühjahr gab es nun wieder einen großen Umbruch, Apple hat die App „Fotos“, die es unter iOS schon länger gibt, auch für den Mac veröffentlicht. Gleichzeitig bieten sie die Möglichkeit, alle Bilder aus „Fotos“, egal ob es sie vom Mac oder iOS kommen, in die iCloud hochzuladen und diese dort aufzubewahren und zwischen den Geräten zu synchronisieren. Dafür werden allerdings iPhoto und Aperture nicht mehr weiterentwickelt. Die Alternativen sind also, entweder – zumindest mittelfristig, eine ganze Weile könnte man sicher noch mit den alten Programmen weiterarbeiten – auf das neue System umzusteigen oder sich eine andere Lösung zu suchen.

Ehrlich gesagt, war ich bei der Ankündigung von Fotos froh, dass dieser Wechsel kam, auch wenn „Fotos“ längst nicht alle Funktionen von Aperture oder Lightroom hat. Denn das alte System stammt aus einer Zeit, bei der man idealerweise nur einen Computer hat, auf dem die Bilder importiert, bearbeitet und veröffentlicht werden. Schon die zunehmende Anzahl von Fotos, die auf dem iPhone entstanden sind, hat mir Probleme gemacht, denn es war mir oft genug zu viel Arbeit (bzw. die Zeit war einfach nicht da), diese nach Aperture reinzuholen und dort äquivalent zu den DLSR-Fotos weiterzuverarbeiten. Noch schlimmer wurde es, als ein zweiter Mac dazukam, denn zwei Aperture-Installationen synchron zu halten, war eine ziemliche Bastelarbeit inklusive Terminal-Skripten. Das lief dann darauf hinaus, dass Fotoarbeiten nur noch an einem Mac gemacht wurden, obwohl ich bei der Nutzung des anderen vielleicht gerade dafür Zeit gehabt hätte. Und dann ist da noch das iPad, das ideale Gerät eigentlich, um in Ruhe auf dem Sofa mal ein paar Bilder auszusortieren. Oder einfach die Fotos mal anderen zu zeigen. Aber dazu müssen sie erstmal auf das iPad kommen.

Die eleganteste Lösung für diese Probleme ist eine zentrale Ablage in der Cloud und nicht auf einem einzelnen Gerät. Und wer kann sowas besser in alle Geräte integrieren als der Hersteller? Also habe ich mich gleich in der ersten Woche, als die Mac-App erschienen ist, an die Migration gemacht. Meine einzige Sorge war eigentlich, dass Apple den Cloud-Teil nicht richtig hinbekommt, denn dies ist traditionell nicht eine der Stärken des Unternehmens aus Cupertino. Aber aus der langen Beta-Phase, die ich intensiv verfolgt hatte, wusste ich, dass es keine technischen Probleme gibt. Blieb nur noch die Sorge, dass das System eventuell zusammenbricht, wenn sich bei Veröffentlichung Millionen von Kunden darauf stürzen, aber auch diese war unbegründet.

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Fotos für Mac

Nun liegen meine rund 7000 Fotos alle in der iCloud, es hat etwa 1-2 Tage gedauert, bis alle vier Geräte wirklich den gleichen Stand hatten. Die Aperture-Library wurde problemlos in „Fotos“ übernommen, inklusive aller Alben, intelligenten Alben und Ereignisse, die in Fotos-Alben umgewandelt wurden. Ich hatte vor dem Import die Struktur in Aperture etwas vereinfacht, was aber wohl gar nicht notwendig gewesen wäre. Pro Gerät kann man entscheiden, ob dort die Originale abgelegt werden sollen, oder – um Platz zu sparen – nur eine verkleinerte Version. Ich habe auf beiden Macs die Originale, so dass es nun inkl. iCloud jeweils drei Kopien eines Fotos gibt (und zusätzlich noch meine TimeMachine- und SuperDuper-Backups). Das ist – insbesondere was die iPhone-Fotos betrifft – wesentlich besser als vorher. Meinen Picturelife-Account habe ich daher nicht verlängert.

Fotos 2

Fotos für iPad

Nach einigen Wochen der Nutzung kann ich festhalten, dass dieses neue System sehr gut funktioniert. Meine Fotosammlung war noch nie in einem so guten Zustand wie jetzt. Es ist von unschätzbaren Wert, auf jedem Gerät die gleiche Ansicht auf die gesamte Fotosammlung zu haben, selbst auf dem iPhone habe ich jedes Foto dabei und kann ein ganz bestimmtes Bild mit Hilfe der Suchfunktionen in kürzester Zeit hervorzaubern. Es wird wirklich fast alles synchronisiert, bis auf die Druckprojekte wie Grußkarten oder Kalender und die intelligenten Alben auf iOS. D.h.,ich kann z.B. auf dem iPad nach Stichwörten wie „Möwe“ oder „Strand“ suchen, die ich auf einem der Macs vergeben habe, und finde sofort die passenden Bilder. Und ich kann ein Bild irgendwo bearbeiten – automatisch verbessern oder nur einen Ausschnitt nehmen oder einfach nur drehen oder begradigen – und die Änderungen werden quasi instantan auf allen Geräten nachgezogen. Ich muss mir auch keine Gedanken mehr machen, welche Fotos ich mit iTunes aufs iPad synchronisiere, um sie jemanden zu zeigen, sie sind einfach alle da.

Fotos 3

Fotos für iPhone

Abstriche gibt es allerdings für Aperture-Benutzer bei der Bildbearbeitung. Die Bearbeitungsfunktionen von „Fotos” sind zwar mächtiger als sie auf den ersten Blick erscheinen, kommen aber an Aperture nicht ran. Wem die Funktionen nicht reichen und trotzdem „Fotos“ nutzen möchte, sollte die Bilder idealerweise vorm Import mit einem anderen Programm bearbeiten. Das gilt auch für das Hinzufügen von GPS-Koordinaten, denn dies kann „Fotos“ zumindest noch nicht. Für mich überwiegen die genannten Vorteile, da ich in der Regel – schon aus Zeitgründen – in 99% der Fälle mit croppen, begradigen, verschlagworten und automatisch verbessern auskomme. Für iPhoto-Nutzer hingegen fällt mir kein Grund ein, nicht umzusteigen. Bedenken sollte man noch, dass die 5 GB Inklusiv-iCloud-Speicher in vielen Fällen nicht mehr reichen werden, wenn die Fotosammlung dazukommt. Ich musste auf den 200GB-Tarif umsteigen (4 EUR pro Monat), zahle aber im Endeffekt nicht mehr als für Picturelife und habe jetzt noch jede Menge freien Speicherplatz für mein iCloud-Drive.

Fotos 4

Bildbearbeitungsfunktionen bei Fotos für Mac

„Fotos“ bietet – wie auch unter iOS – eine Veröffentlichungsfunktion ins Web (iCloud-Fotofreigabe). Nicht so schick wie bei Ipernity, aber die Jahresgebühr dort könnte ich dann immerhin einsparen. Vielleicht werde ich dazu aber auch wieder Flickr nutzen, denn zumindest die Performance-Probleme auf iOS-Geräten scheinen mir inzwischen beseitigt zu sein, auch wenn mir das neue Design immer noch nicht zusagt. Mein Foto-Workflow bleibt also zumindest was diesen Teil betrifft in Bewegung.

Ich nutze „Fotos” übrigens nur für Fotos. Screenshots sammele ich in einem intelligenten Album und übernehme diese in meine Screenshotverwaltung „Ember“, über die ich bei Gelegenheit auch mal einen Artikel schreiben müsste. Auch diese synchronisiert über alle Geräte (via Dropbox) und bietet Screenshot-typische Bearbeitungsfunktionen wie das Zeichnen von Pfeilen, das Einfügen von Texten oder das Verpixeln von Bildausschnitten.

Fiete

07 Apr 2015
7. April 2015

Der Rostocker Zoo hat einen neuen Bewohner, Fiete, ein kleiner Eisbär. Der kürzlich getaufte Polarbewohner wurde am 3. Dezember geboren, hat inzwischen seine schützende Kinderstube verlassen und ist derzeit in der kleineren der beiden Eisbäranlagen untergebracht. Grund genug für mich, mal wieder den hiesigen Tierpark aufzusuchen und dem kleinen Fellknäuel Ostern einen Besuch abzustatten. Die Fotos gibt’s wie immer in einem Ipernity-Album, welches natürlich auch ein paar andere Tiere wie Erdmännchen, Löwen und Kamtschatkabären beinhaltet.

Rostock von oben

14 Dez 2014
14. Dezember 2014

Die Attraktion des diesjährigen Rostocker Weihnachtsmarkts ist sicherlich der City-Skyliner, der höchste und modernste mobile Aussichtsturm der Welt, welcher schon einige große Städte dieser Welt besucht hat. Die Gesamthöhe beträgt 81 m, die Besuchergondel fährt von unten bis auf 72 m hoch und dreht sich dabei um 360 Grad. Zum Geburtstag habe ich eine Fahrkarte geschenkt bekommen und bin heute mit Spiegelreflex-Kamera bewaffnet mitgefahren. Die Sicht von oben war etwas diesig (was von unten nicht zu erahnen war), dennoch war die Aussicht beeindruckend. Es folgen ein paar meiner Bilder (das Artikelbild oben zeigt die Warnow mit Stadthafen, Gehlsdorf im Hintergrund und den Kanonsberg rechts unten).

Sykliner 1

Skyliner 2

Skyliner 3

Skyliner 4

Richtung Vögenteich, OSPA, Motel One

Skyliner 5

Richtung Osten, mit (v.l.n.r.) Petri-, Marien- und Nikolaikirche, im Vordergrund die Lange Straße

Skyliner 6

Richtung Norden (Überseehafen, Kohlekraftwerk, neuer Sendemast und Warnemünde), im Vordergrund die Warnow

Skyliner 7

Richtung Westen

Skyliner 8

Blick auf die Kröpeliner-Tor-Vorstadt mit Brauerei und dem Ostseestadion im Hintergrund

Skyliner 9

Doberaner Platz und KTV, im Hintergrund der Fernsehturm

Wer noch mitfahren möchte (lohnt sich IMHO, kostet 7 Euro), der Weihnachtsmarkt, immerhin angeblich der größte im Norden, geht noch bis zum 22. Dezember.

Picturelife

04 Mai 2014
4. Mai 2014

Weil kürzlich einmal ein paar Fotos auf meinem iPhone verloren gegangen sind, habe ich mich mit dem Thema Foto-Backup bei externen Anbietern befasst. Zwar habe ich schon über 3000 Fotos bei Ipernity liegen, dort speichere ich aber nur Aperture-Alben und längst nicht jeden kleinen iPhone-Schnappschuss. Ein wichtiges Kriterium ist daher ein möglichst automatisches Hochladen aller Fotos, von Mac, iPhone und iPad, damit ein lückenloses Backup entsteht. Ein problemloser Zugriff auf alle Fotos von jedem der Geräte wäre ebenfalls äußerst wünschenswert, denn so hat man quasi alle seine Fotos immer dabei. Schliesslich wäre es praktisch, wenn meine ausgefeilte Aperture-Albenstuktur sich im Backup wiederfinden würde.

Der Markt für solche Lösungen ist nach meinen Recherchen recht übersichtlich. Vorreiter Everpix musste – IMHO wegen eines nicht tragfähigen Geschäftsmodells – seine Geschäftstätigkeit einstellen und Loom wurde kürzlich von Dropbox gekauft. Daher bin ich nach einer kurzen Testphase bei Picturelife (Empfehlungslink) gelandet, einem Dienst aus New York, der alle genannten Anforderungen erfüllt.

Die Mac-App lebt in der Menüleiste (am besten automatisch bei der Anmeldung starten lassen) und lädt im Hintergrund wahlweise alle Fotos (und auch Videos) aus Aperture, iPhoto und einer Liste konfigurierbarer Verzeichnisse zu Picturelife hoch. Die Albenstruktur von Aperture oder iPhoto wird dabei beibehalten. Die Fotos dürfen sogar im Raw-Format vorliegen. Sinnvollerweise kann man den Upload während der Benutzung von Aperture und iPhoto über eine Einstellung pausieren lassen. Auch ein automatischer Import aus sozialen Netzen wie Twitter oder Facebook ist vorgesehen.

Picturelife 5

Auswahl der Backup-Quellen in der Mac-App

Picturelife 4

Fortgeschrittene Einstellungen in der Mac-App

Picturelife 1

Web-App

Die Verwaltung der hochgeladenen Bilder erfolgt über eine Web-App. In dieser Web-App kann die Fotosammlung in verschiedenen Ansichten – Memories, Timeline, All Pictures, Albums und Places – begutachtet werden. Weiterhin gibt es eine leistungsfähige Suchfunktion, die u.a. Orte, Datumsangaben und Schlagwörter (z.B. aus Aperture) berücksichtigt. Die Bilder können sogar nachträglich bearbeitet werden, dazu steht ein Editor-Tool mit erstaunlich vielen Funktionen zur Verfügung.

Picturelife 2

Foto-Editor in der Web-App

Schließlich können einzelne Fotos oder Alben auch noch veröffentlicht (standardmäßig sind alle Bilder privat) werden, so dass diese von allen, von allen, die den Link kennen oder einer bestimmten Gruppe an Picturelife-Benutzern im Web betrachtet werden kann. Ein paar Beispielbilder habe ich hier freigegeben. Auch das Posten von Bildern in verschiedene soziale Netze ist möglich.

Die iOS-Apps dienen sowohl zum Hochladen der jeweils lokalen Bilder als auch zur Durchsicht der eigenen Fotosammlung (inkl. Suchfunktion). Eine Veröffentlichung der Bilder ist ebenfalls vorgesehen. Der Upload kann auch im Hintergrund erfolgen, allerdings scheint hierfür nicht die iOS7-Hintergrundaktualisierung verwendet zu werden, sondern das Multitasking über den Geolocation-Mechanismus.

Picturelife 3

iOS-App

Die monatlichen bzw. jährlichen Kosten (bei jährlicher Vorauszahlung zahlt man jeweils nur für 10 Monate) hängen von der gewünschten Speicherkapazität ab, wobei es eine ganze Reihe Preisstufen gibt (mehr als auf der Homepage angegeben). Bis 5 GB Speicher zahlt man nichts, der Speicherplatz kann durch Weiterempfehlungen oder die erstmalige Nutzung bestimmter Funktionen oder Apps erweitert werden. Ich nutze die 75GB-Preisstufe für 50 Dollar im Jahr. Nicht zu viel für das gute Gefühl, von wirklich jedem Foto ein externes Backup zu haben.

Bornholm

15 Sep 2013
15. September 2013

Wer mir auf Twitter folgt oder ein Facebook-Kontakt ist, hat es wahrscheinlich schon mitbekommen, ich habe meinen diesjährigen Urlaub auf Bornholm verbracht. Die dänische Ostsee-Insel liegt wesentlich näher an Schweden – bis dort sind es nur rund 40 km – als an Dänemark und kann die meisten Sonnenstunden pro Jahr des skandinavischen Königreichs aufweisen. Auf einer Fläche, die ziemlich genau 2/3 so groß ist wie Berlin, leben nur rund 40.000 Einwohner. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich, es gibt kleine Städte, malerische Fischerdörfer, feine Sandstrände, Steilküsten, eines der größten Waldgebiete Dänemarks, Rundkirchen, Burgruinen, Felder, Wiesen und ganz viel Natur. Gewohnt habe ich in einem Hotel am Stadtrand von Rønne, der Hauptstadt, wo auch die Autofähren aus Deutschland, Dänemark und Schweden ankommen.

Die Anreise erfolgte über die Fährverbindung Sassnitz (Rügen) – Rønne, so dass ich endlich mal die schönen Kreidefelsen der größten deutschen Insel von der Seeseite bewundern konnte. Die Überfahrt dauert 3,5 Stunden und war auf der Anreise recht stürmisch. Die freundlichen Inselbewohner sprechen fast alle sehr gut deutsch (zumindest die, mit denen man als Tourist zu tun hat), obwohl ich mich sehr bemüht habe, möglichst alle Anfragen in der Landessprache zu stellen, wie es eigentlich immer mache, wenn ich irgendwo zu Gast bin. Auch der Euro wird in vielen Geschäften akzeptiert. Das Preisniveau ist, wie in Dänemark üblich, höher als in Deutschland, wovon man sich z.B. bei einem Besuch im Supermarkt schnell überzeugen kann. Das Essen war sehr gut, wann immer es möglich war, habe ich zu den inseltypischen Fischspezialitäten gegriffen (Tipp: unbedingt mal eine Räucherei besuchen). Die sonst so verbreiteten Fastfood-Ketten habe ich auf Bornholm nirgendwo gesehen. Das Eiland ist bekannt für sein Kunsthandwerk, in zahlreichen meist kleinen Werkstätten und Glasbläsereien kann man sich vom Können der einheimischen Künstler überzeugen.

Alles in allem, eine charmante, saubere und idyllische Insel, die ich gerne wieder besuche. Ich habe meine DSLR-Kamera mitgenommen und bin mit über 1.000 Fotos zurückgekommen. Nach dem Aussortieren sind etwa 800 übrig geblieben, von denen knapp 700 öffentlich in einem Ipernity-Album zu sehen sind. Vielleicht können sie den ein oder anderen zu einem Bornholm-Besuch inspirieren…

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