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Alexa – erste Erfahrungen mit dem Amazon Echo

16 Jan 2017
16. Januar 2017

Regelmäßige Leser meines Blogs wissen, dass ich ein riesiger Fan von Sprachsteuerung – in der Apple-Welt auch „Siri“ (Link zu meinem Siri-E-Book) genannt – bin. Mit großem Interesse habe ich daher vernommen, dass Amazon sein Echo-Gerät (endlich) auf den deutschen Markt bringt, schließlich bietet Apple noch keine stationäre Lösung (sprich einen eigenständigen Lautsprecher) im Bereich Sprachassistenten an. Jüngste Äußerungen aus der Führungsetage, dass so ein Gerät ohne Bildschirm keinen Sinn macht (was ich anders sehe), lassen mich daran zweifeln, dass da bald was kommt. Weil ich Sprachinterfaces bzw. persönliche Assistenten für zukunftsweisend halte – vielleicht sind sie sogar das „next big thing“, habe ich mir ein Echo bestellt. Leider funktioniert das derzeit nur auf Einladung und ich musste von September bis Januar auf selbige warten, nun aber ist das Echo ungefähr eine Woche bei mir und ich kann über meine ersten Erfahrungen berichten.

Echo Unboxing

Unboxing

Das Gerät ist ein etwa 24 cm hoher Zylinder (Durchmesser rund 8,5 cm). Der Mantel dient als Lautsprecher, auf der Oberfläche sind drei Bedienelemente, Aktivierungsknopf, Mikrofonsperre und Lautstärkenregler. Am Zylinderkopf ist ein Leuchtring, der z.B. blau leuchtet, wenn Sprachbefehle erfasst und beantwortet werden. Ein Netzteil versorgt das Ganze mit Strom, weitere Anschlüsse gibt es nicht. Eingerichtet wird das System mit Hilfe der Alexa-App, in meinem Fall der iOS-Version davon. Das funktioniert wie bei vielen anderen Geräten auch, man verbindet das Smartphone mit dem WLAN vom Echo und gibt in der App die WLAN-Daten des Heimnetzes ein, damit das Gerät dieses dann nutzen kann. Viel mehr ist auch prinzipiell nicht nötig, um die ersten Sprachbefehle absetzen zu können. Dazu sagt man das Aktivierungswort „Alexa“ gefolgt vom jeweiligen Anliegen. Es gibt zwei alternative Aktivierungswörter, unverständlicherweise aber nicht „Computer“, ärgerlich für uns Star-Trek-Fans. Weiterhin ist eine Aktivierung per Hardware-Taste möglich, was ich so gut wie nie nutze. Amazon sagt, Sprachdaten werden erst zu den Amazon-Servern geschickt, wenn das Aktivierungswort gefallen ist. Wollen wir hoffen, dass das so ist, jedenfalls ist mir nichts Gegenteiliges bekannt, schließlich hatten Sicherheitsforscher schon einige Zeit, sich mit dem System zu befassen. Mit einer weiteren Taste kann man die Mikrofone – Amazon sagt auf Hardware-Ebene – ausschalten. Der Leuchtring ist dann rot gefärbt. Es sind übrigens sieben leistungsstarke Mikrofone eingebaut, so dass man auch etwas weiter vom Echo weg sein kann und trotzdem noch verstanden wird. Das Gerät kann übrigens auch als ganz normaler Bluetooth-Lautsprecher genutzt werden, mit dem Befehl „koppeln“ wird der Zylinder ein sichtbares Bluetooth-Device, welches man z.B. mit dem Smartphone verbinden kann. Die Qualität der Lautsprecher-Ausgaben ist nebenbei bemerkt recht gut.

Alexa-App

Alexa-App

Wo sind nun die Unterschiede zu Siri? Den ersten habe ich schon genannt, es ist ein stationäres Gerät, was immer bereitsteht. Das ist schon recht nah am Raumschiff Enterprise, um die Serie nochmal zu bemühen, man kann den Computer einfach und freihändig irgendwas fragen oder machen lassen. Die Spracherkennung funktioniert dabei nach meinen Erfahrungen zuverlässiger und schneller als bei Siri, sodass der Frustfaktor, wenn ich das mal so nennen darf, hier kleiner ist. Allerdings habe ich auch den Eindruck, dass man sich etwas strenger an die Befehlssyntax halten muss als bei Siri.

Der Befehlsumfang vom Echo ist – das ist mein erster Eindruck – erstmal kleiner als bei Siri, kann aber durch Drittanbieter erheblich erweitert werden (dazu später mehr), was bei Siri nur in einigen ausgewählten Bereichen möglich ist. So kann Alexa z.B. keine Anrufe starten, Nachrichten verschicken, E-Mails schreiben oder etwas auf Twitter oder Facebook posten. In den Bereichen Datum, Umrechnungen, Wetter, Sport und Aktien kann Siri – soweit ich das festgestellt habe – mehr (z.B. mehr Feiertage, mehr Währungsumrechnungen, Sporttabellen und Wetter-Einzeldatenabfragen). Für manche Funktionen lebe ich auch einfach im falschen Ökosystem. Wenn man die Kalenderfunktionen nutzen möchte, muss man z.B. einen Google-Kalender haben. Und alles, was mit Musik zu tun hat, geht natürlich über Amazon. Daher musste ich mir erst in Amazon Music einige Playlisten anlegen, um diese Funktionen sinnvoll nutzen zu können.

Kommen wir aber mal wieder zu den guten Seiten des Echos, davon gibt es einige. Das fängt z.B. mit dem Befehl „guten Morgen“ an. Mit der Antwort erhält man einen „fact“ oder „fun fact“ zum jeweiligen Tag, was ich sehr nett finde. In der vergangenen Woche war das z.B., dass die Elbphilharmonie eröffnet wird oder das „Dschungelcamp“ beginnt. Sehr gut gemacht ist auch der Befehl „was gibt’s neues?“, eine Art „Briefing“ aus Nachrichtenquellen (auch von Drittparteien), welches man sich selbst zusammenstellen kann. Bei mir sind das Tagesschau, Wirtschaftswoche, Heise Topnews und Wetter. So kann man schon recht gut informiert in den Tag starten. Das Gerät kann neben Musik auch ganz normale Radiosender (Internet-Streams) abspielen, was für einen zylinderförmigen Lautsprecher natürlich praktisch ist. Dazu sagt man einfach z.B. „Spiele Radio NDR 2“). Siri bietet hier nur den Apple-Sender „Beats One“ an. Zu den Grundfunktionen gehören u.a. noch Hörbücher, Wecker, Timer, Wissensfragen (Hauptstädte, Einwohnerzahlen, Regierungschefs, Berechnungen, Geographie, Infos zu Prominenten, …),  eine Einkaufsliste, eine ToDo-Liste, Infos zu Geschäften und Restaurants und jede Menge Smalltalk (Alexas Vorrat an Witzen ist hierbei recht groß). Es ist auch möglich, Amazon-Bestellungen auszulösen und den Lieferstatus abzufragen, dies habe ich allerdings noch nicht getestet. Natürlich gehören heutzutage auch SmartHome-Funktionen zu einem solchen System. So kann „Alexa“ beispielsweise schon mit Bordmitteln meine Hue-Lampen steuern, allerdings ohne die Farben, was sich mit Drittanbietern aber weitgehend beheben läßt.

Richtig spannend wird es ganz allgemein mit eben solchen Erweiterungen, die bei Amazon „Skills“ genannt werden. Die Installation selbiger erfolgt wie die ganze übrige Konfiguration in der Alexa-App. Es gibt zwar noch nicht wahnsinnig viele für das deutschsprachige System, aber die, die es gibt, und ein Blick in die USA zeigen, wie mächtig das Gerät damit wird oder werden wird. Über die App und den Skill „Yonomi“ kann ich z.B. mein „Logitech Harmony“-System ansprechen, d.h., ich habe nun Sprachbefehle wie „Fernseher einschalten“ oder „Stereoanlage ausschalten“, die selbiges dann auch tun. Dieser Skill kann auch mein Hue-System besser ansprechen und ermöglicht eine weitergehende Lampen- und Farbsteuerung. Darüber hinaus gibt es Skills für eine Reihe weiterer SmartHome-Systeme, einschließlich Heizungssteuerung. Mit dem Skill „Heim-Wetterstation“ kann ich die Daten meiner Netatmo-Wetterstation per Sprache abfragen, einschließlich der aktuellen Außentemperatur. Schließlich beantwortet der Skill „Deutsche Bahn“ Fragen zu Zug- und Busverbindungen, auch im hiesigen Nahverkehr. Das System ist also weit offen und ich bin sehr gespannt, was da noch alles kommen wird.

Insgesamt kann das Amazon Echo meiner Meinung nach schon jetzt so viel, dass es über den Spielkram-Status hinausgeht. Ich finde, Siri und Alexa ergänzen sich gut.

iPhone am Fahrrad befestigen und nutzen

01 Jan 2017
1. Januar 2017

Da ich in letzter Zeit zunehmend mit dem Fahrrad unterwegs bin, entstand relativ schnell der Wunsch, das iPhone am Fahrrad zu befestigen. Hauptanwendung ist dabei die Navigation mit ihren verschiedenen Aspekten, wie das Einsehen einer Umgebungskarte, das Ankündigen von Richtungswechseln, die Anzeige der verbleibenden Kilometer, das Aufzeichnen der gefahrenen Strecke usw. Da hierzu der Bildschirm ständig in Betrieb ist, war eine der wichtigen Anforderungen, in der Nähe des iPhones auch ein Zusatzakku platzieren zu können.

Grundsätzlich gibt es mehrere Stellen am Fahrrad, an die man ein Smartphone befestigen kann. Da wäre zunächst mal der Lenker, der ist bei mir aber mit Akku-Lampe, Klingel und konventionellem Fahrradcomputer schon so gut wie voll bestückt. Diese Variante habe ich daher schnell verworfen. Variante 2 wäre eine Tasche mit Sichtfenster oben, die am oberen Rahmen befestigt wird. Auch diese Möglichkeit habe ich verworfen, weil die Befestigung bei solchen Taschen meist über Schlaufen erfolgt, deren Stabilität ich nur schwer einschätzen konnte. Weiterhin müßte man während der Fahrt recht weit hinunterschauen und evtl. wäre auch die Beinfreiheit etwas behindert.

Daher habe ich mich für den Lenkervorbau entschieden. Hier war zum einen noch reichlich Platz und zum anderen ist die Ablesehöhe dort nahezu ideal. Als Tasche habe ich die „Rixen und Kaul KLICKfix Phonebag Duratex Plus“ (z.B. bei Amazon erhältlich) genommen. Die Tasche ist wasserfest und besteht aus zwei Fächern, einem von der Höhe her schmalen oben mit Sichtfenster (hier kommt das Smartphone rein) und einem breiteren Fach unten. Dieses kann entweder für den Zusatzakku oder für andere kleine Dinge verwendet werden. Der Touchscreen kann durch die Folie bedient werden, allerdings nicht der neue Homebutton des iPhone 7. Ich behelfe mir daher mit einer Funktion, die sich „Assistive Touch“ nennt und einen Software-Homebutton auf den Bildschirm zaubert. Am einfachsten aktiviert man diese Funktion via Siri: „Assistive Touch einschalten“. Außerdem ist es sinnvoll, das automatische Abschalten des Bildschirms während der Fahrt zu deaktivieren. Das gelingt unter Einstellungen > Anzeige & Helligkeit > Automatische Sperre, dort den Wert einfach auf „Nie“ setzen.

Phonebag

Für längere Fahrten bestücke ich das untere Fach mit einem Zusatzakku und verbinde es mit einem 50cm-Lightning-Kabel von Gravis mit dem Smartphone. Das Kabel muss oben rechts oder links neben dem Telefon vorbeigeführt werden. Die Tasche ist so gemacht, dass ein iPhone 7 (und damit auch ein iPhone 6 oder 6S) dort ziemlich genau hineinpasst. Größer darf das Smartphone also nicht sein.

Die Tasche wird mit Hilfe eines „KLICKfix Quad Adapters“ (z.B. bei Amazon oder vielen Fahrradhändlern erhältlich) am Vorderbau befestigt. Dieser liegt der Tasche schon bei, kann aber bei Bedarf einzeln nachbestellt werden. Die Befestigung des Adapters war etwas fummelig, mein Nachbar hat mich aber dabei tatkräftig unterstützt (vielen Dank nochmal, André!). Die Tasche hat unten das entsprechende Gegenstück zum Adapter, so dass sie dort problemlos „eingeklickt“ werden kann. Sie ist dann umgangssprachlich gesagt „bombenfest“, so dass nie auch nur ansatzweise die Befürchtung bestand, dass sie während der Fahrt abfallen könnte. Gelöst wird die Verbindung durch das Drücken der  beiden roten Knöpfe am Adapter. Der Adapter ermöglicht eine Befestigung sowohl im Hoch- als auch im Querformat, was je nach benutzter App sehr praktisch sein kann.

Klickfix-Adapter

Als App während der Fahrt nutze ich in erster Linie „Komoot“. Sie ist für Android und iOS erhältlich, bietet aber auch ein Webfrontend, um die Touren auf dem großen Desktop-Monitor zu planen oder sich eine aufgezeichnete Radtour anzuschauen. Komoot verdient eigentlich einen eigenen Artikel, der evtl. auch mal kommen wird, ich möchte mich heute aufs wesentliche beschränken. Die App läßt sich sinnvoll nur mit einem (kostenlosen) Komoot-Account nutzen, allein schon, um die Daten zwischen der Smartphone- und der Webversion auszutauschen. Grundlage von Navigation und Aufzeichnung sind das Kartenmaterial, welches in Regionen unterteilt ist (Rostock mit Umland ist z.B. eine solche). Eine bekommt man kostenlos, weitere sind für wenige Euro pro Gebiet zu erwerben, wodurch sich die App auch finanziert. Man kann auch gleich alle Regionen zum Gesamtpreis von rund 30 Euro im Komplettpaket erwerben, gelegentlich ist dieses sogar für ein paar Tage um 10 Euro reduziert. Das hängt natürlich vom eigenen Fahrverhalten ab, ist man nur heimatnah unterwegs, kommt der Einzelkauf günstiger oder man ist gar mit der kostenlosen Region schon versorgt. Bedenken sollte man aber, dass die App auch zum Wandern genutzt werden kann, so dass ggf. noch die eigenen Urlaubsregionen hinzukommen. Die Karten können direkt auf das Smartphone geladen werden, da ja unterwegs nicht unbedingt immer ein Mobilfunknetz zur Verfügung steht. Außerdem spart man auf diese Weise mobile Daten.

Beispielregion

Die wichtigsten Funktionen sind Planung und Aufzeichnung. Man kann entweder eine Tour von Komoot oder Komoot-Nutzern auswählen oder komplett selbst planen. Dazu gibt man einfach Start und Ziel sowie eventuelle Wegpunkte ein. Ist man fertig, gibt die App eine Einschätzung zum Schwierigkeitsgrad der Tour, schätzt die Dauer und gibt u.a. an, wieviel der Strecke Radwege sind und wie sich der Streckenbelag prozentual verteilt. Darüber hinaus wird das Höhenprofil angezeigt. Fertige Touren können optional anderen Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Ich war übrigens erstaunt, wieviele Radwege Komoot hier in meiner Region kennt. Während der Fahrt folgt man den Anweisungen auf dem Bildschirm, der auch eine Karte mit der Route anzeigt, sowie einer ganzen Reihe von Daten (aktuelle Geschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit, zurückgelegte KM, verbleibende KM, verbleibende Zeit sowie das Höhenprofil). Optional sind auch Sprachansagen möglich. Unterwegs können direkt mit der App Fotos gemacht werden, die der Tour dann hinzugefügt werden. Möchte man Komoot nicht als Navi nutzen, kann man die gefahrene Strecke auch einfach nur aufzeichnen lassen. Bei Nutzung der Navigation wird die Tour sowieso aufgezeichnet.

geplante Tour

Navigation

Tour-Statistik

Andere Komoot-Nutzer können als Kontakte hinzugefügt werden, deren Touren man dann nachverfolgen kann.

Erste Eindrücke von den AirPods

21 Dez 2016
21. Dezember 2016

Seit gestern habe ich sie, meine neuen AirPods von Apple. Da ich gut vernetzt bin, habe ich auf Twitter glücklicherweise rechtzeitig vom Bestellstart erfahren, derzeit müsste man wohl bis Februar warten, es sei denn, man erwischt welche im Einzelhandel. Der ganze „product launch“ der AirPods ist sehr unglücklich verlaufen, mit dem Wegfall des Klinkenanschlusses am iPhone 7 hätten sie IMHO definitiv zum iPhone-Release im September auf den Markt kommen müssen. Man kann nicht die große Kabellosigkeit verkündigen und dann nicht liefern – da ist sicherlich gewaltig was schief gelaufen in Cupertino.

Airpods-Schachtel

24 Stunden reichen natürlich nicht für ein ausführliches Review aus, daher möchte mich sinnvollerweise auf ein paar erste Eindrücke beschränken. Die AirPods sind meine ersten drahtlosen Kopfhörer, vorher hatte ich nur einige Male diese Bluetooth-Dinger für ein Ohr zum Telefonieren probiert, bin damit aber nie wirklich glücklich geworden. Meine Standard-Kopfhörer waren immer die mitgelieferten EarPods, die für mich unterwegs (für zu Hause habe ich noch gute Kopfhörer von KEF) OK genug waren. Die 3-Tasten-Bedienung war recht praktisch, nur das Kabel hat immer genervt, ich habe es mindestens einmal pro Tag entknoten müssen. Die AirPods sind somit eine gute Gelegenheit, den Start in die drahtlose Welt zu probieren.

Aufbewahrungsbox

Eine praktische Sache. So haben die Airpods einen festen Platz, wenn sie nicht im Ohr sind und laden gleichzeitig noch so lange, bis die Box selber keinen Strom mehr hat. Die Kunststoffbox ist ca, 5 x 4 x 1 cm – klein genug, um in jede Hosen- oder Jackentasche zu passen – groß genug, um nicht verloren zu gehen. Sie wiegt leer 38 Gramm und hat unten einen Lightning-Anschluß zum Aufladen. Ein USB-zu-Lightning-Kabel wird mitgeliefert. Da ich mittlerweile viele Geräte habe, die per Lightning geladen werden, habe ich mir inzwischen zahlreiche Lademöglichkeiten geschaffen, kein Problem also. Öffnet man den magnetisch verschlossenen Deckel, kommen die beiden AirPods zum Vorscheinen. Sie werden ebenfalls magnetisch in der Hülle gehalten, so dass sie nicht versehentlich rausfallen können. Mit dem Öffnen des Deckels zeigt das iPhone automatisch den Akkustand von Box und AirPods an (bzw. einen Kopplungsdialog beim allerersten Mal). Durch ihre abgerundeten Ecken fühlt sich die Box recht gut an. Vorder- und Rückseite kann man durch silberfarbene Scharnier auf der Rückseite gut unterscheiden. Eine LED in der Box, die in verschiedenen Farben leuchten kann, signalisiert den Ladezustand der AirPods oder der Box, wenn die AirPods außerhalb sind.

AirPods

Die AirPods sehen ziemlich genau so aus wie EarPods ohne Kabel, sind nur ein klein wenig schwerer (ist ja mehr Technik drin, ein AirPod wiegt rund vier Gramm) und das Röhrchen ist etwas dicker und vielleicht einen halben Zentimeter länger. Wem die EarPods gut passen, sollte mit AirPods keine Probleme haben. Durch wildes Kopfschütteln oder wahlloses Hin- und Herspringen ist es mir nicht gelungen, die AirPods zu verlieren. Beruhigend. Ich denke, die alten EarPods fallen vorwiegend durch Kabelzug aus dem Ohr, das entfällt hier natürlich. Obwohl sie nicht durch ein Kabel verbunden sind, ist die Wiedergabe auf beiden AirPods nach meiner bisherigen Erfahrung absolut synchron.

Kopplung

Könnte einfacher nicht sein. Man öffnet die Box und auf dem iPhone erscheint ein Dialog mit Kopplungsknopf. Antippen und gut ist. Gleichzeitig werden die AirPods allen Apple-Geräten, die denselben iCloud-Account benutzen, bekannt gemacht, so dass sie beim Mac z.B. im Bluetooth-Menü erscheinen. Zweifellos ein Vorteil des Apfel-Ökosystems.

AirPods-Kopplung

Bedienung/Steuerung

Hier scheiden sich die Geister sicherlich, denn es gibt keinerlei Knöpfe auf den AirPods. Nimmt man einen AirPod aus dem Ohr pausiert die Wiedergabe, sie wird automatisch fortgesetzt, wenn man ihn zurück ins Ohr setzt. Die restliche Steuerung kann über Siri erledigt werden. Die Aktivierung erfolgt durch doppeltes Antippen eines AirPods. Apples Sprachsteuerung kennt natürlich Befehle für die Lautstärke, Titelauswahl, Titelnavigation, Wiedergabelisten, Suche nach Titeln usw. Wer sich hier nicht so gut auskennt, dem möchte ich an dieser Stelle meine umfassende Siri-Referenz empfehlen ;-). Allerdings setzt Siri eine Online-Verbindung voraus und nicht jeder redet in der Öffentlichkeit gerne mit seinen Geräten. Ich fand die eingangs erwähnte 3-Tasten-Bedienung der EarPods durchaus praktisch und man kann hier sicherlich einen Rückschritt sehen. Allerdings besitze ich eine Apple Watch, die das fehlende Bedienteil weitgehend wieder wettmacht. Die eingebaute App „aktueller Titel“, die bei mir im Dock liegt, kann Start/Stopp, Vor- und Rücksprünge sowie den aktuellen Titel anzeigen. Außerdem kann man durch Drehung an der Krone die Lautstärke ändern. Ich muss sagen, ohne die Watch wäre mir die Entscheidung für die AirPods deutlich schwerer gefallen.

Watch-App „aktueller Titel“

Klangqualität

Der Klang gefällt mir. Ich würde sagen, er ist besser als bei den mitgelieferten EarPods. Audiophile werden allerdings wohl nicht auf ihre Kosten kommen. Die Qualität wird nicht spürbar schlechter, wenn ich mich ohne iPhone zum anderen Ende des Raums begebe.

Batterielaufzeit

Hier kann ich aufgrund der Kürze der Zeit noch keine Angaben machen. Apple hat fünf Stunden genannt, ich habe nach über zwei Stunden Musik hören (in gehobener Lautstärke) etwa 33% Akku verbraucht, das könnte also ganz gut hinkommen. Der aktuelle Ladestand kann während der Benutzung auf dem Batterie-Widget von Apple angezeigt werden, außerdem ist eine Abfrage per Siri möglich:

„Wieviel Akku haben die AirPods?“

Batterie-Widget

Fazit

Summiert man die oben genannten Punkte, fällt mein Fazit positiv aus. Ich geniesse die absolut kabellose Freiheit beim Hören von Musik und Podcasts. Man merkt kaum, dass man etwas in den Ohren hat. Abstriche gibt es bei der Steuerung, ohne Apple Watch muss man sich natürlich überlegen, worauf man sich da einläßt.

Notizen aus der Notizen-App verlinken

31 Okt 2016
31. Oktober 2016

Zu einem computergestützten GTD®-Workflow gehört zweifellos eine Notiz-App wie Evernote oder – in meinem Fall – die Notizen-App von Apple. Dort landen Infos oder Dokumente, die keine ausführbare Aufgabe darstellen, aber dennoch beispielsweise als Referenzmaterial aufbewahrt werden sollen. Sie können etwa weiterführende Informationen oder Recherche-Ergebnisse zu einem Projekt enthalten, dass ich gerade bearbeite. In diesem Fall wäre es natürlich nützlich, wenn ich in OmniFocus, der von mir bevorzugten Aufgabenverwaltung, auf das jeweils zugehörige Referenzmaterial verlinken könnte. Bisher habe ich immer neidisch auf Evernote-Nutzer geschielt, die dies problemlos machen können. Aber, das Problem ist nun gelöst! Seit iOS 10 und macOS Sierra ist dies nun endlich auch mit der Notiz-App möglich, heute zeige ich wie.

Aktuelles Beispiel: Ich habe in der Notiz-App z.B. eine Notiz, in der drin steht, welche Uhren in meinem Haushalt beim Wechsel von Sommer- auf Winterzeit und umgekehrt von Hand umgestellt werden müssen:

Uhr Umstellung

Gleichzeitig habe ich in OmniFocus eine Aufgabe, zum entsprechenden Termin die Zeitumstellung vorzunehmen:

Uhr Umstellung 2

Nun wäre es schön, diese Aufgabe mit der dazugehörigen Notiz zu verlinken. Am einfachsten geht das vom Mac aus. Wir gehen in die betreffende Notiz und klicken oben in der App auf das neue „Personen zu dieser Notiz hinzufügen“-Icon:

Uhr Umstellung 3

Es erscheint ein Dialog, in dem wir die Option „Link kopieren“ auswählen. Außerdem muss unten noch eine E-Mail-Adresse rein (ich nehme da meine eigene), nur damit der Teilen-Button klickbar wird:

Uhr Umstellung 4

Diesen klicken wir dann und der Link zur Notiz landet in der Zwischenablage. Von dort kann er in das Notizfeld der Aufgabe kopiert werden:

Uhr Umstellung 6

Klickt man auf den Link (den ich hier teilweise mal unkenntlich gemacht habe), öffnet sich die zugehörige Notiz übrigens direkt in der Notiz-App. Und zwar sowohl unter macOS als auch unter iOS!

Natürlich kann man diese Methode auch für andere Dinge verwenden, etwa um Notizen untereinander zu verlinken.

Als PDF drucken mit Bordmitteln unter iOS 10

09 Okt 2016
9. Oktober 2016

Seit iOS 10, dem großen Herbst-Update dieses Jahr, ist es endlich möglich, mit Bordmitteln in ein PDF zu drucken. Beim Mac geht das schon, seitdem ich diese benutze. Die Vorgehensweise unter iOS ist allerdings alles andere als intuitiv, daher möchte ich diese Schritt für Schritt beschreiben. Grundvoraussetzung ist, dass aus der betreffenden App ganz normal gedruckt werden kann. Weiterhin muss die iCloud soweit eingerichtet sein, dass das „iCloud-Drive“ zur Verfügung steht. Als Beispiel für einen PDF-Druck nehmen wir mal eine E-Mail, die Vorgehensweise ist aber woanders analog.

Als erstes klicken wir unten auf den gebogenen Pfeil:

PDF-Druck 1

Dann tippen wir auf „Drucken“:

PDF-Druck 2

Dann folgt ein „Force Touch“ auf das Vorschaubild im unteren Bereich, sodass die Vorschau den ganzen Bildschirm einnimmt. Bei Geräten ohne „Force Touch“ kann alternativ eine Pinch-To-Zoom-Geste ausgeführt werden:

PDF-Druck 2

Anschließend tippen wir auf das Share-Icon unten links:

PDF-Druck 6

Im Share-Sheet tippen wir nun auf „iCloud Drive“:

PDF-Druck 4

Dann auf den gewünschten Ordner klicken:

PDF-Druck 5

Fertig, das PDF mit dem Ausdruck befindet sich jetzt in diesem Ordner! Davon können wir uns z.B. mit der iCloud-Drive-App oder am Mac mittels Finder überzeugen.

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