Archive for month: Oktober, 2016

Notizen aus der Notizen-App verlinken

31 Okt 2016
31. Oktober 2016

Zu einem computergestützten GTD®-Workflow gehört zweifellos eine Notiz-App wie Evernote oder – in meinem Fall – die Notizen-App von Apple. Dort landen Infos oder Dokumente, die keine ausführbare Aufgabe darstellen, aber dennoch beispielsweise als Referenzmaterial aufbewahrt werden sollen. Sie können etwa weiterführende Informationen oder Recherche-Ergebnisse zu einem Projekt enthalten, dass ich gerade bearbeite. In diesem Fall wäre es natürlich nützlich, wenn ich in OmniFocus, der von mir bevorzugten Aufgabenverwaltung, auf das jeweils zugehörige Referenzmaterial verlinken könnte. Bisher habe ich immer neidisch auf Evernote-Nutzer geschielt, die dies problemlos machen können. Aber, das Problem ist nun gelöst! Seit iOS 10 und macOS Sierra ist dies nun endlich auch mit der Notiz-App möglich, heute zeige ich wie.

Aktuelles Beispiel: Ich habe in der Notiz-App z.B. eine Notiz, in der drin steht, welche Uhren in meinem Haushalt beim Wechsel von Sommer- auf Winterzeit und umgekehrt von Hand umgestellt werden müssen:

Uhr Umstellung

Gleichzeitig habe ich in OmniFocus eine Aufgabe, zum entsprechenden Termin die Zeitumstellung vorzunehmen:

Uhr Umstellung 2

Nun wäre es schön, diese Aufgabe mit der dazugehörigen Notiz zu verlinken. Am einfachsten geht das vom Mac aus. Wir gehen in die betreffende Notiz und klicken oben in der App auf das neue „Personen zu dieser Notiz hinzufügen“-Icon:

Uhr Umstellung 3

Es erscheint ein Dialog, in dem wir die Option „Link kopieren“ auswählen. Außerdem muss unten noch eine E-Mail-Adresse rein (ich nehme da meine eigene), nur damit der Teilen-Button klickbar wird:

Uhr Umstellung 4

Diesen klicken wir dann und der Link zur Notiz landet in der Zwischenablage. Von dort kann er in das Notizfeld der Aufgabe kopiert werden:

Uhr Umstellung 6

Klickt man auf den Link (den ich hier teilweise mal unkenntlich gemacht habe), öffnet sich die zugehörige Notiz übrigens direkt in der Notiz-App. Und zwar sowohl unter macOS als auch unter iOS!

Natürlich kann man diese Methode auch für andere Dinge verwenden, etwa um Notizen untereinander zu verlinken.

Als PDF drucken mit Bordmitteln unter iOS 10

09 Okt 2016
9. Oktober 2016

Seit iOS 10, dem großen Herbst-Update dieses Jahr, ist es endlich möglich, mit Bordmitteln in ein PDF zu drucken. Beim Mac geht das schon, seitdem ich diese benutze. Die Vorgehensweise unter iOS ist allerdings alles andere als intuitiv, daher möchte ich diese Schritt für Schritt beschreiben. Grundvoraussetzung ist, dass aus der betreffenden App ganz normal gedruckt werden kann. Weiterhin muss die iCloud soweit eingerichtet sein, dass das „iCloud-Drive“ zur Verfügung steht. Als Beispiel für einen PDF-Druck nehmen wir mal eine E-Mail, die Vorgehensweise ist aber woanders analog.

Als erstes klicken wir unten auf den gebogenen Pfeil:

PDF-Druck 1

Dann tippen wir auf „Drucken“:

PDF-Druck 2

Dann folgt ein „Force Touch“ auf das Vorschaubild im unteren Bereich, sodass die Vorschau den ganzen Bildschirm einnimmt. Bei Geräten ohne „Force Touch“ kann alternativ eine Pinch-To-Zoom-Geste ausgeführt werden:

PDF-Druck 2

Anschließend tippen wir auf das Share-Icon unten links:

PDF-Druck 6

Im Share-Sheet tippen wir nun auf „iCloud Drive“:

PDF-Druck 4

Dann auf den gewünschten Ordner klicken:

PDF-Druck 5

Fertig, das PDF mit dem Ausdruck befindet sich jetzt in diesem Ordner! Davon können wir uns z.B. mit der iCloud-Drive-App oder am Mac mittels Finder überzeugen.

Im Zeichen der Sieben

03 Okt 2016
3. Oktober 2016

Pünktlich zum Verkaufsstart am 16. September habe ich von der Telekom – Premierenticket sei Dank (ich weiß, es heißt inzwischen anders) – mein iPhone 7 bekommen. Höchste Zeit daher für einen kurzen Bericht! Es ist mein fünftes iPhone nach 3G, 4, 5 und 6. Nach „Silber“ beim iPhone 6 habe ich mich diesmal für „Schwarz“ entschieden. Die silber-schwarzen Ausführungen beim iPhone 6 und 6S haben mir nicht gefallen, aber ein komplett schwarzes Telefon ist was anderes. Diamantschwarz kam allerdings nicht in Frage, da ich mit „Klavierlack“-ähnlichen Geräten keine guten Erfahrungen habe. Sie sind in der Regel ein Fingerabdruckmagnet und – selbst Apple weist ja darauf hin – anfällig für kleinste Kratzer. Dennoch sehen diese Geräte – ich habe inzwischen eins gesehen – sehr schick aus. Wie auch immer, ich bin mit dem Aussehen meines schwarzen iPhone 7 sehr zufrieden, zumal keine Antennenbänder mehr auf der Rückseite zu sehen sind. Da ich bei meinem 128 GB großen 6er immer so 30 bis 40 GB freien Speicher hatte, bin ich bei dieser Speichergröße geblieben. Ebenfalls geblieben bin ich bei der kleinen Variante des Gerätes, nachdem ich mir das Plus-Modell nochmal ausführlich bezüglich der Größe angeschaut hatte. Es ist nicht kompatibel mit der Art und Weise wie ich mein iPhone unterwegs benutze, in der Regel mit einer Hand. Die Doppelkamera war allerdings sehr verlockend.

Unboxing-Foto

Unboxing-Foto

Die Form hat sich beim iPhone 7 kaum geändert. Das hat auch Vorteile, so kann ich meine Ledertaschen und Docks einfach weiterverwenden. Zusätzlich zu den Neuerungen des iPhone 7 habe ich – da ich als Vertragskunde nur alle zwei Jahre ein neues Gerät kaufe – natürlich noch die Neuerungen des iPhone 6s dazubekommen. Insgesamt ist der Funktionszuwachs damit so hoch, dass sich ein Update aus meiner Sicht lohnt, bei den Neuerungen von einem Jahr zum nächsten täte ich mich wesentlich schwerer.

Die Geschwindigkeit des 7ers ist unglaublich. Da ich kaum Hardware-intensive Spiele installiert habe, kann ich diese Prozessorpower kaum nutzen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass bei mir hauptsächlich die beiden langsameren Stromspar-Kerne laufen. Damit sind wir gleich beim nächsten Punkt, dem Akku. Der hält nach meiner Erfahrung wesentlich länger als bei meinem 6er. Bei normaler Nutzung muss sogar erst in der Nacht geladen werden. An den neuen Home-Button habe ich mich schnell gewöhnt, es ist erstaunlich wie wie gut einem der Klick durch haptisches Feedback vorgegaukelt wird. Dieses Feedback war für mich eigentlich die größte Überraschung beim 7er, weil mir vor dem Kauf nicht klar war, dass auch das iOS-System nun haptisches Feedback nutzt, etwa beim Drehen eines Auswahlrads (bei Datumsfeldern z.B.). Diese fühlen sich nun wie echte Zahnräder an, was ich absolut faszinierend finde. Eine vollständige Zusammenstellung zur System-Haptik gibt es in diesem Artikel. Ich habe übrigens auch den Eindruck, dass der Home-Button schneller reagiert als seine mechanischen Vorfahren. Neu sind für mich auch die Force-Touch-Funktionen vom 6s. Ich versuche mich Schritt für Schritt an sie zu gewöhnen, da sie doch die ein oder andere Abkürzung bereithalten. Aber man muss das erst verinnerlichen. Durchaus gemischte Gefühle habe ich bezüglich des Kopfhöreranschlusses. Es ist in der Vergangenheit durchaus vorgekommen, dass ich gleichzeitig den Kopfhörer genutzt und das Gerät aufgeladen habe, etwa bei langen Bahnfahrten. Dies erfordert nun eine Adapterlösung oder ein drahtloses Headset. Allerdings freue ich mich sehr auf die Airpods, die ich mit ihren Sensoren, der einfachen Kopplung und der Weitergabe der Kopplung an andere Geräte über iCloud für durchaus innovativ halte. Die Stereo-Lautsprecher sorgen für einen Klang, der kleinere Räume durchaus ganz gut füllen kann. Seltsamerweise gibt es an der Oberseite, wo der neue Lautsprecher sitzt, jedoch keine Öffnungslöcher wie unten. Die Wasserresistenz nehme ich natürlich gerne mit, eine Gefahrenquelle weniger für das teuere Gerät. Dass das iPhone jetzt auch – ohne am Strom angeschlossen zu sein – auf „Hey Siri“ reagiert, ist eine Neuerung vom 6s. Für mich als Siri-Fan ist das natürlich dennoch sehr sehr praktisch.

Foto mit iPhone 7

Foto vom iPhone 7 – bitte anklicken für Galerieansicht

Zur Kamera habe ich noch kein abschließendes Urteil. Die Vorder-/Selfie-Kamera ist auf jeden Fall um Größenordnungen besser als beim iPhone 6. Die Rückkamera macht bei schlechten Lichtverhältnissen meiner Meinung nach bessere Fotos als das iPhone 6. Bei guten Lichtverhältnissen bin mir noch unsicher, wie groß die Verbesserungen sind. Ich denke, ich brauche einfach noch ein paar Fotos mehr. Live-Fotos (auch eine Neuerung des 6s) sind zwar ganz nett, meistens nutze ich die Funktion jedoch nicht.

Foto mit iPhone 7

Foto vom iPhone 7 – bitte anklicken für Galerieansicht

Hier der Link zu einer kleinen Galerie mit fünf Fotos, die mit dem iPhone 7 gemacht wurden.

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