Archive for month: März, 2016

Mein Saugroboter

20 Mrz 2016
20. März 2016

Ich muss gestehen, dass ich seit über einem Jahr in meiner Wohnung keinen Staub mehr gesaugt habe! Das hat aber nichts mit einem plötzlichen Hang zum Schmutz zu tun, sondern liegt daran, dass dies seit Dezember 2014 ein Roboter für mich erledigt. Ich habe bewusst so lange mit diesem Artikel gewartet, um Langzeiterfahrungen zu sammeln und wirklich eine fundierte Empfehlung auszusprechen. Denn gerade in diesem Marktsegment kann etwas, was zwei bis drei Wochen gut funktioniert, schon nach zwei Monaten im Desaster enden.

Vor der Anschaffung habe ich mich länger mit der Thematik befasst, viele Testberichte, Rezensionen und Foren gelesen und für mich folgende Kriterien aufgestellt:

  • Lithium-Akku, der Akku soll keinen Memory-Effekt haben und ein Weilchen halten
  • selbstständiges Reinigen der Wohnung bei Abwesenheit an festgelegten Wochentagen (nicht täglich, das wäre zu oft)
  • systematische Reinigung (nicht nach dem Zufallsprinzip)
  • zuverlässiges Wiederfinden der Basisstation
  • möglichst hohe Reinigungsleistung
  • Absperrmöglichkeit für Bereiche, die nicht befahren werden sollen (z.B. weil dort viele Kabel liegen)

Am Ende meiner Recherchen lief alles auf einen Vorwerk-Roboter hinaus, obwohl diese recht teuer sind. Zwei Modelle standen hier zur Auswahl, der ältere VR-100 oder der damals sehr neue VR-200. Aktuell scheint es nur noch den VR-200 zu geben. Der VR-200 weißt eine Reihe von Verbesserungen auf, wie z.B. eine Fernbedienung, eine etwas geringere Höhe, Software-Updates per USB-Stick und eine Absaugmöglichkeit direkt per konventionellem Staubsauger. Da es zum Zeitpunkt der Anschaffung kaum Tests oder Erfahrungen zum VR-200 gab, habe ich zum VR-100 gegriffen, der immerhin 150 EUR günstiger war.

Dieser reinigt nun seit 15 Monaten wöchentlich zuverlässig meine Wohnung, obwohl diese recht verwinkelt ist und es sicherlich viel einfachere Zuschnitte gibt. Dabei geht er in der Tat systematisch vor und unterteilt die Wohnung in zwei Hälften, von denen zuerst die eine und dann die andere gesaugt wird. Innerhalb einer Hälfte fährt er zunächst mit seinem rechten Rand an der Wand/an den Möbeln entlang und reinigt anschließend den Innenteil. Der integrierte Laserturm erkennt die meisten Hindernisse, ab und zu kommt es zu sanften Zusammenstößen, wobei ich aber noch nie Beschädigungen festgestellt habe. Durch seine praktische D-Form kommt er gut in Ecken (warum sind die meisten Saugroboter eigentlich rund?) Innerhalb der gesamten Zeitperiode kann ich mich nur an eine Reinigung erinnern, wo die Basisstation nicht wiedergefunden wurde. Darüberhinaus ist es vielleicht 4-5 mal vorgekommen, dass er sich festgefahren hat. Insgesamt also eine sehr solide Leistung, mit der ich überaus zufrieden bin.

Bereiche, die nicht befahren werden sollen, können mit Magnetband abgesperrt werden, wovon eine Rolle mitgeliefert wird, weitere können bei Bedarf nachgekauft werden.

Magnetband

Magnetband zum Abgrenzen gesperrter Bereiche

Der Akku macht bisher keinerlei Probleme. Ein Wechsel der austauschbaren Bürsten erschien mir bisher nicht notwendig. Der Staubbehälter ist nach einer Reinigung etwa zu einem Drittel voll, was mehr ist, als ich eigentlich an Staub erwartet hätte.

Staubbehälter

Staubbehälter nach einer Reinigung

Alles in allem kann ich Vorwerk-Saugroboter somit empfehlen, auch wenn der Preis recht hoch ist. Im Gegenzug erhält man aber auch einen zuverlässigen Helfer bei der Hausarbeit. Die eingesparte Zeit kann nun anderweitig genutzt werden. 2015 ist der VR-200 übrigens Testsieger bei einem Vergleich der Stiftung Warentest geworden. Mein Roboter erfüllt alle eingangs aufgestellten Kriterien, wobei ich die Praxis die Programmierfunktion kaum nutze. Er saugt in der Regel sonnabends, während ich mich anderweitiger Hausarbeit beschäftigt bin.

Apple Watch Apps

13 Mrz 2016
13. März 2016

Auf der Apple-Watch arbeite ich deutlich weniger mit Apps aus dem Store, als ich dies vor dem Erwerb der Smartwatch gedacht hatte. Dies hat mehrere Gründe. Zunächst mal sind Apps auf der Watch immer noch relativ langsam. Dies hat sich mit Watch OS 2 zwar etwas verbessert, aber für richtig gute Performance ist vermutlich eine verbesserte Hardware erforderlich. Ferner ist der App Store für die Watch, den man ja auf dem gekoppelten iPhone benutzt, nicht so übersichtlich wie er sein könnte. Zu den meisten meiner Watch-Apps bin ich gekommen, weil ich sowieso schon Nutzer der entsprechenden iPhone- oder iPad-App bin. Und schließlich machen nicht alle Arten von Apps auf der Uhr Sinn. Damit eine Watch-App nützlich ist, muss die Benutzung entweder deutlich schneller sein als die äquivalente Aktion auf dem iPhone, welches man insbesondere unterwegs erstmal aus der Tasche und in meinem Fall auch aus der Hülle holen muss, oder, die App muss eine Besonderheit der Uhr nutzen, wie z.B. den integrierten Puls-Sensor. Darüberhinaus gibt es Apps, die einfach nur nützliche Komplikationen (Zusatzinformationen auf dem Zifferblatt) bereitstellen und somit Informationen auf einen Blick zur Verfügung stellen.

Apps, die diese Kriterien erfüllen, können sich dann aber als äußerst nützlich erweisen und somit die Anschaffung der Uhr rechtfertigen. Heute möchte ich einige solcher Apps vorstellen.

Just Press Record

Mit „Just Press Record“ (App-Store-Link) kann man sehr schnell direkt über das Mikrofon der Watch Sprachaufzeichnungen aufnehmen, die automatisch auf alle Geräte synchronisiert werden. Es gibt zugehörige iOS- und Mac-Apps, auf denen man die Aufnahmen dann problemlos weiterverarbeiten kann. So geht kein wichtiger Gedanke mehr verloren.

Just Press Record

Pedometer++

„Pedometer++“ (App-Store-Link) stellt die aktuelle Schrittzahl als Komplikation auf dem Zifferblatt zur Verfügung, was mit Bordmitteln nicht möglich ist. Somit hat man immer im Auge, wie weit das persönliche Tagesziel noch entfernt ist.

Pedometer

DO Button

„DO Button“ (App-Store-Link) gehört zu IFTTT („if this than that“), ein Service, den man mit zahlreichen Diensten verknüpfen kann, um bei Eintreten eines bestimmten Ereignisses, in diesem Fall ein Klick auf den DO-Button, eine Aktion auszuführen. Ich nutze dies z.B. um mit Hilfe der Uhr mein MacBook zu sperren (wie das genau geht, müsste ich mal in einem künftigen Artikel mal näher erläutern).

Day One 2

Über die Watch-App der Tagebuch-Software „Day One“ (App-Store-Link) kann man recht schnell Tagebuch-Einträge erstellen. Dies geht entweder per Diktat oder, was ich häufiger Nutze, über sechs vordefinierte Standard-Einträge, die man in Apples Watch-App auf dem iPhone festlegen kann.

ETA

„ETA“ (estimated time of arrival, App-Store-Link) zeigt die Fahr- oder Gehzeit und die Entfernung zu vordefinierten Zielen an. Somit kann man schnell erfassen, wann man dort eintreffen wird.

ETA

Runtastic Pro

Beim Sport erfüllt „Runstatic Pro“ (App-Store-Link) auf der Apple-Watch gleich zwei nützliche Funktionen. Zum einen wird über die Uhr der Puls gemessen und in Runtastic eingelesen, so dass kein zusätzlicher Pulsmesser benötigt wird. Zum anderen kann man direkt auf der Uhr Informationen zur aktuellen Aktivität ablesen, wie zum Beispiel die zurückgelegten Kilometer, was z.B. beim Laufen wirklich praktischer ist als ein Blick aufs iPhone.

Runtastic

Zova

„Zova“ (App-Store-Link) ist eine App für Fitness-Training, die ich auf meinem Apple TV nutze, um die Übungen, die dort gezeigt werden, durchzuführen. Dank der Watch-App wird zusätzlich mein aktueller Puls direkt auf dem Fernseher angezeigt.

Lifeline

Text-Adventures wie „Life Line“ (App-Store-Link) oder auch „One Button Travel“ (App-Store-Link) sind wie gemacht für die Apple-Watch, da man sich in einer kurzen Interaktion meist nur eine von zwei Möglichkeiten auswählen muss, um das Langzeitspiel am laufen zu halten.

Lifeline

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