Archive for month: August, 2013

Sonnenuntergang am Strand

30 Aug 2013
30. August 2013

Ich habe letzte Woche hier in Rostock-Warnemünde einen schönen Sonneruntergang gesehen, den ich meinen Lesern nicht vorenthalten möchte. Die Natur liefert doch immer die schönsten Motive.

Hanse Sail 2013

28 Aug 2013
28. August 2013

Vom 8. bis 11. August fand in Rostock und unserem Ostseebad Warnemünde die Hanse Sail 2013 statt. Das maritime Großereignis ist die größte Veranstaltung in Mecklenburg-Vorpommern und lockte dieses Jahr über 200 Teilnehmerschiffe und rund eine Millionen Besucher an. Da die Zahl von rund 200 Fotos, die ich letztes Jahr gemacht habe, nicht zu toppen war, habe ich diesmal deutlich weniger Bilder gemacht, zumal das Wetter nicht ganz so gut war. Alle Aufnahmen können in einem iCloud-Album betrachtet werden.

Beliebige Artikel als „Podcast“ hören

25 Aug 2013
25. August 2013

Es gibt Apps, die hat man sich innerlich schon immer gewünscht und plötzlich wird man durch ein anderes Blog darauf aufmerksam, dass diese schon länger existieren und dann auch noch besser sind, als man zu träumen gewagt hatte. Voice Dream (8,99 Euro, Universal-App) ist so eine App und sie löst bei mir ein ganz konkretes Problem. Ich stoße im Internet über meine diversen Quellen (Twitter, App.net, RSS-Feeds, regelmäßig besuchte Seiten, …) auf eine Vielzahl unbedingt lesenswerter Artikel. Allein mir fehlt die Zeit, diese alle zu konsumieren, ganz egal ob sofort oder via Pocket oder Evernote später. Das beste wäre also, wenn ohnehin schon tote Zeit irgendwie genutzt werden könnte, um den Artikelstau abzuarbeiten. Das sind bei mir vor allem Zeiten, in denen ich unterwegs bin oder eintönige/langweilige Tätigkeiten ausführe. Hier kommt besagtes Voice Dream ins Spiel, denn dieses Programm ist ein nahezu perfekter Vorleser, dessen Fähigkeiten weit über die eingebauten Sprachfähigkeiten der iOS-Geräte hinausgehen.

Das fängt allein damit an, dass vorgelesene Artikel mit dem gleichen Komfort wie Musik oder Podcasts abgespielt werden können. D.h., die Wiedergabe erfolgt auch im Hintergrund, bei gesperrtem Bildschirm und unter Nutzung der Headset-Steuerung. Die Sprache des Textes wird automatisch erkannt und mit einer passenden – recht hochwertigen – Stimme vorgelesen. Diese Stimmen muss man allerdings – vermutlich weil der App-Anbieter diese lizensieren muss – per In-App-Kauf (für 1,79 bis 2,69 Euro pro Stück) zusätzlich erwerben. Ich verwende Julia als deutsche und Rachel als englische Stimme (UK-Englisch). Für Wörter, die nicht korrekt vorgelesen werden, wie z.B. einige englische Wörter in deutschen Texten, kann man in einem benutzerdefinierten Aussprachewörterbuch entsprechende Eintragungen vornehmen. Beispiel: In den letzten Tagen war ja im Zusammenhang mit den Abhörskandalen öfter mal das Wort „XKeyScore“ zu lesen, womit die deutschen Stimmen nicht zurecht kamen. Der Eintrag „XKeyScore = ix kie skor“ im Aussprachewörterbuch löst dieses Problem.

Voicedream 1

Der Hauptbildschirm von Voice Dream enthält eine Liste der vorzulesenden Artikel, darunter auch zwei Einführungstexte, die den Nutzer mit den Funktionen des Programms vertraut machen. Ganz rechts in der Liste wird angezeigt, wie lange das Vorlesen des jeweiligen Artikels dauern wird, was für die eigene Zeiteinteilung recht praktisch ist. Ob nach Beendigung eines Artikels gleich der nächste gelesen werden soll, kann in den Einstellungen festgelegt (inklusive optionalem Klangsignal beim Übergang). Die Sortierreihenfolge ist ebenfalls festlegbar (nach Hinzufügedatum, Größe, …). Die aktuelle Leseposition wird pro Artikel gespeichert, zusätzlich gibt es eine Lesezeichenfunktion. Die Lesegeschwindigkeit ist übrigens auch einstellbar. Artikel können in Ordner und eine Playlist sortiert werden, so dass auch bei einem großen Artikelvorrat die Übersicht gewahrt bleibt.

Voicedream2

Ein ganz großes Plus von Voice Dream sind die vielen verschiedenen Wege, Texte in die App zu bekommen. Texte können von den Diensten Dropbox, Google Drive, Pocket, Instapaper, Evernote und Bookshare komfortabel in die App übernommen werden. Darüber hinaus gibt es einen integrierten Browser, über den Artikel ebenfalls bezogen werden können. Schließlich kommen noch die Wege über iTunes, die Zwischenablage und einen integrierten Editor hinzu. An Textformaten werden neben einfachem Text PDF, DRM-freies ePub,  MS Word, MS PowerPoint, Apple Pages, RTF und HTML unterstützt. Somit ist es sehr leicht, an neuen Lesestoff zu kommen,  insbesondere weil z.B. bei mir zu lesende Artikel sowieso schon in Paper bereitstehen.

Voicedream3

Wer die App erstmal kostenlos antesten möchte, kann zur Lite-Version greifen, welche nur die ersten 200-300 Zeichen vorliest.

500px

07 Aug 2013
7. August 2013

Bei meiner Suche nach neuen Fotodiensten als Ersatz für Flickr bin ich auch auf 500px gestoßen. Die Idee hinter 500px ist aber nicht, all seine Fotos dort zu präsentieren, sondern nur die wirklich guten. Der Anbieter hat Algorithmen entwickelt, gut bewertete und von vielen als Favorit gespeicherte Bilder prominent zu platzieren. Außerdem fließt die Aktualität mit ein, so dass auch Fotografen mit wenig Followern Chancen haben.

Je nach Funktionsumfang kostet das Foto-Hosting zwischen 0 und 75 Dollar im Jahr. Da die Plattform aufgrund ihrer Ausrichtung nicht als Heimat aller meiner Fotos in Frage kam (also kein Flickr-Ersatz ist), habe ich mir dennoch das kostenlose Paket geklickt und präsentiere dort eine Auswahl meiner besten Fotos: http://500px.com/mjasinski

Es ist erstmal nur ein kleiner Startbestand, den ich weiter aufstocken werde. Die Bilder können dort sogar käuflich erworben werden, als digitaler HD-Download oder als Druck.

Die technische Anbindung an mein Ökosystem ist bei 500px übrigens recht gut, es gibt Aperture-Plugins sowie eine iPhone- und eine iPad-App.

500px

iPhone-App

Von Flickr zu Ipernity

01 Aug 2013
1. August 2013

Mit Fotodiensten im Internet habe ich irgendwie kein Glück. Erst hatte ich meine Fotogalerien bei Apple, da „Mobile Me“ eine entsprechende Funktion bot. Diese Funktion entfiel mit der „iCloud“, dem Nachfolger von „Mobile Me“. Also bin ich mit meinen über 2000 Fotos zu Flickr gezogen. Flickr bietet viele Funktionen für den ambitionierten Hobbyfotografen, von einer durchdachten Zugriffssteuerung (inkl. sogenannter Gästepässe) bis hin zu zahlreichen Organisationsmöglichkeiten (Alben, Sammlungen und Galerien) sowie Community-Features und einer perfekten Integration in mein Ökosystem (Aperture, iPhone und Apple TV). Ich war ein glücklicher Flickr-Kunde mit Pro-Account für 25 Dollar im Jahr.

Bis, ja bis Yahoo – die Mutterfirma von Flickr – im Mai auf die Idee kam ein Redesign zu veröffentlichen. Dies hat IMHO vieles verschlechtert. Fotostreams sind nun eine endlose Aneinanderreihung sehr großer Vorschaubilder ohne großen Abstand und mit minimalen Bild-Informationen, wodurch die alte Übersichtlichkeit und Aufgeräumtheit der Oberfläche nahezu komplett verschwunden ist. Um viele Dinge zu erledigen oder einfach nur zu sehen, sind nun mehr Klicks als vorher nötig. Das Scrollen auf Seiten mit vielen Bildern geht mitunter sehr langsam. Und das Pro-Account-finanzierte Geschäftsmodell ist jetzt einem werbefinanziertem gewichen, wodurch nicht mehr der Fotograf, sondern die Werbetreibenden im Fokus des Anbieters stehen (dafür haben alle Benutzer jetzt reichlich Speicherplatz). Ich bin mit meiner Kritik am neuen Flickr nicht allein, die Änderungen wurden im Hilfeforum überwiegend (gefühlte 90% der Artikel) negativ kommentiert, was der Betreiber weitestgehend ignoriert.

Da es bis heute keine entsprechenden Verbesserungen gibt, war klar, dass ich erneut wechseln muss. Auf jeden Fall sollte es ein Anbieter werden, bei dem der Fotograf im Mittelpunkt steht und keine Werbetreibenden. Damit fielen z.B. Facebook oder Google raus. Ich habe mir auch einige High-End-Plattformen wie Smugmug oder Zenfolio angeschaut. Diese gehen jedoch mit Ihren ausgefeilten Verkaufs- und Marketingfunktionen weit über meine Bedürfnisse hinaus und richten sich vorwiegend an Berufsfotografen. Sie sind auch relativ hochpreisig und haben kaum Community-Features.

Gelandet bin ich schließlich – wie übrigens zahlreiche andere Flickr-Nutzer auch – bei Ipernity, einem Anbieter auf den ich erst durch die Flickr-Diskussionsforen aufmerksam geworden bin. Ipernity hat in etwa das Look & Feel des guten alten Flickr und wurde an verschiedenen Stellen sogar als Flickr-Klon bezeichnet. In meinem Fall also genau was ich suche. Sympathisch in diesen Zeiten ist auch, dass Ipernity kein US-Anbieter ist, sondern aus Frankreich stammt. Auch das Preismodell ähnelt dem alten Flickr, der freie Account hat eine Reihe von Einschränkungen (max. 200 MB pro Monat Upload, nur die letzten 200 Fotos zugänglich, Werbeeinblendungen möglich) und der von mir genutzte Pro-Acount – Club Ipernity genannt – bietet u.a. unbegrenzten Speicherplatz für rund 25 Euro pro Jahr.

Ipernity 1

Leider hat Ipernity noch nicht alle Funktionen von Flickr. So fehlen z.B. die von mir häufiger genutzten Gästepässe, um einen geheimen Link für ein Album zu erzeugen, mit dem man alle Bilder des Albums unabhängig von den Zugriffseinstellungen sehen kann. Auch gibt es noch keine Sammlungen, die das Gruppieren mehrerer Alben ermöglichen (z.B. „2013“). An den Sammlungen wird nach Aussagen des Betreibers gerade gearbeitet und bei den übrigen Funktionen werden die Wünsche der vielen Flickr-Flüchtlinge hoffentlich auch noch erhört. Es gibt allerdings auch Features, die Flickr nicht hat, wie z.B. Artikel, mit denen man die Plattform z.B. als eine Art Fotoblog nutzen kann. Außerdem können auch andere Dokumente als Bilder hochgeladen werden.

Auch die Anzahl der Apps und Plugins ist deutlich kleiner als bei Flickr. Es gibt eine iPhone-App, mit der man seine Fotos verwalten und neue hochladen kann:

Ipernity 2

Weiterhin gibt es ein Lightroom-Plugin, was mir als Aperture-Nutzer allerdings nicht weiterhilft. Zum Glück gibt es eine Mac-App, den Ipernity-Uploader, eine keineswegs perfekte App, mit der man eine größere Anzahl Fotos hochladen kann:

Ipernity 3

Dank Hazel kann ich damit ganze Alben in einem Rutsch hochladen:

Ipernity 4

Es gibt sogar Skripte (für Firefox und Chrome), mit denen man Flickr-Bilder z.B. Album für Album in Ipernity importieren kann. Allerdings haben diese bei mir nicht richtig funktioniert, daher bin ich den Weg über einen Aperture-Export mit Hilfe des Ipernity-Uploaders und Hazel gegangen. Das war für über 50 Alben (nicht alle davon sind öffentlich) eine Menge Arbeit, die ich so schnell nicht wieder machen möchte. Als Alternative zum Ipernity-Uploader ist übrigens gerade eine App namens ipxUploader in Entwicklung.

Alles in allem habe ich – zumindest zum größeren Teil – mein altes Flickr wieder und kann mich nun auf die Veröffentlichung weiterer Bilder konzentrieren. Meine Fotos sind zu finden unter: http://www.ipernity.com/mjasinski

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