Webseiten in Mac-Apps umwandeln

20 Jul 2013
20. Juli 2013

Keine Angst, dazu müssen wir keine Zeile programmieren. Wir brauchen lediglich eine Software namens Fluid. Das Programm gibt es in einer Gratis-Version und für 4,99 $ mit einer Reihe nützlicher Zusatzfunktionen. Ich empfehle jetzt schon mal die zweite Variante zu nehmen, mehr dazu später.

Nach dem Öffnen von Fluid fordert uns das Programm auf, unsere erste App zu erstellen. Dazu werden nur vier Angaben benötigt:

Fluid 1

Für eine Facebook-App – um das mal an einem Bespiel vorzuturnen – kommt in die erste Zeile die Webadresse von Facebook, in die zweite Zeile der Name unserer App, in die dritte Zeile der gewünschte Ablageort (hier der Programme-Ordner) und in die letzte Zeile das App-Icon. Standardmäßig wird das Favicon der betreffenden Webseite genommen, meist ist die Qualität aber besser, wenn man stattdessen eine entsprechende Bilddatei angibt, was ebenfalls möglich ist. Passende Icons lassen sich in der Regel leicht mit der Google-Bildersuche finden. Jetzt noch ein Klick auf „Create“ und fertig ist unsere Mac-App:

Fluid 2

Wie auf dem Screenshot oben zu sehen ist, wird im Icon unserer App sogar die Zahl der Facebook-Benachrichtigungen als „Badge“ angezeigt. Über die Einstellungen der App ist noch jede Menge Finetuning möglich:

Fluid 3

Hochinteressant sind die Sicherheitseinstellungen:

Fluid 4

Wie der Screenshot zeigt können Fluid-Apps einen eigenen Cookie-Speicher haben („Separate from Safari“, nur in der Bezahlversion möglich!!) und dies ist einer der Hauptgründe, warum ich separate Apps erstelle. Nehmen wir wieder Facebook als Beispiel. Diese Webseite verfolgt einen durch die Vielzahl der Like-Buttons auf Webseiten durch das halbe Internet. Auf diese Weise wird meiner Meinung nach unser Surfverhalten sehr transparent für das US-Unternehmen, was ich mit der App wirksam unterbinde. Ähnliches gilt für Webseiten, die auf vielen Internet-Präsenzen Werbung schalten, daher habe ich mir u.a. auch eine Amazon-App erstellt.

Für meine Online-Banking-Seite habe ich mir ebenfalls eine App erzeugt. Dadurch möchte ich verhindern, dass durch Sicherheitslücken in den Browsern irgendwelche Quereffekte aus Webseiten, die in anderen Tabs geöffnet sind, Einfluss auf mein Banking genommen wird.

Eine dritte Kategorie sind Dienste, für die es noch keine Mac-App gibt. Darunter fällt bei mir „Feedbin“, mein Ersatz für den weggefallenen Google-Reader-Dienst. Dank Fluid habe ich nun eine Feedbin-App, die mir sogar die Zahl der ungelesenen Artikel als Badge anzeigt. Dazu muss in Feebin die Einstellung „Show unread count in title“ aktiviert sein. Weiterhin muss unter Window > Userscripts folgender Eintrag erzeugt werden:

Fluid 5

Das Ergebnis ist eine schicke neue Mac-App:

Fluid 6

Viel Spaß mit euren neuen Apps!

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