OmniFocus-Aufgaben via QR-Code erstellen

18 Mai 2013
18. Mai 2013

Manche Ideen sind so abgedreht, dass sie mir sofort gefallen ;-). Einige Dinge benötige ich so selten, dass deren Anschaffung keine regelmäßige Aufgabe ist. Das ist in meinem Fall z.B. der Kauf neuer Wasserfilter für meine Kaffeemaschine. Wie wäre es also, wenn ich beim Entnehmen des letzten Filters aus der Packung die Neuanschaffung nicht händisch in OmniFocus eintrage, sondern einfach einen QR-Code scanne, den ich vorher auf der Schachtel angebracht habe?

So funktioniert das Ganze: Zunächst wird mit Hilfe einer QR-Code-Software – hier empfehle ich QR-Generator aus dem Mac-App-Store – eine passende Grafik erstellt:

QR Generator

Als QR-Typ brauchen wir „URL“. Das URL-Schema, welches in OmniFocus eine Aufgabe erzeugt lautet allgemein:

omnifocus:///add?name=<Text>

Für mein o.g. Beispiel benötige ich dementsprechend:

omnifocus:///add?name=Wasserfilter%20(Brita%20Maxtra)%20kaufen

Die „%20“ sind hierbei nicht unwichtig und stehen für Leerzeichen. Man könnte der Aufgabe auch gleich eine Notiz hinzufügen, sollte aber ein wenig darauf achten, dass der Code nicht zu groß wird. Das URL-Schema würde in diesem Fall so aussehen:

omnifocus:///add?name=<Text>&note=<Text>

Nun wird der QR-Code ausgedruckt, ausgeschnitten und auf die Packung geklebt:

QR Packung

Gehen die Filter zu Neige braucht der Code nur mit einer Scan-App auf dem iPhone – ich nehme dazu Optiscan – eingelesen werden. Sofort öffnet sich OmniFocus und geht in die Bildschirmmaske für eine neue Aufgabe. Unser Text ist dabei schon vorausgefüllt:

OmniFocus-Scan

Ob das nun wirklich schneller geht, als die Aufgabe von Hand einzutragen, muss jeder für sich selbst probieren. Das Einscannen ist auf jeden Fall deutlich „nerdiger“.

Da eine ganze Reihe von iOS-Apps inzwischen URL-Schemata registrieren, die direkt irgendwelche Funktionen ausführen, sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt, was man als nächstes damit automatisieren könnte.

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2 Antworten
  1. Jochen Blumfeld says:

    Die Idee ist so verrückt, dass sie schon wieder gut ist, das gefällt mir.

    War das ein einmaliger Versuch, oder benutzt Du das jetzt wirklich häufiger?

    Das Einzige, was mir nicht gefällt, ist die Ausführung des Drucks:

    Der QR-Code sieht auf dem Foto sehr groß aus, da du aber mit dem Handy nah ran gehen kannst, würde ein kleiner auch reichen. Außerdem ist die Ausführung mit Druck auf Papier und kleben mit Tesa unschön und aufwändig. Es gibt da Aufkleber, die man normal bedrucken und anpappen kann, aber danach auch wieder ablösen.
    Sowas hier z.B.: http://www.etikettenversand.de/Papier-Etiketten/Papieretiketten-weiss-wiederabloesbar-auf-DIN-A4-Bogen::8631.html

    Dann könntest du den Aufkleber auch nach dem Kauf der neuen Packung einfach weiter benutzen…

    • Markus Jasinski says:

      Nein, es ist kein einmaliger Versuch, für ein paar Dinge kann ich diese Codes gut gebrauchen. Man kann die Codes auch kleiner drucken, diesen habe ich für Demonstrationszwecke recht groß gewählt. Ich sehe auch nichts, was gegen die Verwendung von Etiketten sprechen sollte, auch wenn die Ausdrucke dadurch natürlich teuerer werden.

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