Archive for month: Februar, 2013

Separater Benachrichtigungston für VIP-Mails unter iOS

16 Feb 2013
16. Februar 2013

Seit iOS 6 gibt es in Apple Mail – sowohl auf dem Mac als auch unter IOS – die Möglichkeit, Kontakte als VIPs zu definieren. VIP-Mails landen in einer separaten Inbox, die uns die Gelegenheit bietet, sich auf die wirklich wichtigen Nachrichten zu konzentrieren. Es ist sogar vorgesehen, dass neue VIP-Mails mit einem anderen Benachrichtigungston angekündigt werden, so dass wir auch bei ausgeschaltetem Bildschirm sofort hören, dass eine wichtige(re) Nachricht eingetroffen ist. Allerdings ist diese Einstellung so versteckt, dass ich sie selber erst vor kurzem gefunden habe. Daher möchte ich heute den Weg dorthin kurz aufzeigen. Er ist auf dem iPhone und dem iPad identisch.

Zuerst öffnen wir die Einstellungen. Dort tippen wir auf „Mitteilungen“ (und genau da bin ich nicht drauf gekommen, weil da normalerweise konfiguriert wird, was wie in der Mitteilungszentrale steht und es für Töne eigentlich eine separate Einstellung gibt):

VIP Ton 1

Dann tippen wir auf „Mail“:

VIP Ton 2

Dann auf „VIP“:

VIP Ton 3

Und dann auf „Ton für neue E-Mails“:

VIP Ton 4

Nun suchen wir uns einen schönen Sound aus:

VIP Ton 5

Mit Hilfe des Buttons „Store“ (oben rechts) ist es möglich, bei Apple neue Töne für 99 Cent das Stück hinzuzukaufen.

Das war’s. Natürlich können wir den normalen E-Mail-Ton nun ggf. auch abschalten, um zu erreichen, dass eine akustische Benachrichtigung nur noch bei VIPs stattfindet.

Fitbit One

04 Feb 2013
4. Februar 2013

Zugegeben, ich bin eher ein Sportmuffel, obwohl ich relativ viele Dinge zu Fuss erledige. Ein neues Jahr ist immer ein guter Anlass für Veränderungen. Aber ohne Gadgets funktioniert das bei mir als klassischer Computer-Geek nicht so gut. Also habe ich mich auf dem Markt nach elektronischen Helferlein umgesehen, die zu mehr Bewegung motivieren. Das perfekte Gerät, mit allen Funktionen, die ich mir gewünscht hätte, scheint es nicht zu geben.

Das „Fitbit One“ kommt meinen Vorstellungen am nächsten, also habe ich mir ein Exemplar bestellt (Preis: knapp unter 100 Euro) und trage es nun seit über zwei Wochen. Zeit für einen Erfahrungsbericht.

Das „Fitbit One“ ist in seiner Hülle mit Ansteck-Clip (s. Titelfoto) etwa so groß wie mein kleiner Finger. Auf seiner Oberseite hat es ein Display, welches diese fast ganz einnimmt und eine Taste. Weiterhin verfügt es über einen Anschluss für das mitgelieferte Ladekabel. Soweit ich das nach meiner relativ kurzen Nutzungszeit beurteilen kann, reicht eine Akku-Ladung für über eine Woche. Um das Fitbit One zu laden, muss es mit dem beiliegenden Kabel an einen USB-Port angeschlossen werden. Der Ladevorgang dauert weniger als zwei Stunden, ein Fortschrittsbalken auf dem Display zeigt den aktuellen Status an.

Die Einzelheiten der Ersteinrichtung spare ich mir an dieser Stelle, denn man muss lediglich die Webseite http://www.fitbit.com/start aufrufen und den wenigen Schritten dort folgen. Das Auslesen der Daten vom Fitbit erfolgt entweder über den Mac (drahtlos mit Hilfe eines Dongles, der in einen USB-Port gesteckt wird und einer Mac-Software zum Herunterladen) oder übers iPhone via Bluetooth. Eine entsprechende iPhone-App kann über den App-Store kostenlos bezogen werden. Die Auswertungen kann man entweder in der iPhone-App oder auf der Webseite fitbit.com im sogenannten Dashboard studieren. Die Kommunikation funktioniert aber auch in die andere Richtung, denn das Fitbit kann auf beiden Wegen auch konfiguriert und aktualisiert (Firmware-Update) werden. Dashboard und iPhone-App können übrigens auch den Akkustand des Fitbits anzeigen.

Fitbit Connect

Mac-App

Das Gerät zeichnet im wesentlichen drei Dinge auf:
– die zurückgelegten Schritte
– Zahl der Stockwerke, die über Treppensteigen bewältigt wurden
– den Schlafverlauf

Fitbit iPhone App

iPhone-App

Fürs Schlaf-Monitoring wird eine Armmanschette mitgeliefert, an der man das Fitbit befestigen kann. Zu Beginn der Bettruhe wird die Taste lange betätigt und beim Aufstehen nochmal. Ansonsten wird die Taste dazu verwendet, auf dem Display nacheinander die Daten des aktuellen Tages abzurufen (die Daten der Vortage stehen nur in der App oder auf fitbit.com zur Verfügung) Diese umfassen:
– Anzahl der Schritte
– Anzahl der Stockwerke/Treppen
– zurückgelegte Strecke (km)
– verbrannte Kalorien
– eine Blume als Fortschrittsindikator
– die aktuelle Uhrzeit

Die Werte für Schritte und Stockwerke machen einen stimmigen Eindruck, auch wenn gelegentlich ein Stockwerk zu viel angezeigt wird. Treppen heruntersteigen zählt übrigens nicht, ebenso wie die Benutzung von Rolltreppen oder Aufzügen. Es ist erstaunlich, wie gut das Gerät dies vom echten Treppensteigen unterscheiden kann. Die zurückgelegte Strecke und die verbrannten Kalorien werden aus den Schritten berechnet, wobei die Schrittlänge sogar einstellbar ist.

Neben den Daten, die das Gerät selber aufnimmt, können über die iPhone-App sowie übers Dashboard weitere Fitness-relevante Informationen eingegeben werden. Dazu gehören eingenommene Mahlzeiten, die Menge getrunkenen Wassers sowie unser aktuelles Gewicht. Letzteres kann auch über eine WLAN-Waage, die Fitbit unter der Bezeichnung „Aria“ anbietet, automatisch ans System gefunkt werden. Ich nutze derzeit noch die manuelle Eingabe und verzichte bis auf die Wassereingabe noch auf die Ernährungsfunktionen. Schön eins nach dem anderen. Auch an eine Tagebuch-Funktion wurde gedacht. Gegen Einwurf vom Münzen (derzeit 45 EUR/Jahr) können weitere Funktionen hinzugebucht werden. Dazu gehören ein digitaler Trainer, Datenvergleiche, erweiterte Berichte sowie die Möglichkeit des Datenexports. Ich habe auf einen solchen Premium-Account erstmal verzichtet.

Fitbit Dashboard

Dashboard im Web

Kennt man weitere Personen mit Fitbit-Tracker, kann man diese als Freundin/Freund hinzufügen und Leistungen untereinander vergleichen, was der Motivationssteigerung dienen soll. Dies würde ich gerne mal ausprobieren, allerdings sollte ich die jeweilige Person schon kennen, nehmt bitte ggf. Kontakt auf. Ein weiterer Ansporn sind die Abzeichen, welche man für bestimmte Leistungen erhält, ähnlich wie bei Foursquare (s. Screenshot).

Insgesamt bin ich mit dem Gerät sehr zufrieden. Man bekommt eine Menge Daten an die Hand, kann seine Fortschritte gut einschätzen und wird hinreichend motiviert neue Rekorde aufzustellen. Jedenfalls hab ich in den letzten 14 Tagen kaum einen Aufzug von innen gesehen. Schade finde ich, dass zwar ein Wecker integriert ist, dieser sich aber nicht nach den Schlafphasen orientiert, sondern nur zu einstellbaren Zeiten durch Vibration wecken kann. Aber wie eingangs schon erwähnt, das perfekte Gerät gibt es nicht.

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