Archiv für Monat: Dezember, 2012

Frohe Weihnachten und guten Rutsch!

23 Dez 2012
23. Dezember 2012

Ich wünsche allen Lesern ein frohes, friedliches und besinnliches Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Genau wie beim letzten Weihnachtsartikel möchte ich die Gelegenheit nutzen, auf das vergangene Jahr – aus der Sicht eines Apple-Users und Computer-Geeks zurückzublicken.

Im ersten Jahr ohne Steve Jobs gab es reichlich neue Hardware: Gleich zwei iPad-Generationen, das iPad Mini, das iPhone 5, neue iPods, MacBooks, iMacs und Mac Minis. Die gesamte Hardware-Palette wurde mehr oder weniger aktualisiert. Abbekommen davon habe ich das iPad der dritten Generation (welches ein halbes Jahr später überraschend schnell aktualisiert wurde) und das iPhone 5. Für letzteres brauchte ich wegen der inzwischen hinlänglich bekannten Kratzer-Problematik zwei Anläufe. Positiv ist anzumerken, dass der Bezug über das Premierenticket der Telekom wie versprochen zu keinen Wartezeiten geführt hat, mein erstes iPhone kam einen Tag nach dem offiziellen Verkaufsstart bei mir an. Mit beiden Geräten bin ich sehr zufrieden, sie sind aus meinem Alltag nicht wegzudenken. Mein MacBook ist inzwischen recht alt, fühlt sich aber – SSD sei Dank – überhaupt nicht so an. Da ich bei 13 Zoll bleiben möchte stehen für eine Neuanschaffung das MacBook Pro, Air und Retina zur Auswahl und ich kann mich einfach nicht entscheiden, alle Varianten haben ihre Vor- und Nachteile (Gewicht, Aufrüstbarkeit, maximaler Speicherausbau, eingebaute SSD, …). Ich bin noch zu keinem abschließenden Ergebnis gekommen.

IPad und iPhone

Auf der Software-Seite überraschte uns Apple im Februar – nur wenige Monate nach Lion – mit der Ankündigung von Mountain Lion. Und von nun an soll sogar jedes Jahr eine neue Version von OS X erscheinen, d.h., wir werden voraussichtlich schon in wenigen Wochen mehr über 10.9 erfahren (allerdings dürften Apple bald die Großkatzen ausgehen). Mountain Lion (hier meine ersten Eindrücke, hier ein Nachschlag) hat – zumindest bei mir – sein Versprechen erfüllt, iPhone, iPad und Mac näher zusammenzubringen, um Dinge, die auf einem System begonnen wurden, auf dem anderen fortzuführen. Dabei geht Apple allerdings nicht den Weg von Windows 8, wo sich Desktop und Tablet nahezu identisch präsentieren und auch dementsprechend bedient werden müssen, sondern führt die Dinge nur dort zusammen, wo es sinnvoll ist. Ein wichtiger Klebstoff hierbei ist die iCloud (oder Apples Internetdienste im allgemeinen), die noch vielseitiger und an manchen Tagen auch zuverlässiger werden muss. Im Vergleich zu 10.8 war iOS 6 eher ein kleineres Update, sieht man mal von den Karten und ihren sehr publik gewordenen Kinderkrankheiten ab. Dennoch sind viele kleine Dinge hinzugekommen, die ich täglich nutze und nicht mehr missen möchte, wie z.B. der Nachtmodus, geteilten Fotostreams und das Beantworten von Anrufen mit Nachrichten. Auch viele von Apples Applikationen wurden aktualisiert und an die neuen Möglichkeiten der Betriebssysteme angepasst.

Mountain Lion

Mit App.net erblickte dieses Jahr ein neuer Social-Media-Dienst das Licht der Welt, der zumindest das Potential hat, eine Twitter-Alternative zu sein. Und das ist auch gut so, denn Twitter entwickelt sich meiner Meinung nach in keine gute Richtung. Statt zunehmend auf Werbung angewiesen zu sein, hätte ich bezahlte Pro-Accounts für den besseren Weg gehalten. Ich fürchte, dass wir in 2013 Werbetweets in unsere Timelines bekommen werden, ähnlich wie wir das bei Facebook jetzt schon sehen. Es ist jedenfalls schön zu beobachten, wie schnell App.net technisch voranschreitet. Die 256 Zeichen, welche dort für Postings zur Verfügung stehen, sorgen zumindest in meiner Timeline für interessantere Diskussionen. Ich werde auf jeden Fall erstmal Mitglied bleiben.

2012 ist für mich auch das Jahr meines ersten E-Books. Ende November erschien mein Titel “Die inoffizielle deutsche Siri-Referenz“, ein Nachschlagewerk für jeden, der alle Möglichkeiten von Apples Sprachsteuerung nutzen möchte. Siri habe ich recht spät auf meinem iPad 3 mit iOS 6 kennengelernt und bin seitdem von diesem System recht begeistert. Inzwischen beantworte ich sogar unterwegs SMS-Nachrichten, ohne das Telefon dafür aus der Manteltasche zu holen. Fühlt sich irgendwie nach Zukunft an ;-).

Den Rostocker Mac-Stammtisch gibt es erfreulicherweise immer noch, auch wenn wir uns an dem einen oder anderen Termin über mehr Besucher gefreut hätten. Es ist einfach schön, sich mit Gleichgesinnten zu treffen, um in gemütlicher Runde über alle möglichen Apple- und Gadgetthemen zu plaudern. Unser Stammtisch hat seit gestern eine eigene Webseite auf meiner Homepage. Dort sind schon alle Termine für 2013 zu sehen, denn wir gehen im nächsten Jahr zu einem festen Termin (jeden zweiten Mittwoch im Monat) über. Mit 19 Uhr haben wir die Startzeit etwas nach hinten verlegt, um allen, die länger arbeiten müssen, einen Besuch zu ermöglichen.

Nicht zuletzt hat dieses Blog im Spätsommer ein modernes neues Design bekommen, welches sich automatisch an kleinere Bildschirme – wie z.B dem iPhone – anpasst.

Nun schauen wir mal, was uns 2013 bringen wird. Ich melde mich Anfang Januar mit dem nächsten Artikel zurück und wünsche allen schöne Feiertage!

Artikelfoto: Rostocker Weihnachtsmarkt 2012

Programmzuordnungen reparieren

15 Dez 2012
15. Dezember 2012

Unter OS X 10.8 – “Mountain Lion” – ist mitunter zu beobachten, dass das Kontextmenü “Öffnen mit” von Dateien einige Programme doppelt enthält. Hier ein Beispiel direkt von meinem System, in diesem Fall eine HTML-Datei:

Reparieren 1

Wie wir sehen sind die Programme BBEdit, calibre und Opera doppelt vertreten. Nach meinen Beobachtungen entstehen diese Dopplungen durch Updates der jeweiligen Programme. Das Phänomen ist übrigens nicht neu, wenn mich die Erinnerung nicht täuscht, hab ich ähnliches schon unter “Leopard” beobachtet (unter “Snow Leopard” und “Lion” hingegen selten bis gar nicht).

Zum Glück gibt es Abhilfe, und zwar in Form eines Terminal-Befehls. Wir müssen zur Entfernung der Dopplungen die Terminal-App öffnen und folgenden Befehl eingeben (als eine Befehlszeile):

/System/Library/Frameworks/CoreServices.framework/Versions/A/Frameworks/LaunchServices.framework/Versions/A/Support/lsregister -kill -r -domain local -domain system -domain user

Nun muss noch der Finder neu gestartet werden. Dazu klicken wir bei zuvor gedrückter Alt-Taste mit der rechten Maustaste auf das Finder-Icon im Dock (Alt-Taste dabei gedrückt lassen). Ganz unten befindet sich der Menüpunkt “Neu starten”. Diesen bitte anklicken und alles ist wieder gut:

Reparieren 2

Feiertagsgrüße per Briefpost und E-Mail

08 Dez 2012
8. Dezember 2012

In gut zwei Wochen ist es wieder soweit, Weihnachten steht ins Haus, kurz danach der Jahreswechsel. Grüße gehen hin und her, per Brief, per SMS/iMessage und natürlich auch via E-Mail. Dabei sind selbstgestaltete Grußkarten natürlich sehr viel origineller als Standardware.

Was die Briefpost betrifft (nicht alle meine Verwandten sind über das Internet erreichbar), sind die schönen Letterpress-Karten von Apple meine erste Wahl. Diese lassen sich in iPhoto (gibt’s gratis zu jedem neuen Mac dazu) gestalten und auch gleich bestellen (Achtung: wer jetzt noch für dieses Weihnachten welche haben möchte, sollte zügig ordern):

Mailgruss 2

Durch ein eigenes Foto und eigenen Text ist das Ergebnis angenehm individuell. Fürs Grunddesign stehen mehrere Vorlagen zur Auswahl. Eine Karte kostet rund drei Euro (inklusive eines Umschlags passend zur Vorlage) zuzüglich Versand (bei mir bisher immer via UPS). Bei den Kosten ist noch zu bedenken, dass später beim Versand an den Empfänger 1,45 Euro Porto aufgrund der Kartengröße anfallen. Insgesamt bin ich mit der Qualität hochzufrieden, die Karten fühlen sich sehr wertig an und sehen hervorragend aus.

Aber auch per E-Mail lassen sich ansprechende Grußbotschaften versenden. Hierfür setze ich seit Jahren auf die E-Mail-Vorlagen von Equinux. Mail.app bringt eine Vorlagenfunktion mit, einschließlich einer Hand voll Beispielvorlagen. Equinux hingegen bietet allein schon fünf verschiedene Weihnachtspakete an (derzeit ab 7,99 €), wobei diese auch Vorlagen für den Jahreswechsel beinhalten. Nimmt man gleich mehrere Pakete wird es günstiger. Vorlagen, die Jahreszahlen enthalten, werden im nächsten Jahr kostenlos aktualisiert.

Equinux bietet mit “Stationery Pack” eine Mac-App an, mit der die gekauften Mail-Vorlagen verwaltet/installiert werden können:

Mailgruss 1

Ist mindestens ein Paket gekauft, stehen die Vorlagen in Mail.app zur Verfügung und zwar über die Vorlagenschaltfläche oben rechts im Mail-Editor (s. Pfeil):

Mailgruss 3

Die Fotos in vielen Vorlagen sind Platzhalter und können dann per Drag&Drop durch eigene Bilder ersetzt werden. Selbiges gilt natürlich auch für den Text. Wie schon erwähnt ist auch für den Jahreswechsel was dabei:

Mailgruss 4

Mit Picture Mails bietet Equinux zusätzlich für 2,69 Euro eine iPad-App an, über die sich ebenfalls Grüße verschicken lassen, wobei die bereits gekauften Vorlagen kostenlos verwendet werden können (ansonsten ist ein In-App-Kauf möglich).

Alles in allem nicht ganz preiswert, dafür stechen die so gestalteten E-Mails aber aus den übrigen Nachrichten hervor.

iTunes 11

01 Dez 2012
1. Dezember 2012

(zuletzt aktualisiert am 1.12. um 12:45 Uhr) 

Ursprünglich im September für Ende Oktober angekündigt, einmal verschoben und nun ist es da, das neue iTunes. Vieles ist neu und ein paar Dinge sind weggefallen. Und im Gegensatz zu Safari 6, gibt es iTunes 11 auch für Windows®-Systeme – zu groß ist anscheinend der Marktanteil von iPhone-, iPod- und iPad-Benutzern mit Microsoft-Betriebssystem (nur wer ausschließlich auf Windows RT setzt, dürfte wohl leer ausgehen).

Schon beim ersten Start fällt sofort das neue Design auf. Mir gefällt eindeutig die neue Alben-Ansicht am besten. Klickt man auf ein Album, öffnet sich eine Detailanzeige, deren Design automatisch aus dem jeweiligen Album-Cover berechnet wird, was bei sehr vielen meiner Alben erstaunlich gut funktioniert.

ITunes 11

In der Album-Ansicht gibt es oben rechts auch einen Button, der zur entsprechenden iTunes-Store-Seite führt. Auch die anderen Ansichten wurden überarbeitet. Ich spare mir hier, dieses alles im Detail zu zeigen, denn im Menü “Hilfe > iTunes-Einführungen” bietet Apple uns einen Video-Rundgang an (allerdings mit Erläuterungen in englischer Sprache):

ITunes 11

Viel geschraubt wurde am Mini-Player. Er ist jetzt nicht mehr über den grünen Knopf der “Ampel” zu erreichen, sondern hat seinen eigenen Button links neben der Vollbild-Schaltfläche bekommen.

ITunes 11

Der Mini-Player, der die Abspielkontrollen nur anzeigt, wenn der Mauszeiger über ihm ist (ansonsten wird der aktuelle Titel angezeigt), verfügt jetzt über eine Airplay-Schaltfläche und eine Suchfunktion, die Alben, Interpreten, Titel und Wiedergabelisten findet. Damit ist es nun möglich, iTunes mehr oder weniger vollständig über den Mini-Player zu steuern. Die Suchfunktion steht natürlich auch im normalen iTunes-Fenster zur Verfügung, beschränkt sich dort allerdings nicht nur auf Musik, sondern erlaubt das Durchsuchen der ganzen Mediathek – inklusive Bücher, Filme und Apps.

Neu und superpraktisch ist auch die Schaltfläche “nächster Titel”, die es im normalen und im Mini-Player gibt. Sie zeigt, was als nächstes gespielt wird und erlaubt das Ändern der Abspielreihenfolge, das Entfernen von Titeln aus dieser Liste und Hinzufügen neuer Titel auf verschiedene Weisen. So hat jeder Titel in iTunes z.B. nun den Kontextmenü-Eintrag “nächster Titel” und “zu nächster Titel hinzufügen”.

Viel getan hat sich auch beim Thema Wiedergabelisten. Diese können nun bequem neben eine der anderen Ansichten gelegt werden und sind somit viel leichter als früher zusammenstellbar.

ITunes 11

Wer sich übrigens bei den bisherigen Screenshots gewundert haben sollte, die Seitenleiste gibt es immer noch. Sie kann über das Menü “Darstellung > Seitenleiste einblenden” hervorgezaubert werden. Zu meiner Überraschung hat sie ihre farbigen Icons aus der Vor-Lion-Zeit wieder. Dies – und das übrige Design von iTunes 11 – könnte ein Vorgeschmack auf den neuen Look von OS X 10.9 sein, denn iTunes war auch schon Vorbote des Lion-Aussehens. Persönlich war ich nie ein Freund der einfarbigen Seitenleiste und begrüße diesen “Rückschritt” daher ausdrücklich. Ohne die Seitenleiste erfolgt die Navigation über eine Kopfleiste unterhalb der Abspielkontrollen.

In der Mediathek gibt es ein paar praktische Tastenkombinationen:

Cmd-1: Musik
Cmd-2: Filme
Cmd-3: TV-Sendungen
Cmd-4: Podcasts
Cmd-5: iTunes U
Cmd-6: Bücher
Cmd-7: Apps

Bei den Filmen existiert übrigens die neue Medienart “eigene Videos”, die man Filmen über Cmd-I > Optionen > Medienart zuweisen kann. Damit kann man endlich Kinofilme von selbtgedrehtem Material und kleineren Clips aus dem Internet trennen, eine willkommene Ergänzung.

Völlig überarbeitet wurde auch der iTunes-Store. Er sieht jetzt so ähnlich aus wie auf dem iPad und spielt Hörproben auch weiter während man schon woanders weitersucht:

ITunes 11

Über einen Verlauf-Button (links neben “Mediathek” rechts oben) kann auf eine Liste der zuletzt betrachteten Artikel zugegriffen werden. Weiterhin gibt es eine neue Download-Anzeige, aus der ein neues separates Download-Fenster geöffnet werden kann.

Erfreulicherweise funktionieren viele meiner iTunes-Erweiterungen wie z.B. “DockArt” oder verschiedene AppleScripts noch (s. Artikel “iTunes Tipps & Tricks“, die Anzeige eines neuen Artikels über dem  Dock-Icon geht allerdings übrigens schon seit Mountain Lion nicht mehr).

Parallel zu iTunes 11 wurde übrigens auch eine neue Version der iOS-App “Remote” von Apple veröffentlicht. Auf dem iPad ist die Bedienung nahezu identisch wie auf dem Desktop, inklusive der Suche und der Funktion für den nächsten Titel.

ITunes 11

Wie bei jeder großen Überarbeitung einer Apple-Software gibt es ein paar Fehler und es sind auch Funktionen weggefallen. Dazu gehören die Coverflow-Ansicht bei Musik, das Feature zum Auffinden von Duplikaten (hier muss nun auf Drittanbieter zurückgegriffen werden), iTunes DJ (wird zum Teil durch “nächster Titel” ersetzt), das Öffnen weiterer Fenster, die Genius-Sidebar (was schade ist, denn damit habe ich schon viele neue Titel gefunden, hierzu werde ich künftig dann wohl Spotifiy nutzen) und die Fortschrittsanzeige im Mini-Player.

Was ich vermisse ist eine Integration ins Notification-Center. Jetzt, wo Apple einen solchen Mechanismus hat, hätte ich erwartet, dass es zumindest eine Option gibt, bei Titelwechsel eine Mitteilung über das neue Musik-Stück anzuzeigen. Leider wird man dazu weiterhin auf Drittsoftware angewiesen sein. An dieser Stelle sei ein Hinweis auf die iTunes-Feedbackseite erlaubt.

In Summe betrachtet gefällt mir das neue iTunes. Das Programm wirkt moderner und nicht mehr so komplex wie früher. Der Mini-Player ist viel besser, das Erstellen von Wiedergabelisten einfacher und die Abspielreihenfolge flexibel beeinflussbar. Ob man mit den weggefallenen Funktionen leben kann, muss jeder für sich selbst entscheiden. Vermutlich kommt man früher oder später sowieso nicht um ein Update herum, da anzunehmen ist, dass iOS in der Zukunft iTunes 11 voraussetzen wird. Abschließend und einschränkend sei erwähnt, dass ich noch nicht die Zeit hatte, mir alle Funktionen anzusehen, schließlich ist das Update noch nichtmal zwei volle Tage alt.

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