Archiv für Monat: November, 2012

Mein erstes E-Book

24 Nov 2012
24. November 2012

Eigentlich habe ich schon immer gerne geschrieben. Vermutlich sind auch deshalb eine Diplom-Arbeit, eine Dissertation und dieses Blog hier entstanden. Nur ein “richtiges” Buch (mit ISBN-Nummer und so) fehlte immer noch, was wohl daran lag, dass dies früher ein aufwändiger Prozess war, der die intensive Zusammenarbeit mit einem Verlag erforderte. Das hat sich – Internet sei Dank – grundlegend geändert. Genau wie heute jeder bloggen kann, ist es ebenso einfach möglich, ein elektronisches Buch – kurz E-Book – zu erstellen und zu publizieren.

Da ich mich in letzter Zeit viel mit Siri, Apples Sprachsteuerung für neuere iOS-Geräte, beschäftigt habe, weil ich dies für eine wichtige Zukunftstechnologie halte, hat es sich angeboten, diese beiden Dinge zu verbinden. Herausgekommen ist dabei das E-Book “Die inoffizielle deutsche Siri-Referenz”, welches seit wenigen Tagen für 3,99 € auf epubli.de heruntergeladen werden kann. Es ist erstaunlich, was Siri bereits heute alles für uns erledigen kann, seien es Erinnerungen an wichtige Dinge, aktuelle Wetter- oder Börseninformationen beschaffen, Termin-Management, die Abfrage von Umgebungsinformationen und Fußball-Ergebnissen, das Verschicken von Nachrichten oder E-Mails und vieles vieles mehr. Einziges Problem dabei: Es steht nirgendwo so richtig, welche Anweisungen alle verstanden werden. Das System ist leider noch nicht so schlau, dass beliebige Varianten einer Fragestellung interpretiert werden. Man findet zwar viele Beispiele für Befehle, aber eine halbwegs vollständige Referenz fehlt. Daher habe ich in den letzten Wochen im Internet recherchiert, was geht und was nicht geht. Parallel dazu wurden unzählige Befehle nach der Trial-and-Error-Methode in mein iPhone gesprochen, um neue Dinge herauszufinden.

Herausgekommen ist dabei ein E-Book mit weit über 400 Befehlen (die alle getestet wurden) in 20 Kapiteln. Ergänzt wird dieses Nachschlagewerk durch eine ausführliche Einleitung (u.a. mit Ausführungen zur Funktionsweise der Sprachsteuerung) und ein Kapitel über die Diktierfunktionen von Siri, die übrigens auch auf dem Mac (ab Mountain Lion) zur Verfügung stehen. Hier liegt der Schwerpunkt auf Steuerbefehlen und dem Einsprechen von Satz- und Sonderzeichen. Zahlreiche Beispiele und Screenshots mit originellen Siri-Antworten runden das E-Book ab. Wer nicht die berühmte “Katze im Sack” kaufen möchte, kann einen Buchauszug mit drei vollständigen Kapiteln herunterladen.

Bleibt eigentlich nur noch zu sagen, öhm zu schreiben, dass ich mich natürlich über jeden Käufer sehr freue. Durch den Erwerb eines E-Books hat der geneigte Leser nun auch eine Möglichkeit, dieses Blog-Hobbyprojekt hier zu unterstützen. Der von mir gewählte Vertriebsweg über die epubli GmbH sorgt dafür, dass das Buch zudem in den Online-Stores der großen Anbieter (Apple, Amazon, Google, …) erscheinen wird, dies kann aber – genau wie bei einer App-Veröffentlichung – noch ein wenig dauern. Beim direkten Kauf über epubli.de ist allerdings das Autorenhonorar höher.

Die technischen Einzelheiten der E-Book-Erstelllung hebe ich mir mal für einen späteren Artikel auf. “Rocket Science” ist es jedenfalls nicht, im Grunde genügt eine Textverarbeitung wie “Pages”, um zum Ziel zu kommen. Daher möchte ich jedem mit schriftstellerischer Ader ermuntern, mal über elektronische Bücher nachzudenken! Mein zweites E-Book ist jedenfalls schon in Arbeit…

Podcast aus individuellen Einzelfolgen abonnieren

10 Nov 2012
10. November 2012

Podcasts hat man meist im Abo und hört mehr oder weniger jeder Folge seiner Lieblingssendungen (an dieser Stelle sei der Verweis auf meinen Artikel mit empfehlenswerten Podcasts zu Apple-Themen erlaubt). Abspielgeräte sind heutzutage in der Regel Smartphones oder andere mobile Lösungen wie z.B. der iPod touch, die zu Hause mit Hilfe einer WLAN-Verbindung kostengünstig betankt werden. Der Konsum der Inhalte erfolgt dann häufig unterwegs (nun ja, bei mir zumindest). In diesem Zusammenhang bin ich schon häufiger auf das Problem loser Einzelfolgen gestoßen. Gelegentlich findet man interessante Folgen eines Podcasts, den man aber wegen 1-2 Episoden nicht gleich abonnieren möchte.  Oder man will einfach mal einen neuen Podcast kennenlernen und eine Schnupperfolge aufs Smartphone laden. Oder man wird per Twitter, Facebook oder Newsreader auf eine interessante Einzelsendung hingewiesen.

Für diese Szenarien bieten klassische Podcast-Apps – wie z.B. mein geliebtes Instacast – keine zufriedenstellende Lösung. Man kann zwar Einzelfolgen aus dem Katalog streamen (so sie denn dort vorhanden sind), ein Download für unterwegs ist aber in vielen Fällen ohne Abo nicht möglich. Vor ein paar Wochen habe ich nun endlich eine brauchbare Lösung gefunden und zwar in Form des Webdienstes Huffduffer. Die Idee von Huffduffer ist so einfach wie genial. Findet man eine Webseite mit einem Podcast, kann man diesen mit Hilfe eines Bookmarklets (gibt’s auf der Huffduffer-Seite) oder einer Safari-Extension seiner Sammlung hinzufügen. Dazu muss man sich zuvor bei dem Dienst angemeldet haben (das Prinzip erinnert ein wenig an Instapaper). Der Clou an der Sache ist, dass Huffduffer es erlaubt, die eigene Sammlung als ein Podcast zu abonnieren. D.h., jede gebookmarkte Sendung – egal wo diese herkommt – ist eine Folge, welche bei einem Abo automatisch heruntergeladen wird.

Alles, was wir auf unserem mobilen Gerät brauchen ist eine Podcast-App, bei der man die Webadresse eines zu abonnierenden Podcasts selber angeben kann (z.B. Instacast). Die Webadresse finden wir auf unserer Profilseite:

Huffduffer

In Instacast (Vorgehensweise für andere Apps bitte selber recherchieren) tippen wir dazu auf der Hauptseite unten links auf das große Plus-Zeichen und dann oben links auf den Link-Knopf (Ketten-Symbol). In das große Textfeld tragen wir nun den Link zu unserem Huffduffer-Podcast ein:

Instacast

Das war’s dann aber auch schon. Wir haben nun unseren eigenen Podcast-Feed, den wir fleißig über’s Web befüllen können.

Per Tastenkombination als PDF sichern

03 Nov 2012
3. November 2012

Zu den Vorzügen von OS X gehört, dass man Dokumente über den Druckdialog als PDF sichern kann. Damit können wir aus so ziemlich jeder App Dokumente in einem portablen, einigermaßen zukunftssicheren Format speichern bzw. archivieren, ein wichtiger Baustein für ein papierloses Leben. Der folgende Trick, den ich mir bei David Sparks abgeschaut habe, beschleunigt diesen Workflow durch das Erstellen einer neuen Tastenkombination nicht unwesentlich.

Wir gehen in die Systemeinstellungen in den Unterpunkt “Tastatur”, Reiter “Tastaturkurzbefehle” und wählen in der linken Spalte auf den Punkt “Programmkurzbefehle”:

PDF-Druck 1

Nun klicken wir auf die Plus-Schaltfläche unterhalb der beiden Listen, es öffnet sich ein kleines Unterfenster:

PDF-Druck 2

Dieses füllen wir exakt so aus wie hier abgebildet (jede Abweichung im Feld “Menü” bringt das Vorhaben zum scheitern):

PDF-Druck 3

Als Tastenkombination bietet sich Cmd-P an, dazu gleich mehr. Zunächst sichern wir den neuen Programmkurzbefehl mit der Schaltfläche “Hinzufügen”. Der Abschnitt “Alle Programme” hat nun einen Eintrag mehr:

PDF-Druck 4

Wenn wir nun ein Dokument als PDF sichern möchten, z.B. in Safari, brauchen wir nur 2x hintereinander Cmd-P zu drücken. Der Clou dabei ist, dass wir dazu die Cmd-Taste zwischen den beiden P nicht loslassen müssen, daher fiel die Wahl für diese Tastenkombination auf Cmd-P.

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