Archiv für Monat: Oktober, 2012

Siri-Befehlsliste

20 Okt 2012
20. Oktober 2012

Siri ist Apples Sprachsteuerung für das iPhone 4S, iPhone 5, das neue iPad und die aktuelle Generation des iPod touch. Ich hab mir mal die Mühe gemacht und eine – nicht ganz vollständige – deutsche Befehlsliste zusammengestellt, die ich ab und zu erweitern werde. Neue Fundstücke (bitte keine leichten Abwandlungen) können gerne als Kommentar zu diesem Artikel eingetragen werden!

Hier geht’s zur Liste der Siri-Befehle!

Siri

Nachtmodus für Apple Maps

13 Okt 2012
13. Oktober 2012

Nun, da Apples neue Karten-App auch eine Navigationsfunktion beinhaltet, wird diese sicherlich auch von einer ganzen Reihe Nutzern verwendet werden. Maps fehlt allerdings ein wichtiges Feature, der Nachtmodus. Ohne diese Funktion hat man im Dunkeln eine relativ helle, mitunter störende Lichtquelle im Cockpit. Zum Glück lässt sich diese Funktion leicht mit Bordmitteln nachrüsten.

Dazu öffnen wir in die Einstellungen des iPhones oder iPads und gehen nach Allgemein > Bedienungshilfen > Home-Dreifachklick und konfigurieren diesen auf “Farben umkehren”:

Bedienungshilfen

Nun können wir in der Maps-App mit einem Dreifachklick des Home-Buttons zwischen Tag- und Nachtmodus hin- und herschalten:

Maps Tag

Maps Nacht

Nr. 5 lebt!

06 Okt 2012
6. Oktober 2012

Eigentlich sollte ich das iPhone 5 schon eine gute Woche länger haben, allerdings wies mein erstes Fünfer bereits im Auslieferungszustand zwei Kratzer im Rahmen auf. Und da war ich nicht allein, das Problem wurde im Internet unter dem Namen “Scuffgate” bekannt (hier z.B. ein Heise-Artikel dazu). Fast jede iPhone-Generation bringt so ihre Wehwehchen mit, viele werden sich sicher noch an Antennagate erinnern. Beim iPhone 4 hatte dies aber wenig praktische Auswirkungen in meinem Alltag, allerdings finde ich Kratzer schon beim Auspacken nicht akzeptabel. Apple hat das iPhone problemlos und zügig ausgetauscht, was meinen guten Eindruck vom AppleCare-Service bestätigt hat. Ich habe mein Austauschgerät nun drei Tage, es hat keinerlei optische Mängel. Dennoch halte ich – nach allem was ich im Internet dazu gelesen habe – die Beschichtung beim schwarzen iPhone für empfindlich, sodass alle, die auf eine schöne Langzeitoptik wert legen, diesmal über das weiße Modell nachdenken sollten.

Für einen umfassendes Urteil über das neue iPhone reicht die Zeit noch nicht aus. Natürlich fällt sofort der größere Bildschirm ins Auge. Die Maße scheinen gut überlegt, die Homescreens bieten nun eine Reihe Icons mehr, was mir bei meinen vielen Apps sehr entgegenkommt, immerhin konnte ich zwei Bildschirme einsparen. Viele Programme zeigen im Hochformat nun mehr Daten an, z.B. Termine im Kalender. Durch die moderate Vergrößerung der Touchscreen-Fläche ist eine Einhand-Bedienung weiterhin möglich, was bei noch größeren Bildschirmen nicht mehr der Fall ist. Das neue Seitenverhältnis ermöglicht nun ein Abspielen von Spielfilmen ohne sichtbaren Rand. Ein Nachteil sei jedoch nicht verschwiegen, vieles von meinem Zubehör wie Taschen und Ständer passt nun nicht mehr. Leider sind auch noch nicht alle von meinen häufiger genutzten Apps an die neue Größe angepasst, allerdings fällt das beim schwarzen iPhone erst auf den zweiten Blick auf, da die ungenutzte Fläche ebenfalls schwarz ist. Dennoch hoffe ich, dass ein Großteil der Entwickler zügig nachzieht.

IPhone 5 Homescreen

Mein neuer Homescreen

Neben dem neuen Formfaktor spürt man sofort das reduzierte Gewicht des iPhone 5. Meinen ersten Gedanken – haben die vergessen den Akku einzubauen? – teilen sicherlich viele, die dieses Telefon bereits in der Hand hatten. Angenehm, wenn man es länger mit einer Hand festhalten muss. Schon jetzt kommt mir mein altes iPhone 4 ziemlich schwer vor.

Innerhalb kürzester Zeit bemerkt man auch die deutlich gesteigerte Geschwindigkeit des neuen Modells, insbesondere wenn man wie ich vom iPhone 4 kommt. Die allermeisten Apps starten sehr sehr zügig, um nicht zu sagen instantan. Verzögerungen bei Tastatureingaben oder anderen Interaktionen konnte ich bisher nicht beobachten, alles läuft sehr sehr flüssig.

Auch die UMTS-Geschwindigkeit kann sich sehen lassen. LTE habe ich momentan nicht als Tarifoption gebucht, dennoch ergab ein Speedtest eine Download-Geschwindigkeit von fast 20 MBit/s, ein Vielfaches von dem, was mit dem iPhone 4 erreichbar war und mehr als meine 16 MBit/s DSL-Leitung schafft. Beeindruckend.

Speedtest

Speedtest

Ich hatte noch nicht viele Gelegenheiten, die Kamera auszuprobieren und möchte diese daher erstmal ausklammern. Bin sehr gespannt, ob sie die bereits sehr brauchbare Kamera des iPhone 4 merklich übertrifft.

Um die Akkulaufzeit zu beurteilen, ist es noch zu früh, bisher hat allerdings auch noch keines meiner iPhones in dieser Hinsicht Probleme bereitet.

Eine wesentliche Änderung beim neuen iPhone ist sicherlich auch der neue Connector, “Lightning” genannt. Er sorgt dafür, dass auch mein restliches Zubehör nicht mehr direkt verwendbar ist. An dieser Stelle muss ich dann auch mal Kritik anbringen. Allerdings nicht am Anschluss selbst, das kann man nach 9 Jahren durchaus machen, zumal viele Pins gar nicht mehr genutzt wurden und man nun nicht mehr darauf achten muss, wie rum man den Stecker im Gerät platziert. Zu bemängeln ist hier vielmehr, dass nicht vom ersten Tag an genügend Adapter und Ersatzkabel zur Verfügung stehen. Das halte ich für das allerwichtigste, wenn man einen solchen zentralen Standard ändert!

Die neuen Earpods tragen sich angenehm und klingen – zumindest meinem subjektiven Hörgefühl nach – auch besser. Die Schaltflächen sind leichtgängiger als beim vorherigen Modell.

Neben den genannten Dingen, gibt es für mich natürlich auch Neuerungen, die das iPhone 4S, welches ich vertragsbedingt übersprungen habe, bereits mitgebracht haben. Hier sind vor allem Siri und AirPlay-Mirroring zu nennen. Auf Siri hab ich mich sehr gefreut und wie sich zeigt zurecht. Ich bin sehr oft zu Fuss mit Headset unterwegs und höre dabei Musik oder Podcasts. Nun kann ich – ohne das iPhone aus der Tasche zu nehmen – nach der Uhrzeit fragen, neue Nachrichten vorlesen lassen, Termine abfragen oder hinzufügen, Erinnerungen eintragen lassen, einen Anruf starten oder einen anderen Musiktitel auswählen. Das ist wirklich praktisch. Natürlich probiert man als neuer Siri-Nutzer auch die witzigen Seiten des Sprachassistenten aus, erstaunlich wieviel Smalltalk da eingebaut ist.

Siri

Siri

Zu iOS 6 – ich habe bereits auf dem iPhone 4 seit dem Erscheinungstermin damit gearbeitet – schreibe ich, wenn es meine Zeit erlaubt, eventuell später etwas, damit dieser Artikel nicht zu lang wird. Kurzfassung: Vor allem viele kleine Verbesserungen (iCloud-Tabs, VIP-Mails, Anrufe mit Nachrichten abweisen, Ruhemodus, Updates ohne Passwort, Facebook-Integration, …), die das iOS-Leben noch angenehmer gestalten. Die Karten-App reicht sicherlich nicht an Google Maps heran, ist allerdings – zumindest für Rostock – auch kein Totalausfall, wie mancherorts zu lesen war.

Apple Maps

Apple Maps

Fazit zum neuen iPhone: Wie gesagt, für ein endgültiges Urteil ist es noch zu früh. Nichtsdestoweniger fühlt sich das iPhone 5 – im Vergleich zum iPhone 4 (und das gilt sicher für 3GS-Nutzer um so mehr) – wie ein großes, deutlich spürbares Upgrade an. Wer sich eins zulegen möchte, sollte neben Geduld (die Lieferzeiten sind immer noch lang) auch etwas Geld für neues Zubehör einplanen. Schauen wir mal, was die nächsten Tage bringen.

Mac-Automatisierung mit Hazel

03 Okt 2012
3. Oktober 2012

Unser Computer-Alltag besteht oft aus sich regelmäßig wiederholenden Schritten. Da werden z.B. Rechnungen heruntergeladen, umbenannt und in einen vorgesehenen Ordner verschoben. Oder es wird ein Verzeichnis, in dem sich Backups angehäuft haben, manuell ein wenig ausgemistet. Nun könnte man sich doch fragen: Hey, wozu habe ich einen Computer, der soll mir solche regelmäßigen Routinejobs gefälligst abnehmen. Und ja, mit den richtigen Werkzeugen ausgerüstet macht er das sogar.

Hazel (von Noodlesoft für 25 $ zu erwerben, 14-Tage-Testversion verfügbar) ist so ein Tool, ohne das mein Mac irgendwie unvollständig wäre. Vom Grundprinzip her überwacht es Ordner anhand von uns definierter Kriterien. Schlägt ein solche Bedingung zu, passiert mit den betroffenen Dateien das, was wir ebenfalls festlegen können. Von der Arbeitsweise erinnert das an die Ordner-Aktionen, welche OS X von Hause aus kennt, Hazel ist allerdings um ein vielfaches mächtiger. Es bietet sogar so viele Möglichkeiten, dass ich diese hier nur anhand von wenigen Beispielen andeuten kann und es anschließend meinen Lesern überlassen muss, Hazel an die eigenen Bedürfnisse anzupassen und möglichst viele alltägliche Arbeitsschritte zu automatisieren.

Hazel ist eine sogenannte “Preference Pane”, d.h., es ist nach der Installation als Icon in unseren Systemeinstellungen zu finden:

Hazel 1

Die Benutzeroberfläche sieht dann so aus:

Hazel 2

Von den drei Abschnitten “Folders”, “Trash” und “Infos” ist “Folders” der wichtigste. In der linken Spalte stehen alle Ordner, für die es Hazel-Regeln gibt, in der rechten Spalte finden wir eine Liste aller Hazel-Regeln für diesen Ordner. Die Plus- und Minus-Knöpfe fügen Ordner/Regeln hinzu bzw. löschen ausgewählte Einträge.

Schauen wir uns einfach ein Beispiel an. Wir können in OmniFocus, einem Aufgaben-Mangager, den ich in einem meiner ersten Artikel vorgestellt habe, einen Ordner für automatische Backups festlegen:

Hazel 3

Dieser wird mit der Zeit sehr voll und nimmt uns unnötig viel Platz weg. Denn es macht IMHO keinen Sinn Uralt-Sicherungen aufzuheben, sagen wir mal die letzten 90 Tage sollten genügen. Wir fügen also der linken Spalte unseren “OmniFocus Backups”-Ordner hinzu und legen mit Hilfe der rechten Spalte eine neue Hazel-Regel an. Und die sieht so aus:

Hazel 4

Die Regel, welche ich “Cleanup” genannt habe, besagt, dass alle Dateien, die mit “OmniFocus” beginnen und älter als 90 Tage sind, in den Papierkorb verschoben werden. Eine Regel besteht immer aus dem Namen (oberer Teil), den Kriterien (mittlerer Teil) und dem, was mit den betroffenen Dateien geschehen soll (unterer Teil). Die Regeln sind sehr vielfältig, wir können festlegen, ob ein oder alle Kriterien erfüllt sein müssen und können diese sogar noch verschachteln (was für diese Einführung allerdings zu weit führen würde). Natürlich sind auch negative Kriterien möglich, d.h., es wären dann die Dateien betroffen, welche diese nicht erfüllen. Mögliche Kriterien sind z.B. Dateiname (oder Teile davon), die verschiedenen Datumsangaben zu einer Datei, Spotlight-Kommentare, Art der Datei, Finder-Farbmarkierung der Datei, Größe, Inhalt (!) und vieles mehr.

Die möglichen Aktionen umfassen unter anderem:

  • verschieben, kopieren, umbenennen oder löschen
  • in Unterordner einsortieren
  • mit einer Finder-Farbmarkierung versehen
  • mit einem Spotlight-Kommentar versehen
  • in iTunes, Aperture oder iPhoto importieren
  • mit einem AppleScript weiterverarbeiten

Es können beliebig viele Aktionen nacheinander ausgeführt werden.

Nach Erstellen der Regel läuft Hazel ständig im Hintergrund, beobachtet die Ordner, für die es Regeln gibt, und führt diese ggf. aus. Man kann Hazel oder die Regeln für einzelne Ordner natürlich auch pausieren.

Überlegt man sich mal, welche Kombinationsmöglichkeiten aus Kriterien und Aktionen möglich sind, erahnt man langsam, wie mächtig Hazel ist und wieviel Arbeit uns dieser kleine Helfer in der täglichen Praxis abnehmen kann. Schauen wir uns ein zweites Beispiel an. Einmal im Monat lade ich meine Telekom-Rechnung aus dem Kundencenter herunter. Früher hab ich die Datei dann selbst umbenannt und in den richtigen Ordner verschoben, nun macht das Hazel für mich (überwacht wird der Downloads-Ordner):

Hazel 5

Die Rechnungen enthalten immer eine bestimmte Ziffernfolge und sind PDFs. Einzelverbindungsnachweise, die man ebenfalls herunterladen kann, enthalten die Zeichenkette “EVN” und werden ausgenommen, da ich für sie eine eigene Regel habe. Die Rechnungen werden in einen Rechnungsordner verschoben, nach dem Schema Telekom-Rechnung-<Jahr>-<Monat>.pdf umbenannt und mit “rechnung” verschlagwortet. Außerdem lasse ich Hazel den Rechnungsordner öffnen und eine Mitteilung anzeigen. Die Umbenennungsfunktion ist wie wir sehen sehr flexibel, da z.B. auch Datumsbestandteile mit einfliessen können. Sogar der Name des Ordners, in den verschoben wird, muss nicht fest sein, sondern könnte z.B. “Rechnungen-<Jahr>” lauten, wobei jeweils das aktuelle Jahr automatisch eingesetzt wird.

Wem diese beiden Beispiele nicht reichen, kann zusätzlich einen Blick auf die mitgelieferten Beispielregeln werfen, die z.B. nützliche Dinge mit dem Download-Ordner tun, wie etwa alte Dateien rot zu markieren.

Eine weitere Spezialität von Hazel sind die Papierkorbsfunktionen:

Hazel 6

Beispielsweise können Dateien, die schon länger als eine Woche im Papierkorb rumliegen, automatisch gelöscht werden. Die Funktion “App Sweep” sucht beim Löschen von Apps automatisch die zugehörigen Dateien wie Einstellungen und Caches und bietet an, diese ebenfalls in den Papierkorb zu legen. Das erspart die Anschaffung eines separaten Uninstallers.

Alles in allem also ein sehr nützlicher Helfer, der auf keinem Mac fehlen sollte!

Bonus-Tipp: Der Besen auf der Seite “Info” ist anklickbar.

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