Home Entertainment

25 Mai 2012
25. Mai 2012

Heute soll es ausnahmsweise mal nicht ums produktive Arbeiten gehen, sondern wie der Titel schon sagt um Home-Entertainment, worunter ich in erster Linie Filme und Fernsehen gucken verstehen möchte. Ich hab das Thema bisher sehr vernachlässigt, da ich relativ wenig Zeit zum Filme schauen habe und daher auch über relativ wenig Equipment in dieser Richtung verfüge. Kürzlich hat es mich aber dennoch gereizt, mal der Frage nachzugehen, ob man aus dem vorhandenen Material nicht irgendetwas in der Richtung basteln kann. Dieses waren die Ausgangsbedingungen:

  • ein Full-HD-Flachbildfernseher ist vorhanden, allerdings ohne Netzwerkanschluss
  • ebenfalls vorhanden – wie könnte es bei mir anders sein – ist ein Apple TV (2. Generation)
  • nicht vorhanden ist ein NAS-System („Network Attached Storage“), soll auch vorerst nicht angeschafft werden, da es ein zusätzlicher ständiger Stromverbraucher wäre, der evtl. auch noch Geräusche produziert
  • als Netzwerk-Router leistet eine Airport Extreme treue Dienste
  • die Festplatte meines Macs ist zu klein, um eine große Filmsammlung aufzunehmen (SSD-Problematik)

Und das sind meine Anforderungen:

  • zum Filme schauen soll der Mac nicht eingeschaltet werden müssen
  • ich möchte die gleiche Filmsammlung sowohl auf dem iPad als auch auf dem Fernseher schauen können
  • es soll nicht viel investiert werden, denn es werden – wie gesagt – in meinem Haushalt nicht so viele Filme geguckt

Daraus hat sich die nun folgende Lösung ergeben, welche evtl. für andere mit ähnlicher Gemengelage als Grundlage dienen kann.

Zentraler Knoten meines Setups ist die Airport-Extreme, denn diese ist immer an, wenn ich im Hause bin. Also hab ich dort (am vorhandenen USB-Anschluss) eine größere USB-Festplatte mit meiner Filmsammlung drangehängt. Das Laufwerk habe ich mit dem Airport-Dienstprogramm in meinem Netzwerk freigegeben:

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Fertig ist mein Media-Server! Dieser arbeitet dank leiser Platte geräuschlos und dürfte nur wenig zusätzlichen Strom verbrauchen. Nun galt es als erstes eine geeignete iOS-App zu finden, um mit iPad und iPhone die Filme anzuschauen. Hier habe ich einige probieren müssen und habe entsprechend auch eine Reihe von Fehlkäufen hingelegt. Nur wenige Apps spielen Filme auf Netzwerk-Freigaben zuverlässig und komfortabel ab. Die Wahl fiel letztendlich auf den OPlayer, dessen iPad- und iPhone-Version separat erworben werden müssen. Für beide Geräte gibt es auch eine kostenlose Version mit Werbeeinblendung. Der OPlayer spielt sehr viele Formate ab, kann vom Netzwerklaufwerk meiner Airport-Extreme streamen und bietet sogar die Möglichkeit zwischen den verschiedenen Tonspuren eines Films umzuschalten. Nebenbei sei bemerkt, dass der Zugriff vom Mac aus natürlich ebenfalls möglich ist, was ich allerdings nur selten nutze. Auf diese Weise besteht aber die Möglichkeit, Filme aus der Sammlung selektiv in iTunes zu importieren, um sie mit dem iPad oder iPhone für Reisen zu synchronisieren.

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Leider kann das Apple-TV nicht auf die Netzwerkplatte zugreifen (zumindest nicht ohne Jailbreak) und der Fernseher ist – wie eingangs erwähnt – nicht netzwerkfähig. Als Lösung für dieses Problem wurde ein WD TV Live angeschafft (rund 80 Euro), eine Box, die etwa 1,5x so groß ist wie ein Apple-TV (s. Foto) und ebenfalls per HDMI mit dem Fernseher verbunden wird. Diese kann u.a. Filme, Musik und Fotos von Netzwerkfreigaben wiedergeben (in vielen Formaten) und wird per WLAN oder Ethernet-Kabel ins heimische Netz integriert. Zusätzlich kommt sie mit einer ganzen Reihe Internet-Apps (Facebook, Wetter, Spotify, Flickr, Youtube, …), die das Apple-TV teilweise auch bietet. Auch hier besteht die Möglichkeit, unterschiedliche Tonspuren eines Films anzusprechen.

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Apple-TV und WD-TV ergänzen sich gut. Während das WD-TV für besagtes Film-Streaming zuständig ist, dient mir das Apple-TV als AirPlay-Empfänger für Mac, iPad und iPhone, zum Ausleihen von Filmen aus dem iTunes-Fundus und zum Zugriff auf meine Musik-Sammlung über iTunes-Match. Musik wiederum, die ich nicht besitze, kann ich über die Spotify-App des WD-TV abspielen.

Insgesamt leistet dieses unspektakuläre Setup genau das, was ich haben möchte. Sollten die Bedürfnisse steigen kann ich immer noch ein NAS-System dazushoppen.



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