Archiv für Monat: Dezember, 2011

Absenderspezifischer E-Mail-Ton beim iPhone

30 Dez 2011
30. Dezember 2011

Zugegeben der Titel dieses Beitrags klingt etwas sperrig, trifft aber ziemlich genau das Problem. Wir können beim iPhone zwar für jeden Kontakt einen individuellen Klingel- oder SMS-Ton einstellen, aber die E-Mails klingen alle gleich, ganz egal ob Spam oder superwichtige Nachricht vom Kollegen. Und gerade wenn man das iPhone in der Tasche hat, wollen wir es nicht jedes Mal nach dem E-Mail-Ton hervorholen nur um dann wieder zu sehen, wie günstig Viagra gerade geworden ist oder welche Billig-Aktie wir schnell erwerben sollen. Ein individueller Ton für wichtige Absender muss her! Mit reinen Bordmitteln habe ich keine Lösung gefunden, konnte aber mit einem kleinen Griff in die Werkzeugkiste ein – zumindest für mich brauchbares – Ergebnis erzielen. Wir benötigen folgende Voraussetzungen/Zutaten:

  • Unser Mail-Account muss es erlauben, serverseitige Regeln zu definieren, die automatisch auf eingehende Nachrichten angewendet werden. Das ist zum Beispiel bei MobileMe oder iCloud der Fall.
  • Wir benötigen die iPhone-App „Boxcar“, ein Programm, dass bei den verschiedensten Ereignissen Benachrichtungen an unser iPhone senden kann.

Los geht es mit Boxcar. Wenn die App zuvor noch nicht benutzt wurde, muss zunächst ein Boxcar-Konto angelegt werden, dazu sind lediglich eine E-Mail-Adresse und ein Kennwort einzugeben. Ansonsten starten wir die App und tappen auf „Add a Service“:

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Danach auf „Email Account“:

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Im Feld „Name“ tragen wir eine kurze Bezeichnung wie „E-Mail vom Chef“ ein. Danach kümmern wir uns um das Feld „Sound“, dem Hauptdarsteller dieser Episode. Hier wählen wir den Klang aus, der ertönen soll, sobald wir eine Mail von dieser Person erhalten. Zum Glück stehen eine ganze Reihe von Sounds zur Auswahl. Natürlich ist die Liste aber endlich, so dass wir uns auf wirklich wichtige Absender beschränken sollten.

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Mit den Save-Button oben rechts speichern wir unsere Einstellungen. Danach befindet sich auf dem Services-Bildschirm ein neues Icon „E-Mail vom Chef“:

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Dahinter verbirgt sich ein zunächst leerer Bildschirm. Ein Tap auf „Bearbeiten“ führt uns erneut zu den Einstellungen. Allerdings gibt es unten jetzt ein neues Feld „Your Forwarding Address is:“. Diese E-Mail-Adresse nach dem Muster „xyz@push.boxcar.io“ brauchen wir im nächsten Schritt. Wir bekommen sie auch per E-Mail zugeschickt bzw. können uns diese mit einem Klick auf das E-Mail-Feld in Boxcar sogar erneut zusenden.

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Nun gehen wir in das Webinterface unseres E-Mail-Providers. Ich werde diesen Schritt am Beispiel von iCloud zeigen. Bei MobileMe ist die Vorgehensweise sehr ähnlich, für alle anderen Anbieter muss der geneigte Leser an dieser Stelle leider selber etwas Forschungsarbeit betreiben. In der Mail-Komponente von icloud.com klicken wir oben rechts auf das Zahnrad. Im dann aufklappenden Menü klicken wir auf „Regeln…“:

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Im eingeblendeten Einstellungsfenster klicken wir nun auf „Regel hinzufügen…“:

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Die oberste Dropdown-Box stellen wir auf „von“. In das Textfeld darunter tragen wir den Absender ein, für den wir einen individuellen E-Mail-Ton erhalten möchten. Die Dropdown-Box darunter muss mit dem Wert „weiterleiten an:“ versehen werden. Und ganz unten, kommt die E-Mail-Adresse rein, die Boxcar für uns nach dem Muster „xyz@push.boxcar.io“ erzeugt hat. Nun 2x auf „Fertig“ klicken und wird sind: fertig. Es kann allerdings ein paar Minuten dauern, bis die neue Regel wirksam wird.

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Testen können wir die Benachrichtigung z.B. auf heise.de. Dort kann man sich jeden News-Artikel per E-Mail zusenden lassen, mit freier Angabe von Absender und Empfänger.

In meiner täglichen Praxis kommt der absenderspezifische E-Mail-Ton sehr zeitnah zum Standardton, so dass ich eine brauchbare akustische Absenderinformation erhalte.

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Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch

23 Dez 2011
23. Dezember 2011

Ich wünsche allen Lesern frohe Weihnachten, besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch in neue Jahr!

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Foto: Rostocker Weihnachtsmarkt 2011

Das Jahresende ist ja nun immer auch eine Zeit, um auf das fast vergangene Jahr zurückzublicken. Für die Nutzer unter uns, die viel mit Apple-Produkten arbeiten – ich zähl mich mal einfach dazu – war es ein bewegendes Jahr, nicht zuletzt durch den Tod von Steve Jobs im Oktober. Er war sicherlich eine Ausnahmeerscheinung in vielerlei Hinsicht und wird nicht leicht zu ersetzen sein. Wie viele andere bin auch ich gerade dabei, die über 600 Seiten lange Biographie zu lesen, ich hoffe in der Weihnachtspause ein Stückchen voranzukommen.

Auf der Hardware-Seite sind sicherlich das Erscheinen von iPad 2, iPhone 4S und der 2011er MacBooks hervorzuheben. Alle diese Produktreihen wurden konsequent vorangetrieben und mit interessanten Funktionen versehen wie z.B. Video-Mirroring, Siri oder Thunderbolt. Der große Erfolg der Air-Modelle wundert mich nicht, die Thunderbolt-Schnittstelle und die Tastaturbeleuchtung machen sie zu sehr attraktiven Notebooks und vermutlich auch zum Nachfolger meines MacBooks sobald dessen Leistung für mich nicht mehr ausreichend ist. Aufgrund der Vertragsbindung werde ich das iPhone 4S wohl überspringen und mich auf das iPhone 5 freuen. Wenn es nach mir ginge, bräuchte der Bildschirm nicht größer werden, denn eine vernünftige Einhand-Bedienbarkeit kann unterwegs sehr nützlich sein. Auf die Weiterentwicklung von Siri bin ich schon sehr gespannt, die Spracherkennung funktioniert selbst in lauten Umgebungen (wie z.B. einem Apple Store) sehr gut.

Launchpad

Lion-Screenshot (Launchpad)

Einen kompletten Generationswechsel gab es dieses Jahr auf der Software-Seite: OS X 10.7 („Lion“), iOS 5 und iCloud. Und diese Updates, welche sich auch auf viele Mac- und iOS-Applikationen ausgewirkt haben, kamen fast alle an einem Tag, diesen Update-Marathon werde ich so schnell nicht vergessen. Mit iOS 5 haben iPhone und iPad einen großen Schritt nach vorne getan, nicht zuletzt, weil sie nun weitestgehend autarke Geräte sind. Und das neue Notification-Center war natürlich mehr als überfällig, ist aber durchaus sehr gelungen und bis ins Detail konfigurierbar. Lion lohnt sich für mich allein schon wegen der neuen Festplattenverschlüsselung, welche extrem einfach einzurichten war. Gewiss, es gibt noch ein paar nervige Bugs, mein Launchpad führt zum Beispiel immer noch ein gewisses Eigenleben. Insgesamt überwiegen für mich aber die Vorteile wie das neue Vollbild-Konzept, Mission Control, Versions und Touch-Bedienung. Der iCloud-Start war im Vergleich zur Einführung von MobileMe recht problemlos und es sieht im Moment so aus, als käme ich sogar mit den kostenlosen 5 GB aus. Das hängt ein wenig davon ab, wie sich „Documents in the Cloud“ weiterentwickelt. Apple sollte hier endlich mit einem iCloud-Update für iWork eine Referenzimplementierung für den Mac vorlegen. Zu meiner großen Überraschung wurde diesen Monat „iTunes-Match“ freigeschaltet, meine ganze Musik ist nun via Cloud auf all meinen Geräten – inklusive Apple TV – verfügbar. Leider sind die Fotogalerien des auslaufenden MobileMe-Dienstes nicht Bestandteil der iCloud, ich habe daher inzwischen einen kompletten Umzug aller Bilder zu Flickr hinter mir. Das neue Fotostream-Feature der iCloud hat mir allerdings schon gute Dienste geleistet.

Das persönliche Umfeld betreffend möchte ich auf jeden Fall den Rostocker Mac-Stammtisch erwähnen. Hier hat sich seit Februar regelmäßig eine Gruppe sympathischer Mac-User zusammengefunden, deren Zusammentreffen ich auf keinen Fall mehr missen möchte. Einen herzlichen Dank an alle Teilnehmer!

Nicht zuletzt habe ich im April 2011 dieses Blog begonnen und freue mich über jeden neuen Leser!

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iTunes Match und iTunes in the Cloud

18 Dez 2011
18. Dezember 2011

Eigentlich wollte ich diese Woche nicht schon wieder über iTunes schreiben, aber da habe ich die Rechnung ohne Apple gemacht. Für mich völlig überraschend wurden Freitag die Funktionen „iTunes in the Cloud“ für Musik und „iTunes Match“ in Deutschland verfügbar. Mit einer so schnellen Einigung von Apple mit der hiesigen Musikindustrie und der GEMA habe ich wirklich nicht gerechnet. Hervorragend!

Der „iTunes in the Cloud“-Teil ist schnell erklärt. Ab sofort kann Musik, die bei iTunes gekauft wurde, dort beliebig oft wieder heruntergeladen werden. Eigentlich selbstverständlich sollte man meinen, aber bisher war dieses nur mit Apps und E-Books möglich. Für Musik musste erst eine entsprechende Vereinbarung bzw. Lizenzierung abgeschlossen werden. Für Filme und TV-Serien steht das immer noch aus, obwohl ich mir dieses gerade hierfür wünschen würde, um auf meinen Platten mal so richtig Platz zu sparen. Um gekaufte Musik erneut auf den Mac zu laden, öffnen wir iTunes und gehen in den Store (Hauptseite). Dort klicken wir auf der rechten (!) Seite auf „Gekaufte Artikel“ und haben dort nun einen Abschnitt „Musik“, über den sich der Download erledigen lässt:

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Auf dem iPhone müssen wir ebenfalls in die iTunes-App (die mit dem violetten Icon) und klicken dort auf das Mehr-Tab. Nun wieder in „Gekaufte Artikel“ gehen. Hier finden wir praktischerweise sogar eine Unterseite „Nicht auf diesem iPhone“ und können von dort entsprechende Titel laden. Die Funktion „iTunes in the Cloud“ ist mit keinen weiteren Kosten verbunden und falls man alle Musik über iTunes bezogen haben sollte, sind alle Musikstücke ständig verfügbar, da sie bei Bedarf einfach nachgeladen werden können.

Ein weitergehendes Konzept verfolgt „iTunes Match“ – ist aber dafür auch nicht kostenlos, sondern mit 24,95 EUR pro Jahr gesondert zu erwerben. Bevor ich auch nur daran gedacht habe, diese Funktion zu nutzen, habe ich erstmal ein Backup meiner iTunes-Musik auf eine externe Festplatte vorgenommen. Sicher ist sicher:

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Meine Musiksammlung ist übrigens vergleichbar klein, da ich von meinen CDs in der Regel nur meine Lieblingstitel in iTunes einlese.

Um „iTunes Match“ zu aktivieren suchen wir den gleichnamigen Eintrag in der linken Seitenleiste von iTunes auf:

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Dort wird der Dienst kurz erläutert und ein entsprechender Abo-Knopf angeboten. Der Service kann aus vorhandenem iTunes-Guthaben bezahlt werden, dennoch liegen mir Hinweise vor, dass in iTunes zumindest eine andere Bezahlmethode wie Kreditkarte oder „Click and Buy“ hinterlegt sein muss (was bei mir auch der Fall war). Das könnte damit zusammenhängen, dass es sich um ein Abo handelt. Im Zusammenhang mit vergünstigten iTunes-Karten, die immer mal wieder von Super- oder Elektromärkten angeboten werden, lässt sich der Abo-Preis noch ein wenig drücken.

Nach Abschluss des Abos analysiert iTunes zunächst mal die eigene Mediathek:

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Dann wird ermittelt, welche dieser Songs im iTunes-Store verfügbar sind. Das werden in der Regel eine ganze Menge sein, da der Katalog rund 20 Millionen Titel umfasst:

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Im letzten Schritt lädt iTunes alle Titel unserer Mediathek, die nicht im Store verfügbar sind, zu Apple in unseren Cloud-Speicher hoch. Das kann je nach Umfang der eigenen Musiksammlung eine Weile in Anspruch nehmen:

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Abschließend teilt uns iTunes mit, wieviele Songs nun in der iCloud für uns bereitliegen:

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Auf diese Musiksammlung können wir nun von unseren Macs und iOS-Geräten zugreifen. Wir erhalten den gewünschten Titel dabei entweder aus dem Store-Fundus oder dem, was in Schritt 3 hochgeladen wurde. Auf diese Weise können Titel, die wir nicht über iTunes erworben haben aber Bestandteil des Katalogs sind, durch die iTunes-Version ersetzt werden. Daher auch der Name des Dienstes. Es gibt allerdings ein paar Vorraussetzungen, so muss die Datenrate eines zu matchenden Songs mindestens 96 kBit/s betragen. Weiterhin können nicht mehr als 25000 Titel hochgeladen werden, größere Mediatheken sind nicht für „iTunes Match“ geeignet.

Nachdem wir auf dem Mac fertig sind, können wir „iTunes Match“ z.B. auf dem iPhone aktivieren. Das machen wir in „Einstellungen“ unter „Musik“:

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Obacht, dadurch deaktivieren wir die Synchronisation mit iTunes auf dem Mac und ersetzen die Mediathek durch „iTunes Match“. Das ist in etwa vergleichbar mit der Synchronisation der Kontakte über die iCloud statt über iTunes. Nach der Aktivierung können wir festlegen, ob in der Musik-App nur die tatsächlich lokal gespeicherten Titel angezeigt werden sollen oder alles, was die Cloud zu bieten hat:

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Wir können nun entweder einzelne Titel auf das iPhone laden (Wolkensymbol anklicken) oder ganze Wiedergabelisten („Alle laden“):

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Falls wir auf dem Mac nicht genug Platz haben für unsere ganze Musik, können wir nun auch Titel löschen und uns diese dann bei Bedarf aus der Cloud zurückholen, wenn sie zuvor dort abgelegt wurden (dazu bei „Diese Lieder auch aus der iCloud löschen“ keinen Haken setzen“):

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Außerdem haben wir nun die Möglichkeit, Titel welche wir nur in niedriger Qualität besitzen, durch die Store-Version zu ersetzen. Solche Titel finden wir am besten mit Hilfe einer intelligenten Wiedergabeliste:

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Als Bonbon kommt abschließend noch hinzu, dass die eigene Musik-Mediathek dank „iTunes Match“ nun auch auf dem Apple-TV zur Verfügung steht, ohne dass ein Mac vorhanden sein muss:

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Insgesamt erfüllt sich mit „iTunes Match“ für mich der Traum, die vollständige Musiksammlung immer dabeizuhaben, obwohl sie gar nicht komplett auf das iPhone passt. Quasi wie damals beim iPod Classic mit Riesenplatte. Als Nutzer von Apple-Technologien wie „iTunes Match“, „iCloud“, „Documents in the Cloud“, „Airplay“ und „Fotostream“ fühlt man sich irgendwie wie ein Mensch aus der Zukunft ;-).

iTunes Tipps & Tricks

11 Dez 2011
11. Dezember 2011

Heute möchte ich drei Tipps und Tricks rund um iTunes vorstellen. Die iTunes-App ist unser zentrales Programm, um Musik, Podcasts, Uni-Vorlesungen, Filme und TV-Sendungen abzuspielen und zu verwalten. Außerdem managet iTunes unsere iOS-Geräte sowie iPods und ist Apples Online-Store für alles außer Mac-Apps. Höchste Zeit also, dass wir uns hier mal ein wenig näher damit beschäftigen.

Die ersten beiden Tipps haben mit dem iTunes-Icon im Dock zu tun. Dieser Terminal-Befehl, welcher erst ab Lion funktioniert, sorgt dafür, dass beim Titelwechsel während des Abspielens der neue Titel kurz oberhalb des Dock-Icons angezeigt wird:

defaults write com.apple.dock itunes-notifications -bool TRUE; killall Dock

Die App „Terminal“ gehört zu den mitgelieferten Dienstprogrammen von OS X. In Aktion schaut das Ganze dann so aus:

itunes-dock1

Warum dieses eine derart versteckte Option ist, bleibt erstmal Apples Geheimnis. Deaktiviert wird die Anzeige wieder mit:

defaults delete com.apple.dock itunes-notifications; killall Dock

Für Tipp Nr. 2 müssen wir ein sogenanntes iTunes-Plugin herunterladen – und zwar DockArt. Ausgepackt kommt die entsprechende Datei (DockArt.bundle) in das Verzeichnis

Library/iTunes/iTunes Plug-ins

unseres Benutzerverzeichnisses. Der Library-Ordner selbst ist seit Lion standardmäßig versteckt. Er kann über das „Gehe zu“-Menü des Finders bei gedrückter Alt-Taste erreicht werden oder mit folgendem Terminal-Befehl dauerhaft sichtbar gemacht werden:

chflags nohidden ~/Library/

Das Tilde-Zeichen wird mit der Tastenkombination Alt-N eingegeben. Nach Neustart von iTunes klicken wir auf den neuen Menüpunkt Darstellung > Visuelle Effekte > DockArt, damit dort der entsprechende Haken gesetzt ist:

itunes-dockart1

Anschließend können wir das Plugin über Darstellung > Visuelle Effekte > Optionen… konfigurieren:

itunes-dockart2

Wichtig ist, dass der Haken bei „DockArt Aktivieren“ gesetzt ist. Durch „Cover im Dock“ wird während des Abspielens eines Titels das iTunes-Icon im Dock durch das Cover des Stücks ersetzt. Die Option „iTunes Icon“ blendet zusätzlich das iTunes-Icon verkleinert unten rechts ein. Für mehr Eleganz sorgt die Option „Schräges Cover“. Durch einen Haken bei „Modernes Aussehen“ erhalten wir das Cover in runder Form mit Rahmen. „Podcast Indikator“ zeigt die Anzahl der ungespielten Podcasts als Badge oben rechts an, allerdings nur solange iTunes läuft. Der „Fortschritt Indikator“ zeigt im unteren Teil des Ions an, wie weit der aktuelle Titel schon abgespielt ist. Mit der Konfiguration aus dem Screenshot oben sieht unser Dock-Icon nun letztendlich so aus:

itunes-dockart3

Für Tipp 3 wird’s abschließend richtig „geeky“, denn nun erweitern wir die Funktionalität von iTunes mittels AppleScript. AppleScript ermöglicht die Kommunikation und Interaktion mit zahlreichen Apps und ist für mich einer der Gründe, warum OS X so ein elegantes und mächtiges Betriebssystem ist. AppleScripts, die in iTunes als Menüpunkte auftauchen sollen, müssen wir in das Verzeichnis

Library/iTunes/Scripts/

unseres Benutzerordners legen. Der Dateiname (ohne Endung) wird zum Menüpunkt in iTunes (iTunes ggf. dazu neu starten):

itunes-applescript1

Sobald mindestens ein Skript in diesem Verzeichnis vorhanden ist, zeigt iTunes ein zusätzliches Skript-Menü an:

itunes-applescript2

Eine hervorragende Quelle für Skripte rund um iTunes sind Doug’s AppleScripts for iTunes. Inzwischen gibt es dort weit über 400 Skripte in verschiedenen Kategorien. Mit Hilfe des AppleScript-Editors (ebenfalls ein mitgeliefertes Dienstprogramm) können wir die Skripte editieren, etwa um sie einzudeutschen. Ich habe das beispielsweise mal für das Doug-Skript „New Play Count“ (Neuer Play Count) gemacht:

itunes-applescript3

Mit der Schaltfläche „Übersetzen“ im Editor können wir leicht feststellen, ob die AppleScript-Syntax noch korrekt ist. Eine weitergehende Einführung in AppleScript würde weit über den Rahmen eines solchen Blog-Artikels hier hinausgehen. Mit dem vorgestellten Skript können wir übrigens die Information ändern, wie oft ein Titel bereits abgespielt wurde:

itunes-applescript4

Ein weiteres nützliches Doug-Skript ist z.B. „Search YouTube“, welches uns in Safari auf YouTube Musik-Videos zum abgespielten Titel sucht.

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Mac-Kurztipp: Printopia

03 Dez 2011
3. Dezember 2011

Diesmal ist leider nur Zeit für einen Kurztipp-Artikel, es geht ums Thema Drucken vom iPhone. Seit iOS 4.2 besitzen unsere iPhones (natürlich auch das iPad und der iPod touch) die Fähigkeit, Dokumente auszudrucken („AirPrint“). Sowohl mitgelieferte Apps wie Safari oder Mail als auch Programme von Drittherstellern besitzen entsprechende Druckfunktionen. Allerdings ist die Auswahl unterstützter Drucker nicht gerade groß (dieser Wikipedia-Artikelenthält Informationen dazu). Abhilfe schafft das Tool „Printopia“. Es wird auf einem Mac installiert, anschließend können wir mit unserem iPhone alle Drucker benutzen, auf denen auch der Mac drucken kann (lokal oder im Netzwerk). Der Mac muss dazu allerdings eingeschaltet sein, das ist der Nachteil gegenüber einem echten AirPrint-Drucker.

Printopia bekommen wir bei Ecamm (Preis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels: 20 $), die Firma hat übrigens mit PhoneView eine weitere vorzügliche App für iPhone- und Mac-Besitzer im Portfolio. Nach der Installation finden wir die Software in den Systemeinstellungen:

printopia1

Printopia zeigt eine List unserer Drucker. Alle Geräte mit aktivierter Checkbox stehen uns auf dem iPhone zur Verfügung, sofern diese betriebsbereit sind:

printopia2

Eine Besonderheit von Printopia deutet sich im Punkt 4 der Liste an. Es kann nämlich nicht nur ausgedruckt werden, die Software kann das auszudruckende Dokument stattdessen auch weiterverarbeiten. Hier bestehen folgende Möglichkeiten:

  • Dokument als PDF in einem einstellbaren Verzeichnis auf dem Mac speichern
  • Dokument als PDF in unserer Dropbox speichern
  • Dokument als PDF an eine Mac-App senden
  • Dokument als PDF an einen Druck-Arbeitsablauf schicken

Druck-Arbeitsabläufe sind die Dienste, welche wir in jedem Druckdialog unten links als Liste aufklappen können:

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Mit Hilfe der Plus-Schaltfläche (im zweiten Screenshot zu sehen) können wir beliebig viele dieser Dienste hinzufügen und konfigurieren.

Diese Zusatzmöglichkeiten sind fast noch interessanter als die Benutzung von richtigen Druckern. Der Kreativität sind hier fast keine Grenzen gesetzt. So kann ich z.B. Artikel direkt in die Inbox meiner Wissensdatenbank DEVONthink„drucken“. Auf dem iPhone sind das alles Drucker, die zur Auswahl stehen:

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