Planungswerkzeuge für den Mac

26 Nov 2011
26. November 2011

n meinem Beruf (aber auch privat) ist öfters mal was zu planen. Das können z.B. die Funktionen einer neuen Software-Version sein, welche Unterseiten eine Website haben soll, welche Vor- und Nachteile eine bestimmte Entscheidung hätte oder einfach nur was ich auf einer Reise mitnehmen möchte. Nerdig wie ich nun mal bin, kommt dabei natürlich auch der Mac zum Einsatz. Dieses Posting stellt die Werkzeuge vor, welche ich für diesen Zweck einsetze. Es ist als Einstiegs- und Übersichtsartikel gedacht, eine ausführliche Vorstellung der einzelnen Softwarelösungen bleibt künftigen Abhandlungen vorbehalten.

Je nach Einzelfall setze ich zu Planungszwecken entweder einen Mindmapper oder einen Outliner ein. Mindmaps eignen sich gut zum Visualisieren einer Thematik, als Mindmapping-Tool verwende ich MindNode Pro. Es ist auch in einer abgespeckten Version kostenlos erhältlich. Zusätzlich wird eine iOS-Version (iPhone/iPad) angeboten. Weitere Informationen zum Produkt sind auf der Homepage des Anbieters zu finden.

MindNode besteht im wesentlichen aus einer großen Zeichenfläche. Hier plazieren wir unsere Knoten, die Verbindungslinien erzeugt MindNode automatisch. Jeder Knoten zeigt eine +-Schaltfläche an, wenn der Mauszeiger in seiner Nähe ist. Über diese können Unterknoten hinzugefügt werden. Nach ein wenig Brainstorming kann die Mindmap für eine Homepage z.B. so aussehen:

mindnode1

Zu den weiteren Funktionen von MindeNode Pro gehören u.a.

  • das Einklappen von Verzweigungen
  • Querverbindungen zwischen ansonsten beziehungslosen Knoten
  • Bilder als Knoten
  • das Einbetten von Hyperlinks
  • der Export nach PNG, PDF, HTML, RTF, OPML (s.u.) und FreeMind

Der Datenaustausch mit der iOS-Version erfolgt über WLAN. MindNode liegt in deutscher Sprache vor und ist sehr gut an OS X (und Lion) angepasst (Medien-Browser, QuickLook-Plugin, Vollbild-Modus, Versionen, …).

Outlines sind deutlich textorientierter und sehen im Prinzip aus wie verschachtelte Aufzählungen. Unsere Mindmap aus dem Bild oben sieht als Outline so aus:

omnioutliner1

Als Software kommt bei mir OmniOutliner Pro zum Einsatz. OmniOutliner ist eine ausgereifte Outlining-Lösung und bietet viele interessante Funktionen. So kann die Outline z.B. aus mehreren Spalten bestehen (bei den Zahlen im Bild handelt es sich um Fantasiewerte):

omnioutliner2

Die Spalten können völlig verschiedene Datentypen wie Zahlen, Checkboxen, Datumsangaben usw. enthalten. Auch Rechenoperationen sind möglich. Die Formatierungsmöglichkeiten sind recht umfassend, alle Gliederungspunkte einer Ebene lassen sich blitzschnell umformatieren. Auch die Verknüpfung einzelner Punkte mit Bildern oder Sounddateien ist möglich (die Pro-Version kann auch Sound direkt aufnehmen). Die Exportmöglichkeiten umfassen Keynote, Word, Text, RTF, OPML und LaTeX. Weitere Funktionen sind auf derProdukt-Homepage zu finden. Auch OmniOutliner liegt in einer deutschen Version vor und ist ebenfalls sehr gut an OS X angepasst.

Mit OPML (Outline Processor Markup Language) können wir übrigens leicht Mindmaps in Outlines umwandeln und umgekehrt. So habe ich z.B. die Mindmap aus dem ersten Screenshot über einen OPML-Export in OmniOutliner geladen.

OmniOutliner-Dokumente können übrigens in OmniFocus importiert werden (beide Programme stammen von der Omni Group) und somit im Handumdrehen zur Aufgabenliste mutieren:

omnifocus1

OmniOutliner gibt es zusätzlich in einer iPad-Version, sodass wir auch bequem auf dem Sofa Planungsarbeiten vornehmen können. Apples Textverarbeitung „Pages“ besitzt übrigens auch eine rudimentäre Outline-Funktion.

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