Sharing mit Droplr

17 Jul 2011
17. Juli 2011

Durch Zufall bin ich diese Woche auf den Sharing-Dienst Droplr aufmerksam geworden, den ich sehr praktisch finde. Daher möchte ich diesen Service, welcher sich unter OS X und iOS nutzen läßt, gleich heute näher vorstellen. Sicher, Sharing-Dienste sind nichts Neues, es gibt z.B. Dropbox, CloudApp oder Skitch, aber Droplr besitzt einige interessante Eigenschaften, wie z.B. die Möglichkeit, eine eigene Domain zu verwenden oder Quellcode mit Syntax-Highlighting darzustellen. Der Dienst ist kostenlos und finanziert sich durch Werbeanzeigen auf der Webseite, welche die geteilten Daten anzeigt bzw. zum Download anbietet (s. Screenshots weiter unten). Jedem Nutzer stehen 1 GB Speicherplatz zur Verfügung. Droplr besitzt kein eigenes Nutzerkonten-System, dazu wird Twitter (per OAuth-Verfahren) genutzt, da die Links für geteilte Daten („gesharedt“ klingt irgendwie komisch) auch über dieses Mikroblogging-System verbreitet werden können. Wir benötigen also zwingend ein Twitter-Konto, um Droplr nutzen zu können. Droplr besteht aus einer Mac-, einer iPhone- und einer Webkomponente.

Mac

DIe Mac-Software ist ein 2,4 MB großer Download von der Droplr-Homepage. Die App lebt in der Menüleiste, das Dock-Icon kann in den Einstellungen deaktiviert werden. In den Einstellungen können wir auch festlegen, ob Droplr automatisch beim Login gestartet wird. Wenn wir nun etwas teilen wollen, eine Datei oder einen selektierten Text ziehen wir diese(n) auf das Droplr-Icon in der Menüleiste. Wenn es sich um einen selektierten Text gehandelt hat, bekommen wir die Möglichkeit diesen nachzubearbeiten und festzulegen, ob es sich um einfachen Text, Markdown oder Quellcode handelt. Das ist wichtig für die Darstellung des geteilten Textes im Web:

Ein Menüpunkt um neue Texte direkt in Droplr zu erstellen ist ebenfalls vorhanden.

Im Falle einer Datei ist das natürlich simpler, diese muss einfach nur auf das Droplr-Icon gezogen werden:

Nach dem Upload zu Droplr wird die Webadresse der Sharing-Datei in die Zwischenablage kopiert und in einer kleinen schwarzen Box angezeigt (s. Screenshot). Ein Klick auf die Adresse öffnet diese im Browser, mit dem t-Icon kann sie über Twitter verbreitet werden:

Die Screenshots zeigen ein interessantes Feature von Droplr, man kann eine eigene Domain für die Links konfigurieren! Eingestellt wird diese über die Weboberfläche. Dazu muss man allerdings in der Lage sein, den sogenannten Address-Record seiner Domain auf die IP-Adresse von Droplr zu ändern. Eine Reihe von Webhostern bietet diese Möglichkeit, im Zweifelsfall einfach mal nachfragen. Ansonsten wird die Standard-Domain d.pr verwendet, die zu angenehm kurzen URLs führt.

Im Web sieht die Bild-Datei aus dem obigen Beispiel dann so aus:

Hier noch ein Beispiel für JavaScript-Code, welcher als Selektion per Drag & Drop auf das Droplr-Icon gezogen wurde:

Die Droplr-App hat auch eine Screenshot-Funktion, welche die Aufnahmen direkt hochlädt. Diese kann entweder über die Menüleiste oder über eine einstellbare Tastenkombination erreicht werden.

Kombiniert man die Textfunktion mit dem Twitter-Feature bietet sich die interessante Möglichkeit, auf einfache Weise Texte über Twitter zu verbreiten, die länger als die erlaubten 140 Zeichen sind.

iPhone®

Die iPhone-App kann aktuell für 2,99 € im App-Store erworben werden. Sie bietet Zugriff auf die geteilten Dateien und die Möglichkeit die jeweiligen Links in die Zwischenablage zu kopieren, per E-Mail zu versenden oder via Twitter zu verbreiten. Auch eine Löschmöglichkeit ist vorhanden. Weiterhin ist über die App ein Sharing von Fotos, Videos, Links und Texten möglich:

Schlagwörter: , ,
Version 7.2 - © 1995-2018 by Dr. Markus Jasinski - Impressum