Mac: Was habe ich in der Menüleiste?

24 Apr 2011
24. April 2011

Beim Mac kann man nicht nur das Dock an seine Vorlieben anpassen, sondern auch die Menüleiste. Bei diesen anklickbaren „Menubar Items“ kann es sich um Statusanzeigen, schnelle Zugriffsmöglichkeiten auf Einstellungen, Miniprogramme oder sonstige Tools handeln. Zum Teil werden sie direkt mit Mac OS X geliefert, es gibt aber auch hervorragende „Menulets“ (einen richtigen einheitlichen Namen für diese Dinger scheint es nicht zu geben) von Drittherstellern.

In diesem Artikel möchte ich den Inhalt meiner Menüleiste vorstellen. Dabei möchte ich nur auf die Menulets eingehen, die mehr oder weniger ständig laufen. Insgesamt gesehen nutze ich also noch weitere. Bei manchen Programmen kann man einstellen, ob sie über das Menü, das Dock oder auf beide Weisen erreichbar sein sollen.

Da die mitgelieferten Menubar Items rechts in der Menüleiste landen, möchte ich meine oben abgebildete Menüleiste von rechts nach links vorstellen.

Spotlight

Die Spotlight-Suche von Mac OS X ist immer ganz rechts zu finden. Sie findet Programme, E-Mails, Webseiten, Dokumente, sonstige Dateien auf dem Mac und kann sogar Rechenaufgaben lösen. In den Systemeinstellungen lassen sich Umfang und Reihenfolge der Suchergebnisse detailliert festlegen, ferner können Verzeichnisse von der Suche ausgeschlossen werden („Privatsphäre“).

Da Programme standardmäßig ganz vorne in der Ergebnisliste stehen, kann man Spotlight prima als Programmstarter verwenden (Cmd-Leertaste > erste Zeichen der App tippen > Enter). Ich verwende hierzu allerdings das leistungsfähigereLaunchBar, welches ich auch bei Gelegenheit mal näher vorstellen werde.

Datum und Uhrzeit

Anzeige von Datum und Uhrzeit sowie Schnellzugriff auf die zugehörigen Systemeinstellungen. Dieses Menulet wird wie viele der mitgelieferten über eine Systemeinstellung aktiviert.

Schneller Benutzerwechsel

Da ich aus Sicherheitsgründen nicht als Administrator arbeite, bietet mir dieses Menulet eine schnelle Umschaltmöglichkeit zu einem Admin-Benutzer. Es wird über Systemeinstellungen > Benutzer > Anmeldeoptionen aktiviert.

Schlüsselbund

Dieses Menubar Item hab ich hauptsächlich deswegen eingeschaltet, weil es eine schnelle Möglichkeit bietet, den Bildschirm zu sperren. Es wird über die Einstellungen der Schlüsselbundverwaltung (Dienstprogramme) aktiviert.

Tastatur- und Zeichenübersicht

Schnellzugriff auf die Tastatur- und die Zeichenübersicht. Mit der Tastaturübersicht sieht man z.B. sofort wie die Tastenbelegung bei gedrückter Alt-Taste aussieht (indem man die Alt-Taste festhält):

Die Zeichenübersicht nutze ich, um exotische Sonderzeichen wie z.B. Pfeile in Texte einzufügen:

Stromversorgung

Für MacBooks relevante Anzeigen zum Batteriestatus.

Lautstärke

Anzeige und Schieberegler für die Lautstärke. Wird dieses Symbol mit gedrückter Alt-Taste angeklickt, kann man Audio-Ein- und Ausgabegeräte auswählen.

Airport

Airport (WLAN) ein- oder ausschalten, ein WLAN auswählen oder ein Netzwerk anlegen, das alles geht mit diesem kleinen Menulet. Tipp: Beim Anklicken mit gedrückter Alt-Taste erscheinen zusätzliche Informationen zum gerade verwendeten WLAN.

Bluetooth

Bluetooth-Status und -Geräte. Auch hier zaubert die Alt-Taste zusätzliche Menüpunkte beim Anklicken hervor.

Time Machine

Schnellzugriff auf das mitgelieferte Backup-System, welches hoffentlich jeder nutzt. Der runde Pfeil dreht sich bei einem laufendem Backup. Durch Klicken der Alt-Taste ändern sich zwei der bereitgestellten Menüpunkte.

Spaces

Zeigt auf welchem der virtuellen Desktops („Spaces“) man gerade arbeitet und bietet zusätzlich eine entsprechende Umschaltmöglichkeit.

AppleScript

Bietet u.a. den Zugriff auf selbsterstellte AppleScripts, die den Funktionsumfang von Programmen erweitern. Nähere Erläuterungen hierzu würden den Umfang dieses Artikels leider sprengen ;-).

Hier enden die mitgelieferten Menulets. Sie lassen sich übrigens mit gedrückter Cmd-Taste per Drag & Drop umsortieren oder aus dem Menü herauswerfen. Mit den folgenden Menüleisten-Programmen von Drittherstellern funktioniert das nicht.

QuickCal

Zeigt beim Anklicken aktuelle Termine und Aufgaben aus iCal und ermöglicht die schnelle Eingabe von Terminen in natürlicher Sprache. Das Programm ist imApp Store für kleines Geld erhältlich.

Transmit

Gehört zum sehr empfehlenswerten Dateitransfer-Programm „Transmit“ und ermöglicht u.a. Remote-Verzeichnisse als Volume zu mounten, wozu Transmit noch nichtmal laufen muß. Ebenfalls im App Store verfügbar.

Autograph

Mit diesem Tool kann man Dokumente (Briefe, E-Mails, …) signieren und zwar über ein Trackpad (idealerweise mit einem geeigneten Stift, z.B. von pogo). Ist aber auch durchaus für andere kleine Skizzen geeignet. Gibt’s auch im App Store.

TextExpander

Dieses sehr zeitsparende Tool habe ich kürzlich ausführlicher vorgestellt.

Temperaturmonitor

Zeigt allerlei Temperaturen des Macs an. Ein plötzlicher Anstieg hat bei mir häufig die Ursache, daß im Hintergrund ein Popup-Fenster mit flashbasierter Werbung geöffnet wurde. Das Programm ist hier kostenlos erhältlich.

Dropbox

Dropbox-Client für Mac OS X. Über Dropbox – quasi eine persönliche Festplatte in der Wolke – findet bei mir der größte Teil des Datenaustausches zwischen Mac und iOS-Geräten statt. Viele iOS-Produktivitätsapps (z.B. GoodReader, CloudConnect Pro, MindNode Pro, Simplenote oder Nebulous Notes) haben inzwischen eine Dropbox-Schnittstelle (bei mir ist diese mittlerweile auch ein Kaufkriterium für eine App), die das fehlende lokale Dateisystem ersetzt. Bis zu 2 GB Speicherplatz sind kostenlos, für mehr werden monatliche Beiträge fällig. Wer noch kein Dropbox-Konto hat und zusätzliche 250 MB Speicher haben möchte, kann bitte folgenden Empfehlungslink verwenden.

Skitch

Screenshot-Tool, mit welchem alle Bilder für diesen Artikel entstanden sind. Ermöglicht u.a. eine sehr schnelle Nachbearbeitung des Screenshots, wie z.B. das Anbringen von Pfeilen und Texten oder die Durchführung von Größenänderungen und Ausschneideoperationen. Zusätzlich kann man mit einem Klick die Screenshots zu skitch.com hochladen und den Link weitergeben. Der Workflow über Skitch ist deutlich schneller als mit der mitgelieferten Screenshot-Funktion, wenn man die Bilder nachbearbeiten oder „sharen“ möchte. Das Programm ist in drei verschiedenen Editionen mit unterschiedlichem Funktionsumfang erhältlich.

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