Widgets für iOS 8

26 Okt 2014
26. Oktober 2014

Widgets gehören IMHO zu den sinnvollsten Neuerungen in iOS 8, denn sie machen Informationen schneller zugänglich und können – richtig eingesetzt – Workflows verkürzen und vereinfachen. Durch eine einfache Wischgeste lassen sie sich von überall, ganz egal wie tief man sich gerade in einer App vergraben hat, erreichen. Ich möchte heute die Widgets vorstellen, die es auf mein iPhone geschafft haben. Da es derzeit fast täglich interessante Neuerscheinungen und Verbesserungen gibt, ist die Liste in Bewegung (es wird demnächst sicherlich auch ein wenig ausgemistet), aber hoffentlich dennoch für den ein oder anderen Leser interessant.

Fantastical

Widget der gleichnamigen Kalender-App, deren Mac-Version ich bereits hier vorgestellt habe. Inzwischen gibt es demnach auch iOS-Versionen, die ebenfalls tolle Kalender mit der legendären Schnelleingabe sind. Das Widget zeigt eine Monatsübersicht und/oder (konfigurierbar) die Termine des jeweiligen Tages. IMHO besser als das mitgelieferte Kalender-Widget.

Launcher

Leider aus dem Store geflogen, was ich nicht ganz nachvollziehen kann. Bietet u.a. die Möglichkeit, Apps direkt aus der Heute-Ansicht zu starten, nützlich für häufig benötigte Programme.

Widgets 4

Paste+

Kann mit dem Inhalt der Zwischenablage verschiedene Aktionen ausführen (Nachricht versenden, Mail schicken, tweeten, bei Google oder Wikipedia nachschlagen, an Apps wie Evernote oder OmniFocus übergeben, …). Scheint leider ebenfalls nicht mehr im Store zu sein.

Clips

Clips ist so eine Art Multi-Zwischenablage für iOS. Kann die Arbeit enorm erleichtern, wenn man z.B. verschiedene Textstellen aus einer Webseite in ein neues Dokument kopieren möchte. Gegen Einwurf von Münzen gibt es sogar einen iCloud-Sync zwischen verschiedenen Geräten.

Delight

Delight ist bisher das beste Widget, welches ich zur Steuerung meiner Hue-Lampen gefunden habe. Es werden zwar keine Farben unterstützt, aber man kann Lampen oder Gruppen von Lampen sehr schnell ein- bzw. ausschalten. Mal schauen, wann Philips uns ein Widget spendiert.

OmniFocus

OmniFocus, meine Brot- und Butter-GTD-Anwendung, bietet ein Widget, um heute fällige Aufgaben anzuzeigen. Hier dürfte es gerne mehr Optionen geben, etwa zur Anzeige überfälliger Aufgaben.

News

Gehört zur Widget-Sammlung iWids und wird von mir benutzt Nachrichten eines bestimmten RSS-Feeds in der Heute-Ansicht anzuzeigen.

Widgets 3

Aktien

Gehört zu den wenigen mitgelieferten Widgets.

TV Pro

Zeigt Programmtips aus der TV-Pro-App für den aktuellen Tag an, funktioniert allerdings nicht immer perfekt.

PCalc

PCalc gehört zu den besten „Taschenrechnern“ unter iOS und bietet ein sehr funktionales Widget an, welches nun die Grundrechenarten (auf dem iPad sogar wesentlich mehr) ermöglicht, ohne dass eine App gestartet werden muss. Gibt’s übrigens inzwischen auch auf dem Mac!

Sky Live

Zeigt die Uhrzeiten für Sonnenauf- und Untergang an, außerdem die aktuelle Mondphase. Sky Live ist ansonsten eine Astronomie-App für iOS.

Numerous

Numerous ist eine konfigurierbare Zählersammlung (Countdowns, Tweets, Akienkurse, …). Mit dem Widget kann man seine Lieblingszähler in die Heute-Ansicht legen (der Termin für die Apple-Watch aus dem Screenshot beruht übrigens nur auf dem Gerücht, dass sie zum Valentinstag erscheinen könnte).

Widgets 2

TapToShare

TapToShare bietet Buttons zum schnellen Posten auf Facebook und Twitter. War früher mal standardmäßig vorhanden, wenn die Erinnerung nicht täuscht.

Vidgets

Vidgets ist wie iWids eine zusammenstellbare Sammlung kleiner Widgets. Bei dieser App werden u.a Uhren verschiedener Zeitzonen, Timer, Netzwerk-Monitore, Höhe, Geschwindigkeit, Luftdruck, Wetter und freier Speicher angeboten.

Widgets 1

Datenverbrauch mobil

Nützlich, wenn man sein mobiles Datenvolumen im Auge behalten möchte. Die dahinterstehende App, welche nur zum Betrieb des Widgets da ist, heißt ConsumptionCheck.

iPhone 6 Unboxing

21 Sep 2014
21. September 2014

Bereits zum dritten Mal erhalte ich das aktuelle iPhone – Telekom’s Reservierungsservice/Premierenticket sei Dank – direkt zum offiziellen Starttermin. Es ist nach dem 3G, 4 und 5 mein viertes iPhone. Es kam Freitag via DHL, wurde natürlich sehnsüchtig erwartet und traf gegen 12:30 Uhr bei mir ein. Nach sechs Jahren schwarz musste mal etwas Abwechslung her, ich habe mich diesmal für ein Modell mit weißer Vorderseite entschieden und das iPhone entsprechend in der Variante „Silber” bestellt. Weiß passt IMHO auch ein wenig besser zum neuen iOS-Design als schwarz. Es ist die 128 GB-Variante, denn die Erfahrung zeigt, dass man eigentlich nie genug Speicher haben kann, zumal der frei zur Verfügung stehende Speicher sowieso immer etwas weniger ist und im Laufe der Zeit auch immer ein mehrere Gigabyte-großer belegter Bereich des Typs „Sonstiges“ entsteht.

Es kommt diesmal in einer fast komplett weißen Schachtel.

iPhone 6 Unboxing 1

Im Karton befindet sich zusätzlich wie üblich das Lade-Netzteil, ein Lightning-Kabel, die Earpods und die Begleitheftchen inkl. Apple-Aufkleber.

iPhone 6 Unboxing 2

Die Rückseite ist silberfarben mit einigen Antennenstreifen. Auffällig ist auch die hervorstehende Kamera.

iPhone 6 Unboxing 3

Nach dem Auspacken habe ich das iPhone gleich via iTunes aus einem aktuellen Backup meines iPhone 5 wiederhergestellt, so dass der Umstieg relativ zügig vollzogen wurde.

iPhone 6 Unboxing 4

Die Form ist im Vergleich zum iPhone 4 und 5 natürlich erstmal etwas gewöhnungsbedürftig und erinnert eher an ein iPad. Es dürfte allerdings wirklich nicht viel größer sein. Die deutlich dünnere Bauform mildert die größere Fläche ab. Ich habe mich bewusst gegen das 6 Plus entschieden, da das iPhone ein Gerät ist, welches ich unterwegs sehr oft aus der Tasche ziehe und benutze, so dass hier sowohl Größe als auch Gewicht eine entscheidende Rolle spielen. Auch eine weitgehende Einhandbedienung sollte möglich sein, sie ist beim iPhone 6 einen Tick schlechter als beim 5er.

Von der Qualität her ist der Bildschirm hervorragend, die Farben wirken brillant und der Home-Screen sieht aus als wäre eine bedruckte Folie in bester Bildqualität aufgeklebt. Der größere Formfaktor hat natürlich auch Vorteile, es steht entweder mehr Platz zur Verfügung oder es ist alles ein wenig größer, was alternden Augen freilich gut tut. Die zusätzliche Icon-Reihe auf dem Homescreen ist äußerst willkommen, denn nun passen wieder alle häufig benötigten Apps auf die ersten zwei Seiten.

iPhone 6 Homescreen

Zum Testen der Kamera bin ich noch nicht gekommen, die Akku-Laufzeit scheint ganz OK zu sein. Was ich absolut liebe, ist Touch-ID, diese Funktion war ja im iPhone 5 noch nicht enthalten. Das schnelle Entsperren und Bezahlen im App Store möchte ich bereits jetzt nicht mehr missen. Auch einige Apps benutzen seit iOS 8 diesen Sensor. Es ist auch mein erstes iPhone mit Motion-Coprozessor, so dass meine Schritte und Stockwerke nun – parallel zum Fitbit One – auch per iPhone gemessen werden. Gestern hatte ich den ersten vollen Vergleichstag und erwartungsgemäß hat das iPhone weniger Schritte gezählt, da ich es zu Hause natürlich nicht ständig mit mir herumtrage.

Nun bin ich gespannt, wie sich das neue Telefon im Alltag schlagen wird!

iPhone-Airplay mit mehreren Lautsprechern

12 Jul 2014
12. Juli 2014

Kennt ihr das Problem, man hat zu Hause mehrere Airplay-fähige Lautsprecher, kann aber mit dem iPhone (oder iPad) nur jeweils eine Box bespielen? Darüber habe ich mich schon öfters geärgert, bis ich neulich mal auf die Idee kam, ob es nicht eine App dafür gibt. Zu meiner Überraschung ist das tatsächlich der Fall.

Die App nennt sich “Multiroom Music/Radio Player by WHAALE” (kurz WHAALE) und hat IMHO ein etwas eigentümliches Design. Sie ist von der Bedienung ein wenig gewöhnungsbedürftig, leistet aber genau das, was ich schon lange gesucht habe. Man kann entweder alle Lautsprecher mit der gleichen Musik bespielen oder sogar jeden aus einer anderen Audioquelle versorgen. Maximal werden 6 Lautsprecher unterstützt, ab dem 3. ist hierzu allerdings jeweils ein In-App-Kauf notwendig.

WHAALE

Eine wesentliche Einschränkung, die vermutlich von iOS-Seite stammt, ist, dass das Audio direkt aus der WHAALE-App kommen muss. Die App bietet aber natürlich Zugriff auf die Musikbibliothek des jeweiligen iOS-Geräteres (allerdings ohne die Titel, die ausschließlich in der iCloud liegen, also iTunes Match und nicht heruntergeladene Einkäufe). Weiterhin wurde kürzlich der Streaming-Dienst „Deezer“ integriert. Zusätzlich kann man allerdings – wieder per In-App-Kauf – weitere Audio-Quellen erwerben, und zwar Internet-Radio (mit einer langen Liste vordefinierter Stationen) und UPnP-Media-Server, die man z.B. auf NAS-Systemen findet oder auch als Server-Dienst auf seinem Mac installieren kann. Ferner werden eine Reihe von Ambiente-Sounds mitgeliefert, wie z.B. Regengeräusche. Der Autor arbeitet nach eigenen Angaben an weiteren Quellen, so dass man mit der Audio-Auswahl nicht so eingeschränkt ist, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag.

Die Universal-App kostet mit zwei Lautsprechern 4,49 € (eine kostenlose Testversion steht ebenfalls im App Store zur Verfügung), Zugriff auf Internetradios und UPnP-Server schlagen nochmal mit jeweils 0,89 € zu Buche. Dafür erhält man Möglichkeiten, die sonst nur mit erheblich teuereren Systemen – wie z.B. SONOS – zu realisieren sind.

Dänemark mit dem InterCombi-Ticket

25 Jun 2014
25. Juni 2014

Heute möchte ich – vor allem für die Leser, welche in meiner Region aufhalten, mal etwas “Werbung” für unser nördliches Nachbarland machen und ein Ticket vorstellen, mit dem man einen sehr günstigen Tagesausflug dorthin realisieren kann.

Es geht um das Königreich Dänemark, genauer gesagt die Inseln Falster und Lolland, die etwa 50 km nördlich von Rostock liegen. Allen, die im Großraum Rostock wohnen oder sich im Rahmen eines Urlaubs hier aufhalten, möchte ich das InterCombi-Ticket empfehlen, welches man ganz einfach online bestellen und ausdrucken kann. Es kostet für die Hin- und Rückreise am selben Tag pro Person nur 29 €, in der Nebensaison sogar nur 22 €.

Das Ticket ist zunächst einmal eine Tageskarte für die Tarifzone Rostock, d.h., man kann aus dem ganzen Stadtgebiet zum Überseehafen fahren (und am Ende der Reise natürlich auch wieder zurück). Dort geht es mit einer Scandlines-Fähre nach Dänemark. Die Überfahrt dauert knapp zwei Stunden und ist an sich natürlich schon ein schönes Erlebnis. An Bord gibt es ein Buffet-Restaurant (Tipp: dort kann man morgens prima frühstücken, insbesondere, wenn man früh unterwegs ist), einen Bistro und zwei Shops. Im Travel-Shop kann man auch Euros gegen dänische Kronen tauschen.

Prins Joachim

Der dänische Hafen heißt Gedser (wird “Geser” ausgesprochen), ein kleiner Ort an der Südspitze der Insel Falster. Wenn man nur 2-3 Stunden Zeit hat, kann man seinen Aufenthalt auch dort verbringen und z.B. zum “Südstein” wandern, dem südlichsten Punkt Dänemarks und ganz Skandinaviens. Allen anderen empfehle ich die Weiterfahrt zum größten Ort auf Falster, der Stadt Nykøbing. Hierzu hat man direkt am Fährterminal Anschluß an einen dänischen Bus, der etwa 45 Minuten bis dorthin benötigt. Auch diese Fahrt ist im InterCombi-Ticket enthalten, wie auch weitere Fahrten innerhalb der dortigen Tarifzone 30, welche u.a. die ganze Stadt einschließt.

Nykøbing liegt am sogenannten Guldborgsund, ein schmales Gewässer, welches die beiden Inseln Falster und Lolland voneinander trennt. In Nykøbing gibt es eine Hubbrücke auf die andere Insel, auf der viele sicher den Ort Rødbyhavn, ausgesprochen etwa “Röllbyhaun”, an der Südwestküste kennen, weil dort die Fähren aus Fehmarn ankommen. Man sieht hier übrigens schön, dass Dänisch keine leichte Sprache ist. Viele Wörter sind zwar ähnlich, es gibt jedoch zum Teil erhebliche Unterschiede zwischen Schriftform und Aussprache. Glücklicherweise sind die Dänen in der Regel recht sprachbegabt, so dass man mit Englisch oder Deutsch sehr weit kommt. Sie freuen sich aber auch sehr, wenn man zumindest ein paar dänische Sätze im Repertoire hat, bei mir wird die Verständigung mit jedem Besuch ein wenig besser.

In Nykøbing gibt es für die Ortsgröße recht viele Geschäfte und eine größere Fußgängerzone, die vom Bahnhof, wo der Bus ankommt, in wenigen Minuten zu Fuß erreicht werden kann. Es gibt, allerdings abseits dieser Fußgängerzone, auch Supermärkte, die zum Teil sogar am Sonntag geöffnet sind. Dänemark hat meines Wissens kein Ladenschlußgesetz, dennoch schließen die meisten Geschäfte recht früh, insbesondere am Sonnabend, weshalb ich einen Besuch innerhalb der Woche empfehle (Tipp: Freitags sind im Sommer oft Musikveranstaltungen auf dem Marktplatz). Ansonsten gibt es Museen, einen Wasserturm, eine große Klosterkirche, ein Mittelalterzentrum mit Veranstaltungen (nicht in der Innenstadt, aber per Bus erreichbar), Restaurants, Cafés und noch einiges mehr zu entdecken. Die Preise vor Ort entsprechen etwa denen in Deutschland bzw. liegen manchmal auch darüber.

Mit dem Bus geht es dann vom Bahnhof wieder zurück nach Gedser, wo dann, sofern es keine Verspätungen gibt, nach kurzem Aufenthalt die Fähre gen Rostock in See sticht. Nimmt man jeweils die erste und die letzte Fähre ist zeitlich sogar ein Abstecher nach Kopenhagen (Entfernung ca. 150 km) möglich, entsprechende Züge fahren vom Bahnhof in Nykøbing. Die Fahrzeit beträgt rund zwei Stunden, ich habe das allerdings noch nicht ausprobiert.

Alles in allem kann man hier für kleines Geld eine exotische Reise (immerhin anderes Geld, andere Sprache, anderes Essen, andere Gebräuche, …) in ein sympathisches Land unternehmen, die ich uneingeschränkt empfehlen kann.

Fotos von meinem letzten Ausflug vor ein paar Wochen (bei bestem Reisewetter) habe ich einem Ipernity-Album veröffentlicht.

Siri und die Fußball-WM

14 Jun 2014
14. Juni 2014

Da Siri, die integrierte Sprachassistentin für iPhone, iPod touch und das iPad, auch aus einer Server-seitigen Komponente besteht, hat Apple die Möglichkeit das System ohne iOS-Update an aktuelle Ereignisse anzupassen. Genau dies ist für die kürzlich gestartete Fußball-WM in Brasilien geschehen. Wir brauchen also, um auf dem Laufenden zu bleiben, nicht erst umständlich eine News- oder Sport-App oder Safari bemühen, sondern fragen einfach Siri. Hier ein paar Beispiele:

Siri WM  1

Siri WM  2

Natürlich können auch Einzelergebnisse abgefragt werden:

Siri WM  6

Sogar über die einzelnen Mannschaften können Infos abgerufen werden:

Siri WM  3

Siri WM  7

Siri WM  5

Wer eine Zusammenstellung aller mir bekannten Siri-Befehle (inzwischen über 500) haben möchte, einschließlich der Neuerungen in iOS 7, dem empfehle ich mein E-Book:

Siri Buch in iBooks

Version 7.1 - © 1995-2014 by Dr. Markus Jasinski - Impressum