Apple Watch

27 Apr 2015
27. April 2015

Für eine Apple Watch zum offiziellen Starttermin letzten Freitag musste man schnell sein beim Vorbestellen, schon nach wenigen Minuten verschob sich der Liefertermin gen Mai, Juni, Juli. Mit Mac und iPhone bewaffnet – die dortige Apple-Store-App zu verwenden ist immer noch ein guter Tipp, sie war auch diesmal schneller aus dem Wartungsmodus raus als die Webseite – war ich gegen 9:03, zwei Minuten nach Beginn der Vorbestellphase – mit meiner Bestellung fertig. Ich hätte mir die Uhren gerne vorher angeschaut, aber das wäre auch erst an besagtem Tag möglich gewesen, so dass eine sehr lange Wartezeit entstanden wäre. So wurde nun eine Lieferung für den Zeitraum 24.4-8.5. in Aussicht gestellt, der kürzestmögliche Liefertermin.

Ich hatte zunächst an das günstigste Modell – Sport mit Kunststoffarmband – gedacht, da vermutlich schon nächstes Jahr ein verbessertes Modell erscheinen wird. Dann setzte sich aber der Gedanke fest, dass wenn ich schon eine Uhr trage (bisher tat ich das seit längerem nicht), dies auch einen modischen Aspekt hat und ich habe mich für das elegante Edelstahlmodell mit „Milanese Loop“ als Armband in der Größe 42 mm entschieden. Bisher habe ich das nicht bereut, denn ich finde sie sieht in der Realität noch ein wenig schöner als auf den Fotos aus.

Freitag ist sie gekommen und es gab ordentlich was auszupacken. Die Verpackung ohne Versandkarton wog stolze 900 Gramm, wozu die Uhr zum Glück nur zu einem kleinen Teil beiträgt.

Apple Watch Unboxing 1

Im Karton war – wie üblich – eine eingeschweißte Schachtel, fast komplett in weiß gehalten und einem Aufdruck mit der Modellbezeichnung versehen.

Apple Watch Unboxing 2

In der Schachtel war eine große weiße Kunststoffbox mit der Uhr, Kurzanleitungen und Garantiebedingungen (keine Apple-Aufkleber diesmal!) sowie das sehr lange Ladekabel mit Netzteil (iPhone-Version). Insgesamt macht die Verpackung, die bei jeder Kollektion übrigens anders ist, einen sehr wertigen Eindruck.

Apple Watch Unboxing 3

Das Armband ist bei dieser Variante stufenlos magnetisch verschließbar und trägt sich sehr gut. Das engmaschige, dünne Metallgeflecht hat sowohl Metall- als auch Stoffeigenschaften, was ich sehr spannend finde.

Apple Watch Unboxing 4

Natürlich wurde das gute Stück gleich in Betrieb genommen. Verwaltet wird die Uhr größtenteils mit der „Apple Watch“-App, die seit iOS 8.2 auf neueren iPhones zu finden ist. Das Koppeln geschieht interessanterweise via iPhone-Kamera über ein wolkenartiges Muster:

Apple Watch Pairing

Anschließend kann man jede Menge Einstellungen vornehmen und festlegen, welche Apps – sie kommen bisher immer als Teil einer iPhone-App – auf die Uhr sollen.

Dieser Artikel soll kein allgemeines Review der Apple Watch werden, davon sind im Netz etliche zu finden, sondern meine ersten Eindrücke bezüglich einiger Teilaspekte wiedergeben. Da ich die Uhr erst wenige Tage habe, und längst nicht alles ausprobieren konnte, kann ich mir derzeit sowieso kein abschließendes Urteil bilden.

Akkulaufzeit

Mehr als ich dachte. Ich lade die Uhr zwar bisher jede Nacht, lande abends aber in der Gegend von 60% Restlaufzeit. Bei der kleineren Uhr in 38 mm sollte es etwas weniger sein.

Größe

Ich hatte erst befürchtet, dass 42 mm zu groß ist. In der Praxis kommt mir das aber, trotz recht dünner Arme, nicht so vor, die Nahaufnahme etwas weiter oben täuscht hier ein wenig. Dennoch bin ich gespannt, auch mal das kleinere Modell zu sehen.

Taptic Engine

Für Benachrichtigungen wird man „angetippt“. Dies „Klopfen“ könnte IMHO gerne noch etwas stärker sein. Ich nutze es in der Maximaleinstellung einschließlich der Option „markante Haptik“.

Bedienung

Ist ein wenig anders. Im Gegensatz zum iPhone steht hier nicht der Screen mit den Apps im Vordergrund, sondern die Zeitanzeige. Nur von dort sind z.B. die „Checks“ erreichbar, eine Art durchwischbare Reihe von Info-Widgets, die auch von Drittanbietern kommen können. Die Uhr ist immer nur kurz an (um Akku zu sparen), daran muss man sich erstmal gewöhnen. Wo man überall fester drücken kann („Force Touch“), um zu weiteren Funktionen zu kommen, ist nicht unbedingt offensichtlich.

Digitale Krone

Praktisch, nutze ich aber noch zu selten, da iPhone und iPad sie nicht haben. Muss ich mich noch dran gewöhnen.

Watch Faces

Die Auswahl ist schon ganz OK. Ich bin mir aber relativ sicher, dass es demnächst noch weitere geben wird. Je nach Watch Face sind keine, wenig oder viele Anpassungen möglich.

Apple Watch Uhrzeit

Navigation

Konnte ich Sonntag mal auf einem Spaziergang ausprobieren. Man wird zum Ziel geführt, ohne dass man auf die Uhr schauen muss, je nachdem ob man links oder rechts abbiegen soll, erhält man ein anderes Klopfzeichen. Schönes Feature.

Siri

Siri versteht meine Spracheingaben recht gut, sogar wenn der Fernseher läuft. Im Gegensatz zum iPhone oder iPad erscheint das Feedback jedoch nur auf dem Bildschirm der Uhr, es findet keine Sprachausgabe statt. Ohne Spracheingabe wären viele Funktionen der Apple Watch gar nicht nutzbar, da der Bildschirm freilich keinen Platz für eine Tastatur bietet.

Telefonieren

Hab ich Sonnabend mal ausprobiert und funktioniere einwandfrei. Und ja, ein wenig Knight-Rider-Feeling kommt da schon auf.

Fitness-Funktionen

Habe ich bisher als nützlich und motivierend empfunden. Das System mit den drei zu schließenden Kreisen (regelmäßiges Stehen, bewegen und trainieren) macht Sinn und entspricht dem, was für ein gesünderes Leben häufig gefordert wird. Als Schreibtisch-Arbeiter habe ich den Aufstehhinweis der Uhr schon mehrmals erhalten und bin dem natürlich nachgekommen, man denkt sonst einfach nicht daran. Leider nutzen noch nicht alle iPhone-Apps die Daten der Uhr, sondern lesen stattdessen z.B. die Schrittzahl aus, die das iPhone gemessen hat, statt auf den in der Regel größeren Wert der Uhr zurückzugreifen.

Apple Watch Ringe

Schrittzähler nutze ich schon länger, neu ist für mich die Herzfrequenz-Messung, die nach meinen bisherigen Beobachtungen recht gut funktioniert.

Apple Watch BPM

Digital Touch

Konnte ich Sonntag ausprobieren und ich muss sagen, die Funktion hat was. Ich sehe schon wie Uhrenbesitzer eine geheime Zeichensprache untereinander ausmachen, um z.B. eine langweilige Party gemeinsam zu verlassen.

Apps

Dass die Apps eigentlich auf dem iPhone laufen und die Uhr mehr oder weniger nur als Touchscreen benutzt wird, merkt man nur an der etwas längeren Startzeit. Ansonsten ist der App Store schon gut gefüllt (Tipp: in der Apple-Watch-App nach „Apple Watch“ suchen führt zu einer langen Ergebnisliste mit Apps für die Uhr). Und da sind schon recht praktische Sachen dabei, so dass man sich unterwegs oft den Griff zum iPhone sparen kann. Die DB-App zeigt z.B. die Haltestellen in der Nähe inklusive der nächsten Abfahrten. Und mit der Hue-App die Beleuchtung der Wohnung via Uhr zu steuern fühlt sich irgendwie nach Zukunft an.

Apple Watch Homescreen

Für ein Fazit ist es wie gesagt zu früh. Aber bereits jetzt spüre ich genau den Effekt, den ich mir von der Apple Watch versprochen habe, dass das iPhone insbesondere für die vielen kleinen Interaktionen unterwegs in der sicheren Jackentasche bleiben kann. Z.B. zum Lesen von Push-Benachrichtigungen, zur Auswahl eines neuen Musiktitels, zum Abspielen eines bestimmten Podcasts oder Radiosenders, für einen Blick auf den Fahrplan oder das Regenradar, und und und – und natürlich, wer hätte es gedacht, zum Ablesen der Uhrzeit. Spannend ist jetzt auch, was die App-Entwickler daraus machen, jede Menge Potential ist auf jeden Fall vorhanden.

Fiete

07 Apr 2015
7. April 2015

Der Rostocker Zoo hat einen neuen Bewohner, Fiete, ein kleiner Eisbär. Der kürzlich getaufte Polarbewohner wurde am 3. Dezember geboren, hat inzwischen seine schützende Kinderstube verlassen und ist derzeit in der kleineren der beiden Eisbäranlagen untergebracht. Grund genug für mich, mal wieder den hiesigen Tierpark aufzusuchen und dem kleinen Fellknäuel Ostern einen Besuch abzustatten. Die Fotos gibt’s wie immer in einem Ipernity-Album, welches natürlich auch ein paar andere Tiere wie Erdmännchen, Löwen und Kamtschatkabären beinhaltet.

Standardtermine schnell auf dem iPhone eintragen

11 Jan 2015
11. Januar 2015

Wir alle haben Termine, die sich oft nur durch die Anfangszeit unterscheiden, ansonsten aber immer den gleichen Titel, die gleiche Dauer, den gleichen Ort, den gleichen Kalender und die gleichen Alarmeinstellungen besitzen. Ein Frisörtermin ist ein gutes Beispiel dafür. Bei einem neuen Termin dieser Art geben wir diese Daten immer und immer wieder erneut ein, was Zeit kostet, insbesondere auf dem iPhone. Für den Mac habe ich vor einiger Zeit „Fantastical“ für schnelle Termineingaben in natürlicher Sprache vorgestellt, inzwischen gibt es die App auch für das iPhone und iPad. Auch über Siri können Termine recht fix via Spracheingabe angelegt werden, für die entsprechenden Befehle verweise ich gerne auf das Kapitel 5 meines Siri-E-Books.

Aber für solche Standardtermine gibt es was schnelleres, nämlich die App „Calendar Paste“ (App-Store-Link). Sie begrüßt uns gleich auf ihrer Startseite mit den vorher zu erstellenden Vorlagen für solche Termine (die Verpixelung dient nur meiner Privatsphäre):

Calendar Paste  1

Alles was dann noch zu tun ist, ist auf eine Vorlage zu tippen und eine Startzeit auszuwählen und schon steht der Termin mit den übrigen Daten aus dem Template in unserem Kalender. Das geht wirklich superschnell:

Calendar Paste  3

Die Vorlagen werden in der App erstellt, indem ein entsprechendes Formular ausgefüllt wird:

Calendar Paste  2

Natürlich können die Vorlagen auch nachträglich geändert, gelöscht oder umsortiert werden. Praktische Sache das.

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch

26 Dez 2014
26. Dezember 2014

Ich wünsche meinen Lesern ein frohes, friedliches und besinnliches Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Wie in den Jahren zuvor möchte ich diese Gelegenheit nutzen, auf die vergangenen 12 Monate – wie immer ein wenig aus der Sicht eines Apple-Users und Computer-Geeks – zurückzublicken.

Nachdem mir das letzte Jahr neue Macs und ein iPad Air gebracht haben, war dieses Jahr ein neues iPhone „dran“. Durch die turnusgemäße Vertragsverlängerung habe ich diesmal ein iPhone 6 erstanden, die Einzelheiten sind in diesem Artikel beschrieben. Das war’s dann aber auch schon mit Apple-Produkten, denn die vorgestellte Uhr, die mich sehr interessiert, hat es nicht nach 2014 geschafft (und das iPad Air 2 hätte ich mir nur mit Black-Friday-Rabatt, den es dieses Jahr nicht gab, geklickt). Dennoch wurde der Haushalt um das ein oder andere Gadget erweitert, zum Beispiel kürzlich einen Saugroboter, über den ich hier künftig auch etwas schreiben möchte, sobald mehr Erfahrungen vorliegen und ich Zeit dazu finde. Auch mein Hue-System habe ich weiter ausgebaut, inzwischen erstrahlen hier 9 entsprechende Birnen. Ferner habe ich ein Überwachungssystem installiert (mit Kamera und Sensoren), was technisch sehr gut funktioniert und noch keinen Fehlalarm produziert hat. Aus Sicherheitsgründen wird es dazu aber keinen Artikel geben ;-), aber es ist sehr beruhigend, wenn man von unterwegs schauen kann, ob zu Hause alles in Ordnung ist.

Auf der Softwareseite gab es – wie jedes Jahr muss man ja sagen – ein neues iOS und ein neues OS X. Obwohl beide Systeme noch durch den ein oder anderen Bug geplagt werden, begrüße ich die engere Verzahnung von iOS und OS X ausdrücklich. Die Handover-Funktion benutze ich beispielsweise viel häufiger als gedacht und die Widgets sowie die Erweiterungen der Sharesheets sind ein echter Produktivitätsgewinn. Schön, dass ich die Systeme auch optisch wieder ein wenig angenähert haben. Ein echter Missstand ist noch das Thema Fotos. Ich halte eine geräteübergreifende Lösung, wie sie Apple plant, für richtig und zeitgemäß, aber sie hätte auf der Mac-Seite, die sehr wichtig ist, da hier alle meine DSLR-Fotos landen, mit Yosemite fertig sein müssen. Bleibt zu hoffen, dass die Mac-App mächtig genug wird, dass sie mein geliebtes Aperture ersetzen kann. Beim Erstellen der diesjährigen Weihnachtskarten und Kalender für 2015 habe ich mich in diesem Zusammenhang gefragt, was eigentlich aus Apples Druckerzeugnissen wird, sobald iPhoto in Rente geht.

Der Rostocker Mac-Stammtisch hat in der zweiten Jahreshälfte leider keine gute Entwicklung genommen, die letzten drei Termine sind bedauerlicherweise mangels Beteiligung ausgefallen. Bleibt zu hoffen, dass es 2015 besser wird, denn die Abende haben mir immer gut gefallen und es wurden zahlreiche nützliche Tipps ausgetauscht. Gerne können auch meine Leser aus der Region mal vorbeischauen, selbst als langjähriger Nutzer kann von so einem Abend eigentlich immer was mitnehmen.

Persönlich war es ein eher durchwachsenes Jahr, ohne dass ich hierbei auf Einzelheiten eingehen möchte. Zeit also, den Blick nach vorne zu richten und sich auf ein hoffentlich schönes 2015 zu freuen. Kommt gut rein und herzlichen Dank fürs Lesen meiner Artikel!

Artikelfoto: Rostocker Weihnachtsmarkt 2014

Rostock von oben

14 Dez 2014
14. Dezember 2014

Die Attraktion des diesjährigen Rostocker Weihnachtsmarkts ist sicherlich der City-Skyliner, der höchste und modernste mobile Aussichtsturm der Welt, welcher schon einige große Städte dieser Welt besucht hat. Die Gesamthöhe beträgt 81 m, die Besuchergondel fährt von unten bis auf 72 m hoch und dreht sich dabei um 360 Grad. Zum Geburtstag habe ich eine Fahrkarte geschenkt bekommen und bin heute mit Spiegelreflex-Kamera bewaffnet mitgefahren. Die Sicht von oben war etwas diesig (was von unten nicht zu erahnen war), dennoch war die Aussicht beeindruckend. Es folgen ein paar meiner Bilder (das Artikelbild oben zeigt die Warnow mit Stadthafen, Gehlsdorf im Hintergrund und den Kanonsberg rechts unten).

Sykliner 1

Skyliner 2

Skyliner 3

Skyliner 4

Richtung Vögenteich, OSPA, Motel One

Skyliner 5

Richtung Osten, mit (v.l.n.r.) Petri-, Marien- und Nikolaikirche, im Vordergrund die Lange Straße

Skyliner 6

Richtung Norden (Überseehafen, Kohlekraftwerk, neuer Sendemast und Warnemünde), im Vordergrund die Warnow

Skyliner 7

Richtung Westen

Skyliner 8

Blick auf die Kröpeliner-Tor-Vorstadt mit Brauerei und dem Ostseestadion im Hintergrund

Skyliner 9

Doberaner Platz und KTV, im Hintergrund der Fernsehturm

Wer noch mitfahren möchte (lohnt sich IMHO, kostet 7 Euro), der Weihnachtsmarkt, immerhin angeblich der größte im Norden, geht noch bis zum 22. Dezember.

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